Wenig Thrombozyten

    Hallo leute,


    ich (22 Jahre) mache mir ein wenig sorgen.


    Habe ein Blutbild bei meinem Hausarzt machen lassen (mehr oder weniger Routine), wobei aufgefallen ist, dass mein Bilirubin erhöht und meine Thrombozyten niedrig sind.


    Bilirubin wurde "damals" (Vor 8-10 Jahren?) von einem anderen Arzt als Gilbert-Meulengracht-Syndrom schon abgestempelt. Dazu hat mein aktueller Arzt auch nichts gesagt.


    Meine Thrombozyten sind bei 126000, was doch unterdurchschnittlich ist. Laut ihm sei die Untergrenze 177tsd (laut Wikipedia 150tsd).


    Nun will er im Januar noch einen Test machen, um eine "Pseudothrombopenie (Falschmessung durch Aggregation im EDTA-Reagenz, korrekte Werte durch Messung mit Citratblut), Wikipedia" auszuschließen.


    Ausserdem vermutet er einen Zusammenhang mit Citalopram (SSRI), das ich seit einem Monat nehme. Allerdings finde ich nirgendwo etwas darüber, dass das die Thrombos beeinflusst.


    Ich mache mir jedoch - wie fast bei allen Symptomen die ich an mir entdecke - viele Sorgen.


    Die Ursachen für so eine verminderung der Thrombozyten können ja einiges - und auch vielen unschönes - sein. ( http://de.wikipedia.org/wiki/Thrombozytopenie )


    Rote und weiße Blutkörperchen sowie auch die anderen Werte waren i.o.


    Kann mir jemand die Sorgen nehmen? Oder hat ne Idee was das sein könnte?


    Grüße, Maik

  • 12 Antworten

    Eine große Sorge habe ich zB wegen Leukämie, was ja passenderweise auch noch ganz oben im Link erwähnt wird.


    Müsste sich bei irgend einer Art der Leukämie denn zwingend noch ein anderer Wert, etwa rote oder weisse Blutkörper verändern - oder kann alleine die Thrombozytenzahl ein Indiz hierfür sein?


    Grüße

    Normalerweise macht sich eine Leukämie nicht nur durch die Verminderung der Thrombozyten bemerkbar. Also sei mal ganz ruhig und entspannt. Thrombozyten aggregieren ganz gerne, daher werden sie aft als andere Blutzellen gezählt. Das lässt sich nur genau durch die manuelle Zählung bestimmen. Mit 123G/L bist du knapp aus dem Referenzbereich draußen, die Thrombozyten könne aber auch vermindert sein, wenn du Aspirin nimmst. Gefährlich wirds erst bei unter 10G/L, weil man da eine Spontanblutung bekommen kann. Wenn dein Arzt sonst nichts dazugesagt hat, wird er von den sonstigen Parametern auch keine besondere Gefahr für Leukämie sehen.

    Das mit der manuellen Zählung ist quatsch. Die Fehlerquote liegt bei 30%. Wichtig ist, ob die Blutabnahme und der TRansport richtig durchgeführt wurden sind. Es wird im Normalfall ein Ausstrich gemacht, um zu sehen ob Aggregate vorhanden sind. Und dann ist noch der Geräteausdruck wichtig.


    Mach dir keine Gedanken, dein Wert ist im Grenzbereich, aber noch nicht so schlimm.


    :p>

    Ja sicher, manuelle Zählung beinhaltet Fehlerquellen. Nur wir machen halt keinen Ausstrich sondern schauen in der Neubauer-Zählkammer ob Aggregate vorhanden sind, wenn die sonstigen Werte passen. Sonst wäre ein Ausstrich für alles zusammen natürlich praktischer. Ich nehme an du hast beruflich damit zu tun?