Immer wieder erhöhter CRP Wert trotz Antibiotika

    Hallo Ihr Lieben,


    würde wieder mal einen Rat brauchen weil ich mir momentan echt viele Sorgen wegen meiner Gesundheit mache.

    Vor 2 Wochen am Sonntag bekam ich ein engegefühl in der Brust, Husten, Halsschmerzen und erhöhte Temperatur.
    habe daraufhin meinen Arzt angerufen der meinte das dies möglicherweise Covid-19 sein könnte da die Symptome passen.
    nach einem Negativen Test war ich dann in der Praxis wo er leider nichts feststellen konnte außer meinen erhöhten CRP wert von 1,1.

    als Behandlung bekam ich Antibiotika und ich muss sagen mir ging es nach 1 Tag schon wieder sehr sehr gut. Die Antibiotika habe ich natürlich zu Ende genommen und bekam leider 2 Tage später wieder erhöhte Temperatur und Halsschmerzen.

    Wieder war ich in der Arztpraxis und meine Werte waren noch immer erhöht - nochmal Antibiotika.


    Danach war ich 3 Tage Symptomlos bis ich jetzt am Mittwoch wieder Fieber und Halsschmerzen bekam. Danach bin ich sofort zum Arzt und der meinte nur „meine Werte sind noch immer bei 1,1 und er kann mir leider nicht sagen was ich habe & falls es nicht besser wird soll ich mich an einen HNO wenden“


    ich habe nun total Angst das ich mit 24 vielleicht Krebs habe da dort auch der CRP Wert erhöht sein kann...


    Leider geht es mir seit dem generell komisch... ich bin geschwächt, lustlos, müde, könnte nur schlafen, Appetitlos, heute war mir sehr schwindelig und ich dachte das ich jeden Moment umfliege.
    ich muss auch dazu sagen das ich mich generell schnell wo reinsteigere aber die Unsicherheit ob ich vielleicht nicht schwer krank bin macht mich verrückt.


    Hat vl. jemand eine Idee?

  • 137 Antworten

    Das hört sich doch ganz klassisch nach einer Infektion an. Meine letzte Mandelentzündung „brach“ 3-4 mal innerhalb von ein paar Wochen aus. Ich war zwischendurch nur ein paar Tage quasi symptomfrei.
    Wie man da gleich auf Krebs kommt, ist mir schleierhaft.


    HNO ist sicherlich eine gute Idee. Der kann auch etwas tiefer schauen und ggf Abstriche nehmen.


    Ansonsten hilft wohl nur auskurieren.

    An deiner Frage fiel mir sofort etwas auf. Du meinst mit CRP das C Reaktive Protein? Der Normwert bis 5. Du schreibst 1,1 , ein Schreibfehler? 1,1 ist ein völlig normaler Wert.

    tiramisu01 schrieb:

    Es gibt beim crp noch andere referenzbereiche, je nach Labor. Bei uns in der Klinik is es <0,5

    Ich habe in 2 großen Unikliniken gearbeitet, als Ärztin für Palliativmedizin. Mir sind in den Zentral und Notfalllaboratorien nur Normwerte bis 5 mg/l im Serum bekannt. Der Anstieg des Wertes weist auf die Schwere der Erkrankung hin. Es sollten die Leukozyten, Thrombozyten, die Plasmaproteine und eventuell das Procalcitonin bestimmt werden. Bei einem malignen Tumor steigt der CRP Wert meistens nicht höher als 25. Der Tumormarker hat oberste Priorität in der Krebsnachsorge und ist zur Diagnostik nicht ausreichend. Bei Verdacht auf einen malignen Tumor ist eine Biopsie die sichere Diagnostik.

    ... und unsere Klinik hier hat trotzdem als Referenz <0,5 mg/dl..

    Da kann man an noch so vielen Unikliniken gearbeitet haben 😉, ändert nix dran. Und wenn der TE 1,1 mg/dl hat, dann ist der Wert erhöht.
    Zu meinen, dass der Wert nicht erhöht ist und in der Norm liegt, ist damit einfach falsch.

    Jetzt red doch hier net von Krebs oä, wenn der TE eh schon verunsichert ist. Hier gibt es keinen Verdacht auf irgendeinen Tumor. Das hört sich einfach an, wie eine stink normale Infektion...

    tiramisu01 schrieb:

    ... und unsere Klinik hier hat trotzdem als Referenz <0,5 mg/dl..

    Da kann man an noch so vielen Unikliniken gearbeitet haben 😉, ändert nix dran. Und wenn der TE 1,1 mg/dl hat, dann ist der Wert erhöht.
    Zu meinen, dass der Wert nicht erhöht ist und in der Norm liegt, ist damit einfach falsch.

    Jetzt red doch hier net von Krebs oä, wenn der TE eh schon verunsichert ist. Hier gibt es keinen Verdacht auf irgendeinen Tumor. Das hört sich einfach an, wie eine stink normale Infektion...

    Ich habe nicht bei dem FS von einem Karzinom geschrieben, sondern mir erlaubt, dich darüber aufzuklären, welche weiteren Blutparameter bei einem erhöhten CRP Wert diagnostisch erforderlich wären. Damit ist die Sache doch sicher erledigt? Bist du MTA, daß du dich so gut auskennst oder FA für Laboratoriumsdiagnostik?

    Der HA wird sicherlich nicht nur den crp gemacht haben... Das wäre zumindest ziemlich ungewöhnlich.


    Informatikerin, die lange im med. Bereich und für die Pharma gearbeitet hat. Und da wir ja wissen müssen, was wir da machen und für div. Dinge auch die Kenntnisse nachweisen mussten, hab ich zumindest in manchen Bereichen tiefergehende Kenntnisse. Ich bin aber auch still, wenn es mein Wissen überschreitet oder hänge dann zumindest ein „ich glaube“ mit dran 😉

    Das was mich verunsichert ist halt das ich so etwas nicht gewöhnt bin.
    ich bin normalerweise selten krank und nach einer Antibiotikakur geht es mir wieder gut. Dieses Mal haben 2 Antibiotika sehr gut geholfen, die Situation hat sich aber nach der Kur wieder deutlich verschlechtert was mir einfach Angst macht das ich vl. etwas verstecktes habe bzw. vielleicht andere schwere Erkrankungen habe?


    Wie gesagt leide ich generell auch auch an Appetitlosigkeit und fühl mich generell schlapp, müde, unwohl und vom geistigen her eher betrübt...


    Da ich generell sehr auf meine Gesundheit achte und hypochondrisch bin wenn ich krank bin habe ich einfach Angst das ich eine lebensbedrohliche Krankheit habe oder mich in einem lebensbedrohlichen Zustand befinde.

    tiramisu01 schrieb:

    Der HA wird sicherlich nicht nur den crp gemacht haben... Das wäre zumindest ziemlich ungewöhnlich.


    Informatikerin, die lange im med. Bereich und für die Pharma gearbeitet hat. Und da wir ja wissen müssen, was wir da machen und für div. Dinge auch die Kenntnisse nachweisen mussten, hab ich zumindest in manchen Bereichen tiefergehende Kenntnisse. Ich bin aber auch still, wenn es mein Wissen überschreitet oder hänge dann zumindest ein „ich glaube“ mit dran 😉

    Dann sind wir uns ja einig. Mit Kenntnissen in Informatik kann ich nicht dienen. Immerhin beinhaltet das Studium der Humanmedizin die Vorklinik, Physikum, die klinischen Semester, gefolgt vom PJ und die Weiterbildung zum FA. 12 Jahre insgesamt, da hat man auch tiefergehende Kenntnisse, diese betreffen ebenfalls die Diagnostik einer Insulinresistenz. Viele Grüße

    Wie gesagt: es hört sich jetzt erstmal nix nach einer schweren Krankheit an. Es kann schon sein, dass das AB (im übertragenen Sinne) entweder nicht alles erwischt hat oder die einen Bakterien zwar erledigt hat, dafür andere die Oberhand gewonnen oä. Das ist unschön und für dich sicherlich doof, aber sowas passiert.

    Sind denn deine Mandeln belegt oä?
    Welche ABs hast du denn gekriegt?

    tiramisu01 schrieb:

    Wie gesagt: es hört sich jetzt erstmal nix nach einer schweren Krankheit an. Es kann schon sein, dass das AB (im übertragenen Sinne) entweder nicht alles erwischt hat oder die einen Bakterien zwar erledigt hat, dafür andere die Oberhand gewonnen oä. Das ist unschön und für dich sicherlich doof, aber sowas passiert.

    Sind denn deine Mandeln belegt oä?
    Welche ABs hast du denn gekriegt?

    Wenn die Erkrankung viral bedingt ist, sind Antibiotika sinnlos. Diese sind nur bei bakteriellen Infektionen angezeigt. Heutzutage werden viel zu oft Antibiotika rezeptiert, dann muß man sich nicht wundern, wenn es zu einer Resistenz kommt.

    Es gibt bei Referenzwerten tatsächlich hier und da noch den Ost-West-Unterschied. Im ehemaligen Osten spricht man oft von mmol während im Westen mg pro DZ ausgewiesen werden. Nur als Beispiel.


    Ansonsten: bei einem viralen Infekt kann man auch zehn Antibiotika nehmen, die werden nicht helfen. Sie bekämpfen lediglich eine mögliche bakterielle Beteiligung. Wenn die virale Ursache aber noch besteht, kehren auch die Symptome zurück. Ausserdem fällt das CRP ja nicht abrupt. Man muss schon etwas warten.

    Sapient schrieb:

    Es gibt bei Referenzwerten tatsächlich hier und da noch den Ost-West-Unterschied. Im ehemaligen Osten spricht man oft von mmol während im Westen mg pro DZ ausgewiesen werden. Nur als Beispiel.


    Ansonsten: bei einem viralen Infekt kann man auch zehn Antibiotika nehmen, die werden nicht helfen. Sie bekämpfen lediglich eine mögliche bakterielle Beteiligung. Wenn die virale Ursache aber noch besteht, kehren auch die Symptome zurück. Ausserdem fällt das CRP ja nicht abrupt. Man muss schon etwas warten.

    Genau das schrieb ich der Userin, keine AB bei viralen Infektionen.