Hallo Alias,


    ich glaube, ich habe auch schon mal von dir gelesen, in einem Faden, den du eröffnet hattest, weil es dir so schlecht ging wg. deiner Erkrankung. :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ Du hattest aber nichts genaues über deine Erkrankung geschrieben. Will jetzt auch nichts weiter darüber schreiben, damit du geschützt bleibst.


    Als erstes möchte ich dir einmal sagen, dass es mir ganz dolle Leid tut, was du erlebt hast u. immer noch durchmachst! :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ Und auch, dass du stolz auf dich sein kannst, dass du dich da so durchgekämpft hast u. jetzt auf einem guten Weg bist! :)_ :)_ :)_ :)_ :)_ :)* :)* :)* :)* :)*




    Mein Vater hatte nach einer Hüft-OP auch eine Oberschenkel-/Beckenvenen-Thrombose, die nicht erkannt wurde. Er hat das selbst gemerkt, dass was nicht stimmt (er war früher Krankenpfleger). Er hat den Ärzten gesagt, dass da eine verhärtete Stelle ist, aber sie sind nicht darauf eingegangen. %-| Als er dann Atemnot bekam, dachten sie, das kommt vom Herz u. haben EKG gemacht, aber nichts gefunden. So haben sie ihn dann entlassen, das war kurz vor Weihnachten. 2 – 3 Tage nach Weihnachten hat mein Vater dann zu Hause extreme Luftnot bekommen u. meine Mutter musste den Notarzt rufen. Ergebnis: Der Thrombus hatte sich schon gelöst – also Lungenembolie! :-o :-o :-o Leider weiß ich nicht mehr so genau, wie sie ihn dann behandelt haben. Er muss auf jeden Fall seitdem Marcumar nehmen. Er hat das Ganze – trotz seines Alters (er war damals schon Mitte/Ende 70 – jetzt ist er 86) ganz gut überstanden, war allerdings auch lange in der Klinik u. musste dort auch seinen Geb. feiern. Und das alles nur, weil die Ärzte es übersehen haben, das hätte auch ganz anders ausgehen können! Er hat da unheimlich Glück gehabt!


    Ich wünsche dir ganz dolle, dass du wieder richtig auf die Beine kommst u. es bei dir zu einer dauerhaften Verbesserung kommt! Außerdem schicke ich dir ganz viel Kraft und Zuversicht! :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*


    LG! @:)

    WOW!!!! Eine lange Geschichte aber absolut lesenswert :)z :)^ Ich ziehe den Hut vor Deinem Mut und Deinem Kampfgeist! Die Zeitspanne die Du beschreibst, ist für mich so gut zu überschauen, da mein Sohn im Dezember 2007 geboren wurde - und ich sehe, wie sehr er sich in diesen 6 Jahren entwickelt hat. 6 Jahre, in denen du dem Tod mehr als einmal von der Schippe gesprungen bist! ??vielleicht nicht ganz passend, erinnert mich aber irgendwie an den Spruch "Der Teufel sitzt jeden Abend an meinem Bett und bewundert sein Meisterstück"?? - Ich freue mich, dass Du auf so tolle Ärzte in der Schweiz gestoßen bist und dass Dir - wenn auch schmerzhaft - geholfen werden konnte. Wie geht es Deinen Kindern? Wie haben sie die Zeit empfunden? Inzwischen seid ihr Euch doch nah, oder? Das Verhalten Deiner Mutter kenne ich von meiner Mutter. Auch sie hat eine schwere (unheilbare) Krankheit, die mit erhöhter Thromboseneigung einhergeht (Polycythämie Vera) - sie hatte auch schon mehrere tiefe Beinvenenthrombosen, Lungenembolien und zuletzt eine Pfortaderthrombose (Milz-Leber-Darm-Thrombose). Und jeder, der ihr nun von "seiner" Krankheit erzählt, bekommt zur Antwort "Wenn ICH den ganzen Tag jammern würde...." oder sowas in der Richtung...


    Nun - ich wünsche Dir jedenfalls ein liebevolles Weihnachtsfest und für das neue Jahr alles erdenklich gute - vor allem gesundheitlich :)* :)* :)*


    Vielen Dank, dass Du Deine Geschichte hier geteilt hast @:)

    WOW RESPEKT :)^


    So eine heftige Situation zu meistern. :)= :)=


    Ich hab selber irgendwelche Thrombosegeschichten noch nicht so direkt erlebt. Allerdings hab ich einige Jahre im diagnostischen Bereich von Thrombosen und Co im Labor gearbeitet. So hab ich auch einige Geschichten mitbekommen, wo man sich manchmal echt nur noch an den Kopf greifen kann was Ärzte da gemacht haben.

    Hallo Fix und Foxie,


    ja vorher hatte ich mal probiert einen Faden aufzumachen, da gab es die Aliasnamen noch nicht und irgendwie ist es doof, wenn man dann einen doppelten Nick hat. Vor allem traute ich mich nie zu sagen, was genau los war. Eben immer aus Angst, Bekannte, Verwandte, die hier lesen, wühlen auch gleich alle Beiträge durch.


    Bei meiner Schwester hätte es mich nicht gestört, aber ehrlich gesagt bei meinem Mann |-o


    Und ich gehöre einfach zu den Menschen, die nicht reden können, aber schreiben.


    So fällt es mir in meiner realen Umgebung unglaublich schwer zu sagen, dass es mir nicht gut geht und dann ist auch immer wieder das Problem, dass der gegenüber oft nicht weiß, was er sagen soll.


    Hier ist das anders, hier muss ich keinen Blickkontakt haben, und wer dazu nichts sagen will, lässt es einfach und fühlt sich nicht beschämt, wenn er es einfach nicht hören will.


    Mir tut das heute Abend richtig gut, dass soviele schreiben.


    Erstmal ein dickes Dankeschön @:)


    Es war generell kein einfacher Tag und so freue ich mehr sehr, dass der Faden ein wenig Einklang gefunden hat.


    Dein Papa hatte richtig glück gehabt und schön, dass er keine weiteren Thrombosen mehr bekommen hat.


    Die Behandlung ist eigentlich in dem Fall ganz einfach. Man bekommt in der Regel eine Lyse, also praktisch einen Heparintropf, damit sich die Thromben auflösen können. Manchmal spritzt man auch nur Heparin. Ich hatte damals im Krankenhaus keine Lyse bekommen, da ich frisch operiert war und sie meinten, dass ginge dann nicht.


    Dein Papa musste auch seinen Geburtstag in der Klinik feiern, das ist nicht schön. Meinen 21 Geburtstag hab ich auch in der Klinik gefeiert und ich weiß noch, dass wirklich alle aus der Familie gekommen sind. Und abends noch mein Papa. Bei dem war es mir unglaublich wichtig, dass er da war. Und sobald irgendwas war, musste er auch herkommen |-o


    Meinen Mann konnte ich damals kaum um mich haben. Für mich war einfach klar, dass ich nicht nach Hause komme.


    Und naja ich hab im Fieberwahn teilweise die dollsten Sachen fantasiert. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass meine Schwester unbedingt meinen Mann dann heiraten müsse, damit die Kinder eine Mama haben und wer wäre besser geeignet als die eigene Schwester? ;-D


    Aber über Tag, wenn ich normal denken konnte, hab ich solche Aussagen lieber gelasse. Heute kann ich aber drüber lachen.


    Ich wünsche deinem Papa weiterhin alles Gute, mit 86, hat er auch ein stolzes Alter erreicht :)^

    Hallo Steph-Bounty, da sind unsere Kinder ja im gleichen Alter :-D


    Danke, für deine lieben Worte. Ich hab wirklich ewig gehadert ob ich sie nun erzählen soll, oder nicht.


    Aber es tut mir wirklich grad wahnsinnig gut. Danke für eure Zeit, die ihr mir hier widmet @:)

    Zitat

    6 Jahre, in denen du dem Tod mehr als einmal von der Schippe gesprungen bist!

    Du kannst ruhig deinem schwarzen Humor freien Lauf lassen. Ich bin da alles andere als empfindlich ;-D Im Gegenteil, wir haben schon öfter den ein oder anderen makaberen Spruch losgelossen |-o

    Zitat

    Wie geht es Deinen Kindern?

    Ich kann hier ja ehrlich sein, Alias ist Alias und deswegen muss ich nichts Beschönigen.


    Meine Kinder haben die Sache unglaublich toll gemeistert. Sie konnten schon sehr früh Rücksicht auf mich nehmen und haben wirklich oft nachmittags ruhig und alleine im Zimmer gespielt, wenn ich mal wieder meine Schmerzattacken hatte und einfach schlafen musste.


    Sie hattes es echt nicht leicht mit mir, ich hab oft geschimpft in Situationen, in denen man nicht unbedingt streng reagieren musste. Ich konnte kaum etwas mit ihnen machen, da schon sitzen zu starken Krämpfen führte, Spaziergänge und Toben war nie drin. Sie mussten auf viel verzichten.


    Aber beschwert haben sie sich nie. Ich würde sogar behaupten, dass die beiden sich ganz toll gemacht haben, sie haben keine Defizite und wurden auch zu wirklich normalen und tollen Kindern x:)


    Wobei ich sagen muss, immer wenn ich ins Krankenhaus musste,gab es dicke Tränen. Im Kindergarten fingen sie oft an zu weinen, wenn kleinste Dinge nicht klappten, oder einer nur ein falsches Wort gesagt hat. Daran hat man dann gemerkt, dass sie es doch belastet und man so gut wie man es versucht von ihnen fernzuhalten, es doch nicht gelingt.


    Wir reden darüber viel. Und sie verstehen es auch. Aber ob ich es richtig gemacht habe, das sehe ich, wenn sie älter werden.


    Aber nah sind wir uns jetzt doch geworden. es hat zwar gedauert aber ungefähr mit drei Jahren konnte ich dann sagen, dass sind meine Kinder und da gab es bedingungslose Liebe. Kein Hinterfragen mehr ob ich sie nun liebe oder dulde. Ich hab mir aber in dieser Zeit immer wieder vorgehalten, dass die Kinder an erster Stelle stehen müssen. Ich weiß nicht wie ich das erklären soll, aber ich musste mir viele mütterliche Instinkte anlernen. Zum Beispiel, dass Kinder mehr trinken müssen als wir Erwachsene und deswegen muss man etwas mitnehmen. Ich kenne es von Freundinnen, dass sie das automatisch machten. Ich war da eher wie eine kinderlose Tante, ich musste daran denken, musste das erstmal verstehen. Und das war ab dem 3. Lebensjahr dann weg. Und heute gibts da keinen Unterschied mehr, das sind meine Kinder, ich kenne sie in und auswendig. Und mein erster Gedanke gilt den beiden, ich weiß was sie brauchen und was sie fühlen. Und darüber bin ich froh. Sicherlich hätte das schneller gehen können, wenn ich von anfang an eine Therapie bekam. Ich wundere mich heute noch, dass einem Krankenhaus sowas nicht klar ist, wenn man gerade erst geboren hat :(v


    Und heute sind es wirklich aufgeweckte 6-jährige ;-D mit Flausen im Kopf.


    Und natürlich hat sich im letzten halben Jahr viel getan. Ich kann ganz anders mit ihnen umgehen, weil der Umgang endlich normal ist. Wir gehen raus, als hätten wir das immer getan. Wir können endlich größere Ausflüge machen. Und ich muss nicht überall so einen blöden Stock mitnehmen.


    Das hat viel ausgemacht x:)


    Hallo Choclate, ohje da sitzt du ja direkt an der Quelle der unfassbaren Dinge.


    Ja, komischerweise passieren so viele Fehler bei Patienten mit Thrombosen.

    Du hattest dafür schon ganz andere Sachen, die auch ziemlich heftig sind und gehst trotzdem noch abreiten in einem Beruf, der alles andere als einfach ist.


    Und trotzdem schreibst du Leuten wie mir |-o immer liebe, aufmunternde und wirklich gute und hilfreiche Tips und Beiträge, und das obwohl es dir auch nicht immer gut geht.


    Deswegen freue ich mich auch, dass du den Weg hierher gefunden hast, weil du mir wirklich schon oft Tips gegeben hast, die mir im Krankenhaus wirklich weitergeholfen haben.

    Das freut mich.


    Hast du denn schon einen plan wie es im nächsten Jahr weitergeht? weißt du wann du Bescheid wegen einer Reha bekommst?


    Ich werde wohl sowas auchmal ins Auge fassen im nächsten Jahr, aber erst zum Jahresende hin.


    Du kannst echt stolz auf deine Kinder sein, das sie sich trotz allem so gut entwickelt haben und ihre Mama so gut unetrszützt haben. Das ist echt viel wert

    Ja, das stimmt. Die beiden sind wirklich toll. Ich hoffe eben auch, dass da später nichts zurück bleibt. In ihrem Alter hatte meine Mutter Krebs und ich hab das nicht so einfach überstanden.


    Hab dadurch Emetophobie bekommen, die heute auch noch aktuell ist.


    Ich hoffe eben, dass den beiden sowas erspart bleibt. Aber ich konnte das damals in dem Alter auch nicht benennen, das sind Dinge, die sehe ich dann wirklich erst, wenn die beiden älter sind.


    Momentan sind sie aber normal entwickelt, völlig schultauglich und können auch schon ein wenig mehr. Interessiert an allen und spielen auch altersgerecht.


    Ich denke bis dahin haben wir nen guten Job gemacht |-o


    Du willst also auch in Reha? Warst du schonmal?


    Ich hab vor einer Woche meinen Antrag gestellt, ich weiß natürlich nicht welche Reha es gibt und ob sie überhaupt bewilligt wird.


    Aber in der Diagnose steht vorrangig burn out, reaktive Depression und noch irgendwas, was ein psychisches Symptom aufgrund eines körperlichen Zustands herrührt.


    Ich denke also, dass ich wohl eher in eine Klinik käme. Denn körperlich ist ja nicht viel zu machen, außer Hilfestellung zum Konditionsaufbau, den ich alleine ja nicht mehr hinbekomme.


    Und eben die Thrombosendiagnosen. Es steht auch dabei, dass die Kinder unbedingt mitmüssen, sonst würde meine psychische Verfassung noch schlechter werden |-o


    Es wird aber keine Mutter-Kind-Kur. Bin mal gespannt wie das dann wird.

    Hallo,


    Ich habe keine trombose....ich bin beim lesen deiner Geschichte fast ohnmächtig gewesen und ich möchte dich virtuell auch einfach mal drücken! Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du eines Tages deinen Körper wieder richtig nutzen kannst und kerngesund bist!


    Alles alles gute dir! Bist ein starker Mensch! :)*

    Zitat

    Du willst also auch in Reha? Warst du schonmal?

    Ich sollte dieses Jahr schon, aber meine damalige PKV hat das nicht genehmigt, bzw. ich hätte das privat zahlen müssen.


    Jetzt bin ich ja GKV versichert und die Rentenversicherung ist dann zuständig, ich denke das wird dann kein Problem geben. Wäre wahrscheinlich mal ganz effektiv eine stationäre Reha zu machen …


    Wenn wird es bei mir eine orthopädische Reha

    Hallo Alias,


    ja, ich bin auch froh, dass mein Vater das in seinem Alter ohne größere Blessuren überstanden hat! :-D :)^


    Als ich das von deinen Kindern gelesen habe, dass du die Mutterliebe/-gefühle erst erlernen musstest, kamen mir die Tränen. Das ist ja aber auch kein Wunder, nachdem du direkt nach der Geburt so lange von ihnen getrennt warst. So konntet ihr euch gar nicht richtig kennen lernen u. dir ging es auch viel zu schlecht dazu! :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ Es ist schön, zu hören, dass deine Kinder sich so toll entwickelt haben! Ich denke nicht, dass du dir so große Sorgen machen musst, dass sie später vll. mal mehr Schwierigkeiten haben oder selbst schwierig werden. Sie haben dich sicher oft vermisst u. vieles auch nicht so verstanden, aber du hast ihnen später ja all deine Liebe gegeben, die du geben konntest! Kinder sind da sehr dankbar dafür. Es ist ja jetzt auch nicht so, dass deine Kinder lieblos erzogen wurden, nur eben anders. Kinder haben oft auch feine Antennen dafür, wenn es der Mutter/den Eltern nicht gut geht. :)_ :)_ :)_ :)_ :)_ :)_ Natürlich kann man nicht sagen, was später mal sein wird. Sicher werden sie auch noch eine vage Erinnerung daran haben, wie schlecht es dir ging. Aber ich finde es gut, dass ihr viel darüber redet. Das ist auch gut für die Verarbeitung, jetzt verstehen sie auch besser, warum manche Dinge bei ihnen anders waren.


    Ich wünsche dir, dass es jetzt weiterhin bergauf geht u. du nie mehr so schlimm leiden musst, OHNE, dass dir schnell geholfen wird/werden kann. :)* :)* :)* :)* :)* :)* Denke auch, eine Reha mit den Kindern ist auch gar nicht so schlecht. Du kannst nochmal alles aufarbeiten u. bist deinen Kindern dabei auch sehr nahe.


    LG! @:)

    Hallo Fix und Foxi *:)


    Ja, dein Papa hatte wirklich großes Glück.


    Heute schäme ich mich sehr dafür, dass ich so gedacht hatte damals. Vielleicht bekomme ich das später mal vorgeworfen. Ich denke, das haben sie schon gespürt.


    Natürlich sage ich heute nicht "ich hab euch die ersten drei Jahre nicht lieb gehabt". Aber ich hatte mir wirklich ständig die schönen Momente vor Augen führen müssen. Damit diese negativ Einstellung auch einfach verschwand.


    Die Schuld an meiner Erkrankung gab ich ihnen trotzdem nie.


    Tut mir leid, wenn dir wegen meiner Erzählung die Tränen gekommen sind |-o das wollte ich natürlich nicht.


    In diesen zwei Monaten Krankenhaus habe ich nur drei Mal geweint. Einmal vor Schmerzen nach dem CT. Das zweite Mal, nachdem sie mich in ein Zimmer gesteckt haben in dem nach und nach alle Patienten gestorben sind und die eine nur gebrochen hat, sodass ich die nachts im Rollstuhl vor dem Zimmer schlafen wollte und ich da einfach Panik hatte |-o und das dritte Mal, so richtig wegen Selbstmitleid, dass auch die Schwester kam und hat mitgeheult |-o


    Das war ein paar Tage nach Aufnahme auf der Medizinischen Station. Mein Mann kam gefahren zusammen mit meiner Mutter und holten die Kinder nach Hause. Die lagen ja in einem völlig anderen Haus. Die Beiden durften nich auf Station zu mir, da waren Kinder verboten und ich hab die Schwester kirre gemacht, dass ich meine Kinder verabschieden will und da durfte ich für 5 Minuten im Rollstuhl in den Eingangsbereich. Darüber freuen konnte ich mich aber nicht, da ich vor Schmerzen und Luftnot nur ins Bett wollte %:|


    Aber das war ein schlimmer Tag und daran kann ich mich auch am besten erinnren. Da waren die Beiden in ihren Maxi Cosi, hatten ein Jäckchen an mit Lammöhrchen, total süß einfach. Aber alles viel zu groß, weil selbst die Frühchengröße 44 noch schlapperte.


    Aber für mich war es ganz wichtig, die Kinder nach Hause zu bringen. Ich hab mir das immer vorgestellt, wie das wird, wenn man ihnen ihr Zimmerchen zeigt, die Katze vorstellt, die Nachbarn gucken kommen :°( und die erste Nacht zu Hause. Da die Schwangerschaft und Geburt schon so unschön waren und auch das Stillen nicht geklappt hat, war das eigentlich der wichtigste Moment in der Kennlernphase, den ich mir unbedingt bewahren wollte.


    Aber selbst das, war mir nicht gegönnt und so hab ich 5 Minuten im Rolli die Kinder gehalten und bin dann völlig atemlos wieder auf Station und da hab ich geheult, Rotz und Wasser, die Schwester nebendran kullerten auch die Tränen.


    Ich denke, das war der Moment an dem man hätte vorsorgen müssen. Ich denke, wenn sie mich an dem Tag mit nach Hause gelassen hätten, die Kinder willkommen heißen können, dann wäre hinterher auch diese Trennung nicht so dramatisch geworden.


    Für mich war das nur ein Zeichen mehr, dass die Kinder ohne Mama nach Hause kommen.


    Eine Mama hat einfach ihre Kinder nach Hause zu bringen, das ist ein Band, das nicht kaputt gemacht werden darf.


    Tja, aber anstatt dass man mir mal einen Psychologen zur Seite gestellt hätte, hat man mich einfach liegen gelassen.


    phoebe, auch ein Hallo an dich. Schön, dass du hier mitgelesen hast. Hab mich ganz doll gefreut über deinen Beitrag @:)