• Vorhofflimmern nach PFO-Verschluss per Katheter

    Hallo zusammen, Nachdem mein angeborener Herzfehler (Foramen Ovale, Vorhofseptumdefekt) per Katheter-Eingriff mit einem Amplatzer-Okkluder (Schirmchen) komplikationslos geschlossen wurde, kamen eine Woche später heftige Vorhofflimmern. Der Kardiologe verschrieb mir Beta-Blocker in der geringsten Dosis, die auch nun nach einigen Tagen scheinen zu wirken. …
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    Hey Matthias,


    Wow, du hast bis zu deinem 53. Lebensjahr mit so einem großen Defekt gelebt! Bei mir ist das Loch ca. 30 mm groß. Und mehrere Kardiologen meinten zu mir, ich solle es dringend schließen, andernfalls sind die Folgen unvorhersehbar. Ich bin 33, und die Aussage der Ärzte war, niemand weiß, wie es mir geht mit 40 geschweige denn mit 50. toll, dass bei dir es anscheinend anders war.


    und? Was hat der Arztbesuch ergeben?


    Ich war zum 24-Stunden EKG. Vorhofflimmern wurde nicht gefunden, "nur" ca. 350 ventrikuläre und ca. 150 supraventrikuläre Extrasystolen sowie 1 PSVT von 20 sek. Länge (was auch immer das sein mag). Alles nicht schlimm laut Arzt. Und ich solle nun ohne Betablocker probieren. Was mich natürlich sehr freut, denn mit Beta ist mein Leben nicht ganz so lebenswert....


    Tja, ich denke, es wird immer wieder Phasen geben, wo ich diese Unregelmäßigkeiten habe. Da sich aber glaub ich eine positive Tendenz abzeichnet, bin ich guter Dinge dass das wird.


    Ich bin jedenfalls froh, dass ich den Eingriff habe machen lassen. Mir geht es wesentlich besser jetzt.

    So, Ihr Lieben, ich gebe mal ein kurzes Update, wenn es jemand interessiert :-)


    Meine Herzrhythmusstörungen, VHF, Tachikardien sind weg. Auch EXtrasystolen sind so gut wie weg. Es gibt noch Tage, da merke ich dass es stolpert, ein Paar Stunden am Stück, dann ist wieder Ruhe. Aber die meiste Zeit habe ich nichts, als wäre nie was gewesen.


    Ich denke nicht mehr an de Eingriff zurück (ok, ab und zu noch, aber eher in die Richtung "was für ein medizinisches Wunder ist dieser Eingriff eigentlich!"). Mir geht es richtig gut. Ich kann frei atmen, werde nicht müde (ehrlich nicht!), hab wieder Spaß Sport zu machen (ich hab jetzt ja die Puste dazu). Und muss eher aufpassen, dass ich nicht viel Zuviel arbeite (ja, ist auch schon vorgekommen, ich werde ja nicht müde und bin den ganzen Tag leistungsfähig). Ich bin eigentlich leistungsfähiger denn je. Und kann kaum glauben, 32 Jahre mit einem Riesenloch im Herzen gelebt zu haben.


    Ich rechne zwar immer noch damit, dass mein Herz jederzeit wieder mal stolpern könnte. Es ist noch viel zu wenig Zeit vergangen (was sind schon 3 Monate gegen 32 Jahre?) und habe noch nicht Sauna oder ähnliches ausprobiert. Auch habe ich das Gefühl, dass mir Bewegungen nicht gut tun, die mit dem Verdrehen des Oberkörpers oder Druck auf die Rippen zu tun haben. Dann "stört etwas" und die Puste bleibt weg, schwer zu beschreiben. Ob das davon kommt, dass das Metallstück irgendwo gegen kommt? Keine Ahnung, ich mach mir da keine Gedanken darüber. Ich frage mal bei Gelegenheit meinen Kardiologen (wenn alles gut geht, sehe ich ihn zur Kontrolle in 2 Monaten).


    Liebe Grüße!

    Hallo Zusammen,


    bin 38 Jahre alt und körperlich fit.


    Ich habe vor drei Wochen einen PFO-Verschluss(28mm) gesetzt bekommen.


    Grund war ein Schlaganfall man 03.08.17.


    Erst war alles gut, ich habe absolut nichts gemerkt doch jetzt auf ein mal VHF und Extrasystolen, stechen in der Brust :-(


    Darauf hin wurde ich noch einmal komplett im Klinikum umgekrempelt.


    Es wurde nichts gefunden.


    Mir wurde ein Betablocker verschrieben und ich wurde wieder nach Hause geschickt.


    Was mich sehr beunruhigt ist das meine Herzrythmusstörungen mit physischen Beschwerden zeitgleich aufgetreten sind - da kann doch nicht alles stimmen!?


    Besonders häufig treten die Extrasystolen


    beim bücken auf oder wenn ich den Brustkorb "belaste" zb im Liegen durch Eigengewicht.


    Ich nehme ASS 100, Clopidogrel 75, MetohexalSucc 47,5


    Liebe Grüße Hannes

    Hallo, ich hatte vor 3 Jahren gleichen Eingriff nach einem Schlaganfall. (PFO Verschluss) Ebenfalls habe ich nach einer Woche Herzstolpern bekommen, das ca 3 Monate immer wieder vorkam. Auch hier die Aussage vom Arzt, dass es nichts damit zu tun haben könne. Diese Probleme sind zwar weggegangen, aber es kommen immer wieder neue hinzu. Seit der Sache habe ich ständig verschleimte Stimmbänder, hatte schon über Monate Beklemmungen im Hals, dann war eine Phase mit Pulsrasen, zurzeit habe ich immer wieder vereinzelte Zwischenschläge, die ich unangenehm im Hals merke. Alles in allem bereue ich diesen Eingriff zutiefst. Es kommen auch weitere Nachteile hinzu wie nur eingeschränkt mögliche MRT Untersuchungen. Mein Herz ist nicht mehr das alte. Ich habe an Lebensqualität eingebüßt. Früher hatte ich nie mein Herz bemerkt. Vor der Operation hatte mein Arzt alle Bedenken und Risiken vom Tisch gewischt. Probleme am Herz lösen anscheinend Ängste aus.


    Also heißt es nun aushalten und hoffen, dass die Probleme nicht allzu schlimm werden. Ich hatte auch mal gelesen, dass bei ca 5% der Operierten Rhythmus Störungen auftreten. Sie sind also nicht allein mit Ihren Problemen...

    Hallo Ihr Lieben,


    Ich melde mich wieder nach längerer Zeit, Hannes2020, sorry, hab Deinen Beitrag nicht gesehen! Geht es wieder mit Extrasystolen? Die Kombi an ass und Clopidogrel habe ich auch 1 Jahr lang genommen, jetzt nur Ass.


    Svenblankenhagel, es tut mir leid, dass du’s Verschlechterung erfährst! Ich würde aber dem Körper Zeit geben, sich an das Teil zu gewöhnen! Es dauert zunächst einmal ein halbes Jahr, bis der Schirm eingewachsen ist - bis dahin ist es ein Fremdkörper! Und die eingeschränkte MRT-Tauglichkeit ist auch nur bis zum vollständigen Einwachsen da, danach gibt es keine Einschränkungen.


    Ich halte deine Entscheidung, das Loch zu schließen, trotzdem für richtig! Schlaganfall ist nicht das einzige Risiko, das von einem Herzfehler ausgeht. Wie groß war denn das Loch?


    Bei mir sind es mittlerweile knapp über 1 Jahr vergangen. Und ich habe immer noch Herzrhythmusstörungen- im Moment wieder vermehrt Extrasystolen, weil ich vorgestern Sport gemacht habe. Also ganz komisch, Wandern, auch länger, kann ich, ohne dass das Stolpern los geht. Aber wenn ich Aerobic mache oder sonstige übliche Körperübungen, tritt es am nächsten Tag auf und dauert 3 Tage. Also schon doof. Nur ich bereue keineswegs meine Entscheidung. Das Loch war so groß (fast 3 cm), dass es eine Frage der Monate war, bis ganz andere Leiden dazu kämen (hab ich ja auch schon angefangen, die zu spüren, z.B. Atemnot und schnelles Ermüden). Hätte das Schirmverfahren nicht geklappt, war ich bereit, mich sofort einer OP am offenen Herzen zu unterziehen.


    Ich habe die Hoffnung immer noch, dass das mit der Zeit wieder wird. Es wird Ja besser, verglichen mit Beginn oder sogar der Zeit von vor einem halben Jahr ist es heute ein Traum!


    Also, Geduld! Es braucht mehrere Monate bis Jahre, und ja, das Risiko der HRS ist bei Schirmen da, eigentlich hätte der Arzt das sagen sollen. Meiner war da auch nicht besonders informativ, ich habe das meiste aus dem Internet erfahren, was Erfahrungen und seltene Risiken angeht. Aber was soll’s. Bei mir war es wie gesagt alternativlos. Und auch eine Herz-OP birgt die Gefahr bleibender HRS.

    Hannes2020, bei Dir ist das Schließen des Lochs auch alternativlos gewesen! Bei der Größe das Lochs müsstest du eigentlich schon was spüren. Wie geht es dir nun? Leistungsfähiger geworden? Ich bin wie neu geboren und plötzlich 10 Jahre jünger geworden. Sagen auch alle dass ich’s viel besser aussehe. Die, die meine Geschichte nicht kennen (ich erzähle sie ja auch nicht allen, zB im beruflichen Umfeld muss das niemand wissen), fragen mich, was ich gemacht habe😂😂. Und die HRS - bei mir tritt zeitweise Vorhofflimmern auf - na gut, wenn das der Preis ist für die so wahnsinnig angestiegene Lebensqualität ist, was soll’s. Ich hoffe ja auch nicht, dass ich sie ganz los werde. Aber ehrlich: wir sind nun mal mit einem schwerwiegenden Herzleiden zur Welt gekommen. Sich mit einem 100 Prozent gesunden Menschen zu messen, ist auch nicht ganz korrekt...

    Achso, Hannes, das Stechen hätte ich zu Beginn auch, und dann kam sofort auch VHF jetzt nicht mehr. Bzw, Stechen hätte ich letztens wieder, aber VHF ist ausgeblieben, also es wird langsam besser! Und auch ich hätte zu Beginn das Gefphl, dass Körperlage VHF auslöst. Warte ab, es muss besser werden.


    Deine Geschichte ähnelt sehr meiner! Auch bei mir ist VHF 1 Woche nach dem Eingriff aufgetreten. Verträgst du Betablocker? Oder dürftest du ihn mittlerweile absetzen.