Risiken durch Bluthochdruck

    Meine Mutter ist vor 8 Tagen im Alter von 83 Jahren plötzlich und unerwartet an einem schweren Herzinfarkt verstorben.


    Nun mache ich mir Gedanken über meinen eigenen Blutdruck, der zwar zu hoch, aber mit Medikamenten eingestellt ist. Gilt ein solcher eingestellter Blutdruck dann auch noch als Bluthochdruck bzw. Risikofaktor für einen Herzinfarkt oder nicht mehr, weil er ja medikamentös heruntergedrückt ist?

  • 8 Antworten

    Nein.

    Gänzlich geschützt vor einem Herzinfarkt bist du Allerdings trotzdem nicht und die Bluthochdruck Tabletten haben halt auch gewisse Nebenwirkungen.


    Aber der Nutzen überwiegt die Risikien und Nebenwirkungen weshalb es eine gute Sache ist.

    Duplo1812 schrieb:

    Meine Mutter ist vor 8 Tagen im Alter von 83 Jahren plötzlich und unerwartet an einem schweren Herzinfarkt verstorben.

    Mein Beileid.


    Eine gewisse Abschätzung des eigenen Infarktrisikos ist z.B. mit dem PROCAM-Rechner möglich. Vielleicht kennst Du ihn auch schon.

    SInn einer Blutdruckeinstellung ist die Werte in den Normalbereich zu bringen, also <130/80 mm Hg. Dann ist das Risiko eines Infarktes deutlich gesenkt.


    Auch das Risiko eines schweren Covid-19-Verlaufs wird damit ebenfalls minimiert.

    Zunächst mein aufrichtiges Beileid! Wenn deine Hypertonie medikamentös gut eingestellt ist, minimiert sich das Risiko für einen Herzinfarkt. Welches Medikament nimmst du denn? Viele Patienten haben besonders unter der Einnahme von ACE Hemmern mit Nebenwirkungen zu kämpfen. Du kannst aber noch mehr dazu beitragen, um das Risiko zu minimieren. Achte auf eine gesunde,vollwertige Ernährung und falls du unter Adipositas - Übergewicht leidest, wäre es gut, dieses langsam abzubauen. Etwas Ausdauersport , wie radfahren, schwimmen oder Nordic Walking wäre gut. Einige Spaziergänge pro Woche sind schon effektiv, besser als keine Bewegung. Ab und an die Fettstoffwechselwerte kontrollieren zu lassen, besonders LDL und HDL - schlechtes und gutes Cholesterin, kann nicht schaden. Ich wünsche dir alles Gute!

    Trastevere schrieb:

    Zunächst mein aufrichtiges Beileid! Wenn deine Hypertonie medikamentös gut eingestellt ist, minimiert sich das Risiko für einen Herzinfarkt. Welches Medikament nimmst du denn? Viele Patienten haben besonders unter der Einnahme von ACE Hemmern mit Nebenwirkungen zu kämpfen. Du kannst aber noch mehr dazu beitragen, um das Risiko zu minimieren. Achte auf eine gesunde,vollwertige Ernährung und falls du unter Adipositas - Übergewicht leidest, wäre es gut, dieses langsam abzubauen. Etwas Ausdauersport , wie radfahren, schwimmen oder Nordic Walking wäre gut. Einige Spaziergänge pro Woche sind schon effektiv, besser als keine Bewegung. Ab und an die Fettstoffwechselwerte kontrollieren zu lassen, besonders LDL und HDL - schlechtes und gutes Cholesterin, kann nicht schaden. Ich wünsche dir alles Gute!

    Vielen herzlichen Dank.


    Ich nehme z.Zt. pro Tag 32mg Candesartan sowie 2x Amlodipin (5mg). Mein Ziel ist es, mittelfristig von Medikamenten ganz weg zu kommen und stattdessen mit Homviotensin bzw. L-Arginin den Blutdruck im Zaum zu halten. Bis dahin gilt es, noch etwas Gewicht zu reduzieren und sportlich etwas aktiver zu werden.

    musicus_65 schrieb:
    Duplo1812 schrieb:

    Meine Mutter ist vor 8 Tagen im Alter von 83 Jahren plötzlich und unerwartet an einem schweren Herzinfarkt verstorben.

    Mein Beileid.


    Eine gewisse Abschätzung des eigenen Infarktrisikos ist z.B. mit dem PROCAM-Rechner möglich. Vielleicht kennst Du ihn auch schon.

    Vielen herzlichen Dank.


    Den Rechner kannte ich noch nicht, werde ihn aber mal ausprobieren.


    Mein Kardiologe war kürzlich erst recht zufrieden mit mir. Aber nun mache ich mir natürlich Sorgen um eine genetische Vorbelastung.

    "32mg Candesartan sowie 2x Amlodipin (5mg)": das ist nun schon eine nicht so geringe Dosis an Medikamenten. Ich selber habe einige Erfahrung mit diesen Medikamenten und ich habe mir sehr viel angelesen.


    Ein Verzicht auf diese Medikamente dürfte für Dich nicht möglich sein. Allenfalls wäre eine Reduzierung der Dosis denkbar.


    Ich selber nehme täglich 16 mg Candesartan + 12,5 mg Hydrochlorothiazid (HCT). Und habe damit Werte um 110 / 60 mmHg. Von meiner Ärztin aus dürfte ich die Dosis reduzieren. Was ich mehrfach erfolglos versucht habe:

    • 4 mg Candesartan + 12,5 mg HCT führten nach 4 Tagen zu starkem Schwindel beim Bücken und Wiederaufrichten und einer pochenden Ader hinter dem Auge.
    • 8 mg Candesartan + 6,25 mg HCT führten nach 7 Tagen zu heftigen, fast schon schmerzhaften Ödemen an den Füßen und schlechtem Schlaf mit "angestrengtem" Puls.
    • 8 mg Candesartan + 12,5 mg HCT funktionieren hingegen auch sehr gut und sind bei Hitze angenehmer.

    Ein weiterer Aspekt wäre noch das Cholesterin, ebenfalls ein Risikofaktor für einen Myocardinfarkt.


    Eventuell musst du Lipidsenker nehmen.