Marcumar, Not-OP?

    Hallo ich muss lebenslang Marcumar nehmen wegen zahlreicher Embolien.Nun frag ich mich,wenn sich bei mir von heute auf morgen der Blinddarm entzündet,sterb ich dann.Kann man bei so einer dringenden Sache überhaupt operiern-wenn es über Nacht kommt.Ich mach mir da echte Sorgen...

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    Marcumar ,Not-OP?

    Hallo Andy,


    ich bin schon seit 6 Jahren Macoumar Patient und das für immer,es gibt eine Gerinnungsmittel welches im Notfall gespritz wird und zwar ist das Vitamin K.Brauchst keine Angst haben.Übrigends acht beim Essen auf Nahrungsmittel mit Vitamin K das hebt die Wirkung von Macoumar auf!


    Gruß


    Reiner

    Hallo aaron 111,


    welche anderen Alternativen gibt es denn in bestimmten Fällen? Mir sind bisher keine bekannt. Und ich habe mich ausgiebig damit beschäftigt, da bei mir bisher auch noch nicht ganz klar ist, ob mir Marcumar lebenslang bevor steht (habe Faktor V Leiden homozygot, und damit ein etwa um das 80-100fach erhöhtes Risiko eine erneute Thrombose zu bekommen).


    Bin an Alternativen immer interessiert und nerve meine Ärzte immer, wenn ich irgendwo wieder einen Artikel gelesen habe, wo von solchen Sachen die Rede ist (z.B. Bromelain POS, Pycnogenol). Nur bisher gibt es nunmal keine Alternative zu Marcumar. Gerade gestern habe ich wieder gelesen, das Bayer (?meine ich jedenfalls) an der Erprobung eines neuen Thrombosemittels arbeitet. Soll wahrscheinlich 2008 auf den Markt kommen.


    Gruß

    Hi Saba,


    in diesem Forum bin ich vor einiger Zeit auf http://www.vitamin-k1.de gekommen. Seither versuche ich mich über die Blutgerinnung "schlau" zu machen.


    Nicht einfach, weil man allgemein nur Kenntnisse über die Gerinnung, nicht aber die Antigerinnung erzählt bekommt. Auch von Ärzten und Apothekern.


    Zur Zeit bin ich soweit, dass es neben Gerinnungsfaktoren, auch Antigerinnungsfaktoren gibt. Und zwar nicht nur einen wie Protein C. In der Literatur habe ich auch den Antigerinnungsfaktor S gefunden und wie es aussieht gibt es wahrscheinlich noch andere.


    Von meinem Arzt weiß ich entzwischen, dass bei einem gesunden Menschen Gerinnung und Antigerinnung in einem Gleichgewicht sind.


    Zur Zeit versuche ich herauszufinden, ob nicht andere Antigerinnungsfaktoren ganz oder zumindest teilweise ausgleichen können, wenn zum Beispiel Protein C nicht oder nur teilweise funktioniert.


    Es ist ein interessantes Thema und Vitamina K1 scheint dabei sowohl für die Gerinnung, als auch für die Antigerinnung eine wichtige Rolle zu spielen.


    Und mein Arzt hat das nach mehreren Gesprächen nicht in Abrede gestellt. Es scheint aber so, dass einiges Wissen auch bei Ärzten zu fehlen scheint.


    Man muss weiterfragen und suchen.

    Hi Saba,


    hier habe ich auch was gefunden: http://www.medizinfo.de/ernaehrung/vitamine.htm#k


    Auszug:


    Wegen seiner verkürzenden Wirkung auf die Blutgerinnungszeit, wird Vitamin K als Therapeutikum in der Thrombose- und Herzinfarktprophylaxe eingesetzt (vgl. Schlaganfall).


    Auch bei einem zu hohen Vitamin-A-Spiegel wirkt Vitamin K korrigierend, durch seine gegensätzliche Wirkung


    Es ist doch etwas zu finden, wozu ich auch meinen Arzt befragen werde.

    Hallo aaron,


    ist natürlich alles interessant, aber erstens nix wirklich neues, und zweitens für Marcumarpatienten nicht oder kaum umsetzbar.


    Die Hinweise man sollte bei Marcumareinnahme immer auf Vit K haltige Lebensmittel achten, ist nur bedingt anwendbar. Zum einen hat z. B. meine Ärztin von Anfang an gesagt ich solle mich nicht verrückt machen und bestimmte Dinge meiden wie die Pest. Das Marcumar solle sich auf mich einstellen (sprich meine Ernährung) und nicht umgekehrt. Schließlich gab/gibt es durch die Thrombose schon genug Einschränkungen in meinem Leben. Zum anderen habe ich bei mir bemerkt, daß Vit K haltige Lebensmittel gar keinen bzw. kaum Auswikrung auf meinen INR Wert haben. Entweder muss man hier wohl Riesenportionen z.B. Kohl zu sich nehmen um etwas zu merken, oder es liegt am unterschiedlichen Stoffwechsel der Menschen. Bei mir wie gesagt, null Reaktion auf bestimmte Sachen wie zb. Spargel, Spinat, Brokkoli etc.


    Außerdem ist es ja so, das Vit K die Gerinnung beschleunigt/verkürzt, also genau das was es bei mir durch die Gerinnungsstörung sowieso macht.


    Trotz allem: ich bin immer an Alternativen interessiert und offen für alles, und würde mich freuen wenn Du ab und an Deine Erkenntnisse, bzw. das was Du von Deinen Hausarzt erfährst hier posten würdest.


    Liebe Grüße


    PS: Würde mich noch interessieren: bist Du selbst Betroffen oder woher kommt Dein Interesse.

    Hi Sabe,


    nicht Neues ? Das sehe ich aber anders, weil ich glaube, dass es Möglichkeiten geben muss - zumindest für einen (großen) Teil evtl. Betroffener - evtl. mit ausreichend Vitamin K die beiden Seiten der Blutgerinnung (Gerinnung und Antigerinnung) im Gleichgewicht zu halten und evtl. z. B. auf Marcumar ganz zu verzichten.


    Daraufhin werde ich meine Suche ausrichten. Ich könnte mir vorstellen, dass es hierzu ganz sicher fundierte Erkenntnisse in der "Medizin" geben muss.

    Hi Saba,


    natürlich suche ich für meine persönliche Situation. Ob das dann auch für andere Personen gelten kann ist sicher eine weitere Frage.


    Ob ich hier noch was schreiben werde kommt darauf an, was zu finden ist.


    Ich erhoffe mir, dass andere Betroffene sicher evtl. an einer solchen Suche beteiligen.


    Nach deinen Ausführungen scheinst du nicht uninformiert zu sein. Wie wäre es, wenn du mithilfst ?

    Vit. K hin oder her.


    Mit einem Gendefekt, wie ihn die meisten Thrombose-Marcumar-Patienten haben, muss man leben.


    Allein das Vitamin K ist hier nicht verantwortlich, die Ursache liegt ja in den Genen. Man muss das Problem vielleicht auch bei de Proteinen C und S anpacken ?!


    Man kann sein Blut z.B auch durch viel Trinken, viel Bewegung dünner halten.


    Ich wäre sicherlich auch froh, wenn es zusätzlich ein mildes Mittelchen gäbe, das den Quick nach Absetzen des marcumar z.B auf 80% senkt, sodass z.B die Verblutungsgefahr gebannt ist!

    Jahaa Renni, genau mein denken gerade*:)


    bei einem Gendefekt sieht es halt ein bißchen anders aus, und ist denke ich nicht einfach durch ein paar Vitamine getan. Wenn's so einfach wäre wäre ich sicher auch froh.


    Und viel trinken tu ich auch. Schaffe meistens so meine 2,5 Liter Wasser plus andere Getränke am Tag. Komm mir manchmal schon wie ein Kamel vor;-D


    Gruß

    Marcumar ,Not-OP?

    Hallo,


    ich glaube hier wird etwas verkehrt verstanden.Wenn man Macoumar einnimmt weil das Blut flüssiger werden soll,soll am auf Vitamin K achten es sagt keiner das man kein Vitamin K zu sich nehmen soll aber in Grenzen.Ich nehem schon seit 1999 Marcoumar und messe meinen INR Wert selber zu Hause mit demCoaguChek Sytem das ich von meiner Krankenkasse bekommen habe.Mein INR Wert soll 2, 5% sein, es ich wunderbar das ich mein INR Wert selber regulieren kann. Ich denke man soll Eigenverantwortung übernehem.Wenn ich auf einem Geburtstag bin esse ich Krautsalat weil ich in gerne essen. Nach zwei Tagen messe ich meinen INR Wert und regiere dann entweder 1/2 Tablette mehr oder keine.Umgekehrt ist es wenn ich Spanien bin Knoblauch verdünnt das Blut da mche ich das selber.Andy 2609 frage mal deinen Arzt ob er dir das Gerät verschreibt.Was auch sehr gut ist es wird die Vene nicht punktiert sonder wie beim Blutzuckermessen über die Fingerkuppe


    Wiil noch einer was wissen dann bitte über Email oder hier


    Gruß an alle Reiner

    Hallo osso,


    also mir ist schon klar wie es funktioniert. Nehme zwar erst seit 7 Monaten Marcumar und bin noch nicht so ein alter Hase (hoffe auch das ich es nicht werde). Habe halt bei mir gemerkt, daß es eh kaum bis gar keine Auswirkung auf meinen INR hat.


    Liebe Grüße und danke nochmal für die Richtigstellung für alle die, die es nicht so genau wissen

    Hallo Saba,


    die Zusammenhänge von Marcumar und Vitamin K sind mir durchaus auch (einigermaßen) klar.


    Außerdem muss jeder Arzt, der Marcumar verordnet, seinen Patienten genaue und verständliche Informationen geben.


    Sonst konnte man ja möglicherweise von einem Behandlungsfehler oder Beratungsfehler sprechen.


    Allerdings muss die Frage erlaubt sein, ob die "Medizin" wirklich um die Zusammenhänge der Blutgerinnung und Antigerinnung in Zusammenwirken mit Vitamin K wirklich so genau Bescheid weiß wie es der Sach dienlich - eigentlich unabdingbar - wäre.


    Selbst in Apotheken gibt es ganz verschiedene und zum Teil widersprüchliche und in der Sache unkorrekte Beratungen - mit allem Respekt vermerkt !

    och aaron... nicht schon wieder. ein mensch mit faktor-V-leiden mutation (so wie ich) kann seine mutation nicht mit vitamin k ausgleichen. eine mutation kann man gar nicht ausgleichen. bei uns funktioniert einfach die blutgerinnung zu gut. zuviel vit k würde das noch fördern. das wäre gefährlich.


    ärzte wissen genau,dass vitamin k marcumar entgegenwirkt. in normalen mengen ist das kein problem und man gleicht es mit einer zusötzlichen menge marcumar aus (ob das nun wünschenswert ist,sei mal dahin gestellt)


    zuviel erhöht das thromboserisiko. mensch. vitamin k ist das GEGENMITTEL zu marcumar. es hilft nicht gegen thrombosen,wenn man eine mutation hat, es fördert sie.

    recht hast Du....wir Gendefektler wissen schon, was wir brauchen, mit Vitaminpillchen ist uns eben nicht geholfen!


    Wenn das ein Vitamin helfen soll, dann eher Vitamin A, weil das ein GEgenspieler zu Vit. K ist, allerdings ist zuviel Vit. A ungut, also vergessen wir das!