G.W. von Rue

    Sicher, das ist das Tückische an dieser Krankheit. Nur schürt es ja noch die Angst bei dafür anfälligen Personen, wenn es sinngemäß heißt, man merke rein gar nichts und sei plötzlich so gut wie tot. So etwas mag es geben, doch ist eswohl auch nicht die Regel. Sonst müssten wir ja berechtigt, auch wenn wir uns gesund fühlen, ständig mit dieser Sorge herumlaufen.


    Ich denke, wer seinen Körper kennt, der spürt schon länger, wenn etwas nicht in Ordnung ist, will es nur manchmal nicht wahrhaben.

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    @ XyGianna

    Ich kann dich sehr gut verstehen! Auch ich rauche relativ viel und spüre es manchmal beim Stiegensteigen, dass ich richtig kurzartmig werde. Deshalb hatte auch ich Angst, da ich vor kurzem einen Knie-OP hatte, mich dem vorher nötigen Lungenröntgen zu stellen. Zum Glück war alles in Ordnung und das wünsche ich auch dir von ganzem Herzen!


    Meine derzeitige persönliche Lebenssituation macht es mir auch nicht möglich, so einfach jetzt auf gleich mit dem rauchen aufzuhören. Das wird wieder einige Moralapostel auf den Plan rufen, aber ich denke halt, die sollten sich selber an der Nase nehmen und sich glücklich schätzen, aus irgendwelchen Gründen eben NICHT zu den Nikotinabhängigen zu gehören.


    Alles Gute Gianna, ich drücke dir ganz fest die Daumen und bitte dich, uns das Ergebnis mitzuteilen.


    Liebe Grüsse :)*

    Zitat

    Meine derzeitige persönliche Lebenssituation macht es mir auch nicht möglich, so einfach jetzt auf gleich mit dem rauchen aufzuhören. Das wird wieder einige Moralapostel auf den Plan rufen, aber ich denke halt, die sollten sich selber an der Nase nehmen und sich glücklich schätzen, aus irgendwelchen Gründen eben NICHT zu den Nikotinabhängigen zu gehören.

    Quatsch, das hat doch mit Moral nichts zu tun. Ich frage mich einfach nur, was sich manche Leute so denken. Da wird sehenden Auges gequalmt, was in die Lunge reingeht und dann wird vor Angst gejammert, wenn sich das bewusst eingegangene und bekannte Risiko (vielleicht) irgendwann bewahrheitet.


    Meiner Meinung nach hilft bei den meisten Nikotinabhängigen nur eines nachhaltig, um sie von ihrer Sucht zu "heilen": akute Todesangst. Selbst hartgesottene Fälle haben dann nach meiner Erfahrung plötzlich keine Probleme mit dem Aufhören mehr, obwohl sie es zuvor oft vergeblich versucht hatten.


    XyGianna


    Ich wünsche Dir alles Gute und bin sicher, dass Du nochmal "davongekommen" bist. Gleichwohl verstehe ich Deine #ngste und hoffe, Du nimmst sie Dir zu Herzen und schaffst vielleicht den Absprung (wenn Du willst).

    @ Silvelie

    Zitat

    Nur schürt es ja noch die Angst bei dafür anfälligen Personen, wenn es sinngemäß heißt, man merke rein gar nichts und sei plötzlich so gut wie tot

    Ich kann schon nachvollziehen, dass das nicht gerade der allgemeinen Beruhigung dient und ich würde auch nicht sagen, dass man gar nichts merkt und dann "plötzlich" so gut wie tot ist. Es ist nur so, dass, wenn Lungenkrebs Beschwerden verursacht, es eben meistens schon zu spät für Heilung ist.

    Zitat

    Sonst müssten wir ja berechtigt, auch wenn wir uns gesund fühlen, ständig mit dieser Sorge herumlaufen.

    Das ist sicherlich eine Gratwanderung, aber im Grunde gilt das in Bezug auf fast jede Krebsart, denn viele Karzinome verursachen im Frühstadium keine Symptome, daher ist Früherkennung in vielen Bereichen ja so wichtig, sonst könnte man ja immer erst einmal abwarten, bis man Beschwerden bekommt und sich Pap-Test, Brust abtasten, Darmspiegelung etc. sparen. Wobei grundsätzlich gilt: Die beste Vorsorge ist eine (möglichst) gesunde Lebensführung.

    Zitat

    Ich denke, wer seinen Körper kennt, der spürt schon länger, wenn etwas nicht in Ordnung ist, will es nur manchmal nicht wahrhaben.

    Das halte ich, zumindest in Bezug auf das Frühstadium von Bronchialkarzinomen, definitiv für einen Trugschluss. Lungenkrebs verursacht im Frühstadium in der Regel keine Beschwerden, ja sogar auf Röntgenbildern können die winzigen Rundherde leicht übersehen werden. Und wenn es sich um einen kleinzelligen Tumor handelt, dann kann es eben ganz schnell gehen.

    G.W. von Rue

    Ja, ich weiß das leider, da ich selbst in nächster Nähe den Verlauf bei einem kleinzelligen Lungen-Ca mitbekommen habe (Ex-Raucher, nicht einmal das konnte schützen). Solch eine Krankheit ist sicherlich ein ganzes Stück weit Schicksal.


    Nur kann niemand leben mit der ständigen Befürchtung, dass sich irgendwo im Körper still und leise so etwas ausbreiten könnte. Im Grunde kann nicht einmal Vorsorge ausschließen, dass nicht doch etwas übersehen wird oder vielleicht gerade an anderer Stelle entsteht.


    Deshalb vertraue ich für mein Teil lieber darauf, dass mein Körper mir frühzeitig 'rückmelden wird, wenn etwas so Gravierendes in ihm passieren würde. Sollte das nicht der Fall sein, nun ja, alles im Leben lässt sich in der Tat nicht beeinflussen.

    @ Horrroweib

    Zitat

    Quatsch, das hat doch mit Moral nichts zu tun.

    Richtig. Sondern mit SUCHT/ABHÄNGIGKEIT.

    Zitat

    Ich frage mich einfach nur, was sich manche Leute so denken.

    Das hat mit "Denken" nichts zu tun. Ein süchtiger/abhängiger Mensch unterliegt nicht der Rationalität, sonst würde er gar nicht süchtig geworden sein.

    Zitat

    Da wird sehenden Auges gequalmt, was in die Lunge reingeht und dann wird vor Angst gejammert, wenn sich das bewusst eingegangene und bekannte Risiko (vielleicht) irgendwann bewahrheitet.

    Das ist ein richtiger RATIONALER Standpunkt. Aber wie gesagt: Sucht und Ratio sind zwei Welten...


    Aber was ich gut finde: Dass Leute wie Limes69 und Gianna sich dessen bewusst sein, dass sie süchtig/abhängig sind. Die meisten Raucher streiten ja gerade dies ab. Und ich weiss, wovon ich rede, ich war selbst viele Jahre lang Kettenraucher.


    Gruss


    Cha-Tu

    XyGianna

    Morgen ist es also soweit. Ich hoffe und wünsche Dir, dass kein Befund rauskommt – ausser natürlich, dass da nichts ist. Vielleicht kannst Du Dir dennoch überlegen, sicherheitshalber auch Dein Herz-Kreislauf-System gründlich abchecken zu lassen. Denn auch dort passiert durch langes und starkes Rauchen ja so einiges und das manchmal recht lange unbemerkt. Cha-Tu hat ja schon geschrieben, dass bei ihm das Herz und nicht die Lunge gestreikt haben. By the way – wir haben gestern abend notfallmässig meinen Schwager mit einem zweiten Herzinfarkt ins Krankenhaus gebracht. Er lebt noch – Gott sei Dank – und ist im Moment auch schmerzfrei. Er hat auch lange geraucht, hatte nach dem ersten Infarkt aufgehört und dann durch "Dummheit" (seine Aussage) wieder angefangen. Gestern hat er die ganze Zigarettenpackung, die er bei sich hatte, ganz offiziell wegwerfen lassen – er konnte es nicht mehr selber.


    Ich wünsche Dir viel Kraft für Deine Zukunft – hoffentlich in Gesundheit.

    Mein Mann hat damals auch von jetzt auf gleich mit dem Rauchen aufhören können, als er sein Herz ungut zu spüren bekam. In diesem Moment kann möglich werden, was vorher nie ging: Wenn wir ganz unmittelbar spüren, was Zigaretten anrichten können.


    Auch von mir für morgen alles Gute.

    Cha-Tu

    Zitat

    Ein süchtiger/abhängiger Mensch unterliegt nicht der Rationalität, sonst würde er gar nicht süchtig geworden sein.

    Nein, das sehe ich anders. Für micht können Sucht und Ratio parallel existieren. Die Sucht mag bei manchen stärker sein, sodass die bekannten Nachteile verdrängt werden, aber sie ist gleichwohl da. Ich könnte z.B. Espresso trinken ohne Ende, also man könnte bei mir schon von einer Koffeinsucht reden. Trotzdem trinke ich nicht wahl-und willenlos 5 Kannen am Tag, sondern halte mein mir selbst gesetztes Limit, auch wenns schwer fällt.

    Hi, geh hin und gut ist. Oft macht man sich viel zu verrückt und hinterher ist man wieder froh! So ist doch das Leben. Da muss man stark sein!! :)*


    Selbstverständlich solltest Du das mit dem vielen Rauchen aber auch mal überdenken. Vielleicht musst Du da jetzt durch und Angst haben – vlt.bewirkt es ja etwas in Deinem Kopf???


    Ich kann ehrlich gesagt die Raucher nicht verstehen, die schon das Elend in der Familie miterleben, dass da nix "Klick im Kopf" macht? Du müsstes jeden Tag Angst haben und nicht jetzt vor der Röntgenaufnahme.


    Also, geh hin – und hör danach mit der Qualmerei auf! ich wpünsch Dir viel Kraft dazu! :)* :)* :)* :)* :)*

    Hallo, Horrorweib,


    vielleicht weisst Du nicht, dass Nikotin ein viel stärkeres Suchtgift ist als Koffein., Ja, es ist eines der heftigsten Gifte, die der Mensch einnehmen kann. Wir hatten manchmal in unserer Beratungsstelle weniger Probleme, einen Alkoholiker davon zu überzeugen, einen Entzug zu machen als einen Starkraucher.


    Allerdings: Der akute Entzug dauert beim Nikotin nur sehr sehr kurz. Körperlich ist nach 1-5 Tagen der körperliche Entzug erledigt (ich habe es selbst hinter mir und einige unserer Patienten auch), während z.B. der akute Alkoholentzug 3-5 Wochen, manchmal länger dauert. Ich rede hier nur vom KÖRPERLICHEN Entzug, nicht vom seelischen. Der dauert länger, u.U. lebenslang.


    Wichtigste Motivation, vom Nikotin loszukommen ist der WILLE, davon loszukommen und sich einem Entzug zu unterziehen (ich selbst habe mich 3 Tage in die Wohnung eingesperrt und kalten Entzug gemacht; ob ich das empfehlen möchte, lasse ich mal offen). Aber Ratio hat mit Willen nur sehr indirekt etwas zu tun. Wenn die Ratio eine wesentliche Rolle spielen würde, würden die Hinweise auf den Zigarettenschachteln, die allesamt rational sind, wirken. Tun sie aber nachweislich nicht oder kaum, darüber gibt es zahlreiche Studien.


    Gruss


    Cha-Tu

    Zitat

    vielleicht weisst Du nicht, dass Nikotin ein viel stärkeres Suchtgift ist als Koffein.

    Das wusste ich in der Tat nicht. ":/ Ich persönlich habe null probleme, auf Nikotin zu verzichten (Zur Vollraucherin zur Gelegenheitsraucherin (ca. 1 Zigarette pro Woche im Schnitt, Schwangerschaften und Stillzeiten natürlich gar keine) seit vielen Jahren ohne jede Schwierigkeiten, ging quasi wie von selbst), während mir der Verzciht auf Koffein schwerer fällt.


    Aber gut, hat ja jeder seine eigene Suchtpersönlichkeit.

    Klar, die Suchtpersönlichkeit spielt da eine grosse Rolle. Meine Frau, relativ starker Raucherin (filterlose "Schwarze") hat von heute auf morgen aufgehört, und hatte kaum Probleme. Ich hatte einen regelrechten fiesen Entzug. Wobei es hier aber auch darauf ankam, dass ich sehr tief inhaliert habe, während meine Frau eher oberflächlich paffte.


    Gruss


    Cha-Tu