Manchmal ist Angst unbegründet, denn Maschinen irren schon mal

    Hallo,


    Dies soll eigentlich keine Diskussion werden, sondern nur ein Beispiel dafür sein, dass man selbst bei besorgniserregenden Blutanalysewerten nicht immer davon ausgehen muss, dass man was Ernstes hat (ich bin mir bewusst, dass dies leider oft der Fall ist).


    Eine Verwandte (30 Jahre) hatte seit einigen Monaten zu viele weiße Blutkörperchen. Anfangs ging man davon aus, dass dies an Grippe und dann an Magen-Darm-Problemen lag. Zufällig kennt sie eine Gleichaltrige, die eine Art chronischen Blutkrebs hat, der es aber jetzt so gut geht, dass die Behandlung zurück gefahren werden konnte, nach vielen Jahren ...


    Irgend wann waren die Werte dann wieder niedriger. Dann aber wieder fünf mal so hoch wie die Norm. Also ging man von Monozytose (was verschiedene, z.T. schlimme Ursachen haben kann) aus und ordnete eine Biopsie des Rückenmarks sowie einen Ganzkörperscan an. Die Biopsie wurde auch gemacht.


    So, heute kam dann raus, dass sämtliche Verdachte schlimmer Ursachen des erhöhten Wertes der weißen Blutkörper umsonst waren, WEIL:


    die Ursache ist ein defektes Enzym, was eher anekdotisch ist. Dies führt dazu, dass ein Typ von weißen Blutkörpern zu hoch ist, was aber nicht schlimm ist.


    NUR, die Blutanalysemaschine eines Krankenhauses zählt die weißen Blutkörperchen falsch aus, während eine andere Blutanalysemaschine eines anderen Krankenhauses dies richtig macht.


    In diesem Fall hatten wir also noch einmal Glück.