Palpitationen / Herzstolpern

    Hallo,

    Gestern gegen 11 Uhr begann plötzlich das Gefühl dass ich sehr viele Herzschläge sehr stark spürte. Dies verschlimmerte sich über den Tag hinweg und ich ging noch am Nachmittag zum Arzt.
    Dieser hörte mein Herz ab und fühlte den Puls für eine Weile und sagte dann es seien lediglich Palpitationen. Er verschrieb Metoprolol (trotz bekanntem niedrigem Blutdruck) und Tromcardin Complex. Morgen früh gehts zum Blut abnehmen. Ein EKG wurde nicht gemacht.


    Ich habe von diesen Palpitationen so im Durchschnitt zwischen 10-30 pro Minute.

    Kurz vor und nach dem Einschlafen hatte ich keinerlei Symptome. Genauso wenig unter der Dusche oder beim Weg zur Apotheke heute.

    Ich leide an einer Angststörung und mir sind Symptome wie Herzstolpern durchaus bekannt. Jedoch niemals in diesem Ausmaß, zumal es mir derzeit generell besser geht wie nie zuvor.

    Ich frage mich dennoch, ob ich aufgrund meiner Vorgeschichte der psychischen Erkrankungen vielleicht vorschnell mit dieser Diagnose entlassen wurde.


    Vielleicht kann mir ja jemand einen Tipp geben, was ich nun machen kann, auch wenn es nur zur Beruhigung ist. Sollte ich morgen vielleicht doch nach einem EKG fragen?


    Vielen Dank!

  • 3 Antworten

    Mal ein kleines Update, falls sich doch noch jemand findet der einen Ratschlag für mich hat.


    Einnahme von Betablocker ist total in die Hose gegangen. Morgens vor der Blutabnahme schon fast umgekippt, konnte mich soeben noch ins Liegen retten.

    Betablocker sollte ich dann auch nicht mehr nehmen (Mittwoch).

    Blut wurde am Donnerstag abgenommen.
    Alles ohne Befund. Der Kaliumwert ist jedoch grade so an der untergrenze des Normalbereichs.

    EKG auch ohne Befund, mit der Ausnahme dass man dort die Extrasystolen sieht.


    Soll es nun doch nochmal mit dem Beta versuchen und weiter Tromcardin nehmen.
    Hatte das Gefühl dass die Symptome Donnerstag und Freitag ein wenig besser waren. Anstatt einer ES alle paar Sekunden, waren deutliche Pausen dazwischen zu spüren. Erst als ich von meinem Spaziergang kam (Arzthelferin meinte ich solle raus und mich ablenken wenn ich die ES bei Ablenkung nicht so spüre) fing es an so richtig schlimm. Nach fast jedem einzelnen Herzschlag eine ES. Irgendwann beruhigte es sich ein wenig.

    Gestern (Freitag) dasselbe. Den ganzen Tag über war es ein wenig besser, vielleicht 0-5 ES pro Minute anstatt der gewohnten Dauertortur. Nach dem Einkaufen wieder deutliche Verschlechterung. Nichtmal im Liegen hat sich mein Herz beruhigen wollen und zum 1. Mal in dieser Woche bin ich mehrfach durch die ES wach geworden.

    Mit tut die Brust sehr weh und ich bin Hoffnungslos


    Am Montag bekomme ich ein Langzeit EKG und Mitte September geht es zum Echokardiogramm.

    Dani7

    Hallöchen! Mir geht es gut.

    Die Symptome hielten gut 2 Monate an, waren mal stärker und mal schwächer. Ich habe artig mein Kalium genommen und irgendwann waren die Symptome verschwunden.

    Die Symptome wurden erst viel stärker. Ich litt an dem sogenannten Zwillingspuls, den ganzen Tag durchgehend. Das LZ-EKG war - außer dass eben dieser festgestellt wurde, unauffällig. Das Echo ebenso. Meine Kaliumwerte waren am niedrigsten Normalbereich, vielleicht lag es daran. Vielleicht war es aber auch nur der Stress der mich aus der Bahn geworfen hatte.

    Letztenendes habe ich mich nach der positiven Diagnose beim Kardiologen bezüglich der Symptome ein wenig entspannen können und habe es geschafft, sie tagsüber aus zu schalten. Irgendwann legte ich mich dann Abends ins Bett und merkte, dass etwas anders ist. Und damit waren die Rhytmusstörungen verschwunden.

    Ich hatte seitdem 2 mal kurz Symptome für wenige Minuten, aber nichts dauerhaftes mehr.


    Ich wünsche dir alles Gute und hoffe dir geht es gut.