Wer kann mir was zu dem Blutwert hla b27 sagen ???

    Hallo zusammen. Da ich schon lange orthopädische Schmerzen habe, Wirbelsäule, ISG und Facettengelenke, hatte mein Orthopäde mich einmal zum Rheumatologen geschickt. Hinzu kommt, dass ich unter Schuppenflechte leide. Hier jedoch hauptsächlich auf der Kopfhaut. Nach Untersuchung und einiger Fragen meinte dieser jedoch, dass ich wohl kaum unter Rheuma leiden würde. Es wurden noch die Hand- und Fußgelenke geröngt und Blut abgenommen. Jetzt stellte sich beim Blut heraus, dass mein hla b27 Wert positiv ist und mein ANA Wert leicht erhöht ist. Was alles kann das jetzt bedeuten???

  • 11 Antworten

    Der Nachweis von HLA-B27 wird vor allem mit Spondyloarthritiden assoziiert (u.a. Morbus Bechterew). Aber auch die Mehrheit der Patienten mit Psoriasisarthritis ist HLA-B27-positiv. Ein leicht erhöhter ANA-Wert sagt eigentlich gar nichts aus.


    Das Problem bei Psoriasisarthritis (PSA) ist, dass diese Erkrankung schwer zu diagnostizieren ist. Ich habe seit fast 30 Jahren PSA (Schuppenflechte seit der Kindheit). Bis ich eine Diagnose hatte und damit endlich zielgerichtet therapiert wurde, vergingen mehr als 10 Jahre.

    Bei positivem HLA B27 hätte wohl zuerst mal ein MRT vom ISG gemacht werden müssen. Das röntgen von Hand und Fußgelenken ist hier nicht sinnvoll. Wenn du wieder mal starke schmerzen vom ISG hast geh in eine Rheumaambulanz und sprich auch deine Vorgeschichte an.

    Chevylady

    Zitat

    wie wird das bei dir jetzt therapiert? Was hattest du für gesundheiltiche Probleme? Ich meine jetzt nicht die äußerlichen?

    Das verstehe ich zum Teil nicht: Was meinst Du äußerlichen gesundheitlichen Problemen?


    Bei mir war es so, dass sich aus heiterem Himmel immer mehr Gelenke am ganzen Körper entzündeten und teilweise unförmig anschwollen. Seit 1999 bekomme ich sog. Basismedikamente. Von diesen habe ich mittlerweile 11 durch. Einige Mittel musste ich bald wieder absetzen, weil sie nicht wirkten oder ich sie nicht vertrug. Bei anderen Mittel ließ die Wirkung mit den Jahren nach. Seit September spritze ich Cosentyx. Das ist ein humaner monoklonaler Antikörper. Zusätzlich nehme ich niedrig dosiertes Cortison.

    Zitat

    Aber ich soll nichts von alle dem haben.

    Bei einer PSA sind vor allem die peripheren Gelenke betroffen. Auch ein Befall von Wirbelsäule und Brustbein ist möglich, doch eigentlich nie isoliert. Das Röntgen der Gelenke bringt bei PSA nur dann etwas, wenn tatsächlich primär die knöchernen Gelenksstrukturen betroffen sind. Da die PSA sehr häufig mit einer äußerst schmerzhaften Entzündung der gelenksnahen Weichteile einhergeht, ist eine sonographische Untersuchung viel aussagekräftiger.


    Bei MB kommt es primär zum entzündlichen Ruheschmerz und einer langsamen Versteifung der Wirbelsäule. Auch Regenbogenhaut-, Harnröhren- oder Darmentzündungen sowie chronische Fersenschmerzen können sich dazugesellen. Chi kann Dir sicher Genaueres dazu schreiben.


    LG

    Monsti

    Zitat

    Das verstehe ich zum Teil nicht: Was meinst Du äußerlichen gesundheitlichen Problemen?

    Dazu meine ich die inneren Probleme der PSA. Nicht die äußerlich sichtbare Schuppenflechte.


    Meine Probleme liegen im Hauptmerk auf der Wirbelsäule. Sie fühlt sich teilweise steif an und schmerzt eben. Ende des Monats erfolgt wieder eine Verödung der Facettengelenke.