Medikamentenrückruf Valsartan

    Durch die personalisierten Google Nachrichten, die ich online bekomme, habe ich vor einigen Tagen erfahren, dass der Wirkstoff in einem meiner Blutdruckmittel verunreinigt ist, mit einem Stoff, der wohl krebserregend ist. Für mich war es nun doch von Vorteil, mich ein bisschen "ausspionieren" zu lassen. Gestern habe ich nun wieder gegoogelt, mein Hersteller hat seine Produkte mittlerweile überprüft und gestern Abend wurde der Rückruf veröffentlicht.


    Also Anruf bei Apotheke und Arzt, neues Rezept - meine neue Packung mit noch fast 90 Tabletten drin kann ich wegwerfen (Hausmüll nehme ich mal an?).


    Mich würde interessieren, wie man, wenn man nicht gerade so ein "googler" wie ich ist, von solchen Rückrufen erfährt. Bekommen das überhaupt alle Patienten mit? Arzt oder Apotheke informieren ihre Patienten nicht, nehme ich mal an.

  • 29 Antworten

    Abgelaufene, nicht verwendbare, nicht verwendete Medikamente sollten am besten in der Apotheke abgegeben werden. Medikamente sollten nicht im Hausmüll entsorgt werden.


    Informationskette in solchen Fällen wie Valsartan verläuft manchmal schleppend - zum Nachteil der Patienten.

    Ok, mal schauen, ob sie es annnehmen. Ich finde es eigentlich auch nicht so optimal, wenn Medikamente im Abfall landen. Wobei es bei Antibiotika schlimmer wäre.


    Zitat

    Informationskette in solchen Fällen wie Valsartan verläuft manchmal schleppend - zum Nachteil der Patienten.

    Auf jeden Fall schleppend. Stimmt. Ich frag mich, gibt es überhaupt eine Informationskette?


    Werden zum Beispiel Häusliche Pflegedienste informiert, Altenheime...

    Ich glaube, der Patient ist da auf den Zufall angewiesen? In der Tageszeitung, die ich aber relativ oberflächlich lese, ist mir nichts zu diesem Thema aufgefallen.

    Man stirbt nun natürlich nicht unmittelbar an Krebs, aber so ein richtig gutes Gefühl ist es auch nicht ein Medikament mit dem verunreinigten Wirkstoff genommen zu haben. Ich wüsste gern, wie lange das schon geht.

    Wenn ich mich nicht selber gekümmert hätte, hätte ich diese Tabletten wohl noch fast drei Monate täglich genommen. Bis eben das nächste Rezept fällig geworden wäre.

    Unsere Apotheken nehmen keine Medikamente zurück, sondern verweisen auf den Hausmüll, da dieser in der Müllverbrennung landet.


    Für die Apotheken wäre es ja ein Leichtes, ihre Kunden zu informieren, aber ich wusste bis eben auch nicht, dass ich davon betroffen bin.

    Seldom, man müsste täglich dran denken. Da lass ich mich bzw mein Surfverhalten auf dem Handy lieber von Google ausspionieren und bekomme das meiste automatisch.


    Taps, meine bisherige hat auch nichts zurückgenommen, aber bei der neuen Apotheke habe ich vergessen, nachzufragen.


    Na prima:

    Valsartan seit Jahren verunreinigt


    Da kann man froh sein, wenn man nicht so ganz schrecklich ängstlich ist. Aber begeistert bin ich nicht. :-(

    ich habe es noch vor meinem Hausarzt bei Facebook erfahren.


    Bin nun umgestellt auf Candesartan...


    Normalerweise bekommen die Ärzte einen Brief - mein Arzt hat ihn immer noch nicht.... er hat dank mir gegoogelt...

    Wir haben die Warnung direkt vom Großhändler und den Herstellen bekommen. Es ist uns in der Apotheke maximal möglich, die Kunden zu informieren, welche eine Kundenkarte besitzen, ansonsten können wir nur einen Aushang machen. Man kann nicht nachvollziehen wer welche Firma erhalten hat. Die Rezepte verlassen unser Haus, die Rabattverträge führen ohnehin dazu, dass wir nicht wissen, wer wann was erhalten hat, der Datensatz, der gespeichert werden darf in der Warenwirtschaft, sagt nichts über den Kunden aus. (Datenschutz...) Kommt der Kunde zu uns mit dem Medikament können wir außer der Prüfung der Charge nichts tun ( Medikamente die entsorgt werden, gehören in den Hausmüll). Der Arzt muss ein neues Rezept, am besten mit aut idem Kreuz, um den Rabattvertrag zu umgehen, austellen. Die Originale von Novartis zB sind nicht betroffen, da sie in der Schweiz etc. selbst herstellen.

    Ein abruptes Absetzen ist übrigens gefährlicher als die weitere Einnahme. Die Verunreinigung mit Nitrosaminen liegt im ppm bis ppt Bereich und wer regelmäßig grillt, Frittiertes isst oder an der Hauptstraße wohnt ist vermutlich gefährdeter.

    jeri schrieb:

    einen Patientenrückruf gibt's bisher, wie es scheint, immer noch nicht.

    Werden da die Patienten vom Hersteller zurück gerufen? ;-)


    Was genau erwartest du denn? Dass die Ärzte/Apotheken alle Patienten persönlich anschreiben, die das Medikament verschrieben bekommen haben?


    Der Produktrückruf war in allen Medien. In TV, Radio, Zeitung, online in allen Portalen. 2018 geht man davon aus, dass davon irgendetwas genutzt wird.

    JessSlytherin schrieb:

    Werden da die Patienten vom Hersteller zurück gerufen? ;-)

    Ich bleib, wo ich bin!!!! ;-D


    Wie stelle ich mir den Rückruf vor ... Also in unserer Tageszeitung habe ich keinen Rückruf entdeckt. Allerdings lese ich sie nur online, eher etwas schlampig - und da übersehe ich schon öfter mal etwas.

    Bei unserem Auto hatten wir auch mal einen Rückruf - da kam ein Brief vom Händler, mit der, bitte, sich in der Werkstatt zu melden, um einen Termin zu vereinbaren. Und das war sicherheitsrelevantes Teil.

    Ich hätte mit das jetzt so vorgestellt, dass die Krankenkassen ihre Patienten anschreiben.

    Sie sind doch diejenigen, die sämtliche Daten haben - und es durch den Preisdruck, den sie auf die Hersteller ausüben, zumindestens mitverbockt haben.

    Aber man schätzt das Risiko so niedrig ein, dass es auf einen Hunderterpack mehr oder weniger nicht ankommt, den der Patient einnimmt.