Noch normaler Eisenmangel oder doch schon eine Anämie?

    Hallo!


    Ich war vor kurzem Blutspenden und habe heute einen Sonderbrief bekommen, da meine Eisenwerte nicht in Ordnung sind. Allerdings schreiben die nicht, ob es sich schon um eine Anämie handelt, oder es einfach ein Eisenmangel ist. Vielleich sollte ich auch noch dazu sagen, dass ich weiblich und 21 Jahre alt bin.


    Die Werte sind: Hämoglobin: 12,7 g/dl MCV: 79,4 fl MCH: 25,7 pg Ret-He: 29,2 pg Ferritin: 6,7 µg/l Transferrinsättigung: 5,4%


    Was sagt ihr zu diesen Werten? Noch halbwegs in Ordnung, oder sollte ich doch einen Arzt aufsuchen?


    Danke schon mal für eure Antworten! LG

  • 29 Antworten

    Natürlich weiß ich, dass ein Eisenmangel keinesfalls normal ist. Merke ich mittlerweile auch ziemlich stark. Bin gerde einfach ständig müde, habe meist leichte Kopfschmerzen und schwummerig ist mir sowieso ständig. Allerdings, seit dem ich Blutspenden war, kommt auch noch die schnelle Erschöpfung bei geringster körperlicher Belastung dazu. Allein durchs Treppensteigen bekomme ich Herzklopfen. Und das finde ich schon sehr seltsam, da ich davor nichtmal mit laufen oder bergsteigen Probleme hatte. Hm...allerdings dachte ich, dass sich das ein paar Wochen nach der Blutspende wieder legen wird...

    Zitat

    ein ferritin unter 15 bedeutet leere eisenspeicher. da muss dringend was gemacht werden, von allein füllt sich das nicht mehr auf.

    Gas Gefühl habe ich mittlerweile auch und werde dann wohl am Montag mal zum Arzt düsen, damit der mir mal wieder ein bisschen Blut abzapft :P


    Danke euch aber für eure Antworten! ;-)

    Grundsätzlich recht gesund. Esse viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und auch ab und zu mal Fleisch, wenn ich nicht gerade wieder aufs essen vergesse. Aber mit gesunder Ernährung scheine ichs nicht in den Griff zu bekommen :-|

    Bei einem Ferritinwert unter 10 werden Infusionen empfohlen.


    Mit Tabletten gehts natürlich auch, dauert aber ein paar Monate bis das aufgesättigt ist.


    Durch Ernährung alleine kann man einen solchen Mangel nichtmehr beheben.

    Zitat

    Bei einem Ferritinwert unter 10 werden Infusionen empfohlen.

    Von wem?

    Zitat

    Durch Ernährung alleine kann man einen solchen Mangel nichtmehr beheben.

    Dann haben meine Patienten das besser drauf als die bei Euch.

    Ich hab 3 Monate 100mg täglich genommen um von einem Wert von 18 auf 50 zu kommen. Wie will man das allein durch Nahrung zu sich nehmen?


    Klar um langfristig nicht wieder abzustürzen sollte man natürlich die Ernährung überprüfen, aber wenn man erstmal Eisenmangelsymptome hat will man meist keine Monate mehr abwarten bis es Besserung gibt.

    100 mg was? Eisen oder Eisenverbindung? 3 oder 2 -wertig?


    Von Eiseninfusionen kann es zu Nebenwirkungen kommen, die man von Steak oder Leber, runtergespült mit Orangensaft, nicht bekommt.


    Wenn orales Eisen nicht hilft, kann man immer noch i.v. was geben.

    Ich ess eigentlich reichlich Fleisch un rutsch trotzdem immer ab. Liegt aber eher am Hashi.


    Dieses hab ich genommen: http://www.netdoktor.de/Medikamente/Haemoprotect-r-50-100-Kap-100004104.html


    Ich mach 2 mal im jahr eine "Kur" für 2 Monate und so hält sich mein Ferritin-Wert bei halbwegs 50.

    Um zweiwertiges Eisen aufnehmen zu können, braucht man genügend Kupfer im Blut. Diese Werte sollten immer zusammen gemessen werden, außerdem noch B12 und Folsäure, um eine Anämie auszuschließen.


    Mit der Ernährung kann man einiges machen, aber man kann auch viel falsch machen.


    Ein Ferretinwert unter 70 kann bei Frauen zu diffusem Haarausfall führen.


    Eiseninfusionen von Venofer sind aus dreiwertigem Eisen und damit keine Oxydans und wesentlich besser verträglich als Infusionen mit zweiwertigem Eisen. Vorsichtig muss man bei Ferinject sein. Da wird das fünffache von Venofer in einer Infusion verabreicht, zum Teil mit schweren Nebenwirkungen.

    @ Caramala:

    Anaphylactoide Reaktionen gibt es auch auf Venofer. Eine Anämie schließt man mit dem Hb aus.

    @ TE:

    Wenn Dein Mittel 100 mg Eisensulfat enthält, dann sind das etwa 15 mg Eisen. Zur Erhaltung des Eisenspeichers braucht eine Frau etwa 18 mg am Tag, zum Auffüllen um die 100. Wir geben 600 mg Eisensulfat (oder jetzt äquivatent Eisenglukonat), bis ein normaler Wert erreicht ist, dann kann man mit einer geringeren Menge erhalten.


    Ich nehme mal an, daß Du jung bist? Solange Du menstruierst, wirst Du dann wahrscheinlich eine Erhaltungsdosis brauchen. DAs funktioniert besser als ab und an eine "Kur".


    Was Du mal mit abnehmen lassen solltest, sind anti-TTG-Antikörper.


    Welches Fleisch ißt Du? Auf dieser site sind etwa in der Mitte die Eisengehalte diverser Lebensmittel:


    http://www.fwiegleb.de/fe.htm