Der Punkt ist doch der, dass Gianna nicht das Vertrauen in sich selbst hat aufzuhören. Sie hat Angst die Kontrolle zu verlieren.


    Und das ist eindeutig psychisch bedingt und ebenso, bzw. ebendeshalb auch nicht nur ernst, sondern auch sehr individuell zu sehen.


    Bilder von kranken Menschen zu sehen hilft da gar nichts – habt Ihr denn vergessen warum sie ursprünglich diesen Faden eröffnet hat?:

    Zitat

    Hallo, bei meinem Dad ist seit knapp 1 Jahr bekannt, dass er Lungenkrebs hat.

    Meint Ihr denn ernsthaft da braucht sie jetzt noch irgenwelche Bilder von "fremden" Menschen um sich zu Augen zu führen wie schlimm das ist?


    Das ist es ja was ich meine, hier sogar besonders ausgeprägt:


    Da spricht ein Mensch sehr offen von seinen Problemen mit der Sucht und es kommen dennoch immer wieder Pauschalaussagen/Ratschläge die nicht wirklich auf sie eingehen. Deshalb auch meine Fragen an Dich vor ein paar Beiträgen, Kater.

    Zitat

    Wir zahlen nicht nur mit unserer Gesundheit, sondern auch viele Steuern.

    Was ihr Raucher das Gesundheitssystem kostet, kommt lange nicht durch Steuern rein. Aber dieses Argument kommt ja gerne. Ich finde es ehrlich gesagt absolut zum K... dass die Allgemeinheit für Raucherentwöhnung zahlen soll. Jeder weiß, was passiert, wenn man anfängt zu rauchen. Dazu kommt, dass der körperliche Entzug bereits nach wenigen Tagen vorbei ist. Lediglich die psychische Abhängigkeit dauert länger. Es ist eine Willenssache, euer Körper wäre nach einer Woche damit durch und bräuchte die Droge nicht mehr!


    Aber wenn man sich natürlich immer und immer wieder einredet, dass es ohne Kippen nicht geht, dass man dann fast schon stirbt, so dramatisch und alles... dann ist ja klar dass das zum Scheitern verurteilt ist. Und die Gesellschaft soll dann teure Therapeuten und sonstige Maßnahmen bezahlen. Jahrelang waren 2 Schachteln pro Tag, monatlich 200-300, hochgerechnet zigtausend Euro für Kippen drin, aber das Loskommen lässt man sich dann schön von der Kasse bezahlen :)=


    :(v

    Ich sage nichts gegen eine Therapie generell, wenn die nötig sein sollte. Wenn zB Depressionen, Burn Out etc vorliegen, sollte das natürlich therapiert werden. Wenn dann ein NEBENeffekt davon ist, dass der Patient auch die nötige Stärke zum Aufhören mit dem Rauchen entwickelt, dann ist das toll und zu begrüßen. Aber rein die Raucherentwöhnung, das finde ich nicht richtig.


    Wenn jemand über Jahre jeden Monat, sagen wir mal 100 Euro fürs Rauchen ausgeben kann, dann kann man auch verlangen, dass er zumindest diesen Betrag zuschießt oder Kosten für die Rauchentwöhnung in diesen Raten abstottert. Wenn jahrelang 100 Euro monatlich in die Sucht fließen konnten, dann können sie auch weitere Jahre in die Therapie dafür fließen. Wäre echt das Mindeste.

    XyGianna

    Zitat

    Ich krieg den totalen Heulemann wenn ich nix zu rauchen hab, bin dann nicht mehr ich selbst. Habs auch schon erlebt, dass ich während eines Entzugs kaum noch den Mund aufgemacht habe, also sehr still wurde, fast schon extrem schüchtern.....

    Ich verstehe, dass das eine unangenehme Zeit für Dich wäre, aber es sollte kein Hindernis sein, um mit dem Rauchen endlich aufzuhören.


    Du bist übrigens nicht alleine. Mein Freund und seinen Vater haben es auch bis heute nicht geschafft, die Qualmerei sein zu lassen. Der körperliche Entuzug ist nicht das Problem, sondern der psychische Suchtdruck. Dieser wird natürlich noch von anderen rauchern verstärkt – und da sind wir bei Deiner Mutter und Deinem Freund. Deren Verhalten kann ich so überhaupt nicht nachvollziehen. Da liegt der Vater da mit Lungenkrebs, Du hast ein beginnendes Emphysem und trotzdem qualmen alle weiter wie die Lemminge. Wenn niemand bereit ist, wenigstens nur noch draußen zu rauchen, solltest Du da eigentlich ausziehen.

    Zitat

    und da sind wir bei Deiner Mutter und Deinem Freund. Deren Verhalten kann ich so überhaupt nicht nachvollziehen.

    Der Rat, den Freund rauszuwerfen, kam ja schon öfter, zieht aber nicht. (Nicht nur wegen des Rauchens). Die Mutter raucht nicht in der Wohnung, wo ja auch die Tiere leben. Wäre der Freund nicht mehr in XyGiannas Wohnung, müsste sie gar keinen Rauch mehr atmen und auch nicht zusehen wie jemand raucht. Die Mutter würde vor die Tür gehen und der Freund wäre weg (und mit ihm wesentlich mehr Ärger als nur Passivrauch).


    Aber ich bezweifel irgendwie, dass das geschehen wird, dazu ist Giannas Angst vor dem "Heulemann" ( ??? ) zu groß.


    Daher wäre Therapie echt gut, nicht nur im Hinblick auf das Rauchen, sondern auch auf den ganzen anderen Stress.

    @ Sandra dann gib uns doch mal Tips. Da du dich ja mit dem Entzug so auskennst, hast du wohl auch geraucht?! Ich schließe mich Isabell an. Bist ne nette Isi. *:)


    Und Sandra ein Tip von mir: man kann bestimmt auch zur Therapie gehen, wenn man mit seinem Leben nicht zufrieden ist und mitreden will ohne Ahnung zu haben. Da muß ich doch glatt mal Mark Twain zittieren: "Das menschliche Gehirn ist eine großartige Sache. Es funktioniert bis zu dem Zeitpunkt, wo mancher aufsteht und was zu sagen hat." In diesen Sinne...


    Grüße @ Isi

    @ Sandra2006

    Zitat

    Ich finde es ehrlich gesagt absolut zum K... dass die Allgemeinheit für Raucherentwöhnung zahlen soll.

    Was ich zum K ... finde, sind solche Beiträge zu lesen wie diese.


    Sorry, das musste ich loswerden.


    Irgendwie am Thema vorbei, oder ???

    Zitat

    man kann bestimmt auch zur Therapie gehen, wenn man mit seinem Leben nicht zufrieden ist

    Sollte das nötig sein, würde ich zumindest nicht der Allgemeinheit auf der Tasche liegen, sondern für den Platz auf der Couch selbst zahlen :-p


    Ich sag auch nicht dass ein Entzug easy ist, aber bezahlen sollte man ihn, wenn man vorher auch die Kippen kaufen konnte, dann kann man auch für die Behandlung zahlen. Sich aufzuregen, dass man Nikotinpflaster selbst zahlen muss, ist wirklich der Abschuss. Sowas wie Selbstverantwortung kann man sich wohl wegqualmen? Wenn man meint, weiterhin Nikotin egal in welcher Form zu sich nehmen zu müssen, sollte man seinen eigenen Geldbeutel aufmachen. Das was man an Kippen spart, könnte zb die Höchstsumme sein, die man selbst investieren muss, bevor man die Kassen bemüht.

    Ja, wenns um sowas wie Kosten geht, dann sind alle Raucher plötzlich arme hilfloseKranke, die nichts lieber wollen, als von ihrer bösen Sucht loszukommen.


    Wenns um sowas wie ein neues Nichtraucherschutzgesetz geht, trifft man plötzlich auf eine Masse von Rauchern, die von sich sagen, sie seien gesellige Genußmenschen, die Rauchen als bewusste Lebenseinstellung und Lebensstil pflegen und gerne in nettem Rahmen (Kneipen, Bierzelte, Cafes) ausleben wollen.


    Was denn nun?!


    Ja, ich glaube das Gianna zu den Leuten gehört, die Hilfe braucht und bekommen sollte, aber nicht nur wegen des Rauchens, sondern weil sie generell gestresst, psychisch geschwächt und ausgelaugt und extrem emotional ist. Eine Therapie (selbstverständlich auf Kassenkosten, wenn entsprechende Diagnosen gestellt sind), dagegen sag ich doch gar nichts, das sollte schnellstmöglich genehmigt werden/beginnen.

    Zitat

    Irgendwie am Thema vorbei, oder ???

    Solange weiterhin dauernd Leute schreiben, wieviel Geld die Allgemeinheit durch die Steuern verdient, wie wohltätig die Raucher quasi für den Staat seien, werde ich da nicht still sein was die immensen Kosten angeht...ich hab das nicht aus heiterem Himmel geschrieben, sondern mich auf Romys Post bezogen.

    Also Sandra, natürlich kannst du deine Meinung sagen. Wäre ja schlimm, wenn man sich hier was vorheucheln würde. Es ist ja ein sehr schönes Forum, was vielen hier schon durch das Lesen hilft. (mir auch) Aber es kommt doch auf die Art und Weise an. xy ist ja in einer schwierigen Phase. Und das ist hier ihr Faden, da kann man sich doch höflich ausdrücken. Und ich bin überzeugt, das dir Geselligkeit helfen würde. Denn wenn du zu deinen Freunden (voraussgesetzt du hast welche) auch so liebenswürdig bist, na dann Prost...