Immer wieder TIA

    Hallo Forumgemeinde

    ich bin 58 Jahre alt, bin etwa 1,73m groß und 100kg schwer. Ich hatte 2012 einen Herzinfarkt als Folge von jahrelangem mächtig erhöhtem Blutdruckes. Der Bluthochdruck ist mittlerweile im Griff, aber die Medikamente die ich nehmen muss, sind die höchste Dosierung. Im vergangenem Dezember hatte ich eine Herzkatheteruntersuchung dessen Befund eher Mut machte. Alle Arterien sind frei, es gibt leichte Kalkablagerungen an den Gefäßwänden die eher unbedeutend sind. Als sportliche Aktivität betreibe ich Radsport im Gelände. Im vergangenen Mai/Juni verspürte ich während einer Ausfahrt in der rechten Körperhälfte eine massivste Lähmungserscheinung. Ich dachte ich hätte mir einen Nerv (oder die Eier) oder so eingeklemmt, es war zwar beunruhigend und unangenehm aber da ich eine Erklärung dafür hatte (etwas eingeklemmt) habe ich mir keine all zu großen Gedanken gemacht und bin weiter gefahren. Etwa fünf Minuten später bei einer Pause hatte ich die Symptome immer noch und beim Laufen knickte mir das rechte Bein immer wieder weg. Weitere zehn Minuten später waren die Symptome weg. Vier bis fünf Wochen danach saß ich abends vorm Computer und plötzlich bekam ich wieder diese Symptome: heftigste Lähmungserscheinung in der rechten Körperhälfte, kribbeln im Gesicht und in der rechten Hand, beim Laufen zog ich das rechte Bein hinter mir her. Ich rief den Notarzt an und bis der hier war, waren die Symptome weg. Ich habe mich trotzdem ins Krankenhaus einliefern lassen und der Befund war TIA. Bis dahin nahm ich wegen des Herzinfarktes täglich eine ASS aber mir wurde im Krankenhaus gesagt, dass ASS gar kein Blutverdünner ist, stattdessen muss ich jetzt täglich Clopidogrel einnehmen. Es wurde ein Ultraschall der Halsschlagadern gemacht aber der brachte kein Befund. Es wurde ein MRT des Gehirns gemacht der zeigte, dass es keine Verengung der Arterien gibt, ich habe jedoch Narben an den Gefäßwänden als Folge des Bluthochdruckes. Es hieß, sollten Blutplättchen im Gehirn einen Infarkt verursachen, wären diese auch in den Halsschlagadern zu erkennen. Sind sie aber nicht. Ich habe auch keine Verengung der Arterien im Gehirn, da frage ich mich: was habe ich denn jetzt? Seit ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde, etwa in der ersten Juliwoche, habe ich mindestens vier leichte TIAs gehabt, eine davon wieder beim Radfahren. Die letzte war gestern Morgen, direkt nach dem Aufstehen. Kaffeemaschine angeschmissen, den Computer gestartet um Emails zu checken und: peng! starke Lähmung und kribbeln in der rechten Gesichtshälfte. Laufen war normal ohne Humpeln, nach etwa dreißig Sekunden waren die Symptome wieder weg.

    Nachdem ich Im Juni aus dem Krankenhaus entlassen wurde, sollte ich zum Hausarzt um das weitere Vorgehen zu besprechen, das war aber die Woche bevor die Praxis vor dem Urlaub zu machte. Ich war wohl der Sprechstundenhilfe in der Woche nicht Notfall genug, so bekam ich den Termin nicht, bis heute nicht, dafür aber das unterschriebene Rezept für Clopidogrel.

    Die andeutungsweise TIA die ich gestern Morgen bekam, war schon verdammt echt. Wenn es denn eine war. Da, wie gesagt, die MRT und Ultraschall keinen Befund brachte, frage ich mich mittlerweile was ich denn wohl wirklich haben könnte.

  • 22 Antworten
    Pappnas schrieb:

    ich bin 58 Jahre alt, bin etwa 1,73m groß und 100kg schwer.

    Wundert mich nicht wenn ich deinen Beitrag lese, denn du bist aber auch übergewichtig.


    Übergewicht ist ein erhöhtes Gesundheitsrisiko, ein Risikofaktor für Herz-Gefäßerkrankungen, Diabetes, erhöhtes Schlaganfallrisiko usw


    Hast du vor dran etwas zu ändern?

    Hast du einen kardiologen bzw wer stellt dich medikamentös ein?


    Gehst du regelmäßig zur untersuchung?


    Was machst du neben medikamente einnehmen und fahrrad fahren für deine gesundheit?


    Hast du einen stressigen job (schicht, laut, anstrengend)

    Danke für eure Antworten. Ich werde von meinem Hausarzt sehr gut betreut und bin auch gut eingestellt. Blutdruckwerte sind, seit etwa 2 Jahren, immer gut, dafür muss ich am Tag zwei Ramipril einnehmen. Ja, ich lasse mich regelmäßig untersuchen, bis zum vergangenen Sommer sind alle Werte gut gewesen. Es sind auch jetzt noch alle Werte gut, eine TIA lässt sich soweit ich weiß, im nachhinein nicht medizinisch belegen. Meine Frau achtet auf gesunde Ernährung und ich fahre immer zwischen 20 und 60km Fahrrad pro Woche. Ich habe einen Büroarbeitsplatz und wenig Stress während der Arbeit. Ich versuche abzunehmen aber Leidensgenossen werden wissen, wie schwer das ist.

    TIA: ein Bekannte hat fallweise Vorhofflimmern. Das verursachte einmal eine Tia , von der sogar leichte Empfindungsstörungen zurückgeblieben sind. Als sie den Anfall hatte , rief sie alle möglichen Leute an. Nach Internetforschungen riet ich ihr , sofort eine Neurologische Ambulanz aufzusuchen. Dort wurde sie von 23 Uhr bis 2 Uhr früh untersucht ( EKG , CT, mehr weiß ich nicht.). Sie wurde dann beim Internisten noch einmal untersucht. Sie bekommt jetzt auch einen Blutverdünner. Der müsste aber weitere Anfälle beseitigen. Warum sie trotz Blutverdünner Anfälle haben , das ist die Frage, die sich hier stellt.

    Hast du neben deinem hausarzt noch einen kardiologen, bestimmt oder?


    Der hausarzt reicht ja für sowas nicht aus.

    Und immer erst ins krankenhaus, dann ists meistens schon zu spät.


    Ich denke, du solltest auch nochmal ne beratung bekommen was ernährung anbelangt. Und schau, dass du von deinen kilos runterkommst (mehr bewegung, ernährung).

    Vielleicht ne kur, wär auch nicht verkehrt

    Nein, ich bin zur Zeit nicht bei einem Kardiologen in Betreuung. Ein Langzeit EKG steht noch an, da im Krankenhaus erkannt wurde, dass mein Puls nachts schon mal unter 40 ist.

    Hab in den letzten Tagen zwei Kilo abgenommen. Eine Kur wäre sicherlich angebracht, ich werde es am Dienstag bei meinem Hausarzt ansprechen.

    Eine kardiologische Reha wäre sehr sinnvoll. Bei so viele TIAs ist ein Schlaganfall nur eine Frage der Zeit. Das kannst du jetzt mit die richtige Behandlung noch verhindern. Bei eine Reha wirst du auch medikamentös eingestellt und regelmässig über Wochen medizinisch überwacht. Ich denke, du solltest mit 8 Wochen rechnen.

    Das ist sicherlich die sinnvollste Vorgehensweise. Ich weiß nicht wie so was mit der Krankenkasse geregelt wird, aber das wird mir auch der Hausarzt sagen können. Soweit ich weiß, müsste mir von behandelnden Arzt des Krankenhauses eine Reha nahegelegt worden sein und die müsste innerhalb der ersten zwei Wochen nach der Entlassung beantragt worden sein, sonst kommt die Kasse nicht dafür auf.

    Für ne tia bekommst du keine reha.


    ne kur also präventiv (schlaganfall) kannst du aber was bekommen.


    ich würde mir auch einen kardiologen zusätzlich suchen.

    Lass dich mal bezüglich Kur von der Rentenversicherung beraten.

    Was mich allerdings wundert ist dass du nicht abnimmst.

    Wen du nur das isst was deine Frau kocht und deine Frau jetzt gegenüber früher fett bzw. kalorienärmer kocht müsstest du langsam aber stetig etwas abnehmen.

    Danke für die Ratschläge! :) Ich werde das Thema Kur oder Reha am Dienstag beim Hausarzt ansprechen, sonst bei der Rentenversicherung. Dienstag Abend 20km auf dem Rad, heute 15 und keinerlei Symptome (Holzklopf!). Die Fahrt am Dienstag war schon ziemlich anspruchsvoll, heute hatten alle nicht so richtig Lust, so wurde von vornherein festgelegt: gemächliche Runde. War auch mal ganz nett.