Plötzlich fehlt die Atemluft bei kleinsten Tätigkeiten - was kann es sein? (Blutbild anbei)

    Guten Tag liebe med1 Community,


    seit gestern Abend habe ich das Gefühl, dass bereits bei kleinsten Tätigkeiten die Luft etwas knapp wird.

    Zu mir: 27 Jahre jung, betätige mich sportlich 3-6 mal die Woche, arbeite seit COVID 19 Beginn von daheim, sitze viel am Schreibtisch, bewege mich aber immer mal wieder zwischendurch. Wenn man der Smartwatch glauben mag, so gehen monatlich 25-30 Stunden für Sport drauf. Vor einem Monat habe ich einen Gesundheitscheckup beim Hausarzt gemacht, da war alles in Ordnung. Die Ergebnisse von der Blutabnahme hänge ich mal dennoch dran, vielleicht sieht da ja jemand irgendeine Besonderheit. EKG war auch gut.

    Blutbild, 1 Monat alt: https://ibb.co/mzV5FgK


    Der Grund weshalb ich schreibe, ist wie gesagt das Gefühl, dass mir bereits bei kleinsten Tätigkeiten die Luft fehlt.

    Gestern Nachmittag fiel es mir erstmals auf. Ich bin eine kurze Strecke mit dem Fahrrad gemütlich gefahren, nach bereits 200m fiel es mir schwer dabei zu reden, weil die Luft knapp wurde. Ein Freund bestätigte, dass ich irgendwie "Atemlos" wirkte. Ich dachte mir nichts dabei.


    Heute morgen war ich wie so oft im Fitnessstudio, bevor ich mich meiner Arbeit widmen wollte, wie gewohnt.

    Allerdings fiel es mir hier auf, dass dieses Gefühl weiter besteht.

    Auf dem Laufband konnte ich nicht ansatzweise die Leistung bringen wie sonst, ganz im Gegenteil. Ich lief langsamer, war aber weitaus erschöpfter als sonst. Anschließend ein paar Kraftübungen ausgeführt, Auch hier merkte ich es, indem ich zwischen einzelnen Sätzen viel mehr Zeit benötigte. Anschließend noch schnell auf den Crosstrainer, allerdings brach ich nach wenigen Minuten ab obwohl ich hierfür 30 Minuten eingeplant hatte. Sobald mein Puls etwas höher wurde (über 135, und das ist ja nicht viel) fehlte mir die Luft sehr deutlich.


    Anschließend war ich einkaufen, unter dem MNS wurde mir recht schnell ein wenig schwindelig. Danach habe ich die Einkäufe heim gebracht, in den fünften Stock. In der Regel stellt das für mich keine Anstrengung dar, allerdings musste ich zwischendurch im vierten Stock kurz intensiv Luft holen. Plötzlich stellen 5 Stockwerke eine kleine Herausforderung dar, merkwürdig.


    Ähnliche Symptome kenne ich nur aus COVID 19 Artikeln, von Personen die über die Langzeitfolgen der Krankheit berichten. Allerdings würde ich dies bei mir ausschließen, da ich in den letzten Monaten weder an einem Husten, Schnupfen oder an Fieber litt. Darüber hinaus ist mein Kontaktkreis recht klein und mir sind keine COVID 19 Fälle im Bekanntenkreis bekannt.


    Ich wollte nun bis zum Beginn der nächsten Woche warten, ob ich einen Arzt aufsuche oder nicht. Irgendwie ist das fehlen der Atemluft überaus beängstigend, andererseits geht es solange ich mich nicht viel bewege.

    Kann es sein dass sowas nur temporär auftritt und in 1-2 Tagen alles wieder normal ist?

  • 6 Antworten

    Das kleine Blutbild, sowie alle anderen Laborparameter, Schilddrüse, Leber, Nierenwerte, Blutzucker, Elektrolyte liegen im Normbereich. Es wurde allerdings nicht der ganze Eisenstoffwechsel kontrolliert, nur Serum Eisen, Ferritin - Eisenspeicher fehlt, ebenso Transferrin. Bei einer Anämie kann es zu Atemnot kommen, allerdings der normale Wert des Haemoglobins und der Erythrozyten spricht nicht so ganz dafür. Hast du Stress, Aufregung? Das könnte die Ursache sein. Wenn du älter wärest, könnte eine Herzinsuffizienz in Frage kommen, in deinem Alter kaum denkbar. Wichtig ist, ob die Dyspnoe ab und an vorkommt oder anhält, du schreibst du hättest das erst seit kurzem. Ich würde das an deiner Stelle einmal weiter kontrollieren und wenn keine Besserung erfolgt, zunächst den Hausarzt konsultieren. Eventuell wäre eine Lungenfunktionsprüfung mittels Spirometrie bei einem FA für Pulmologie angezeigt. Mir fiel auf, der TSH Wert wurde kontrolliert, aber nicht T3 und T4. Dein Hausarzt entscheidet über die weitere Diagnostik.Atemnot ist ein weitgehender Begriff und ein Symptom einer Erkrankung. Die Ursache muß geklärt werden, pathologisch oder nicht. Alles Gute!

    Die einzigen Werte die mir in dem Zusammenhang auffallen würden wäre das Hämoglobin und das ist bei dir im (unteren) Normalbereich und wie umgangsprachlich "vollgepackt" deine Roten Blutkörperchen mit Hämoglobin sind, auch dieser Wert (MCH) liegt im unteren Normbereich.

    Hast du ältere Blutbilder? Du kannst mal schauen ob dein HB vor deinem Atemproblemen höher war.

    Vielleicht ist das auch die komplett falsche Richtung weil im Normbereich ist dieser Wert.

    Einen Lungenfunktionstest, um das mal schnell abzuklopfen, kann eigentlich jeder Hausarzt. Ich kenne keine Praxis ohne Flowscreen (was nicht heißt, dass keine existieren kann).


    Wenn das für dich beängstigend ist, dann würd ich schauen, dass ich morgen noch den HA erreiche. Is jedenfalls besser, als in der Klinik am Wochenende aufzutauchen.


    Grundsätzlich kenn ich sowas aber auch. Dauert n paar Tage oder Stunden, dann ist wieder gut. Passiert manchmal bevor ich krank werde oder nachdem ich krank war oder wenn etwas „fliegt“ oder zu viel Luft im Bauch ist.. oder oder oder 😅. Wichtig ist, dass man nicht in Panik verfällt.

    Klingt wie bei mir mit meinem Asthma. In leichter Form hatte ich das beim Sport (oder Wandern mit den Eltern) schon als Kind, wurde aber nie als Asthma erkannt. Vor einigen Jahren hat sich das dann deutlich verschlimmert, so dass ganz schnell die Luft fehlt bei kleinen Anstrengungen. Inzwischen bin ich bei der Lungenfachärztin und es ist offiziell "Asthma".

    Aber wenn du bisher nie Problme hattest, wird das ja nicht von heute auf orgen so schlimmes Asthma sein.

    Hi Chaboss , Dein Kalium ist grenzwertig im Normbereich. Ein Kumpel von mir hatte das auch und eben auch diese Kurzatmigkeit. Er hat sich sehr kaliumreich ernährt, verdrückte Unmengen Bananen usw.

    Also falls Du Dich eventuell mit zuviel Kalium versorgst (Bananen, Erbsen...), so könnte das auch eine Rolle spielen. Lass den Wert vielleicht nochmal anschauen. LG!

    Die Referenzwerte von Serum Kalium variieren von Labor zu Labor. Der Normwert liegt bei 3,6 - 5,2. Damit ist Kalium im Serum im Normbereich.