Histaminintoleranz und MRT Kontrastmittel

    Hallo eine Frage,

    Darf man, wenn man derzeit eine starke Histaminintoleranz MRT Kontrastmittel verabreicht bekommen ? Oder sollte man dies eher meiden.

    Die akuten Symptome der HIT äußern sich derzeit mit sofortigen Symptomen nach histaminhaltigen Speisen: Übelkeit, und Erbrechen, Hustenanfälle, laufende Nase, Schwindel und Kribbeln in allen Gliedmaßen.


    Bei solch starken Symptomen wäre eine KM Gabe ein hohes Risiko oder ? Ärztin meint ja, der Radiologe nein. Hat jemand Erfahrung damit ?


    Das MRT soll intrakraniell gemacht werden und vorsorglich extrakraniell, das eben nur mit KM funktioniert.


    LG @:)

  • 7 Antworten

    Wenn man nichts dagegen machen würde, kanns ein Problem geben. Allerdings sollte das der Radiologe wissen und dir eben vorbeugend entsprechende Medikamente geben, dann halten sich die potenziellen Risiken im Rahmen. Was manche Radiologen alles nicht wissen, es erstaunt mich doch immer wieder - ich erlebe das leider auch beruflich.

    Das Risiko muss letztlich der Radiologe einschätzen. Der kann dir 5-10min vor der KM Applikation H1- und H2 - Rezeptorantagonisten verabreichen. Ist mit schwerwiegenden KM Reaktionen zu rechnen, ist eine Prämedikation mit Kortikosteroiden empfohlen. Enweder er wusste das einfach nicht, oder er schätzt das Risiko als so geringfügig ein, dass es ohne Prämedikation geht.
    Ohne KM kann man bei einigen Untersuchungen keine vernünftigen Bilder erhalten und eine MRT wäre dann sinnlos. Also entweder alternative Untersuchung oder MRT mit KM mit oder ohne Prämedikation um eine überschüssige Histaminfreisetzung zu unterbinden.

    Danke für deine Antwort.

    Am Telefon wurde mir von einer Assistentin mitgeteilt auf Nachfrage hieß es man wüsste nicht warum eine KM Gabe bei einer HIT oder anderen Nahrungsmittelunverträglichkeiten/ Allergien ein Problem sein sollte ??? Also nehme ich an dem Radiologen ist das Problem nicht bewusst.... Na toll. Also lieber nur die MRA vom Kopf machen lassen ohne KM und für das andere halte ich lieber nochmal Rücksprache mit einem spezialisierten Arzt. Aspirin zb. Löste schon extreme Reaktionen hervor, da möchte ich mir das bei einem KM gar nicht vorstellen die Risiken :-|

    Nicki13 schrieb:

    Würdest du dann aufgrund der Histaminintoleranz allergisch auf das km reagieren?

    Es könnte schon sein, da solche Mittel Histamine in sehr hohen Dosen freisetzen. Ich vertrage auch sehr wenige Medikamente. Bei Aspirin oder Novalgin zb hatte ich sehr starke Reaktionen. Es hat echt eine Zeit lang gebraucht bis ich draufkam, dass diese manche Medikamente Histamine freisetzen und deswegen diese heftigen Reaktionen. Damals wüsste ich das noch nicht. Leider.

    Sie setzen diese nicht generell frei. Wenn man allergisch gegen Gadolinium ist, dann (!) werden Histamine freigesetzt, das ist die allergische Reaktion.

    Ist man nicht allergisch wüsste ich auch nicht, warum das ein Problem sein sollte.

    Einige KM verursacht im Allgemeinen eine verstärkte Freisetzung von vasoaktiven Mediatoren, insbesondere Histamin. Nun macht das einem Pat. ohne HIT nicht sonderlich viel aus, aber Menschen die eine HIT haben, können dadurch ein Problem bekommen. Das ist aber weder eine Unverträglichkeit noch eine Allergie gegenüber dem KM, sondern vielmehr eine "normale" Reaktion darauf, die bei Pat. mit entsprechender Vorerkrankung wie HIT unangenehme Auswirkungen haben kann. So hab ichs in der Uni vor 3 Jahren gelernt, glaube aber nicht, dass das Wissen schon wieder total veraltet ist ":/