Spätfolgen einer Bluttransfusion

    2003 hatte ich eine OP. Mir wurde eine 1,3 kg schwere Zyste samt Eierstock entfernt.

    Operiert hatte ein Assistenzarzt unter Aufsicht des Oberarztes. Versehentlich wurde eine Arterie verletzt und man bekam sie kaum geschlossen. Ich verlor sehr viel Blut und war dem Tod näher als dem Leben.

    Eine Blutkonserve mit meiner Blutgruppe war nicht vorrätig und so bot sich eine der OP Schwestern an zu spenden. Sie hatte die gleiche BG wie ich.

    Sie wurde neben den OP Tisch gesetzt und so floss ihr Blut in meinen Körper. Sie hat mir das Leben gerettet!

    Der OA kam damals nach der OP zu mir ins Zimmer und erzählte es mir genau so! Ich müsse mir keine Sorgen machen da OP Schwestern regelmäßig durchgcheckt würden.

    Ich erholte mich sehr schlecht. War Dauermüde, kam nicht auf die Beine. Nach etwa 9 Monaten wurde es besser.

    Einen Zusammenhang sah ich da lange Zeit nicht. Das dämmerte mir erst Jahre später.

    Ich kämpfe seit Jahren mit den verschiedensten " Zipperlein" und ich fange an über Spätfolgen ein BT nachzulesen aber wirklich was genaues habe ich nicht gefunden.

    Wer von euch hatte auch ein BT und mag sich mit mir austauschen.

    Ich freue mich sehr auf eure Beiträge. @:)

  • 178 Antworten

    Meine Frau hat aufgrund einer angeborenen Kugelzellenanämie sehr viele Bluttransfusionen erhalten ( 2x Transfusioneb die Woche im Zeitraum von knapp zwei Jahren). Bevor man ihr, sozusagen als letzt mögliche therapeutische Maßnahme, die Milz entfernt hat.

    Seitdem hat sie, bis auf eine höhere Infektanfälligkeit (was mit der fehlenden Milz zusammenhängt), keine weiteren Probleme.


    Aber ich verstehe auch nicht ganz was du hören möchtest. Jetzt noch Rückschlüsse auf eine 15 Jahre zurückliegende Bluttransfusionen machen zu wollen, halte ich für sehr weit hergeholt.":/

    Zitat

    Jetzt noch Rückschlüsse auf eine 15 Jahre zurückliegende Bluttransfusionen machen zu wollen, halte ich für sehr weit hergeholt.

    Das ging mir bis vor kurzem auch so! Ein Ereignis und ein Gespräch mit jemanden hat mich nachdenklich gemacht.

    Der jemand war doch sicherlich Mediziner mit fundiertem medizinischen Wissen, der Korrelation von mit Kausalität unterscheiden kann??

    Dannd würde ich nochmals das Gespräch mit dieser Person suchen und nochmals ganz genau nachfragen, welche Konsequenzen die Bluttransfusionen hat, und wie es andererseits für dich gelaufen wäre wenn dir diese Option verwehrt worden wäre.

    Das kann nicht sein. Es gibt in Deutschland ein sehr strenges Transfusionsgesetz. Das von dir beschriebene Vorgehen ist völlig unmöglich!

    Kurz umrissen

    Bei der Person gings um einen Angehörigen der im KH lag. Dort wurde die Person zum Chefarzt bestellt. Dem Angehörigen ging es sehr schlecht und da wurde nachgefragt ob da mal eine BT stattgefunden hat. Die gab es tatsächlich war aber ewig her!

    Daraufhin wurde die Person erstmal aufgeklärt das BT leben rettet aber die Folgen kurz darauf und aber vor allem welche Spätfolgen dadurch entstehen können. Dazu gibt es ja auch Studien.

    Nicht umsonst ist es heute Usus bei großen OPs Eigenblut zur Verfügung zu stellen.

    Selbstverständlich bin ich dieser OP Schwester sehr sehr dankbar!

    Ohne sie gäbe es mich nicht mehr.

    Das ich mich mit dem Thema auseinandersetze und hinterfrage hat seine Gründe. Es ist eben nicht alles Gold was glänzt.

    Ich arbeite selbst im Bereich Transfusionsmedizin und glaube das nicht. Lass dir doch mal die Unterlagen geben, die müssen laut den Richtlinien der Bundesärztekammer 30 Jahre aufbewahrt werden, und dir auf Verlangen ausgehändigt werden. DAS wäre das richtige Vorgehen bei Verdacht auf eine Transfusionsunverträglichkeit bzw. Spätschäden nach Transfusion. Dann werden wir ja sehen, was von der Geschichte übrig bleibt.

    Kardamon

    Es war so wie ich geschrieben hatte!

    Als ich 2015 im selben KH war hat sich das ...ich nenne es mal bestätigt.

    Bei der OP damals hab ich das so zur Kenntnis genommen und abgehakt.

    Das kam erst zur Sprache als ich 2015 beim Narkosearzt zum Vorgespräch zur anstehenden Hysterektomie gegenübersaß ( selbes KH).

    Ich hatte die totale Panik das womöglich wieder was schief läuft und sagte dem NKA auch was damals gewesen ist, als er nachfragte ob ich

    schon mal ne OP hatte und ob es da zu Komplikationen gekommen sei.

    Erst komnte er das auch nicht glauben. Er hakte nochmal nach, meine Geschichte blieb aber die Gleiche. Klar wusste ich noch die Namen der Ärzte, sowas vergisst man nicht. Dann saß er da und sprach lange kein Wort.

    Dann meinte er das es jetzt einen Sinn ergibt und er mir das jetzt auch glaubt das es so gewesen ist. Dann hat er mir erzählt was danach passiert war im Bezug auf den damaligen OA.

    Der hatte nämlich völlig unerwartet für alle Kollegen gekündigt, keiner hat verstanden warum und war sozusagen Abgetaucht.

    Erst da hatte ich überhaupt erst erfahren wie das mit den BT normalerweise abläuft. So wie bei mir mit Sicherheit nicht! %:|

    Das kann nicht sein.


    Schon in den 80er Jahren war es so, dass bei fehlenden Konserven eben aus anderen Blutaufbereitungsauflagen sprich Blutbanken (DRK hat solche, große Kliniken haben solche) Konserven per Taxi, notfalls sogar per Hubschrauber angefordert wurden.



    Es muß eine umfassende Untersuchung des Spenderblutes erfolgen. Serologisch mit allem Pipapo.


    Direktübertragung, wie hier angegeben, dazu noch im OP -

    das war in Kriegszeiten in Lazaretten so, aber sicherlich nicht im Jahr 2003.


    Davon mal ganz ab: Gerade bei einer OP mit so einer großen Zyste wäre im VORAB schon mal Blut in die Blutbank gegeben worden, es hätte eine Kreuzung (Austestung) von Empfänger und Spenderblut stattgefunden, man hätte vorher bereits Konserven bestellt, die Konserven hätten dort in der Blutbank der Klinik für Notfälle parat gestanden, man hätte sie aus dem OP dann angefordert, bei Verbrauch eben Prozedur s.o Herbeischaffen weiterer Konserven von woanders.


    Und


    Und wer eine Konserve braucht, braucht eigentlich keine. Zumindest im Notfall. Bei niedrigem HB werden mindestens 2 Konzentrate gegeben. Alles andere ist unsinnig, weil man den Verlust einer Konserve abkann. Sonst dürfte man ja gar kein Blut spenden, man wäre logischerweise Weise in Lebensgefahr....


    Ausnahmen für nur eine Konserve sind internistisch erkrankte Menschen, die unter einen bestimmten Pegel an HB gefallen sind.


    Die Schilderung hier erscheint mir sehr märchenhaft. Es kann sich so nicht zugetragen haben. Und die heutige Befindlichkeit in diesem Zusammenhang scheint mir sehr fraglich zu sein.

    Wenn es tatsächlich so gewesen sein sollte, hat dich das gesamte Op-Team damals strafbar gemacht, weil es gegen jede geltende Regel verstoßen hat.

    Ich glaube die Geschichte immer noch nicht.

    Es wäre ja leicht nachzuprüfen, du hast du Recht auf die Herausgabe des Op-Berichtes.

    also 2003 ist nicht spätes mittelalter, man könnte sich mit den damals geltenden transfusionsgesetz auseinandersetzen.


    ist diese abenteuerliche bluttransfusion in den krankenakten so dokumentiert?


    für 2003 finde ich es schon heftig eine direkte bluttransfusion durchzuführen. normalerweise bekommt man nur blutbestandteile übertragen, die vorher auf krankheitserreger getestet wurden.

    Genau Kardamom. Das hätte kein Arzt, kein OP Team riskiert. Und eine OP Schwester während der OP mal kurz abzuordern, sie solle sich mal parallel zur Patientin legen, um Blut zu spenden, wo doch angeblich eine große Gefahr herrschte, jede Hand gebraucht wurde....


    Nein, das kann alles nicht sein, so großräumig sind auch die GynOP's nicht, um da noch eine Blutspendeliege, die auch noch steril sein müßte zu drapieren....

    Als ehemaliger OP Pfleger ereilt mich gerade ein heftiger Lachanfall. Never ever kann das so stattgefunden haben.

    Ich kann es nur so erzählen wie der OA selbst! es mir erzählt hat.

    Mir geht es nicht um Rache oder Anklage oder ähnliches. Was passiert ist, ist passiert.

    Es geht mir auch nicht darum ob mir geglaubt wird oder nicht. Es ist MEINE Geschichte und darum habe ich sie erzählt.

    Ich möchte hier gerne erfahren ob es hier Menschen gibt die eine BT hatten und wie es ihnen damit geht. @:)