Unklärbare Atemprobleme

    Hallo,


    hier eine Kurzfassung meiner Krankengeschichte.


    - Seit letztem Herbst dauerhaft verschleimte Nebenhöhlen


    - Mitte März: Wochenlang Reizhusten


    - Anfang April: Atemnot, Kurzatmigkeit, Das Gefühl durch einen Strohhalm zu atmen, gereizte Atemwege, Hustenreiz mit leicht produktivem Husten.


    Damit renne ich nun seitdem rum.


    Besuch beim HNO: Klingt wie Heuschnupfen - bekam Kortison Nasenspray und Salbutamol. Von dem Nasenspray bekam ich Migräne.


    Ich bekam von meiner Hausärztin Budesonid verschrieben, danach gefühlt ein wenig besser.


    Als die Atemnot begann, bin ich Anfang April zum Pneumologen. Wurde dort gründlich untersucht, Röntgen, Blutuntersuchungen, Lungenfunktion. Alles ohne Befund.


    War in den letzten Wochen immer wieder dort, meine Symptome sind anhaltend. Ein Allergietest ergab zwar eine leichte Gräserallergie, die Symptome traten aber weit vor der Gräsersaison auf.


    Der Status derzeit ist wie folgt:

    Besonders an Tagen wo es drückend/regnerisch ist, geht es mir ziemlich schlecht. Zwischendurch habe ich immerwieder symptomarme Tage aber ganz symptomfrei bin ich nie.

    Es ist nicht so dass ich absolut garkeine Luft bekomme, aber ich habe schon das Gefühl, als würde ich durch einen Strohhalm atmen und das Atmen schmerzt, strengt an und fühlt sich so an als würd ich permanent an irgendeinem scharfen chemischen Mittel riechen.

    Husten, teilweise produktiv aber nicht so dass ich dauerhaft Schleim auskeuche sondern ich merke immer wieder wie sich kleinste Tröpfchen in den Atemwegen lösen.


    Auffallend ist, dass mein Zustand sich meistens deutlich bessert, wenn ich ein paar Stunden draussen war. Ich bin letzten September umgezogen und persönlich bringe die Symptome mit der Wohnung in Verbindung, zumal hier drin trotz Dauerlüftung immer relativ hohe Luftfeuchtigkeit herrscht.

    Sichtbaren Schimmel gibt es nicht, allerdings war dies scheinbar eine ehemalige Messiewohnung. Eine Nachfrage beim Vermieter fiel bisher auf stumme Ohren.




    Für Oktober ist eine Belastungs-Lungenfunktion geplant aber ich bin jetzt 4 Monate mit den Symptomen ohne zu einem Ergebnis gekommen zu sein und meine Ausbildung leidet darunter. Lungenfunktion und Sauerstoff sind immer okay - auch wenn ich dort bin mit großen Atemschwierigkeiten und der Arzt scheint derzeit ratlos. Meine Nachfrage ob es an der Wohnung liegen könne warf er ab mit einem "Das hätte er im Bluttest gesehen"


    Hat jemand ähnliche Symptome und vielleicht einen Hinweis für mich, so dass ich dies beim Arzt mal mal ansprechen kann?


    Eckdaten: weiblich, 33 Jahre, Nichtraucher, keine Haustiere, kein Übergewicht.

  • 15 Antworten

    Wenn es eine Messiewohnung war, wurde da vielleicht nach Auszug der Kammerjäger angefordert... ?


    Es könnten auch Ausdünstungen von dort verlegten Spanplatten etc. sein, wurde da mal eine Zwischenwand eingezogen?


    Ansonsten würden die ErnährungsDocs sicherlich wegen der ständig verschleimten NNH sicherlich ein Konzept erarbeiten, was die Weisheiten der TCM übernimmt. Verzicht auf Milchprodukte zum Beispiel.


    TCM - auch da gäbe es vielleicht mal die Überlegung, einen entsprechenden Arzt aufzusuchen. Die diagnostizieren ganz anders.


    Weiß ja nicht, wo du wohnst, in Hamburg könnte ich ein chinesisches Arztehepaar empfehlen, was dort eine Praxis hat.

    Zitat

    Ich bekam von meiner Hausärztin Budesonid verschrieben, danach gefühlt ein wenig besser.

    Nimmst du das noch ein? Wenn ja, wie oft und welche Dosis?


    Nutzt du auch noch das Salbutamol? Das kannst du nehmen, wenn es dir schlechter geht und die Atemnot schlimmer wird. Das weitet die Bronchien und dann sollten deine Beschwerden auch besser werden.


    Zitat

    Ich bin letzten September umgezogen und persönlich bringe die Symptome mit der Wohnung in Verbindung, zumal hier drin trotz Dauerlüftung immer relativ hohe Luftfeuchtigkeit herrscht.

    Wie hoch ist die Luftfeuchte? Hast du mal nachgemessen?


    Zitat

    Hat jemand ähnliche Symptome und vielleicht einen Hinweis für mich, so dass ich dies beim Arzt mal mal ansprechen kann?

    Für mich liest sich das wie nicht-allergisches Asthma. Das habe ich auch und ich merke es vor allem bei feuchten und (noch schlimmer) bei feucht-kaltem Klima. Weiter habe ich Probleme mit Duftstoffen und diversen Putzmitteln. Haarspray vertrage ich auch nicht. Schaue mal, ob du irgendwas davon im Haushalt verwendest und versuche es mal eine Zeit zu meiden.


    Die Test beim Lungenarzt waren bei mir auch eher unauffällig. Einzig der Provokationstest nicht. Wurde der bei dir auch gemacht?

    Danke für die Antworten.

    Mein Vermieter gibt mir keine Auskunft über das was war. Dass hier ein Messie gelebt hat, ist dem Hausmeister nur mal so rausgerutscht. Es wurde frisch gestrichen, ob auch tapeziert weiß ich nicht. Die Türen wurden lackiert und es hat Monate gedauert, bis ich den Geruch davon hier los geworden bin.


    Ich nehme sowieso wenig/kaum Milchprodukte zu mir, da ich das nicht gut vertrage.



    Ich nehme 0,1mg Budesonid 1x täglich.


    Das Salbutamol habe ich in den Monaten 3 mal genommen insgesamt. Bei 2 malen habe ich keine Besserung verspürt. Einmal ein wenig.


    Jetzt grad sinds 64% Luftfeuchtigkeit, das Fenster war die ganze Zeit auf. Es ist regnerisch hier grad, und bei diesem Wetter komme ich häufig auch auf über 70%.

    Generell ist die Luftfeuchtigkeit, auch bei Dauerlüftung, hier ganz ganz selten unter 50%


    Ich verspüre beim putzen oder so jetzt keine Probleme, ich habe eher das Gefühl dass die Bewegung es sogar ein wenig besser macht. Ich benutze schon Haarspray und wenn ich das direkt einatme, fühlts sich schon kratzig an aber das ist dann nur einen kurzen Moment.


    Mit dem Provokationstest meinst du wahrscheinlich den Belastungs-Lungenfunktionstest. Das wird erst im Oktober gemacht.


    Wenn das jetzt Asthma ist, heißt das ich muss für immer mit diesen Atemproblemen leben? Wie schaffst du das??


    Mein Lungenarzt hat mir bisher keine Anweisungen für Atemmedikamente gegeben. Im Gegenteil, vor ner Woche sagte er ich soll das Budesonid mal nicht nehmen, hab ich bis gestern auch gemacht und ich hatte die letzten Tage sehr große Schmerzen beim atmen. Ich habs dann gestern Abend einfach wieder genommen und auch wenn die Atemwege heut ziemlich gereizt sind, habe ich zumindest nicht so Schmerzen beim Luft holen.

    Wenn man keine Auskünfte bekommt, was da vorher war, ist das u. U. schon ein Zeichen dafür, dass man etwas vertuschen möchte.


    Es gibt aber Baubiologen, die Messungen machen könnten. Kostet natürlich ziemlich viel Geld.

    Wenn vor dem Bezug der Wohnung diese ganzen Probleme nicht bestanden, sollte man wirklich an wohnliche Zusammenhänge denken.


    Und dann würde ich mir schon überlegen, ob mir meine Gesundheit nicht wichtiger ist und in eine Wohnung ziehen, wo ich vorher Auskünfte bekomme, wer da wo vielleicht glücklicher und gesund wohnte....

    Ich bekomme die Wohnung vom Jobcenter bezahlt, da sie mir auch meine Umschulung grad bezahlen.


    Die sagen quasi "Beweise halt mit teuren Test selbst dass da was in der Wohnung ist und bringe das Geld irgendwie auf oder pech für dich". Ein Auszug kommt also nicht in frage, vorausgesetzt ich finde keinen Geldkoffer an der Straßenecke oder so :/

    Ruka schrieb:

    Ich nehme 0,1mg Budesonid 1x täglich.

    Das könnte durchaus zu wenig sein. Ich nehme 2x am Tag 0,2 mg. Und das ist schon die geringste Dosis für leichtes Asthma. Weniger sollte man eigentlich nicht nehmen.

    Ich hatte auch schon mal Phasen, da hatte ich nur 1x am Tag die Medis genommen, weil ich es entweder am Morgen oder Abend vergessen hatte :=o Daraufhin wurden meine Beschwerden deutlich schlechter. Die Dosis sollte man tatsächlich so anpassen, dass man im Tagesverlauf eine deutliche Besserung spürt und nahezu beschwerdefrei ist.

    Das Salbutamol ist dann nur für Notfälle, wenn der Körper doch mal zu sehr durch irgendwas getriggert wird. Wenn man nämlich gut mit der Basismedikamention eingestellt ist, braucht man dann auch nicht so oft das Salbutamol. Benötigt man jedoch öfter das Salbutamol, ist es empfehlenswert die Dosis für das Budesonid zu erhöhen.


    Zitat

    Das Salbutamol habe ich in den Monaten 3 mal genommen insgesamt. Bei 2 malen habe ich keine Besserung verspürt. Einmal ein wenig.

    Wieviel Hub hast du genommen? Du kannst ruhig 2 Hub nehmen und das auch 3x am Tag. Ich weiß das jetzt leider selber nicht mehr genau... lies mal in der Packungsbeilage.

    Was auch sein kann, dass es nicht so gut wirkt ist, dass die Dosis für die Basistherapie zu niedrig ist, wie oben bereits erwähnt. Oder du sprichst nicht so gut auf das Präparat an. Da könnte auch ein Wechsel helfen.


    Zitat

    Jetzt grad sinds 64% Luftfeuchtigkeit, das Fenster war die ganze Zeit auf. Es ist regnerisch hier grad, und bei diesem Wetter komme ich häufig auch auf über 70%.

    Da liegt wohl eher ein Baumangel vor. Wobei 64% nicht weiter tragisch sind. Das habe ich auch gerne mal in der Wohnung, vor allem bei Regen draußen. Über 70% sind dann schon kritisch, vor allem im Herbst/Winter. Da kann sich dann mal schnell Schimmel bilden.


    Zitat

    Generell ist die Luftfeuchtigkeit, auch bei Dauerlüftung, hier ganz ganz selten unter 50%

    Darüber kannst du sogar froh sein. Dauerhaft unter 50% sind auch schädlich.


    Zitat

    Ich benutze schon Haarspray und wenn ich das direkt einatme, fühlts sich schon kratzig an aber das ist dann nur einen kurzen Moment.

    Dann spricht das schon dafür, dass mit deinen Bronchien was nicht stimmt und du auch das Zeug nicht einatmen solltest. Auch, wenn du nur nur kurz was merkst, können sich dadurch deine Beschwerden im Laufe des Tages verschlimmern. Daher: Luft anhalten beim Sprühen oder Spray nicht mehr verwenden.


    Zitat

    Mit dem Provokationstest meinst du wahrscheinlich den Belastungs-Lungenfunktionstest.

    Nein, das ist nicht dasselbe! Den Test, den du meinst, wird unter körperlicher Belastung durchgeführt, ich meine aber diesen:

    https://drjaeger-lungenarzt-ha…p/bronchiale-provokation/

    Wird hier gut (auch mit Bildern) erklärt.


    Zitat

    Wenn das jetzt Asthma ist, heißt das ich muss für immer mit diesen Atemproblemen leben? Wie schaffst du das??

    Mit der richtigen Einstellung der Medikamente kann man sehr gut mit Asthma leben. Man merkt kaum was davon.


    Zitat

    Mein Lungenarzt hat mir bisher keine Anweisungen für Atemmedikamente gegeben. Im Gegenteil, vor ner Woche sagte er ich soll das Budesonid mal nicht nehmen, hab ich bis gestern auch gemacht und ich hatte die letzten Tage sehr große Schmerzen beim atmen.

    Das ist ein Anzeichen dafür, dass du das Medikament brauchst. Sage das bitte genau so beim Arzt! Also, dass du nach dem Absetzen deutliche Probleme hattest.


    Frage auch noch mal beim Arzt nach, ob du vor den nächsten Untersuchungen, die Medikamente absetzten sollst. Die können natürlich die Ergebnisse zum Positiven verfälschen. Man könnte natürlich auch erst mal auf die ganzen Tests verzichten und es einfach mal mit einer höheren Dosis versuchen, damit erst mal Ruhe in den Körper kommt.

    BenitaB. schrieb:

    Wenn man keine Auskünfte bekommt, was da vorher war, ist das u. U. schon ein Zeichen dafür, dass man etwas vertuschen möchte.


    Es gibt aber Baubiologen, die Messungen machen könnten. Kostet natürlich ziemlich viel Geld.

    Wenn vor dem Bezug der Wohnung diese ganzen Probleme nicht bestanden, sollte man wirklich an wohnliche Zusammenhänge denken.


    Und dann würde ich mir schon überlegen, ob mir meine Gesundheit nicht wichtiger ist und in eine Wohnung ziehen, wo ich vorher Auskünfte bekomme, wer da wo vielleicht glücklicher und gesund wohnte....

    Es kann auch einfach Zufall sein, dass die Beschwerden mit dem Umzug zusammengefallen sind.

    Nein, ein solcher Test ist nicht gemacht worden.


    Ich muss morgen nochmal zum Arzt und werde dort spezifisch nach einer genauen Anweisung für Medikation fragen.


    Mir hat der HNO auch das Salbutamol nur so in die Hand gedrückt, für "wenns sein muss" aber wann genau der Punkt ist, hat mir niemand erklärt, deshalb war ich immer sehr zurückhaltend mit dem Medikament.

    Ich habe hier 0,1mg/Sprühstoß und habe jeweils einen Hub genommen. Ich reagiere sehr stark auf Medikamente und hab nach einem Hub schon Herzrasen und Zittern verspürt, an einen zweiten hätte ich mich nie ran getraut.


    Ich muss auch sagen, mit dem Budesonid tu ich mich auch noch schwer, es ist mir nach 3 Monaten immernoch nicht gelungen, eine Portion davon zu nehmen ohne dass ein Großteil davon auf der Zunge oder im Rachen stecken bleibt. Je mehr ich versuche, die Zunge unten zu halten, umso eher bleibts dann im Rachen stecken.


    Was eben auch ist, wenn ich die stärkeren Atemprobleme habe, sind auch meine Nebenhöhlen konstant am schleimen. So wie heute. Hast du das auch?

    Zitat

    Mir hat der HNO auch das Salbutamol nur so in die Hand gedrückt, für "wenns sein muss" aber wann genau der Punkt ist, hat mir niemand erklärt, deshalb war ich immer sehr zurückhaltend mit dem Medikament.

    Ich nehme es, wenn ich starke Hustenattacken und/oder ein starkes Brennen der Bronchien bekomme. Erst recht, wenn sich Atemnot einstellt. Ich glaube, man bekommt mit der Zeit ein Gefühl dafür, in welchem Moment man es nehmen muss. Ich habe dafür auch eine Weile gebraucht.


    Zitat

    Ich habe hier 0,1mg/Sprühstoß und habe jeweils einen Hub genommen. Ich reagiere sehr stark auf Medikamente und hab nach einem Hub schon Herzrasen und Zittern verspürt, an einen zweiten hätte ich mich nie ran getraut.

    Das ist leider eine häufige Nebenwirkung. Sprich das bitte beim Arzt an! Auch hier kann ein Wechsel des Präparats helfen. Bei mir leider nicht - ich lebe einfach mit den Nebenwirkungen. Die werden übrigens nicht schlimmer, wenn man 2 Hub nimmt. Lindern kannst du die Nebenwirkungen, wenn du dich bewegst oder Sport treibst. Zumindest hilft mir das ganz gut. Ruhig sitzen verstärkt es hingegen nur.

    Vermeide es möglichst auch, das Zeug vorm Schlafen gehen zu nehmen, weil dann wirst du auch nicht schlafen können. Das wirkt nämlich wie ein Aufputschmittel.


    Zitat

    Ich muss auch sagen, mit dem Budesonid tu ich mich auch noch schwer, es ist mir nach 3 Monaten immernoch nicht gelungen, eine Portion davon zu nehmen ohne dass ein Großteil davon auf der Zunge oder im Rachen stecken bleibt. Je mehr ich versuche, die Zunge unten zu halten, umso eher bleibts dann im Rachen stecken.

    Ein Teil wird immer im Rachen oder auf der Zunge landen. Das ist völlig normal. Du musst nur kräftig ausatmen dann kräftig und sehr schnell das Pulver einatmen und danach noch ein wenig die Luft anhalten. Das genügt völlig.


    Zitat

    Man darf von Pulverinhalatoren nicht zu viel erwarten: Auch bei guter Atemtechnik gelangen nur etwa 20 bis 30% des inhalierten Wirkstoffs in die Lunge. Der Rest scheidet sich im Mund-Rachen-Raum ab oder gelangt über die Speiseröhre in den Magen.

    Quelle: https://www.deutsche-apotheker…004/daz-21-2004/uid-11979


    Zitat

    Was eben auch ist, wenn ich die stärkeren Atemprobleme habe, sind auch meine Nebenhöhlen konstant am schleimen. So wie heute. Hast du das auch?

    Nein, und ich habe das auch noch nie gehabt. In dem Punkt kann ich dir auch nicht weiter helfen.

    Dir ist die Basis der traditionellen chinesischen Medizin bekannt? Der Geist des Menschen ist das wichtigste in einem Heilungsprozess, die Energiepole Yin und Yang, das Qi? Die TCM hat durchaus positive Aspekte, die Therapie einer langjährigen Dyspnoe gehört in die Hände eines Pulmologen und nicht in die Alternativmedizin. Budesonid wurde nicht umsonst rezeptiert. Rezidivierende Dyspnoe gehört nicht zu den Diagnosen, wo die TCM helfen könnte.

    Man muß die Medikamente differenzieren. In der Asthma Therapie, bzw.bei Dyspnoe - Atemnot gibt es zwei Gruppen. Die sogenannten Reliever, das sind Notfallsprays, die du in der richtigen Dosierung, in Akutsituationen anwendest. Dann gibt es noch die Controller, das sind Medikamente zur Prophylaxe, d.h. es wird vorgebeugt, daß die Atemnot erst gar nicht auftritt oder zumindest in abgeschwächter Form. Fakt, regelmäßige Anwendung nach Dosierung des Arztes und nicht ab und an. Inhalierst du ein prophylaktisches Medikament nicht regelmäßig, tritt auch keine Wirkung ein. Sprich darauf bitte deinen Hausarzt an und die Sprays nimmst du mit. Man wird dir weiter helfen. Alles Gute für dich!

    In der Packungsbeilage steht wenn ich mich recht entsinne, dass man es nur 2 mal täglich nehmen soll. Ich war immer zurückhaltend falls doch mal wirklich "Not" kommt und ich es wirklich brauche, also habe ich mich immer mit den starken Symptomen rumgequält.

    Der Arzt ist mit dem Kopf nie wirklich bei der Sache hab ich das Gefühl, er sagte mir als letztes ich solle mal alles absetzen, auch die Tabletten -> Ich nehme garkeine Tabletten. Ich habe aber nirgendwo anders einen Termin bekommen. Ich habe immer wieder versucht, die Atemnot weiter anzusprechen aber er war mit dem Kopf immer nur bei der einen Sache. Letzte Woche kamen die Blutergebnisse meines Allergietests (wo Probleme mit den roten Blutkörperchen festgestellt wurde), und ausser diesem wollt er auch nix hören und ist auf meine Atemnot auch kaum eingegangen. Es war schon nach Feierabend und er rannte da noch rum und ich fragte ob er nochmal ne Minute hätte und wie ich jetzt medikamentös weiter vorgehen soll. Er sagte ich solle alles absetzen.


    Gut zu wissen, die Apothekerin sagte mir, wenn ich das Budesonid auf der Zunge schmecke, war das falsch. Ich hab übrigens vorhin 2 Dosen vom Budesonid genommen und es ging mir deutlich besser jetzt als ich meine Erledigungen gemacht hatte. Nur jetzt, wo ich wieder zu Hause bin, kommt der Druck auf der Brust und der Husten wieder.

    Ich habe das Budesonid bisher sonst 1x täglich regelmässig genommen, nur auf Anweisung des Pneumologen habe ich jetzt fast ne Woche nichts genommen. Ich werde es morgen nochmal zur Sprache bringen. Ich hätte schon irgendwie gerne eine Diagnose und einen konkreten Plan, wie man diese angehen kann.



    Vielen herzlichen Dank für all die Worte

    Ruka schrieb:

    Ich war immer zurückhaltend falls doch mal wirklich "Not" kommt und ich es wirklich brauche, also habe ich mich immer mit den starken Symptomen rumgequält.

    So darfst du nicht rangehen, da du damit nur deiner Gesundheit schadest. Wenn du tatsächlich mal die Höchstdosis erreichst und sich die Beschwerden immer noch nicht bessern oder gar verschlechtern, dann musst du einen Arzt kontaktieren. In dringenden Fällen auch gerne die 116 117 oder in lebensbedrohlichen Fällen wie Atemnot auch den Notruf.


    Zitat

    Der Arzt ist mit dem Kopf nie wirklich bei der Sache hab ich das Gefühl, er sagte mir als letztes ich solle mal alles absetzen, auch die Tabletten -> Ich nehme garkeine Tabletten. Ich habe aber nirgendwo anders einen Termin bekommen. Ich habe immer wieder versucht, die Atemnot weiter anzusprechen aber er war mit dem Kopf immer nur bei der einen Sache. Letzte Woche kamen die Blutergebnisse meines Allergietests (wo Probleme mit den roten Blutkörperchen festgestellt wurde), und ausser diesem wollt er auch nix hören und ist auf meine Atemnot auch kaum eingegangen. Es war schon nach Feierabend und er rannte da noch rum und ich fragte ob er nochmal ne Minute hätte und wie ich jetzt medikamentös weiter vorgehen soll. Er sagte ich solle alles absetzen.

    Du solltest zu einem anderen Facharzt gehen. Notfalls zu einem Arzt in einer anderen Stadt, wenn du vor Ort nirgends einen Termin bekommst.

    Was du auch tun kannst ist, dich vom Hausarzt in eine Klinik einweisen zu lassen. Das hat meiner gemacht, weil er nicht weiter wusste bzw. Asthma nicht auf dem Schirm hatte.


    Zitat

    Gut zu wissen, die Apothekerin sagte mir, wenn ich das Budesonid auf der Zunge schmecke, war das falsch. Ich hab übrigens vorhin 2 Dosen vom Budesonid genommen und es ging mir deutlich besser jetzt als ich meine Erledigungen gemacht hatte. Nur jetzt, wo ich wieder zu Hause bin, kommt der Druck auf der Brust und der Husten wieder.

    Ich habe das Budesonid bisher sonst 1x täglich regelmässig genommen, nur auf Anweisung des Pneumologen habe ich jetzt fast ne Woche nichts genommen. Ich werde es morgen nochmal zur Sprache bringen. Ich hätte schon irgendwie gerne eine Diagnose und einen konkreten Plan, wie man diese angehen kann.

    Einmalig die Dosis Budesonid erhöhen bringt nichts, weil es kein Mittel ist, was sofort wirkt sondern erst bei längerer und regelmäßiger Einnahme. Daher ist es fraglich, ob die einmalige Erhöhung dafür verantwortlich ist, dass es dir vorhin besser ging oder ob das nur Zufall war.


    Aber eine konkrete Diagnose wäre schon sinnvoll. Dann kann man auch entsprechend behandeln.

    Ich war einmal Sonntags Nachmittags bei nem ärztlichen Notdienst, nachdem sich meine Beschwerden trotz Salbutamol nicht besserten. Sie maß den Sauerstoffgehalt im Blut (99%) und fragte ob ich Magersüchtig sei (Ich gehörte schon immer zur zarteren Seite) und schickte mich dann so einfach wieder nach Hause. Den Weg kann ich mir dann auch sparen wenn das ist, wie es läuft.


    Vorgestern ging es mir sehr schlecht, starker Husten und Brustenge und Atemschwierigkeiten. Habe einen Hub Salbutamol genommen, der Husten ging für 2 Stunden weg, mein Kreislauf hat sich aber ebenso verabschiedet.

    Ich habe mir bei einem anderen Arzt einen Termin gemacht, dieser ist aber erst am 18. August. Naja muss ich halt warten erstmal.


    Ich verstehe auch nicht wieso der Arzt immer nur mit denselben Sachen rumeiert, ohne mir da ne Diagnose zu geben. Wahrscheinlich weil meine Werte immer normal sind vielleicht, aber wie du ja auch sagtest, bei dir ist dies auch der Fall. Er macht immer wieder eine Lungenfunktion und zuckt dann mit den Schultern.


    Ich werd das Budesonid in Eigenregie einfach jetzt durchgehend 2x2mg nehmen und schauen wie sich das entwickelt. Ich bin einfach so verzweifelt und habe auch keine Energie mehr dafür. Zum Glück hatte ich bisher noch keinen "richtigen" Asthmaanfall. Vor solchen Dingen grauts mir ja jetzt schon.


    Liebe Grüße