Zitat

    Bei einer Myokarditis würden Herzmuskelzellen absterben und mit ihnen würde sich die EF dauerhaft vermindern.

    Das ist öfter der Fall, aber nicht immer. Beziehungsweise, das muss den EF nicht dauerhaft mindern. Bei mir sind durch die beiden Infarkte ganze Areale des Herzens zerstört worden, nach dem zweiten Infarkt hatte ich einen EF von 25%. Heute bin ich wieder bei 38-43%, je nach Tagesform.

    Zitat

    Außerdem hätte er eine akute Myokarditis sofort im Echo gesehen (ist doch auch Unsinn, oder?)

    Nein, man kann das manchmal sehen. Zwar nicht direkt als Entzündung, aber das Herz verändert sich manchmal in einer Myokarditis, und das kann ein Kardiologe durchaus sehen. Man kann keine Myokarditis mit dem Ultraschall nicht generell ausschliessen, aber wenn man im US etwas sieht, kann der Kardiologe da schon Schlüsse raus ziehen.

    Zitat

    Und klar, dass das Herz sich nicht VOLLKOMMEN erholt, verlangt niemand. Aber, dass der gute Herr SO sehr auf eine DCM pocht, finde ich etwas komisch.

    Ich würde mit dieser Frage mal den Kardiologen konfrontieren, der die Kath.-Untersuchung gemacht hat.


    Gruss

    Wenn Ihr Zweifel habt, würde ich eine weitere Meinung einholen.


    Zuerst würde ich versuchen, nochmal mit dem Arzt zu reden, der den Katheter gelegt hat und dem würde ich mitteilen, dass die Interpretation Eures Kardiologen etwas anders ausfällt als seine. Vielleicht ist das ja dann schon geklärt.


    Wenn nicht, würde ich einen weiteren Kardiologen zurate ziehen.


    Gruss


    Cha-Tu

    Bei einer Myokarditis ist eine Myokardbiopsie immer noch der Goldstandard und ich ich denke doch, dass bei der Kathederuntersuchung auch Gewebe entnommen wurde.

    Zitat

    Der jetzige möchte meine Mutter im Zuge einer Herzinsuffizienz-Therapie alle drei Monate sehen.


    Für mich ist er aber irgendwie zu voreilig...

    In diesem Fall muss ich dem Kardiologen schon recht geben. Bei einer EF von 30-40% sollte man schon kurzfristige Kontrollen durchführen.


    Allerdings stellt sich die Frage, ob dies bei dem jetzigen Kardiologen gemacht werden sollte, wenn hier kein wirkliches Vertrauen besteht.


    Also, eine Kontrolle würde ich euch schon empfehlen, notfalls halt bei einem anderen Kardiologen.

    Das Problem ist ja, dass meine Mutter dem Kardiologen scheinbar doch sehr vertraut... Ich habe allerdings meine Zweifel.


    Wenn eine Myokardbiopsie durchgeführt worden WÄRE, wieso hat der Arzt, der den Katheter durchgeführt hat, dann ein MRT, wegen des Verdachts auf eine ausheilende Myokarditis vorgeschlagen? Verstehe ich nicht...


    Dass der Kardiologe meine Mutter alle 3 Monate sehen will, finde ich ja auch nicht verkehrt. Ich finde nur verkehrt, jetzt bereits von etwas chronischem Auszugehen und meine Mutter zu den Akten zu legen.


    MfG, Itzy.

    Zitat

    Ich finde nur verkehrt, jetzt bereits von etwas chronischem Auszugehen und meine Mutter zu den Akten zu legen.

    Den Schluss kann man aber nicht ziehen, Itzy. Denn wenn Deine Mutter chronisch erkrankt ist, bringt sie den Ärzten Geld, und wird keineswegs "zu den Akten gelegt".


    Aber: Wenn Deine Mutter diesem Arzt vertraut, solltest Du das akzeptieren. Es ist Gesundheit, Leben, Wille und Entscheidung Deiner Mutter, nicht die Deine.


    Gruss


    Cha-Tu

    Ich weiß, Cha-Tu. Nun möchte ich aber ja auch nur das Beste für sie...


    Komisch finde ich auch, dass sie TOPFIT ist. Während ihre Schwestern beim Treppensteigen schon nach wenigen Sekunde schwer außer Atem geraten, ist sie, oben angekommen, genauso wenig außer Atem wie ich mit meinen 23.

    Das ist alles sehr seltsam... Ich hoffe nur, Deine Mutter überfordert sich nicht. Sich fit zu fühlen, bedeutet nicht immer, es auch zu sein. Der Arzt hat ihr Schonung verordnet, wenn ich mich recht erinnere. Daran sollte sie sich unbedingt halten. Ich will Dir keine Angst machen, aber so wie Du Deine Mutter beschrieben hast, scheint sie jemand zu sein, der glaubt, alles im Griff zu haben, auch den eigenen Körper. Und das Wort "Krankheit" fehlt in ihrem Wortschatz! Ich habe mich selten so wohl und fit in meinem Leben gefühlt, wie kurz vor meinem zweiten Herzinfarkt, er kam total überraschend. Aber anscheinend brauchte ich diesen zweiten Schuss vor den Bug, denn den ersten habe ich wohl doch nicht so ganz ernst genommen.


    Gruss

    Ja, das stimmt wohl. Allerdings ist sie doch schon etwas ruhiger geworden, allerdings auch viel, viel ängstlicher. Der Kardiologe sagte aber gestern, dass sie so machen soll, wie sie meint. Sie soll auf ihren Körper hören, wenn er sagt (ob nun durch Atemnot oder Erschöpfung etc.) stopp, dann soll sich stopp machen. Solange er das aber nicht tut, könne sie ruhig machen.


    Allerdings meinte er auch auf die Frage, ob das, was sie da hat, lebensbedrohlich sei, "Nein".

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    Komisch finde ich auch, dass sie TOPFIT ist. Während ihre Schwestern beim Treppensteigen schon nach wenigen Sekunde schwer außer Atem geraten, ist sie, oben angekommen, genauso wenig außer Atem wie ich mit meinen 23.

    Das ist nicht komisch, sondern eigentlich unmöglich.


    Mit 48 Jahren und einer EF von ca. 35%, kann sie nicht genau so fit sein wie du. Es sei den sie ist vorher jede Woche einen Marathon gelaufen. ;-)


    Entweder hat sich ihre EF wieder stark verbessert oder die Messung von 35% war falsch.

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    Allerdings meinte er auch auf die Frage, ob das, was sie da hat, lebensbedrohlich sei, "Nein".

    Hier kannst du dem Kardiologen schon vertrauen.


    Gefährlich kann eine Herzschwäche werden, wenn die EF unter 30% ist und bestimmte ES bestehen. In diesem Fall wird dann normalerweise ein Herzschrittmacher, zur Absicherung empfohlen.


    Bei deiner Mutter, besteht hier aber kein Risiko, ansonsten hätte euch der Kardiologe mit Sicherheit schon angesprochen.

    Beim Herzkatheter hatte sich soweit ich weiß auch nur 38 oder 40 %, können sich zwei Ärzte (je einer beim Echo, der andere beim Katheter) denn wirklich so irren? Eher unwahrscheinlich, oder?


    Weil ich wegen eines Nabelbruchs nicht schwer tragen soll, musste sie heute die Einkaufstüten tragen. Zuhause angekommen war sie ebenfalls noch fit, keine wirkliche Atemnot, nichts.


    Meine Mutter wird nun in 3 Monaten, bei der nächsten Kontrolle, um ein MRT bitten.