Stetige CO Vergiftung

    Liebes Forum,


    auf Grund eines sehr speziellen Falles der sich meinem besten Freund zugetragen hat, möchte ich gerne über diese Plattform Rat einholen.


    Mein Freund ist männlich und 31 Jahre alt. Topfit, kein Übergewicht oder ähnliches und immer bei bester Gesundheit. Bis auf das Rauchen von Zigaretten lebt er gesund. In den vergangenen Wochen und Monaten hat er, auf Grund einer defekten Dichtung seines Krümmers im Auto, immer wieder Abgase eingeatmet die durch den Defekt in den Motorraum gelangt sind. Hier wurden sie durch die angeschaltete Lüftung direkt in den Wageninnenraum geleitet und ihm somit ins Gesicht. Die ersten Wochen liefen relativ symptomfrei. Leider hat sich der Zustand dann schlagartig verschlechtert. Immer wieder hatte er nachts Herzrasen, Panikattacken und allerlei Kreislaufprobleme. Immer wenn er im Auto saß begannen extreme Herzschmerzen. Zuletzt so stark, das er sich selbst einen Krankenwagen rufen musste. Da zu diesem Zeitpunkt niemand auf die Idee kam das es an eingeatmetem CO liegen könnte, was vermutlich auch klar ist da recht unwahrscheinlich, hat man im Krankenhaus nicht in diese Richtung behandelt. Man hat ausschließlich festgestellt, dass das Herz einwandfrei arbeitet. Das während des Aufenthaltes der Puls innerhalb von Sekunden von 80 auf 140 ging, konnte man sich nicht erklären. Seit dem ersten Aufenthalt im Krankenhaus sind nun 2 Wochen vergangen. Immer wieder gibt es seit dem Probleme mit dem Herzen (Herzrasen, Schmerzen) sowie dem Kreislauf. Das er Abgase eingeatmet hat wurde durch die KFZ Werkstatt bestätigt. Auf Grund des Austrittes direkt am Krümmer haben die Abgase noch nicht den typischen Geruch abgegeben.

    Eingeatmet wurde somit bei jeder Autofahrt bei Geschwindigkeiten unter 70 km/h. Somit ist davon auszugehen, das mindestens 45 Minuten täglich eine Vergiftung stattfand.


    Folgende Problematik besteht nun:


    Keiner der verschiedenen Krankenhäuser die er besucht hat innerhalb der letzten 2 Wochen gehen auf diesen Fakt der Einatmung von CO ein. Man prüfte lediglich immer wieder das Herz - ohne Befund. Die Giftzentrale in unserem Bundesland hat leider keinerlei Auskunft über die Art von Vergitung geben können und fühlt sich nicht zuständig.


    Daher meine Frage an dieses Forum: Gibt es in Deutschland Spezialisten für solch einen Fall? Kann man überhaupt nach so langer Toxikation etwas unternehmen oder sind massive Spätfolgen zu erwarten? Fragen über Fragen mit der Bitte um hilfreiche Tipps.


    Es grüße,


    Green

  • 1 Antwort

    Ich habe folgende Infos gefunden, vielleicht hilft dir das Schlagwort "Hypoxie" weiter?


    Zitat

    Allerdings macht sich nicht jede Hypoxie mit einer Zyanose bemerkbar. So fehlt sie zum Beispiel bei einer durch eine Kohlenmonoxid-Vergiftung ausgelösten, anämischen Hypoxie: Weil das mit CO beladene Hämoglobin eine rötliche Farbe besitzt, zeigen die Patienten vielmehr eine fleckige Rötung der Haut. Dazu kommen je nach Schwere der CO-Vergiftung weitere Symptome, bei denen man rasch einen Arzt alarmieren sollte – angefangen von Kopfschmerzen, Herzklopfen und Kurzatmigkeit bei Belastung über Schwindel und Abgeschlagenheit bis hin zu Benommenheit, Bewusstlosigkeit, Kreislaufschock und Atemlähmung.

    Solche Symptome treten oft auch bei einer Hypoxie anderer Ursache auf. Weitere mögliche Anzeichen sind zum Beispiel beschleunigte (Tachypnoe) oder ganz flache Atmung (Hypopnoe), Blutdruckanstieg, Unruhe, Angst, Verwirrtheit und Aggressivität. Bei solchen Beschwerden sollte man umgehend einen Arzt verständigen.

    Quelle: https://www.netdoktor.de/symptome/hypoxie/


    Ich würde mich noch mal an Fachärzte der Innern Medizin wenden. Vielleicht auch nochmal an einen zentralen Giftnotruf (siehe aufklappbares Menü "Telefonnummern der zuständigen Giftnotrufe).