Rekonstruktion der Mitralklappe bei leichter Insuffizienz?

    Hallo,


    vor einem halben Jahr wurde bei mir mit einem Doppler-Echo eine leichte Mitralklappeninsuffizienz festgestellt. (Echo wurde wegen Extrasystolen durchgeführt.) Der Kardiologe meinte, dies sei ein Zufallsbefund, er könnte 10 Leute von der Straße holen und das vermutlich bei 4 feststellen, es sei nicht behandlungsbedürftig. Ich soll allenfalls alle 2-3 Jahre eine Kontroll-Untersuchung machen.


    Im Internet habe ich gelesen, dass man möglichst frühzeitig eine Rekonstruktion durchführen soll, auch wenn noch keine starken Beschwerden auftreten.


    Ich weiß, dass ich das Internet nicht dem Arzt vorziehen sollte, aber ich frage mich dennoch: Wann sollte man eine Rekonstruktion nun in Erwägung ziehen?


    Ich bin 29 Jahre alt. In letzter Zeit hatte ich durchaus schon Symptome wie Schwindel und Abgeschlagenheit. Wenn ich ehrlich zu mir bin, könnte ich mir jedoch vorstellen, dass das auch aus einer Angst vor den Extrasystolen und einer seitdem bestehenden Angst vor allen möglichen Krankheiten resultieren könnte.


    Wie seht ihr das?


    Danke!!

  • 5 Antworten

    Da bei einer leichten Mitralinsuffizienz die Funktion des Herzens nur geringfügig verändert ist, ist eine OP nicht nötig.


    Erst wenn die Größe der Undichtigkeit und die Menge des zurückströmenden Blutes, in den Vorhof, bedeutsame Ausmaße erreicht und dadurch der Druck im Vorhof und in den Lungenvenen stark ansteigt und die Auswurfleistung des Ventrikels stark eingeschränkt ist, sollte operiert werden.

    Danke für die Rückmeldungen. Natürlich habe ich keinerlei Lust auf eine solche OP. Es hat mich nur verunsichert, dass ich an manchen Stellen gelesen habe "Heutzutage operiert man bereits sehr frühzeitig, sogar noch bevor Symptome auftreten, da bei jungen Menschen die besten Chancen zu einer unkomplizierten Rekonstruktion gegeben sind".

    Hallo,


    ich habe eine leicht undichte Mitralklappe mit Herzrhytmusstörungen (ES, VES, SVES). Festgestellt wurde das vor 5Jahren. Und ich lebe ohne Einschränkungen.


    Dein Arzt hat schon Recht, mach dir da nicht so viele Gedanken. Wichtig ist nur das du nicht zu krass mit dir umgehst. Das heißt das du bei einer Erkältung wirklich einen Gang zurück schaltest, bei anderen Infekten das gleiche. Wenn du stress hast, für einen Ausgleich sorgen.


    Seh zu das du fit bleibst, ein bisschen Ausdauersport ist nicht verkehrt.

    Im Moment bin ich tatsächlich erkältet und stehe beruflich total unter Stress ":/ Aber das war jetzt zum Glück nur eine Phase von 2-3 Wochen und nun wird es wieder ruhiger. Was genau können denn sonst die Risiken sein? Ist die Gefahr einer Infektion des Herzens höher? (auch bei leichter Insuffizienz)