na das ist doch toll.

    Zitat

    Hast du auch uns verstanden?

    wer ist "uns" - also doch eine clique :-)


    ich versteh leider vieles nicht. bedeutung der menschenrechte heutzutage, die sichtweise gegenüber "schwachen" patienten usw.


    aber es ist gut, dass sich die meisten jetzt zumindest rechtlich verstehen. dass die praxis anders aussieht, ist klar.


    und genau das finde ich traurig in dieser gesellschaft.


    und jetzt geh ich ins bett, da wartet nämlich mein buch auf mich. also: @:)

    Hmm..Wurde ja schon alles gesagt.


    ( Epine und Lerche )


    Ich arbeite auf einer Intensivstation ( chir .) und bei uns haben alle Patienten ein Bettgitter.


    Alle Patienten die aus dem OP kommen werden zusätzlich zum Schutz der Zu.- und Abgänge an den Händen fixiert.


    Patienten welche noch tief sediert sind, werden natürlich nicht fixiert.


    ( in der Hoffnung das der Arzt die Sedierung nicht einfach mal so, ohne Info, ausstellt )


    Entfixiert wird, wenn der Patient wach, orientiert und kooperativ ist.


    Bauchgurte brauchen wir zum Glück eher seeehr selten.


    Bettflüchtige und extrem verwirrte ( Durchgangsyndrom ), werden zusätzlich an den Füßen fixiert.

    Hallo,


    also ich bin Altenpflegerin und in unserem Haus ist es so das man ohne Genehmigung 24std Fixieren darf zum eigenen Selbstschutz danach muss ein Antrag beim Amtsgericht erfolgen was aber auch von den Angehörigen genehmigt werden muss oder wenn der Patient noch klar im denken ist selbst genehmigen muss.


    Alles andere ist Freiheitsberaubung wenn die im Krankenhaus keinen triftigen Grund nennen können. Frag nach warum dein vater im Bett fixiert wurde und sag mir mal bescheid.


    LG

    @ mellimaus

    zur lektüre empfehle ich dir: http://www.amazon.de/Alt-abgeschoben-Pflegenotstand-W%C3%BCrde-Menschen/dp/3451058626/ref=sr_1_2?ie=UTF8&s=books&qid=1259223138&sr=8-2


    wenn es zu teuer ist, kannst du dir gerne den Qaulitätsbericht des medizinischen dienstes der spitzenverbände der krankenkassen reinziehen, kostet nix unter www.mds-ev.org.

    @ schnattergusche

    danke für die beleidigung

    @ mamma naddel

    vielen dank für deinen absolut richtigen beitrag


    du wirst wahrscheinlich gleich von vielen anderen wie z.b. schnattergusche als dumm bezeichnet werden

    Fuer einen gesetzlich festgelegten Zeitraum darf ein Patient zum Selbstschutz und zum Schutz anderer auch ohne eigene Zustimmung bzw. ohne die Zustimmung der Angehoerigen ans Bett fixiert werden. Ist die Fixierung laenger notwending, muss das Einverstaendnis der Angehoerigen eingeholt werden. Geben diese die nicht kann der Staatsanwalt die Fixierung anordnen.


    Alos ist es nicht automatisch eine Freiheitsberaubung.

    Zitat

    du wirst wahrscheinlich gleich von vielen anderen wie z.b. schnattergusche als dumm bezeichnet werden

    Warum sollten wir sie als dumm bezeichnen. Sie hat doch völlig recht.


    Aber du hast am Anfang ja gesagt, dass jede Fixierung deiner Meinung nach Freiheitsberaubung ist und da hattest du die Einschränkung mit den ersten 24 Stunden nicht dabei sondern meintest man solle sich lieber neben das Bett setzten und überhaupt nicht fixieren.


    Außerdem wird man die Einwilligung ja bekommen wenn es medizinisch nötig ist.


    Hier haben dir nur einige widersprochen weil du am Anfang komplett gegen Fixierung warst.

    du hast hier nichts von den 24 Stunden geschrieben!

    Ich schreibe mal, wie es meinem Vater erging.


    Er wurde auch ins KH eingeliefert, in sehr schlechtem Zustand.


    Atemnot, Lungenemphysem, Herzkrank, Arterien verkalkt, aktue Lungenentzündung....


    Sobald er auch nur einigermaßen "da" war wollte er aufstehen... zappelte rum und wollte aus dem Bett.


    Meine Mutter (und wir) waren immer den ganzen Tag da und passten auf, aber nachts eben nicht...


    Die Schwestern fragten dann wegen einem Gitter.


    Meine Mutter hat dem nicht zugestimmt, weil sie ihn nicht einsperren wollte....


    In der Nacht ist er dann aus dem Bett gefallen...war rundum blau, hatte Schmerzen.


    Das Gitter wurde dann angebracht, die Schmerzen hätten wir ihm ersparen können... er hat doch so schon genug :-(

    Natürlich **ist** es Freiheitsberaubung und nur in engen Grenzen erlaubt. Und wenn sich hier einige "Fachleute" zum Rechtsexperten aufschwingen, so ist es für Patienten und Angehörige hilfreich die genaue Rechtslage zu kennen. Wir hatten einen konkreten Fall, wo die Großmutter fixiert wurde. Wir haben uns in einem Hospiz beraten lassen und die zuständige Krankenschwester gefragt, welcher Richter die Fixierung angeordnet hat. Plötzlich war auch der Chefarzt zu sprechen und auch er wurde plötzlich sehr kooperationsbereit.


    Dass im Klinikalltag in bestimmten Situationen eine Fixierung sinnvoll ist, ist jedoch unbestritten. Wenn sich jedoch Ärzte erdreisten, Maßnahmen inkl. künstlicher Ernährung gegen den Willen des Patienten und ohne Rücksprache mit Angehörigen durchzuführen, halte ich es für geboten, mal nachzufragen, auf welcher Rechtsgrundlage die Götter in Weiß eigentlich zu arbeiten glauben.

    Das Bettgitter alleine bringt immer die Gefahr mit sich das der Patient übers Bettgitter klettert und dann fällt ist schon alles vorgekommen.Deshalb fixiert man gerne mit dem Bauchgurt.


    Aber ich denke Du solltest dich im Krankenhaus selber informieren warum weshalb wieso bevor sich hier alle an die Gurgel springen weil jeder recht haben will.


    Wie gesagt ich kenne das nur mit den 24std zum selbstschutz.


    Und ich denke wenn die im Krankenhaus dafür sprechen dann würde ich dem Fixieren auch zustimmen bevor etwas schlimmeres passiert. wie du schon sagst er hat ohnehin schmerzen genug.