Lieber Jürgen,


    danke, dass Du geschrieben hast, obwohl es Dir echt nicht gut geht. Damit hast Du grade eine Menge gegeben. Auch, dass Du hier schreibst, wie es Dir geht, da lerne ich eine Menge, damit gibst Du mir auch viel. Du zeigst mir, wieviel Mut ein Mensch haben kann. Auch damit bist Du der Gebende. Ganz egal, wie Deine Perspektive ist, Du schimpfst zwar (und das sollst Du auch) ...aber Du schaust nach vorne, wenn Du sagst, Du willst uns morgen schreiben.

    Zitat

    Denn das bin ich euch schuldig.

    Nein, das ist für mich persönlich nicht so, aber ich freue mich über eine Zeile von Dir. Mach es so, wie Du es kannst. @:)


    Ich habe so für Dich gehofft, dass Du nun zumindest weniger Schmerzen hast, und ich denke weiter an Dich und hoffe für Dich, dass Du da bald Besserung hast. Ich drück Dich ein wenig und sende Dir einen Gruß, Petra

    Zitat

    Weisst Du, ich denke oft, gerade dass man sehr krank wird, ist, zeigt einem, dass es darum geht, ganz, ganz, ganz viel Selbstliebe zu entwickeln. Es kann sein, dass man da eher das "Nehmen" und auch "Annehmen" verstärken muss als das "Geben" was man in seinem Leben wahrscheinlich viel praktiziert hat.

    Ja, grosse Zustimmung...!


    Lieben Gruss

    Guten Abend ihr lieben


    Habe gestern geschrieben das ich für jeden ein paar zeilen schreiben werde. Aber es geht heute nicht. Bin total unten. Wenn man sich schon mal was vornimmt. Entschuldigt bitte. Hole es nach. Aber ich hoffe euch geht es einigermaßen gut. Ich leg mich wieder hin und schluck meine Pillen. Die machen mich noch zusätzlich fertig. Bis später.


    Liebe Grüsse an alle.


    Jürgen

    Guten Abend lieber Jürgen,


    bitte ruhe Dich aus, und du brauchst dich für nichts zu entschuldigen. Ich freue mich, dass Du diese Zeilen hier schreibst, das ist sehr super. Mach einfach das, was geht, aber überanstrenge Dich nicht, denke bitte an Dich. Ich umarm Dich ein wenig und schicke Dir Grüße. Petra

    Danke euch allen für eure lieben Wünsche.


    Ich bin leider noch nicht so weit euch einzelnen zuschreiben. Nur ganz kurz.


    Die Ärzte haben das alte Drainagesystem wieder angehangen weil das vorherige auch nichts brauchte. Der Arzt wolle bis Mittwoch noch mal abwarten. Dann wollen sie beraten was weiter passiert. Seit 14 Tagen warten die schon das sich das Leck von allein schließt. Ich hab den Mut verloren. Ich hab das Gefühl das die sich sagen das es sowieso kein sinn mehr macht. Solange die Lunge nicht dicht ist wird auch nichts gegen die Metastasen was gemacht. Ich bin am verzweifeln. Wenn sie so denken sollten sollten sie mir das wenigstens sagen. Dann würde ich alles abblasen und nach Hause gehen.


    Dann verbringe ich meine zeit die ich noch habe wenigstens zuhause. ich möchte sowieso zu Hause sterben. Jetzt kommen die Todesängste wieder vermehrt. Vielleicht ist es auch nur eine Depression die mich so denken läßt.


    Aber ich spüre das mich immer mehr der Mut zum weiter leben verläst . Baue immer ein bischen mehr ab. Das geht soweit das ich mich immer mehr zurück ziehe. Sogar die Freude über den Besuch von meiner Frau und den Kindern geht zurück. Ich möchte nur noch mit mir alleine sein. Aber ich liebe sie doch alle so doll und trotzdem möchte ich sie im Moment nicht um mir haben. Was passiert da gerade mit mir ?. Ich weiß das ich nicht aufgeben darf. Aber wie soll es denn weitergehen?.


    Ich werde mich jetzt anziehen und eine weile in den Park gehen . Vielleicht hilft mir das ein wenig auf die Beine zu kommen.


    Euch allen einen lieben Gruss . Jetzt last euch von mir auch mal umarmen :)_ :) Anders kann ich mich bei euch lieben noch nicht bedanken.


    Jürgen

    Lieber Jürgen,


    ich denke, jeder Mensch würde in Deiner Situation so denken und fühlen wir Du. Das ist ja auch eine kaum aushaltbare Qual.


    Hast Du mal mit dem behandelnden Arzt so offen gesprochen, wie Du es hier in dem Thread tust? Ihm klipp und klar gesagt, wenn sie sowieso nichts tun, dann willst Du nach Hause, denn dort hast Du wenigstens noch ein BISSCHEN Lebensqualität. Ich würde denen das so sagen. Sag ihnen, dass Du gerne bereit bist, jede Therapie mitzumachen und zu versuchen. Aber dass Du dieses Abwarten nicht aushältst und auch nicht aushalten willst, denn es ist DEIN Leben, dessen Rest Du nicht mit Abwarten verbringen willst. Ich denke, wenn Du zuhause wärst, würden auch Deine Depressionen nachlassen, zumindest würden sie besser werden, eben weil Dein Zuhause Dir so wichtig ist. Mir würde es genau wie Dir gehen!


    Sei ganz lieb gegrüsst, mein Lieber.


    Cha-Tu

    Lieber Jürgen,


    auch ich kann das verstehen. Und auch, dass Du mal für Dich allein sein willst, kann ich nachvollziehen.


    Dann werden sich meine nächsten Gedanken für und um Dich darum drehen, dass Du nach Hause darfst :)* :)*


    Ich wünsche, dass Dein Spaziergang nicht so nasskalt ist, und Du Deine Runde drehen kannst. Ich drück Dich wieder ein wenig. Petra

    Lieber Jürgen,

    Zitat

    Ich möchte nur noch mit mir alleine sein. Aber ich liebe sie doch alle so doll und trotzdem möchte ich sie im Moment nicht um mir haben. Was passiert da gerade mit mir ?

    Du brauchst gerade all deine Kraft für dich alleine.


    Ich seh das wie Cha-Tu, wenn die Ärzte nichts tun, warum sollst du deine Zeit im Krankenhaus verbringen...?


    Warum kann nichts gegen die Metastasen gemacht werden, solange das "Leck" in der Lunge besteht?


    Bitte verlier nicht deinen Mut :)* :)* :)* :)* :)*


    Liebe Grüße von Cinderella

    Hallo SOPHICA *:)


    Ich hatte 1977 auch eine Aneurysma OP am Kopf. Obwohl die Ärzte auch meinten, die Stirnnerven würden sich wiederfinden, ist leider nicht viel draus geworden. Meine linke Stirnhälfte kann ich kaum runzeln und das llinke Augenlid hängt ein bisschen. Ich sehe es aber gar nicht mehr.


    LG

    Lieber Cha-Tu und alle anderen die mir ihre lieben Worte sendn


    Ihr müsst entschuldigen das ich mich im Moment nur auf ein beitrag melde. Aber er ist für euch alle .


    Mei Arzt hat mir soeben gesagt das morgen die nächste OP gemacht wird. Cha-Tu ich hab ihm alles so gesagt wie ich es hier bei euch geschrieben habe. Er zeigte auch volles Verständnis. Aber das nutzt mir im Augenblick wenig. Er meinte es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Meta oder Tumor der von aussen eingedrungen ist. Sonst wär das Leck schon längst von allein zu gegangen. Genau davor hatte ich Angst. Was er unternehmen wird hängt davon ab wie es darin vor ort aussieht. während der OP. Es ist das letzte mal das ich jemanden an die Lunge ran lasse. Das hab ich ihm ganz klar gesagt. Es wird immer gefährlicher je öfter er mich auf macht. Dann kommen die ganzen Narkosen dazu. Das Herz ist ja schon sehr angegriffen. Noch dieses eine mal und dann ist schluß. Wenn er das Leck zu bekommt gut wenn nicht auch gut. Aber dann geh ich nach Hause und verbringe meine letzte zeit mit meiner Familie. Ach so. Er meinte wenn es eine Meta oder Tumor ist wird er versuchen diesen zu entfernen. Ihr werdet wahrscheinlich die nächsten Tage nichts von mir hören. Im schlimmsten Fall gibt euch Cha-Tu bescheid.


    Lieber Cha-Tu wenn wenn das äußerste passieren sollte schickt dir meine Tochter eine Nachricht. Aber ich hoffe das ich mich noch mal melden kann.


    Alles alles Liebe euch allen


    Jürgen.

    Lieber Jürgen,


    ja, so war es ja ausgemacht, Du bzw. Deine Tochter habt ja meine Mailadresse.


    Für morgen wünsche ich Dir das Beste, Jürgen. Was immer das auch sein mag. Ich wünsche Dir sooo sehr, dass Du noch einige Zeit zuhause sein kannst, und ich spüre auch, dass Du die Kraft dazu hättest, wenn Dein Körper Dich lässt. Ich hoffe, er tut das...


    Aber noch etwas möchte ich Dir sagen: Ganz selten hat mich ein Schicksal eines Menschen hier im Forum so sehr berührt wie das Deine, dessen Mut und Kraft ich sehr bewundere. Ich wünsche Dir auch die Kraft, die Operation morgen nicht nur zu überstehen, sondern auch Erfolg zu haben, wie immer dieser Erfolg auch aussehen mag, und sei es "nur", dass Du nach Hause kannst.


    Sei lieb umarmt


    Cha-Tu