Das Thema ist viel komplexer als man meint:


    1. Wie genau ist eine Chol.-Bestimmung in der Apotheke im Gegensatz zu einer Gesamtchol., HDL u. LDL-Bestimmung im Labor?


    2. Nach einem kürzlich gelesenen medizinischen Fachbeitrag spielt sich folgendes ab:


    - 80 % des Cholesterins wird in der Leber gebildet; nur die restlichen 20 % kommen über die Nahrung von aussen.


    - man muss aber wissen, dass die Leber innerhalb von 24 bis 48 Stunden automatisch Cholesterin sozusagen "nachreguliert", je nach Zufuhr von aussen, dass heisst:


    - wird über die Nahrung viel zugeführt, fährt die Leber ihre Chol.-Produktion runter, wird wenig zugeführt, fährt die Leber die Chol.-Produktion hoch.


    - Konsequenz laut dem Fachbeitrag soll sein, dass wegen dieser dauernd und automatisch und kurzfristig ablaufenden Korrektur der Chol.-Herstellung der Leber ein Einfluss auf den Cholesterinwert


    durch konsequente Nahrungsaufnahme (Vermeidung tierischer Fette) allenfalls im Bereich von 5 % (in Worten: fünf) möglich sei, was einem Zwanzigstel der gesamten Cholesterin-Menge entspricht.


    Übrigens, eine Annahme kritischer Wissenschaftler zur Ergänzung:


    Lipidsenker über Jahre genommen sollen die Leber schädigen und sollen nebenbei bei manchen Menschen zur krebsartigen Veränderungen von Zellen führen (Darm, Leber, Prostata usw.)


    Da bilde sich jetzt jeder seine eigene Meinung bezüglich einer möglichen oder fast unmöglichen Einflussnahme auf den Chol.-Wert und eine mögliche Einnahme von Medikamenten.

    @ Silkcat21

    Nichtsdestotrotz muss man immer die Augen aufhalten und offen für andere Mittel sein; kannst Du zufällig an die genaue Bezeichnung und den Hersteller der von Dir beschriebenen Bärlauchtropfen kommen ? Wenn ja, stell die Info mal hier ein, könnte ja für viele nützlich sein. Danke!

    Bärlauchtropfen

    Ich hab ihn mal gefragt. Also er nimmt eine Flasche mit einem weiten Hals und füllt sie mit Bärlauchblättern. Dann gießt er einen Liter Tobinamburschnaps mit 42% dazu und verschließt sie.


    Jetzt muss das etwa 3-4 Monate stehen bleiben. Dann füllt er das in eine kleine Flasche ab, wie eine Medikamentenfläschchen mit so einer Pipette. Man soll nur 5 Tropfen pro tag nehmen. kann man mit Zucker, oder auch in einem Glas wasser trinken.

    "Nö der wollte mich zu so einer Ernährungsberatrein schicken abe rdie hat irgendwie so komische termine und überhaupt denke ich dass es wenig bringt! Ich denke es git ja so grundsätzliche Dinge wie man den Cholesterin senken kann! Oder?"


    Stimmt: Nämlich die Ernährung, die ist was grundsätzliches.


    Da bietet sich doch eine Ernährungsberatung an, oder etwa nicht?


    Übrigens, dass Lipidsenker langfristig Krebse auslösen sollen widerspricht dem gegenwärtigen Wissenstand.

    Ich empfehle die Lektüre von


    Mythos Cholesterin. Die zehn größten Irrtümer


    Autoren: Uffe Ravnskov, Udo Pollmer


    # Verlag: Hirzel, Stuttgart; Auflage: 3., Aufl. (Dez. 2005)


    # ISBN-10: 3777612472


    Dein Körper bildet Cholesterin selbst, weil er es für die Blutkörperchen und einige andere Prozesse im Körper braucht.


    Je weniger du davon isst, desto mehr produziert deine Leber selbst.


    Daher sind die Tipps von Diätmaus (der Name spricht ja schon für sich) leider völlig fehl am Platz.

    @ Jack

    Lipidsenker können aber, wenn man nicht aufpasst, zu Schäden an den inneren Organen führen.


    Außerdem finde ich es völlig übertrieben, bei einer jungen, sonst gesunden, Frau wegen einer Erhöhung von 13 über dem willkürlich von irgendwelchen Forschern festgelegten Wert (man sollte eher in die andere Richtung aufpassen, denn bei unter 180 droht eine Anämie, weil die notwendige Cholesterinmenge für die Blutkörperchen nicht mehr vorhanden ist), schon nach Lipidsenkern zu schreien.


    Mach dich nicht verrückt, lass das in 6 Monaten noch mal kontrollieren und gut ist.


    Gruß


    Corinna

    @kroellebora

    Kannst du deine Behauptungen etwas konkretisieren? Was fuer "Schaeden an inneren Organenen" sollen bitteschoen durch Lipidsenker entstehen? Und wo willst das gelesen haben?


    Und was meinst du mit "wenn man nicht aufpasst"? Worauf soll man denn achten?


    Dass ein niedriges Cholesterin zu Anaemie fuehrt ist schlicht falsch. Es besteht hier keinerlei Zusammenhang. Im Uebrigen ist Cholesterin nicht nur fuer rote Blutkoerperchen, sondern fuer saemtliche Zellen des Koerpers wichtig. Aber auch bei niedrigen Cholesterinspiegeln ist immer noch genug vorhanden um den Zellbedarf zu decken. Anaemie kann viele Gruende haben. Ein niedriger Cholesterinspiegel zaehlt hierzu definitiv nicht.


    Die empfohlenen Grenzwerte fuer Cholesterin sind nicht "willkuerlich" von irgendwelchen Forschern festgelegt worden, sondern basieren auf konkreten Daten, die in vielen grossen Studien gewonnen wurden.

    Da ich wenig Lust habe, jetzt komplette Bücher zu zitieren, kannst du dir meine Quelle gerne selbst durchlesen.


    Mythos Cholesterin. Die zehn größten Irrtümer


    Uffe Ravnskov, Udo Pollmer


    Verlag: Hirzel, Stuttgart; Auflage: 3., Aufl.


    ISBN-10: 3777612472


    Ravnskov und Pollmer sind dafür bekannt, ihre Quellen immer sehr ausführlich zu belegen...


    Auf alle Fälle ist es übertrieben bei einem jungen gesunden Menschen mit einem nur weig erhöhten Cholesterinspiegel gleich zu Lipidsenkern zu greifen ;-)

    So, noch ein Zitat gefunden, was ich aus dem Buch mal rauskopiert habe:


    "Da Cholesterin eine Fülle von biologischen Funktionen erfüllt, angefangen als Grundstoff zur Synthese von Sexual- und Stresshormonen über Vitamin D und seine Wirkung als Nervenschutzstoff bis hin zu immunologischen Effekten, darf es nicht überraschen, wenn niedrige Cholesterinspiegel eher mit Krankheiten in Verbindung gebracht werden müssen als hohe. Ein solches Phänomen sind die Auswirkungen niedriger Cholesterinspiegel auf das Blutbild. Sie sind offenbar eine wichtige Ursache von Anämie, also "Blutarmut". Eine Arbeitsgruppe der Uniklinik in Wien verglich die hämatologisch auffälligen Befunde von knapp 4000 Patienten mit den Cholesterinwerten. Die "Ergebnisse zeigen, dass bei Männern wie auch bei Frauen ein deutlicher Zusammenhang zwischen Hypocholesterinämie und


    Anämie vorhanden ist . ... Es wird postuliert, dass eine Kausalbrücke zwischen


    Hypocholesterinämie und Anämie besteht, die sich daraus erklärt, dass ein


    Cholesterinmangel zur Rigidifikation der Erythrozyten führt."


    Will sagen: Ein Mangel an Cholesterin im Blut senkt die Elastizität der roten Blutkörperchen. "Starre" Blutkörperchen sind eine Gefahr für die Gefäße und werden deshalb offensichtlich vom Körper abgebaut. Das kritische Cholesterinniveau liegt bei 180 mg/dL. Darunter muss mit einer Schädigung des Blutes gerechnet werden. [12] Ein anderes Phänomen ist der Schutz vor Missbildungen. Zumindest im Tierversuch schützt Cholesterin den wachsenden Embryo vor bleibenden


    Schäden. "


    Quelle: "Mythos Cholesterin. Die zehn größten Irrtümer", Uffe Ravnskov, Udo Pollmer, Verlag: Hirzel, Stuttgart, ISBN-10: 3777612472

    Mythos Cholesterin. Die zehn größten Irrtümer

    Dieses Buch ist in Fachkreisen als der groesste Bloedsinn bekannt der je ueber Cholesterin geschrieben wurde.


    Die im Buch zitierte Studie bzgl. Anaemie und niedriges Cholesterin zeigt nur eine Assoziation, jedoch keinen Kausalzusammenhang. Es ist in der Tat so z.B. so dass Leute mit Malignomen haeufig extrem niedrige Cholesterinspiegel und gleichzeitig Anaemie haben. Aber beide Phaenomene sind Folge des Malignoms und bedingen sich nicht gegenseitig. Der in der Studie postulierte kausale Zusammenhang ist rein spekulativ und durch nix bewiesen.


    Es bleibt also dabei: Es besteht kein kausaler Zuammenhang zwischen einem niedrigen Choelsterinspiegel und Anaemie.

    jacko007

    hall Jacko007,


    du fragst:


    >Kannst du deine Behauptungen etwas konkretisieren? Was >fuer "Schaeden an inneren Organenen" sollen bitteschoen durch >Lipidsenker entstehen? Und wo willst das gelesen haben?


    es weiss doch jedes Kind, dass Lipidsenker , die sogenannten Statine, Nebenwirkungen zeigen, insbesondere Leberschäden verursachen und Muskelschmerzen, Muskelschwund (Rhabdomyolyse), und die nicht nicht nur mit Lipobay.


    (Studien und Nachweise, Beweise erbeten ?)


    http://www.aerzteblatt.de/v4/a…el.asp?src=suche&id=30735


    >Und was meinst du mit "wenn man nicht aufpasst"? Worauf soll >man denn achten?


    auf gesunde , natürliche Nahrungsaufnahme, Sport etc.


    >Die empfohlenen Grenzwerte fuer Cholesterin sind >nicht "willkuerlich" von irgendwelchen Forschern festgelegt >worden,


    nein, sondern von der Pharma-Industrie und von den Regierungen anhand der vorgelegten (neutralen ????) Studien genehmigt.


    Denn je niedriger der empfohlene Wert als "gesund" angegeben, desto mehr Milliarden Umsatz wird generiert.


    >sondern basieren auf konkreten Daten, die in vielen grossen >Studien gewonnen wurden.


    natürlich, zu Untermauerung der niedrigen, willkürlichen Grenzwerten.


    Grüsse


    MG

    Also von Cholesterol habe ich leider nicht sehr viel Ahnung, aber ich wollte was zu der Empfehlung von Diätmaus sagen, man solle doch besser Margarine als Butter zu sich nehmen.


    Ich hoffe ich schreibe hier jetzt nicht zu unverständlich für einige Leute, da es nun in Richtung der Biochemie geht.


    Es ist in jedem Fall so, dass natürliche ungesättigte Fettsäuren (zum Beispiel pfl. Öle) normalerweise in der Cis-Configuration vorliegen. Die Trans-Configuration wird gebildet während der Fermentation von Rind, oder durch Hydrierung von Fisch oder pflanzlichen Ölen.


    Hydrierung (chemische Einbringung von Wasserstoff) bei pflanzlichen Ölen hat zum Beispiel zur Folge, dass die harte Form des Öls entsteht, also Margarine.


    Margarine liegt also in der Trans-Configuration vor.


    Die sagt natürlich noch nix zu Schädlichkeit von Margarine aus, aber die versuche ich jetzt kurz und knapp zu erkären.


    Es gibt zwei verschieden Formen von Cholesterin und diese sind LDL und HDL.


    Ganz einfach ausgedrückt ist LDL das "schlechte Cholesterin" und HDL das "gute Cholesterin.


    Nimmt man nun Fette in der Trans-Configuration(also zum Bsp. Margarine, aber auch fritiertes Essen) zu sich, so erhöht sich die Anzahl der "schlechten" Cholesterinmoleküle (LDL) und sinkt die Anzahl der "guten" (HDL).


    Falls irgendetwas unverständlich ist, dann fragt einfach nach.


    Viele Grüße, Sophia

    Zu früh abgeschickt :-o


    Ich wollte mit meinem Beitrag eigentlich nur Diätmaus Aussage wiederlegen, das das was sie geschrieben hat nicht der Wahrheit entspricht, da man zwischen der Form de Cholesterol unterscheiden muss.


    Und da durch Margarine vorallem die "Schlechte" entsteht, sollte man grade keine Margarine zu sich nehmen, wenn man erhöhte Cholesterinwerte hat.


    Ich bin aber keine Ernährungsberaterin, weshalb ich es der Threadstarterin einfach mal raten würde, wirklich zur Ernährungsberatung zu gehen.


    *:)