Schwindel, Atemnot immer zufällig und dann über Stunden - hat jemand eine Idee / Tipp?

    Hallo


    Folgendes hat sich heute zugetragen, kommt aber hin und wieder auch zu anderen Zeiten vor.


    Ich habe plötzlich so ein Gefühl bekommen das mir Luft wegbleibt. Es fühlt sich als käme nicht genug Sauerstoff an. Oft muss ich dabei irgendwie einatmen bis ich gönnen kann, dann klappt es wieder normal. Das komische ist das die Lunge absolut frei ist. Ich kann grundsätzlich tief einatmen und habe nicht das Gefühl das eine Blockade in der Lunge wäre. Mir wurde irgendwann mal ein nicht allergisches Asthma diagnostiziert und ich soll ein Notfallspray bei mir tragen. Wirkung zeigt das aber nicht, ich habe ja auch keinen Asthmaanfall (und noch nie gehabt). Der Peak-Flow ist in den Situationen wie immer.


    Hinzu kommt das mir dann auch immer leicht schwindelig wird. So als hätte man die Luft angehalten. Es ist kein Schwank- oder Drehschwindel. Ich kenne aus dem familiären Kreis diverse neurologische Tests (zB mit geschlossenen Augen auf einem Bein stehen und mit den Fingern zur Nase tippen) und diese klappen alle ohne Probleme. Ich kippe nicht um, wen ich aber gehe, muss ich mich teils am Türrahmen festhalten.

    Der Blutdruck ist auch normal (irgendwas zwischen 110/70 und 130/85) und der Puls auch im Rahmen von 50 bis 70.


    Trotzdem bleibt das Gefühl als wäre nicht ausreichend Sauerstoff vorhanden.
    Jetzt stelle ich mir die Frage was kann das sein?


    heute trat das einige Zeit nach einer mittellangen anstrengenden Fahrradfahrt (15km) auf. Es gibt aber auch Tage da passiert das aus dem Nichts wenn ich auf dem Sofa sitze.


    Was ich aber auch merke ist das die BWS ein paar Blockaden hatte, die ich selbst mit Faszienrolle wieder einrenken konnte. Die dritte Rippe tat da auch weh.

    Nun stelle ich mir die Frage kann das etwas gefährliches sein?

    Ist das nur eine simple Verspannung? Vielleicht gar nicht die BWS sondern die HWS? Würde beides so etwas auslösen können? Oder doch Asthma? Etwas anderes?


    Danke euch.

  • 25 Antworten
    Hyperion schrieb:

    Klingt für mich nach einer Panikattacke.


    Hattest du das schon mal?

    Nein so etwas hatte ich noch nicht.
    Ich habe ja auch keine Angst / Furcht oder Ähnliches.


    Dieses Atemprobleme und (oft) der Schwindel halten teils ja über Stunden an wie heute zB, teils aber auch nur 30 oder 60 Minuten.

    Leider kann man nicht editieren. Sorry für das zweite Posting.


    Der Schwindel zum Beispiel ist heute erst im Laufe des Tages mehr und mehr geworden (aber wie gesagt kein Schwank- oder Drehschwindel - Ich kann mit verschlossenen Augen auf einem Bein stehen und zu wackeln, aber wenn ich etwas gehe merke ich sofort das es vom Kopf her duselig wird).

    Dafür sind die Atemprobleme etwas besser geworden und ich muss weniger verkrampft einatmen. Hier fühlt es sich nach fast 8 Stunden wieder normal an. Der Schwindel blieb aber komischerweise.

    Hyperion schrieb:
    rj81bonn schrieb:

    Der Schwindel blieb aber komischerweise.

    Kannst du den Schwindel beschreiben?

    Wie gesagt kein Schwank- oder Drehschwindel. Es fühlt sich an als würde wie in einer Art Flush der Kopf leicht und beduselt werden mit dem Eindruck gleich Kippe ich einfach um. Ich bin jedes Mal kalt im Kopf, Blutdruck ist normal, Puls ebenso. Es fühlt sich ein bisschen so an wie wenn man die Luft anhält und einem dann schwindelig wird.

    Hyperion schrieb:

    Du kannst dich Morgen mal bei deinem Hausarzt vorstellen und dann kannst du ihm das mal bereichten.

    Ist im Urlaub. Ich weiß aber was da wieder rauskommen wird. EKG ist immer in Anordnung, Lungenarzt sagt alles ist in Ordnung, Kardiologe hat auch gesagt alles ist in Ordnung. Die letzten Blutwerte von vor 10 Tagen (ganz anderes Thema) waren auch perfekt. Wird also nix gemacht und das höre ich jetzt seit etwa 10 Jahren.

    ach so noch: Neurologe sagt auch alles ist in Ordnung, MRT Schädel war bislang auch in Ordnung und ich war vor zwei Wochen beim Venenarzt und die Gefäße in den Beinen und am Hals sind frei und in Ordnung.


    Deswegen frage ich ja hier.

    Ich muss zugeben das ich mich bei der chronischen Hyperventilation ziemlich gut wiederfinde und das würde auch erklären warum ich das seit Jahren habe. Vor allem bei:


    Atemnot, Gähnen, Seufzerstmung, Schwindel, Missempfindugen und Kribbeln vor allem an den Händen, Kloß und Druck im Hals, Brustschmerzen, CMD, Sehstörungen (brauche plötzlich eine Brille), kalte Hände/Füße, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Nervösität.


    Organisch ist ja auch quasi alles abgeklärt, einzig Pneumothorax macht mir etwas Gedanken, da ich wegen der Wirbelsäule oft meinen Rücken nach hinten strecke (Cobra im Yoga oder einfach auf eine Rolle legen und vorsichtig ins Hohlkreuz die Blockaden lösen, das hab ich mal in Phyiotherapie gelernt). Kann da die Lunge reißen?

    Hyperion schrieb:

    Du kannst dich Morgen mal bei deinem Hausarzt vorstellen und dann kannst du ihm das mal bereichten.

    Ich war heute doch beim Hausarzt. EKG ist in Ordnung, Sauerstoffsättigubg mit Maske 96%, Blutdruck perfekt 120/80, Lunge abgehört, alles in Ordnung. Bin von da direkt zum HNO geschickt worden. Ohren, Nase, Hals sind gut, Hörtest und Drucktest perfekt und Provokation der Gleichgewichtsorgane mit Wasser auch in normalen Rahmen (rechts nur etwas mehr Schwindel provoziert). Jetzt sagte man mir Neurologe wegen Gehirn (TIA oder so ähnlich?) und Orthopäde wegen Nacken. Was ist davon generell zu halten? Wegen dem Gehirn hab ich nur gelesen das dürfte alles gar nicht so lange anhalten, deswegen finde ich das etwas komisch. Orthopäde kann ich mir gut vorstellen, aber etwas Gedanken macht mir das schon. :(

    rj81bonn schrieb:

    einzig Pneumothorax macht mir etwas Gedanken, da ich wegen der Wirbelsäule oft meinen Rücken nach hinten strecke (Cobra im Yoga oder einfach auf eine Rolle legen und vorsichtig ins Hohlkreuz die Blockaden lösen, das hab ich mal in Phyiotherapie gelernt). Kann da die Lunge reißen?

    Nein, da kann keine Lunge reißen.



    rj81bonn schrieb:

    Orthopäde wegen Nacken.

    HWS macht solche Symptome nicht. M.E. nichts orthopädisches.



    rj81bonn schrieb:

    Neurologe sagt auch alles ist in Ordnung, MRT Schädel war bislang auch in Ordnung und ich war vor zwei Wochen beim Venenarzt und die Gefäße in den Beinen und am Hals sind frei und in Ordnung.

    Das ist ja dann positiv das alles ok ist.


    Wenn es keine organischen Ursachen gibt, kann man vermuten das es psychisch gewesen sein könnte, Stichwort Panikattacke.

    Danke für die Rückmeldung.
    Panikattacke in der klassischen Form kann es nicht gewesen sein, aber Jan sich so etwas auch über Stunden aufbauen (in dem man sich Sorgen macht und gedanklich daran verbeißt)?


    Was ist denn mit dieser Idee der HNO Ärztin bezüglich dem Gehirn (TIA)? Das kann ja wohl kaum so lange anhalten (wären jetzt knapp 30 Stunden, aber es wird besser).

    Was spräche denn gegen die HWS? Zumindest muskulär können doch Verspannungen auftreten (habe auch schon mal Verspannungskopfschmerzen)? Und das geht doch in Richtung Panikattacke oder (chronische?) Hyperventilation?