Tja Jan, das ist die spannende Frage auf die ich und viele Ärzte auch keine Antwort haben. In der Tat ist es an manchen Tagen für ein paar Minuten oder Stunden eine völlige Reizleitungsstörung. Davor und danach ist alles wunderbar und nichts deutet darauf hin, dass ich irgendeine Herzrhythmusstörung hätte. Die Elektrolyte und Hormone sind im Referenzbereich, ich nehme keine Drogen oder Medikamente die das induzieren können.


    Die Frage ist warum dieses Problem so urplötzlich in der Pubertät angefangen hat und bis heute andauert. Genetische Ursachen (Ionenkanalerkrankungen) schließen die Ärzte aus, weil ich keine Angehörigen habe, die die gleiche Symptomatik haben bzw. am PHT starben. Zwar hatte ich eine Perikarditis, wie sich ca. 9 Monate nach den ersten Symptomen im MRT zeigte, und diese höchstwahrscheinlich aufgrund einer nicht auskurierten Grippe, aber selbst eine mögliche Myokarditis schließen Ärzte aus.


    Was bleibt also noch übrig?

    Gibts da nicht weitere Diagnoseverfahren? Kontrastmittel-MRT oder sowas?


    Sowas wie WPW-Syndrom? Irgendeine durch die Perikarditis in Mitleidenschaft gezogene Reizleitung die nun rumspinnt, und eine Verödung würde helfen?


    Aber das sind ja auch nur meine naiven Laien-Gedanken.. aber was sollte es sonst sein? Das kommt mir wie eine halbwegs plausible Erklärung vor.

    Zitat

    "Sie sind doch bislang immer wieder von alleine aufgewacht, ich weiß nicht was Ihr Problem ist?"

    Na, das sind ja Herzchen... Sollst Du erst "nicht mehr" aufwachen, bevor sie was tun?


    Sag, Toni, warst Du denn schon mal in einem Herzzentrum oder eine Rhythmologischen Abteilung? Ich weiss nicht, wo Du lebst, aber in Düsseldorf (Uniklinik) gibt es so eine Rhythmologie, und der dortige Arzt soll hervorragend sein. Er war vorher in Hamburg und seit einigen Jahren in Düsseldorf und seine Patienten sind von ihm hellauf begeistert, weil er auch schwierige Fälle angeht. Ich habe einen Forumuser per PN angeschrieben, der dort wegen eines sehr hartnäckigen VHF erfolgreich behandelt wurde, und ich hoffe, dass er sich dann hier in Deinem Thread meldet.


    Viele Grüsse


    Cha-Tu

    @ Jan

    Ich kenne soweit keine weiteren Diagnoseverfahren. Die Ärzte sagen zu mir ich wäre "ausdiagnostiziert". WPW ist im Übrigen auch ausgeschlossen. Ich dachte auch am ehesten das es einen Zusammenhang zur Perikarditis geben muss, aber auch auf diesem Weg stoße ich auf eine Mauer. Viele glauben es liegt an der Pubertät, aus der ich inzwischen dezent herausgewachsen bin^^

    @ Cha-Tu

    Ich war so perplex, dass ich daraufhin sagte: Und was ist wenn ich nicht mehr aufwache? Antwort: Darüber machen wir uns Gedanken wenn es soweit ist! Es flimmert nichts, es flattert nichts, keine Asystolie, was reg ich mich überhaupt auf ;-)


    Ein Herzzentrum mit Rhythmologie gibt es in jeder Uniklinik und ich war bereits in dreien, wobei es auch dort schon gewaltige Unterschiede gibt. Ich fühle mich ja schon nicht mehr wohl noch mehr Ärzte aufzusuchen und Düsseldorf liegt leider auch nicht ganz in meiner Richtung.


    Vielen Dank für eure Meinungen =)

    Hallo Toni,


    wenn ich das bei dir so lese, erkenne ich mich bzw meine Geschichte in vielen Teilen wieder...auch ich habe immer wiederkehrende kurze Episoden von VTs...hatte vor ca. 15 Monaten eine Myokarditis (im MRT nach monatelangen Diagnosefindungsversuchen, frustrierenden Arztbesuchen und ähnlich "ermunternden" Kommentaren seitens der Ärzte, endlich nachgewiesen).


    Ausstattung mit Life Vest (tragbarer Defi, der 24/7 getragen wird)....Diskussion ICD...Betablocker. Kontroll MRT komplett unauffällig, keine Narben, keine Kardiomyopathie...Hurra!


    Hurra? Nicht ganz...die VTs bleiben...zuletzt nachgewiesen im Ruhe EKG im Dezember (als die Myokarditis bereits seit 7 Monaten als ausgeheilt und ich als wieder herzgesund galt).


    Seitdem grosses Rätselraten...woher kommen die VTs bzw. Salven? Gehe ich zu 3 Ärzten, bekomme ich 4 Meinungen und 5 verschiedene Untersuchungsergebnisse. Mittlerweile habe ich auch "keinen Bock mehr".


    Mir gehts nicht besonders gut, im Gegenteil, schlechter als während der HME...die VES sind nach wie vor da...polytop, ob höhergradig, weiss ich nicht, da ich meine VTs nicht spüre und die Life Vest erst bei 170 bpm Alarm machen würde (meine bisher dokumentierten Salven hatten eine Frequenz von ca. 140).


    Ich möchte endlich eine Antwort, warum ich solche Rhythmusstörungen habe (immer noch)...woher die Schmerzen und dieser ekelhafte Schwindel kommen...aber bisher dreht sich alles im Kreis. Ich bekomme in 2 Wochen erneut ein MRT....aber im Grunde bin ich ebenfalls "ausdiagnostiziert".


    Das alles hilft dir natürlich auch nicht weiter...aber du bist nicht "allein"...ich fühl mich nämlich manchmal so, weil ich niemanden kenne, der herzgesund ist und ventrikuläre Salven hat.

    Nachtrag:


    Wie ist das denn bei dir? Ich gebe zu, ich habe mich jetzt nicht durch all deine Beiträge gelesen: bist du herzgesund? Also abgesehen von der Perikarditis...


    Wenn du sagst, Pubertät ist schon ein Weilchen her...darf ich fragen, wie alt du bist?


    Ich gelte "eigentlich" als herzgesund...mit der Einschränkung, dass meine EF machmal recht niedrig ist (dann aber wieder bei ca. 70%)...und im letzten Echo will der Kardiologe eine Wandbewegungsstörung gesehen haben, die jetzt im Kontroll Echo aber nicht mehr da war...hmm...


    Die Docs wissen nicht weiter...Psycho ist es nicht, soviel haben sie nun erkannt...immerhin.


    Es gibt eine Erkrankung, die nennt sich Sarkoidose. Die befällt hauptsächlich die Lunge, kann aber auch das Herz angreifen (früher ging man von 5% aus, heute weiss man, es ist wesentlich häufiger der Fall).


    Erste und oft einzige Manifestation sind Rhythmusstörungen, besonders ventrikulärer Art (Triplets, Salven, VTs) sowie Reizleitungsstörungen (AV Block).


    Da die Erkrankung eher selten ist, denkt natürlich kaum ein Arzt daran...allerdings bedeutet "selten" nicht "nie"...soviel hab ich seit der HME gelernt.


    Deshalb habe ich am 24. 4. einen Termin bei einem Sarkoidose Spezialisten...mag manch einer übertrieben finden, aber nach so vielen Untersuchungen kommts darauf nun auch nicht mehr an).


    ich möchte damit um Himmels Willen nicht sagen, dass du Herzsarkoidose haben könntest (ich halte es auch bei mir für unwahrscheinlich)....aber "Die richtige Diagnose ist eine Sache des Drandenkens".


    Und ich glaube einfach nicht, dass VTs, in deinem Fall nicht Bigeminie etc. "einfach so" auftrteten....es sei denn, sie kommen aus dem rechten Ausflusstrakt, aber das hätte man bei dir dann ja sicher bereits festgestellt.

    Der entdeckte Perikarderguss wurde als nicht signifikant eingestuft, jetzt dürfte er natürlich schon vollkommen abgeheilt sein. Wie gesagt, das wurde auch erst 9 Monate nach meiner Erkältung festgestellt, wie groß er vorher mal war und ob eine mögliche Entzündung das Myokard erreicht hat weiß ich nicht.


    Psychosomatisch wurde bei mir auch immer vermutet, weil ich ja noch in der Pubertät war, da hat man sowieso verloren wenn man eine Erkrankung hat, deren Diagnose sich als nicht sehr einfach entpuppt. Zumindest hatte ich ein paar nette Sitzungen mit meiner Psychologin =)


    Meine Rhythmusstörungen sind polytop, sie kommen sowohl aus der rechten, als auch aus der linken Kammer. Was macht es denn für einen Unterschied, ob die VT's aus dem rechten bzw. linken Ausflusstrakt kommen? Ab einer Dauer von mehr als 1 min und einer HF > 176 verliere ich sowieso das Bewusstsein. Meine Kardiologin sagt ich wäre herzkrank, nachdem sie das Ergebnis der Ergometrie erhalten hat. Ich fühle mich aber ausgezeichnet solange ich keine Rhythmusstörungen habe und würde mich daher nicht als herzkrank einstufen. Leider sehen das das Rettungsdienstpersonal und der Notarzt auch etwas anders.


    Du hast allem Anschein nach Ärzte gefunden die munter weiter diagnostizieren, ich möchte das gar nicht mehr, allerdings hab ich auch keine solchen Einschränkunge im Alltag wie du. Es waren bislang immer die zufälligen Klinikaufenthalte die mich weiter gebracht haben im Gegensatz zu dem "gezielten Suchen wie eine Wahnsinnige"!


    Sarkoidose hört sich nicht komischer an als genetisch bedingte Erkrankung. Es wurden ja schon die 08/15 Diagnosen ausgeschlossen, also ran an den seltenen Speck. Viel Erfolg bei der Suche nach den Granulomen im Herzmuskel ; )

    Wow...anhaltende Vts (hab ich doch richtig verstanden, du hattest das bereits mehrfach?), HF bei 180 und Synkope? Und dennoch machen die nichts (ICD)? Hm, da frage ich mich doch, wieso renne ich mit dieser schweren und vorsichtig formuliert, leicht unbequemen Weste durch die Gegend (ok, rennen ist nicht der richtige Ausdruck ;-) ) bei meinen Mini VTs? Zumal ich bei einem Arzt in der Uni bereits einen ICD haben könnte, wenn ich denn gewollt hätte...aber der Gedanke an diese endgültige Entscheidung gefällt mir nicht so sehr.


    Wie gesagt, schon sehr merkwürdig, auf welch unterschiedliche Weise Symptome in der Republik gehandelt werden.


    Was war denn bei der Ergo nicht ok? Denn die Aussage "herzkrank" ist ja schon eine deutliche.


    Es gibt VTs, die aus dem rechtsventrikulären Ausflusstrakt kommen (und nur von dort), diese treten bei Herzgesunden auf und haben eine sehr günstige Prognose, gehören also zu den benignen Rhythmusstörungen.


    Du schreibst, deine Rhythmusstörungen seien polymorph? Auch die VTs? Aber Torsades de Pointes sind es sicher nicht? Naja, auch das hätte man ja direkt gesehen. Oder meintest du, dass eine VT für sich genommen monomorph ist, beim nächsten Mal aber anders aussieht als zuvor?


    Meine einzelnen VES z.B. sind polymorph, die Salven monomorph.

    Ist ja wirklich nett, dass du schon für non-sustained VT's schon einen ICD bekommen würdest, obwohl sie nicht wissen woher deine Rhythmusstörungen kommen. Ja Ärzte haben ein gewisses Maß an behandlungsfreiheit und somit kommen wir auf sehr viele unterschiedliche Ergebnisse.


    Mein Belastungs-EKG zeigt die typischen polymorphen VES, sodass ich, wie schon zu Beginn beschrieben, wieder einmal bradykard werde. Deshalb bin ich so verwundert, dass das niemand sonst so kennt mit den VES und dadurch langsameren Puls. Außerdem werden die Rhythmusstörungen immer ausgeprägter. Mir wird schwindelig und ich bin völlig erschöpft.


    Soweit ich das gesehen habe sind die VT's monomorph und aus dem RVOT. Aber von ganzem Herzen, wenn ich Kreislaufprobleme bekomme ist es mir tatsächlich völlig gleichgültig, ob monomorph oder polymorph oder RVOT oder LVOT. In der EPU kann es nicht induziert und somit auch keine Ablation gemacht werden. Das Problem besteht ja weiterhin.


    Selbst mein Bigeminus ist gestreut von polymorphen VES, gelegentlich wird das Bild noch von R auf T VES geschmückt. Salven sind mal so mal so. Long QT und dadurch TdP hab ich auch nicht.

    Du, es sollte nur ein Versuch sein, besser zu verstehen, was bei dir im Argen liegt...deshalb die Frage ob poly etc....ansonsten kann man hier im Forum ja eh nichts sagen als Laie.


    Wegen deiner Ausgangsfrage: möglich, dass dieses Pulsdefizit mehrere Menschen haben...aber wie soll man das feststellen im Alltag? Ich zumindest kann meine Herzfrequenz nicht bestimmen und meinen Puls nur peripher messen...deshalb weiss ich natürlich nicht, ob meine bradykarden Phasen rein theoretisch keine "echte" Bradykardie sind...aber auch dieses Wissen würde ja nichts nützen.

    Da hast du allerdings recht, letzten Endes müssen wir wohl oder übel den Medizinern vertrauen, bzw. einen guten Arzte finden, dem wir vertrauen. Es ist OK, dass du gefragt hast bzgl. der Morphologie und der Herkunft. Leider existiert das Problem trotzdem, auch wenn Ärzte mir sagen würde, es wäre alles wunderbar und ich wäre völlig gesund (was nun auch wieder keiner macht). Selbst wenn der ganze Spuk wieder aufhören sollte, würde ich doch bis dahin wenigstens die Therapie bekommen, die zur Zeit möglich ist.


    Na mich wundert nur, dass so viele über ihre "Herzstolpern" klagen und allem Anschein nach dabei nicht dieses Pulsdefizit bemerken. Ich spüre es, wenn ich einen ventrikulären Bigeminus hab und das durfte ich zur Genüge am Monitor beobachten, daher weiß ich auch ohne EKG, dass ich einen hab. Wenn ich einen hab, kann ich ja den Puls messen oder auskultieren und verdoppeln =) Ich kann keinen anderen Rhythmus bei mir selbst interpretieren, nur diesen einen und den mit 99%iger Sicherheit.

    Ich kann dich absolut verstehen...wenn ich mich nicht so schlecht fühlen würde, wäre es mir (mittlerweile) ziemlich egal, was genau ich da habe. Solange es meinen Alltag nicht beeinträchtigt oder ich bereits morgen um 6 Uhr vor dem aufstehen dieses brennen im Brustkorb habe, soll es mich nicht interessieren bzw ich würde einfach nicht drüber nachdenken.


    Aber so...nach all den Untersuchungen und Krankenhausaufenthalten weiss niemand warum ich diese RS habe...ebenso wie bei dir.


    Ja, das ist absolut frustirierend, weil es keine adäquate Therapie gibt und niemand sagen kann, ob das wieder weggeht, ob es schlimmer wird, ob es gefährlich ist, etc.

    Was die Eingangsfrage angeht, gehe ich natürlich auch davon aus, dass ich dieses Pulsdefizit habe, in Phase wo ich viele ES hab (hatte ja auch schonmal wochenlang so ca 10 Stück davon pro Minute), aber das ist offenbar nicht so schlimm dass ich davon irgendwas merke, wenn ich nicht gerade drauf achte, also zumindest kein Schwindel, Ohnmacht oder so.


    Selten mal hab ich allerdings auch Situationen, wo ich spüre, das Herz macht komische Dinge, mir wird mulmig, es schlägt ein paar Sekunden lang nur noch ausserhalb des normalen Taktes, fühlt sich beängstigend an, aber dann ist das auch schnell wieder vorbei und dann denk ich immer "da es jetzt ja wieder alles ok ist, war es wohl etwas, was sich zwar beängstigend anfühlt, aber offenbar harmlos ist". Was das ist, weiss ich allerdings nicht, aber diverse ES in Folge erscheinen mir da schon plausibel.


    Das hilft Dir jetzt vermutlich aber auch nicht weiter ;-).


    Was kam denn bei der Ergometrie heraus und warum meinte die Kardiologin danach, Du seist herzkrank?

    Bei mir gehen nahezu alle VES (>90%) mit einem Pulsdefizit einher. Es beängstigt mich keinesfalls, nur ist es anstrengend die Leistung zu erbringen, die gerade erforderlich ist.


    Meine Kardiologin sagte zu mir dass diese Rhythmusproblematik zu komplex sei und sie sich nicht sicher sei wie man weiter verfahren solle. Immerhin kann man mit ihr vernünftig reden, sie hört zu und nimmt mich ernst, außerdem ist sie ehrlich zu mir, das rechne ich ihr sehr hoch an! Sie möchte, dass ich mich wieder in der Uniklinik vorstelle. Für sie deuten die bisherigen Untersuchungsergebnisse auf eine Reizleitungsstörung hin, die sie absolut nicht einschätzen kann. Zumal sie beobachtet, dass diese HRST immer häufiger auftauchen.


    Bei der Ergometrie kann ich ohne Probleme belastet werden bis plötzlich diese VES auftauchen. Bei einer HF von 150 bpm erreiche ich dank des Trigeminus (US Version) einen Puls von 50 bpm. Wer fährt mit einem effektiven Puls von 50 bpm noch Fahrrad, vorallem wenn das inmitten der Belastungsphase passiert? Auch wenn diese HRST nur für 1-2 min andauert, habe ich im Durchschnitt ca. 100 VES/min bei einer HF > 150, und ist schon wirklich nicht sonderlich angenehm. Es dauert ca. 5-10 min in der Nacherholungsphase bis ich wieder in einen geordneten Sinusrhythmus komme und alles ist wieder wunderbar, so als ob nie etwas gewesen wäre. Soetwas passiert natürlich nicht immer bei Belastung in diesem Ausmaß, aber dass ich in der Nacherholungsphase länger brauche bis wieder alles im Takt ist, ist nahezu immer der Fall. Schon wenn ich 5 min zur S-Bahn gehe und an der Ampel warten muss passiert das, allerdings stört es mich da nicht so sehr.

    Na die Leistung sinkt rapide ab und mir wird schwindelig. Die Atmung wird schneller und flacher, daher soll ich langsam tief ein- und ausatmen. Aber auch daran gewöhnt man sich im Laufe der Zeit.


    Nur so nebenbei eine Frage: Seid ihr schon jemals Aufgrund von HRST bewusstlos geworden und jemand hat bei euch mit der HLW angefangen?

    Nein, bis jetzt GsD noch nie...der "Witz" ist ja, dass ich die potentiell gefährlichen nsVT's absolut nicht spüre. Kein Schwindel, kein stolpern, nichts. ":/


    Aber die harmlosen VES und SVES...bei denen holperts und rumpelts teilweise so heftig, dass ich denke ok, das wars jetzt.

    Hallo und guten Abend an die User hier.


    Ich bin 56 Jahre alt und litt viele, viele Jahre an Vorhofflimmern.


    Cha-Tu, den ich sehr schätze, hat mich gebeten, hier kurz über Dr. Shin zu berichten.


    Ja, was ich hier gelesen habe finde ich sehr erschreckend und die Aussagen einiger Kardiologen schon hochgradig unverschämt.


    Ich bin Mitglied der Deutschen Herzstiftung!!! (sehr zu empfehlen) und wurde zu einem Vortrag zu diesem Thema in die Universitätsklinik Düsseldorf eingeladen. Dort lernte ich Dr. Shin persönlich kennen.


    Ich besitze einen eigenen Eventrecorder und kann EKGs selber aufzeichnen. Solche Momentaufnahmen habe ich Dr. Shin zur Beurteilung per E-Mail zugeschickt. Er hat immer wenige Stunden später (übrigens auch sonntags) geantwortet und VHF bestätigt.


    Nach einigen Sitzungen in der Rhythmologischen Ambulanz kam es dann zur ersten Ablationstermin. Die Betreuung und Aufklärung war erstklassig. Er hat mir jede Angst genommen. Zum Eingriff wurde ich sediert und bin erst im Überwachungsraum aufgewacht. Das unangenehmste war die Liegezeit mit den Sandsäcken.


    Leider ist das VHF nach einem Jahr erneut aufgetreten (was nicht unnormal ist) und wir haben erneut abladiert.


    Jetzt bin ich, bis auf einige Extraschläge beschwerdefrei. Zur Zeit trage ich ein 5-Tage EKG zur Nachsorge. Danach sollen Medikamente abgesetzt werden.


    Ich will nur sagen, es gibt Ärzte denen man vertrauen kann und die sich auch kümmern.


    Dr. Shin ist Fachmann und hat Patienten aus ganz Deutschland.


    Ich würde mich jederzeit wieder von ihm behandeln lassen.


    Wer sich interessiert kann vieles auf der Homepage der Uniklinik Düsseldorf nachlesen.


    Kopf hoch - nur Mut!


    Liebe Grüße auch an Cha-Tu

    @ dinschen321

    Na dann hoffe ich doch mal, dass das auch so bleibt. Die HRST sollten natürlich am besten ganz verschwinden oder zumindest nicht schlimmer werden.

    @ Hotemax

    Herzlich Willkommen bei meinem Thread und vielen Dank für deinen Kommentar. Du schwärmst ja geradezu von diesem Arzt.


    Ich werde mal sehen was der Arzt morgen mit mir besprechen möchte und hoffe ich bin danach schlauer. Mein Masterstudium möchte ich allerdings in einer andern Stadt absolvieren, leider muss ich da auch sehen, ob dort eine gute Klinik ist. Wer weiß, vielleicht zieht es mich nach Düsseldorf zum Studieren. Ich werde es auf jeden Fall in meinem Hinterkopf behalten =)

    Hallo zusammen,


    ich war heute in der Uniklinik bei dem OA der bei mir schon die EPU gemacht hat. Ja was soll ich sagen, ich schildere kurz Ausschnitte aus dem Gespräch, Kursiv gedruckt sind meine Gedanken:


    Arzt: Wir sollten dann ein LZ EKG machen, das machen wir jetzt gleich, dann können sie morgen das Gerät wieder abgeben und am Montag erhalten sie das Ergebnis.


    Ich: Und welcher Zweck soll damit verfolgt werden? Solange ich mich gut fühle, wird man nichts außer einen normfrequenen Sinusrhyhtmus sehen und daraus schließen, dass ja alles wunderbar wäre. Es tut mir leid, aber das möchte ich nicht.


    Wozu gleich nochmal hatte ich 3 Jahre lang einen Eventrecorder implantiert ?!?! Warum war ich so oft schon über mehrere Tage an einem Monitor angeschlossen?!?!


    Arzt: Natürlich können wir nochmals eine EPU durchführen, allerdings konnten wir beim letzten Mal auch keine HRST auslösen.


    Ich: Dann macht eine weitere auch keinen Sinn. Soweit ich das beurteilen kann wird die Tachykardie mit Alupent bzw. Atropin ausgelöst. Das sind aber beides keine körpereignene Substanzen, warum also nicht einmal mit Adrenalin versuchen, hat schließlich auch eine positiv chronotrope Wirkung.


    Zum Glück hab ich in der Physiologievorlesung gut aufgepasst und weiß, dass die Substanzen auch nicht den gleichen Stoffwechselweg nehmen.


    Arzt: Da ändert sich aber auch nichts, wenn man das mit Adrenalin macht.


    Ich: Die Stoffe werden aber unterschiedlich metabolisiert und wirken nicht an den gleichen Rezeptoren.


    Arzt: Wie gesagt, das macht keinen Unterschied.


    Es macht einen Unterschied für jemanden der z.B. CPVT hat du Pfeiffe!


    Arzt: Also dieses Belastungs EKG zeigt schon Auffälligkeiten, wir sollten das überprüfen. Ich kann Sie gleich zum Ergo anmelden, dann machen wir das gleich heute noch.


    Ich: Das Belastungs EKG vor Ihnen ist 5 Wochen alt, außerdem hatte ich bereits mehrere. Unter anderem letztes Jahr im März hier in dieser Klinik und es sah genauso aus wie das von vor 5 Wochen, das müsste doch in meinen Unterlagen vorliegen.


    Guck dir halt mal die Ergebnisse an und nicht die alten Arztbriefe in denen z. T. einfach nur purer Blödsinn drinnen steht. Schalte doch mal selbst deine grauen Zellen ein und gucks dir an und übernimm nicht wieder den Käse deiner Vorgänger.


    Arzt: Hatten Sie schon mal ein MRT?


    Ich: Ja 2008 und es wurde ein Perikarderguss entdeckt, der allerdings sehr klein war.


    Arzt: Dann sollten wir auf jeden Fall ein MRT machen um alles auszuschließen!


    Ich: Und was erwarten Sie darauf zu finden?


    Arzt: Ich denke mal nicht das dort was wäre, aber dann haben wir die Diagnostik komplett abgeschlossen!


    Arzt: In Ihrer Familie gibt es keinen PHT und bei Ihnen selbst gibt es keinerlei Risikofaktoren. Sie haben zwar VT's, aber die bemerken Sie nicht.


    Ich: Ich bemerke nicht alle, das ist richtig, aber die paar, unter denen ich synkopiere reichen doch aus!


    Arzt: Sehen Sie, sie sind mit einem ß-Blocker versorgt, das ist sehr gut und das einzig Richtige was man machen kann.


    Arzt: Waren Sie schon mal beim Psychologen?


    Ich: Ja war ich und es war sehr interessant. Leider konnte er mir auch nicht helfen und psychosomatisch ist das seines Erachtens nach auch nicht! Außerdem stören mich doch die vereinzelten VES gar nicht, nur wenn sie eben mit geballter Faust auftauchen und dieses doofe Pulsdefizit dabei ist!


    Arzt: Das nehmen Sie nur als Pulsdefizit war, es wird trotzdem Blut in den Kreislauf gepumpt, auch wenn sie das peripher nicht tasten können.


    Ich: Reicht die Menge von Blut aus, um das Gehirn noch ausreichend mit O2 zu versorgen oder ist das mehr oder weniger ein insuffizienter Auswurf?


    Arzt: In der Regel wird sehr wenig Blut ausgeworfen und das gelangt auch nicht bis zum Gehirn.


    Ich: Na also ist es nicht nur peripher nicht mehr zu tasten, sondern kommt auch nicht oben an, wo es am dringensten benötigt wird. O2 Mangel begünstigt eine Synkope!


    Arzt: Ganz so einfach ist das auch wieder nicht, aber prinzipiell haben Sie recht.


    Ergebnis: Ich kapituliere!!! Es macht keinen Sinn jemanden es reinzuprügeln oder mal über den Tellerrand zu blicken, er will es nicht kapieren, dann soll er es bleiben lassen. Ich hab dafür echt keinen Nerv mehr!