Steißbeinfistel (ist ja auch eine art Gefäs)

    Guten Tag zusammen,


    ich hoffe man kann mir hier helfen:-) Vor ca 1 Jahr hatte ich eine Steißbeinfistel. Laut meinem Arzt ist bzw war diese sehr klein. Man sagte mir damals, das man das zwar abmuland macht jedoch mit einer Vollnarkose. Ich wäre wohl ca 3 bis 4 Wochen krankgeschrieben. Vor einiger Zeit hat sich diese Fistel nun wieder leicht gefüllt. Da jedoch die Löcher (vom aufstechen) nicht ganz zugewachsen sind, läuft das Wundwasser ständig ab. Nun habe ich mal zwei Fragen und ich bin für wirklich jeden Tipp mehr als nur dankbar:-) Gibt es in der zwischenzeit keine andere Möglichkeit als eine Vollnarkose? Ich meine mein Onkel hatte das schon vor 25 Jahren und da hat man es auch mit Vollnarkose gemacht. Ich denke doch das die Medizin sehr weit ist in der Zwischzeit. Gibt es eine andere Möglichkeit?? Ich komme aus dem Raum Stuttgart. Vielleicht kennt jemand einen Arzt der das ohne Vollnarkose machen kann. So lach jetzt die zweite Frage. Ich habe mir überlegt wie es wohl wäre, wenn ich die Steißbeinfistel einfach ein Stück aufschneiden lasse. Ansich würde mich das nicht stören. Auch hat ja fast das jahr gezeigt das ich meine Ruhe habe solange es ablaufen kann. Ich stelle mir das so vor, ein kleiner Schnitt den man wie ein Ohrloch nicht mehr zuwachsen lässt. Ist das möglich oder kann man es anders behandeln als Rauschschneiden? Naturheilmittel, Auffüllen, Laser etc? Ich kann es mir beruflich leider derzeit einfach nicht erlauben, das ich 3 bis 4 wochen ausfalle.


    Ok ich gebe zu das waren mehr als nur zwei Fragen. Aber ich bin wirklich für jeden Tipp dankbar


    schmidt

  • 4 Antworten

    Re: Steißbeinfistel

    HAllo,


    ich hatte mehrere Steißbeinfisteln, die in Vollnarkose komplett durch Exzision entfernt wurden. Dies stellt die einzige Therapie dar, die die Rezidivrate senkt. Alles andere, was du vorgeschlagen hast, halte ich für unsinnig. Zum Thema Vollnarkose kann ich dir sagen, dass es heute keinen Grund gibt, Angst vor einer Vollnarkose zu haben. Gerade bei Steißbeinfisteln sind die schmerzauslösenden Reize sehr gering und es werden wenig NArkosemedikamente benötigt. Außerdem wird eine Vollnarkose heutzutage nur noch selten als unangenehm empfunden.


    Die Heilung ist in der Tat eine langfristige Angelegenheit. Aber nachdem deine Fistel klein ist, dauert das dann auch nicht so lange. Zum Schluß möchte ich dich noch darauf hinweisen, dass sich die Fistel jederzeit entzünden kann und Abszesse entstehen könne, die äußerst schmerzhaft sind und dann operiert werden müssen. Noch Fragen? -> Mail

    Re: Steißbeinfistel

    Hallo,


    ich habe im letzten Jahr zwei OP's wg. einer Steißbeinfistel gehabt. Nun steht leider die dritte an. Die Fistel war letztes Jahr bereits ziemlich groß, ich entschied mich zu einer OP unter Vollnarkose, Entfernung der Fistel und dem kompletten zunähen der Wunde. Das Risiko war, dass sich im durch die Entfernung enstehenden Hohlraum eine Entzündung bildet, der Vorteil, dass die Heilung schneller vonstatten geht. Leider hatte ich Pech, ca. 6 Wochen nach der OP war eine Entzündung aufgetreten und das nachgewachene Gewebe hatte wieder fistelartigen Charakter. Nun wurde wieder Gewebe entfern und die Wunde konvetionell offen gehalten (und lieber "schmidt", du hast recht, hier hat sich seit Jahrzenten an der Methode nichts geändert). Auf meinen Hinweis nach der ersten OP, dass etwas neben der operierten Stelle eine weitere Verhärtung und evtl. eine weitere Fistel vorhanden ist, wurde leider keine Beachtung geschenkt. Nun ist diese Fistel gross genug, dass diese auch einem ignoranten Ärzteteam auffällt und muss wieder entfernt werden. Die zweite OP habe ich mittels Spinal-Narkose durchführen lassen. Kann ich von der Nachbelastung des Körpers empfehlen.


    Gruß


    Sven

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    Re: Steißbeinfistel

    Hallo,


    ich hatte mit ca. 22 Jahren die erste Op unter Vollnarkose und 11 Jahre später einen Rezidiv, der mit Spinalnarkose operiert wurde. Ich kann mich seitens der Narkose an keine besonderen Vor- oder Nachteile erinnern, bzw. die zusätzlichen Betäubungs- oder Beruhigunsmittel der Spinalnarkose haben mich fast genauso umgehauen wie bei einer Vollnarkose.


    Sofern ich mich erinnere ist die Spinalnarkose auch erst ab einem gewissen Alter anwendbar.


    Es gibt meines Wissens noch eine dritte Methode, (offen verheilen lassen, gleich zunähen, ) bei der ein Hautlappen auf die Wunde verschoben wird.


    Suche doch mal unter "Sinus pilonidalis" im Web.


    Grundsätzlich ist das hinausschieben der OP unvernünftig, da die Fisteln mit der Zeit grösser werden können.


    Gruß Markus

    §te OP

    Hi!


    Na ja ich weiss nicht wie ihr so locker über eure OP´s reden könnt ,denn ich bin 17 und hatte schon 2 Op´s und die 3te steht wahrscheinlich bevor.


    Bei der ersten wurde direkt zugenäht (wovon ich garnichts wusste) das hat sich nach 3 Wochen entzündet usw. habe bei der ersten min. 4Monate nich in die Schule gekonnt (Mal von den schrecklichen Schmerzen und den peinlichkeiten abgesehen) nachdem ich 3wochen in der Schule war konnte ich sofort wieder ins Krankenheaus (obwohl ich Gott angefleht habe das niewieder durchzumachen) beim 2ten mal haben sie noch tiefer geschnitten und die Schmerzen waren ohne 10ladungen schmerzmitte am Tag nicht zu ertragen (dazu muss man sagen ,dass es wahrscheinlich plazebo mittel waren) ,dann war ich jeden Tag beim Arzt (zum verbinden) das 6Monate lang ,aber es ist nicht verheilt ,dann habe ich einfach gesagt es ist ok und bin nichtmehr hingegangen.


    August und Sptember waren gut (ich dachte sogar das es jetzt verheilt wäre ,da ich auch nochmal im KH war und die gesagt haben das sie keien Fistel sehen können).


    Ich merk aber das es wieder da ist und ich würde gerne wissen was ich tun soll (Krankenhaus bis Sommer 2003 kommt auf keinen Fall in Frage) hat jemand einen Tip oder irgentwas?


    keine ahnung was ich tun soll bin so schon durch die Narbe für mein Leben gezeichnet.


    Zum glück bin ich ja net alleine.


    Gruß xxx