Übersetzung meines Befundes

    Der Kardiologe schreibt in seinem Bericht folgendes über meine Untersuchung:


    Körperliche Untersuchung:


    Sonorer Klopfschall über der Lunge, Vesikuläratmen.


    Herzaktion regelmäßig, auskultatorisch regelrecht.


    Fußpulse seitengleich getastet. Keine peripheren Ödeme.


    Kein Strömungsgeräusch über der Carotis.


    Ruhe-EKG:


    SR, regelmäßig, 87/min, Mitteltyp. Unauffälliger Erregungsablauf und -rückbildung.


    Ergometrie:


    Belastung am Fahrrad-Ergometer im Sitzen über jeweils 2 Minuten mit 50, 75, 100W. Abbruch wegen Kraftlosigkeit der Beinmuskulatur, durchweg SR. Unter max. Belastung ST-Streckensenkung 1 mm in V5 und V6 sowie in II, aVF. Herzfrequenz vor Belastung 93, maximale Belastung 139 sowie 96/min in der 5. Erholungsminute. RR vor Belastung 150/90, maximale Belastung 210/100 sowie 140/80 mmHg am Ende der Erholungsphase.


    Echokardiographie:


    Normal große Herzhöhlen. Gute linksventrikuläre Pumpfunktion. Keine Linkshypertrophie. Herzklappen morphologisch und dopplersonographisch regelrecht.


    Zusammenfassung:


    Die erstmalige nicht-invasive Abklärung zeigt eine stumme Ischämiereaktion im Bel.-EKG. Angesichts des Risikoprofils mit Typ1-Diabetes halte ich es für sinnvoll, hier eine Ausschlußdiagnostik KHK durchzuführen. Eine 100%ige Sicherheit gibt nur eine elektive Linksherzkatheteruntersuchung.


    Als Medikation schlägt er BiPreterax anstelle von Ramiplus/Ramipril vor.

  • 8 Antworten

    Hallo, Frrosch,


    es besteht ein Anfangs-Verdacht auf Durchblutungsstörungen (Ischämie) des Herzens, und zwar "stumm", d.h. keine Angina-pectoris-Schmerzen. Da Diabetiker (ich bin auch einer) oft keine Schmerzen bei Durchblutungsstörungen des Herzens haben, möchte das Arzt eine Koronare Herzkrankheit (KHK) ausgeschlossen wissen.


    Was schlägt er denn vor, um das auszuschliessen? Es besteht ja die Möglichkeit einer Myokardszintigraphie, eines MRT oder eines Herzkatheters (Koronarangiographie). Hat er dazu etwas gesagt?


    Lieben Gruss


    Cha-Tu

    Ich hatte hier ja nach dem Arztbesuch schon mal geschrieben. Das

    Zitat

    Anfangs-Verdacht auf Durchblutungsstörungen (Ischämie) des Herzens

    hat er mir nicht so deutlich gesagt. Er will eine Herzkatheteruntersuchung bei mir durchführen.

    Zitat

    Ich hatte hier ja nach dem Arztbesuch schon mal geschrieben. Das

    Zitat

    Anfangs-Verdacht auf Durchblutungsstörungen (Ischämie) des Herzens

    hat er mir nicht so deutlich gesagt. Er will eine Herzkatheteruntersuchung bei mir durchführen.

    In dem Bericht steht aber doch klar: "Die erstmalige nicht-invasive Abklärung zeigt eine stumme Ischämiereaktion im Bel.-EKG."


    Das heisst, die bisherigen nichtinvasiven (das heisst, es wurde noch kein Katheter durchgeführt) Ergebnisse haben eine Ischämie gezeigt. Nun gilt es abzuklären, was die Ursache ist. Das MUSS keinesfalls eine KHK sein, manchmal treten auch EKG-Fehler auf. Aber abgeklärt werden muss das schon, besonders weil Du Diabetikerin bist...


    Gruss


    Cha-Tu

    dein arzt macht doch das absolut richtige. st-streckensenkungen deuten auf durchblutungsstörungen hin.


    waren die streckensenkungen bei allen ekgs deines lebens schon vorhanden, oder sind sie jetzt zum ersten mal da? bei letzterem sollte man dem auf jeden fall nachgehen. und sicherheit bekommt man eben nur durch den katheter. ich würds unter dem motto "sicher ist sicher" sehen. falls sich da etwas versteckt, kommt man beim katheter schon drauf. könnte sein, dass du danach deinem kardiologen sehr dankbar bist...