• Seit Sturz (Ohnmacht) merkwürdige Unwohlsein befundene Anfälle

    Guten Abend, zu meiner gesundheitlichen Vorgeschichte. Ich (23) männlich, hätte als Kind keine mir bekannten gesundheitlichen Mängel. Mit dem Alter von 12-14 bin ich einmal nach dem warmen Baden ohnmächtig geworden (wahrscheinlich Gefäße zu erweitert gewesen und Blut ist nach unten gesackt). Bewegung im Alltag ist bis zum Alter ~16 normal…
  • 30 Antworten

    Ich weiß gerade echt nicht ob ich das schaffe... ouh man, mit jedem Schritt wird es irgend wie schlimmer und ich bin auch sehr unruhig

    Das ist sowas von typisch und passend für Panik. Auch das du es nicht verstehen willst ist typisch.

    Du kannst ganz beruhigt einkaufen fahren, dir passiert nix.

    Nessaja68 schrieb:

    Das ist sowas von typisch und passend für Panik. Auch das du es nicht verstehen willst ist typisch.

    Du kannst ganz beruhigt einkaufen fahren, dir passiert nix.

    Aber ich will doch nur scheiß Wasser kaufen, woher soll also diese Panik kommen ?


    Ich mein, ich konnte auch vorgestern zum Fitnessstudio fahren, warum sollte ich jetzt kein Wasser kaufen können ? Vielleicht weil ich ungern unter Menschen bin ?

    So ich hab’s jetzt geschafft. Bevor ich losgefahren bin habe ich im Internet nachgeschaut was man bei einer Panikattacke tun soll, und dort stand drinnen das man tief und kontrolliert ein/aus atmen soll. Auf dem Weg zum Getränkemarkt bin ich nervös geworden und als ich dann vor dem Markt stand und die vielen Autos/Menschen sah hatte sich das Gefühl verstärkt. Ich bin ausgestiegen und das Gefühl wurden stärker, ich habe gemerkt wie sich meine Atmung verändert hatte.


    Ich habe diese dann kontrolliert, tief ein und aus geamtet, es hat auch funktioniert und ich konnte alles erledigen.


    Jetzt wo ich es hinter mir habe, bin ich relativ erfreut es geschafft zu haben.


    Ich werde Montag dennoch zum Arzt gehen müssen und muss ihn von diesen Dingen erzählen. Schließlich kann ich nicht immer diese Panik bekommen, dagegen muss ich etwas unternehmen.

    Klingt wie andere schon sagten, nach panikattacke, da du ja selbst sagst das du Angst verspürst.

    Dein umkippen war sicher vom Kreislauf her und wahrscheinlich vom Gras konsum. Ich bin vor ner Weile auch umgekippt bei einem Konzert, wegen Hitze und zu wenig getrunken, war aber beim Arzt und mir wurde Blut abgenommen usw.

    Wurde bei dir schon ein Blutbild gemacht? Das solltest du evtl beim Hausarzt ansprechen, oder du gehst in ein Labor zur Blutabnahme, wenn es das in deiner Stadt gibt, hier ist es zumindest so.

    brownie00 schrieb:

    Klingt wie andere schon sagten, nach panikattacke, da du ja selbst sagst das du Angst verspürst.

    Dein umkippen war sicher vom Kreislauf her und wahrscheinlich vom Gras konsum. Ich bin vor ner Weile auch umgekippt bei einem Konzert, wegen Hitze und zu wenig getrunken, war aber beim Arzt und mir wurde Blut abgenommen usw.

    Wurde bei dir schon ein Blutbild gemacht? Das solltest du evtl beim Hausarzt ansprechen, oder du gehst in ein Labor zur Blutabnahme, wenn es das in deiner Stadt gibt, hier ist es zumindest so.

    Ein Blutbild wurde bei mir meines Wissens noch nie gemacht. Ich werde es ansprechen, ich bin mir aber sehr sicher dass es mit dem Sturz zu tun hat. Ich könnte da irgend welche Hirnschäden von getragen haben.

    Du könntest auch einen kleine Tüte (Gefrierbeutel) in die Jackentasche stecken.

    Wenn du merkst dass du anfängst zu hyperventilieren einfach ruhig in die Tüte ein und ausatmen.

    Kann es sein, dass du sehr groß und schlank bist?

    Um hier die Aussagen der anderen zu stützen: Schau, die Ohnmacht stand in der jeweiligen Situation unmittelbar in Zusammenhang mit Drogenkonsum. In den anderen Situationen, in denen dir "komisch" wurde, bist du im Endeffekt nicht ohnmächtig geworden. Sicherlich begründest du das mit deiner Vorsicht in dem Moment, weil du deine Tätigkeiten sofort unterbunden hast (z.B.: Besuch abbrechen). Ich unterstelle jetzt aber, dass du in den Situationen, wie im Supermarkt, als du dann die Atemübung gemacht hast, gar nicht ohnmächtig geworden wärst.


    Das Abbrechen solcher Tätigkeiten, weil dir "komisch" wurde, würde man als Vermeidungs-/Sicherheitsverhalten einordnen. Das Problem bei solchen Somatisierungs- und Panikgeschichten ist die, dass es sicherlich eine ursprüngliche Situation geben kann, die bei Betroffenen die Sorge in weiteren ähnlichen Situationen rechtfertigt (in ihren Augen). Man könnte sagen, dass du durch ein unglückliches Erlebnis gelernt hast "Wenn das komische Gefühl kommt, muss ich aufpassen, sonst passiert mir etwas!". Dementsprechend bist du sensibilisiert für das komische Gefühl, das dir als vermeintlicher Hinweis auf eine drohende Ohnmacht dient. Hinzu kommt dann eine Art Spirale. Du hast eine Aufgabe vor dir (einkaufen, jemanden besuchen u.s.w.) und hörst in dich hinein. Es könnte ja sein, dass da wieder Hinweise vorliegen (das komische Gefühl), das dir als Warnung gilt. Das allein löst bereits Stress aus. Du nimmst wahr, dass du nervös wirst, du schwitzt, dir wird komisch. Das bestätigt dir deine Sorge. Als Konsequenz ziehst du daraus sofortige Umsorgung deiner selbst und einen Abbruch der Handlung. Das komische Gefühl lässt nach und du lernst, dass es wichtig und richtig ist, dich einzuschränken und aufzupassen, damit das komische Gefühl weggeht. Dieses Verhalten dehnt sich auf immer mehr Situationen aus. Das wiederum ist ein typisches Muster von Panik.


    Blöd wird es, wenn sich dieses Muster manifestiert. Dann wirst du immer weitere Situationen vermeiden (manche verlassen am Ende nicht mehr das Haus) und du wirst immer mehr zu der Überzeugung kommen, dass du körperlich krank sein müsstest. Auch, wenn der erste Arzt sagt, du seist gesund, wirst du ihm nicht glauben. Er könnte etwas übersehen haben, er könnte inkompetent sein oder dir fallen diverse Untersuchungen ein, die deiner Meinung nach durchgeführt werden müssten, um wirklich zu beweisen, dass körperlich alles in Ordnung ist. Es folgen viele Arztbesuche, aber niemals wird die absolute Sicherheit darüber einkehren, dass körperlich alles in Ordnung ist. Derweil kommen Supermärkte, Partys oder Fitnessstudios nicht mehr infrage, weil dir immer wieder komisch wurde und du diese Orte/Situationen nicht mehr besuchen kannst. Es stellen sich Depressionen ein, weil du dich hilflos und verzweifelt fühlst. Meine Unkenrufe sind jetzt nicht in Stein gemeißelt. Ich wollte dir nur einen möglichen Verlauf aufzeigen, der an dieser Stelle noch hervorragend unterbunden werden kann, wenn du dich darauf einlässt und handelst. Und du scheinst kognitiv fit zu sein und offen dafür, auch psychologische Ansätze zu verfolgen und Methoden umzusetzen. Das ist sehr viel wert.


    Lerne, dass dein komisches Gefühl nicht automatisch in eine Ohnmacht führt, indem du das Gefühl aushältst und nichts aufgibst oder bleiben lässt, nur weil du dich so fühlst. Nimm in jeder erfolgreich aufgesuchten Situation wahr, dass du trotz Sorge nicht ohnmächtig geworden bist. Halte dir das klar vor Augen, damit du deine Überzeugung klar widerlegst.

    Plüschbiest schrieb:

    Du könntest auch einen kleine Tüte (Gefrierbeutel) in die Jackentasche stecken.

    Wenn du merkst dass du anfängst zu hyperventilieren einfach ruhig in die Tüte ein und ausatmen.

    Kann es sein, dass du sehr groß und schlank bist?

    Ja, ich bin groß und Normalgewichtig (186cm zu 82kg).. Ich bin die letzten Tage ständig mit Kopfschmerzen aufgewacht, hatte ich so auch noch nicht. Die Kopfschmerzen liegen auch auf der Seite der gewesenen Verletzung.

    Danke für die ausführliche Antwort. Ich werde mein bestes geben. In den letzten Tagen als ich morgens aufgestanden bin habe ich ständig Kopfschmerzen auf Seite der (verheilten) Verletzung verspürt.

    Moin um ein kleines Update zu geben, hier meine Situation:


    Der Hausarzt hat mir eine Überweisung zu einem Therapeuten/Neurologen gegeben, leider ist mein Termin erst Ende des Monats.


    Die Panikattacken kommen regelmäßig vor, gestern der Besuch beim Friseur war schlimm. Als der Friseur meine Haare mit warmen Wasser wusch baute sich Panik auf und ich versuchte mit Erfolg meine Atmung zu kontrollieren, es ging schwer aber es klappte, dieser Moment war mit vielen negativen Gedanken in Verbindung.


    Als er dann anfing meine Haare zu schneiden beruhigte sich die Lage und ich konnte mich normal mit dem Friseur unterhalten. Als dann ein Kunde draußen vor der Tür stand und ich das mitbekommen habe (Der Salon war bis auf mir und der Friseur leer) kam das Gefühl direkt wieder hoch und ich kämpfte gegen an. Ich machte mir unberechtigte Panik von wegen der Kunde kommt gleich in den Salon... Glücklicherweise ist der Kundenforderungen gegangen weil er seinen Termin vertauscht hatte..


    Ich werde das Studium abrechen, weil ich merke dass das viele zuhause sein mir nicht gut tut (Wird alles digital gemacht). Ich möchte wieder arbeiten (Wie vor den Panikattacken), dennoch begleitet mich jetzt stetig die Angst Panikattacken zu bekommen. Ich mache mir schon Angst mit meinem Ex-Chef sich zu unterhalten, obwohl ich weiß dass diese Angst unbegründet ist ?!? Es ist sehr nervig. Weiß einer zufällig um was für eine Panik-Art es sich hier handelt ? Ist es eine soziale Phobie oder was anderes ? Gerade eben rief mein Ex-Chef mich an und ich konnte nicht das Telefon abgehen, weil direkt Panik hochkam, ich verstehe es nicht so ganz. Vor was habe ich and Angst ? Etwas falsch zu machen ?

    Das klingt für mich nach einer sozialen Phobie.

    Du scheinst unbewusst Angst vor einer (möglicherweise negativen) Bewertung zu haben.

    Du solltest versuchen dich den unangenehmen Situationen zu stellen.

    Eine Vermeidungsstrategie würde nur dazu führen, dass du dich immer mehr isolierst.

    Plüschbiest schrieb:

    Warum wäre das für dich ein Problem gewesen, wenn der Kunde den Salon betreten hätte??

    Ich habe darauf keine Antwort.. Ja deswegen will (Wenn es klappt) ich auch wieder arbeiten gehen. Ich bin dann handwerklich unterwegs und muss Kundenaufträge durchführen... Es hat ja damals geklappt, ich weiß nicht woher aufeinander diese Angst kommt. Ich vermute halt es liegt an dem Sturz den ich vor zwei Monaten erlitten habe.

    Ich denke der Sturz war dir danach peinlich.

    Aber, ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass niemand sich über jemanden lustig macht der ohnmächtig am Boden liegt.

    Und es denkt auch niemand dass es ein Zeichen von Schwäche ist ohnmächtig zu werden.

    Ich denke arbeiten gehen und Kundenaufträge erledigen könnte dir helfen die soziale Phobie in den Griff zu bekommen.