Schlechte Schilddrüsenwerte, aber Schilddrüse i.O?

    Hallo


    Ich mußte vor kurzem wegen einiger Beschwerden in die Notaufnahme. Dort wurde mir u.a. auch Blut abgenommen. Dabei stellte sich heraus, das meine Schilddrüsenwerte total schlecht sind. Nun war ich beim Internisten zum Ultaschall der Schilddrüse.


    Der konnte aber nur eine minimale Vergößerung dieser Feststellen.


    Er meinte das hätte mit den schlechten Werten nix zu tun ...


    Hääää, schlechte Schilddrüsenwerte, aber Schilddrüse in Ordnung.


    Wie geht das ? Woher kommen denn dann die schlechten Werte ?


    Weiß jemand Rat ? Mein Hausarzt zuckt bloß mit den Achseln !!!

  • 5 Antworten

    Das

    sind zwei verschiedene Untersuchungen, bei denen jeweils verschiedene Sachen untersucht werden.


    Die Blutuntersuchung ist eine funktionelle Untersuchung, d.h. man sieht anhand der Blutwerte, wie aktiv oder nicht-aktiv die Schilddrüse ist (Wie viel Hormone produziert sie, wie arbeitet sie).


    Während mit dem Ultraschall die Morphologie beurteilt wird (zu groß / zu klein / Zysten / sonstige Veränderungen).


    [Man kann auch schauen, wie die Durchblutungssituation ist, und daraus dann z.B. auf Entzündungen schließen, aber prinzipiell geht es darum, zu schauen, ob die Form verändert ist]


    Ist nicht ungewöhnlich, daß der Ultraschall ohne Befund ist, die Blutwerte aber nicht ganz in Ordnung sind.


    Lg

    hallo,


    du schreibst von schlechten schilddrüsenwerten. schlecht im sinne einer unter- oder einer überfunktion der schilddrüse?


    meist liegen schlechten schilddrüsenwerten heute autoimmunerkrankungen (daher lass dir mal kein jod andrehen und auch kein jod+thyroxin, wird gerade bei vergrößerter schilddrüse gerne gegeben, außer es liegt eine überfunktion vor) zugrunde, die man nicht unbedingt so einfach im ultraschall erkennen kann. ein internist ist kein schilddrüsenspezialist (das sind die nuklearmediziner) und deshalb kann es gut sein, dass er keine großen auffälligkeiten im ultraschall sehen konnte, obwohl diese dennoch vorhanden sind.


    nicht nur die größe der schilddrüse ist entscheidend, sondern auch ihre gewebestruktur und ob es knotige veränderungen gibt.


    auf jedenfall hast du schlechte werte, welche behandelt werden müssen!


    gruß


    rinchen

    Mein Hausarzt meinte ich hätt ne Unterfunktion.


    Im Befundsbericht des Internisten steht:


    Diagnose: Struma Diffusa


    Befund: vergrößert, keine Einengung der Trachea, kein


    retrosternales Wachstum, Strucktur bds. homogen


    unauffällige Echogenität, kein Nachweis von Knoten


    Empfehlung an den Hausarzt: Sonogr. bis auf Vergößerung unauff.


    Befund. Ursache der TSH Erhöhung


    nicht sicher, ev. Thyroxin+Jod,


    wenn sich die latente Hypothyreose


    bestätigen sollte. Auch sonogr.


    keine Zeichen einer Thyreoiditis.


    Kann damit jemand was anfangen ?

    hallo,


    heute entsteht keine unterfunktion mehr aufgrund eines jodmangels (wenn man sich normal ernährt), deswegen darf dabei auch auf keinen fall mehr jod gegeben werden. ärzte stellen bei struma diffusa meist die diagnose jodmangel, so einfach darf man es sich da aber nicht mehr machen, schon gar nicht, wenn dazu noch unterfunktionswerte vorliegen. selbst wenn man keine direkten hinweise auf eine autoimmunerkrankung hat, kann man diese damit nicht mit 100%-sicherheit ausschließen. und jodgabe ist bei autoimmunerkrankungen der schilddrüse absolutes tabu.


    hat der arzt die antikörper überprüft? waren diese alle = 0? oder sind antikörper vorhanden (sie müssen nicht über der norm sein, das vorhandensein dieser reicht aus)?


    gruß


    rinchen