Was heißt Patient ist stabil?

    Hallo!


    Ein lieber Freund liegt seit Mitte Dezember mit einer Sepsis und einer Lungenentzündung im künstlichen Tiefschlaf.

    Angeblich haben auch ein paar Organe scheinbar ihre Arbeit eingestellt gehabt und er soll auch um die 38 Grad Fieber haben.



    Vor 3 Wochen hieß es er liege im Sterben, aber er hat sich jetzt wieder gefangen.


    Trotzdem ist die einzige Information die man scheinbar bekommt, dass er stabil ist.


    Was heißt denn das nun genau?

    Ist das gut?


    Wie geht es voraussichtlich weiter?


    LG

  • 34 Antworten
    Fellmaedchen schrieb:

    Trotzdem ist die einzige Information die man scheinbar bekommt, dass er stabil ist.
    Was heißt denn das nun genau?

    Ist das gut?

    ... nun in diesem von dir geschilderten Zusammenhang dürfte es bedeuten, dass dein Freund aus mittelbarer medizinischer Sicht keinerlei Anzeichen für eine wesentliche Verschlechterung seiner Symptomatik zeigt.

    Das heißt im Umkehrschluß aber auch, dass es keine wesentliche Verbesserung dahin gibt.


    Mehr sagt erstmal nicht aus ...

    Es impliziert aber diese "Befundung" zumindest die Hoffnung, dass von dieser "BASIS" (des derzeitig erreichten Zustandes) für den Patienten noch sinnvoll erscheinende med. Maßnahmen hin zu einer vollkommenen Gesundung möglich erscheinen.


    Dahin drücke ich deinem Freund seinen unmittelbaren Angehörigenm und auch Dir alle verfügbaren Daumen (!) :)_:)^


    Wie das nun alles für IHN bzw. Euch/Dich dann weitergeht - gute Frage (?)


    ... diese kann Euch (v.a. seinen auskunftsberechtigten Angehörigen) am ehesten und umfassendsten > das beteiligte > das behandelnde ÄrzteTeam beantworten.


    Setz' dich doch diesbezgl. vllt mit einem der Angehörigen in Verbindung - wenn es die Lage/Möglichkeit zuläßt ... dann hast Du dahin die "höchste Zuverlässigkeit" maßgeblicher Fach-/ bzw. perönlicher Informationen.


    Alles Gute + eine schnelle Besserung der Gesamtsituation :)*


    Fynn

    Zitat

    Es impliziert aber diese "Befundung" zumindest die Hoffnung, dass von dieser "BASIS" (des derzeitig erreichten Zustandes) für den Patienten noch sinnvoll erscheinende med. Maßnahmen hin zu einer vollkommenen Gesundung möglich erscheinen.

    Also bestehen noch gute Chancen, dass er wieder aufwacht?

    Verstehe ich das richtig?


    Ich habe so schreckliche Angst, dass er verstirbt.

    Fellmaedchen schrieb:

    Also bestehen noch gute Chancen, dass er wieder aufwacht?


    So wie Du es geschildert hattest > habe ich es so verstanden, dass dein Freund seitens der behandelnden Ärzte in ein sog. "künstliches Koma" d.h. in einen aus medizinischer Sicht angezeigten, zwangsweisen Ruhezustand (~Schlaf) versetzt wurde, damit sich sein Körper, respektive sich sein Gesamtorganismus leichter/schneller erholen kann.

    ... oder ist dein Freund auf Grund irgendwelcher "Kompikationenen" - also event. von sich aus in diesen komatösen Zustand gefallen?


    Fynn

    Fellmaedchen schrieb:

    Nein, er wurde in diesen Tiefschlaf von den Ärzten versetzt.

    ... die holen IHN auch wieder zurück - aus dem künstlichen Tiefschlaf.



    Fellmaedchen schrieb:

    Achja, sein Blutdruck ist leider auch recht hoch.

    ... ist Aufgabe der Mediziner und des betreuenden Personals, sich genau um solches auch zu kümmern ... die werden dies wissen, beobachten und ggf. entspr. med./pharmaz. Gegenmaßnahmen einleiten/fahren.

    Fellmaedchen


    Ich kenne Deine/Eure nähere/persönliche Situation ja nicht ...

    ABER - wenn es Dir (in Absprache mit seinen Angehörigen und den Ärzten) möglich ist, würde es den Heilungsprozeß für Deinen Freund unterstützen, wenn Du ihn "gezielt" besuchen kommst ...


    Auch wenn es nun etwas komisch klingen mag > setz' dich zu ihm ans Bett (und wenn es die Ärzte erlauben - wegen mögl. Infektionsübertragung ? ) dann berühre ihn zärtlich und streichle z. Bsp. sachte seine Hand, den Arm, etc. - wichtig auch, rede mit ihm - ganz normal, wie Du dich mit ihm vorher auch unterhalten hast - z.Bsp. erzähl ihm, was Dir "heute" so auf dem Weg in die Klinik (zu Ihm) alles passiert ist, z.Bsp. "Tram/Bus vor der Nase davon gefahren ... es hat geschneit, draußen, dein Blick durch's Klinkfenster beschreibt eine so friedliche Stille" ... all sowas.

    - laß ihn (leise) Musik hören.


    Also Berührung(en), Hören und die "unvoreingenommene" Behandlung = persönliche Ansprache > das nimmt ER tatsächlich wahr ... es kann Dir keiner (v.a. der Ärzte) nicht mit Sicherheit sagen, was da alles bei ihm "ankommt" > aber darauf kommt es erst nicht an,

    Wichtig, daß er Deine Nähe, deine Umsorge, daß ER dich spürt ...


    Wenn solches der sog. Rekonvaleszens hilfreich unterstüzend zur Seite gestellt werden kann - sollte man genau solches nicht unversucht lassen ...


    Seine Ärzte wissen um genau dieses Phänomen > sie werden dich dahin (hoffentlich) versuchen zu unterstützen ...

    Ich wünsche Dir dabei viel Kraft und Erfolg.


    Nachdem Du hier zu mediz. Einzelheiten der zu Grunde liegenden Problematik weiter nichts explizit genannt hattest > gehe ich davon aus, dass die fortschreitende Genesung deines Freundes vllt. noch etwas an Zeit in Anspruch nehmen wird - jedoch das Ziel, seine Gesundung nicht in Frage steht.

    Das - zumindest wünsche ich euch so sehr. :)_


    Alles Gute :)*@:)


    Fynn

    BenitaB. schrieb:

    Auf vielen Intensivstationen ist der Zutritt nur engsten Angehörigen erlaubt.

    ... ja genau.


    UND deshalb stand das da von mir gleich zu Beginn eben so geschrieben >

    FynnLund schrieb:

    Ich kenne Deine/Eure nähere/persönliche Situation ja nicht ...

    ABER - wenn es Dir (in Absprache mit seinen Angehörigen und den Ärzten) glich ist, würde es den Heilungsprozeß für Deinen Freund unterstützen, wenn Du ihn "gezielt" besuchen kommst ...


    Warum schreib' ich das überhaupt eigentlich ?