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    Aber manchmal steigt er ja, nach dem Essen, nach Kaffee, Duschen, Streß, sonstwas, und dann fühl ich mich schnell ziemlich beklommen, unwohl, innerlich "unter Dampf", nervös (was natürlich auch als Rückkoppelung den BD nicht gerade senkt).


    Das sind dann so werte hin und wieder mal 150:85, die ja noch nicht so dramatisch sind und wahrscheinlich von vielen Leuten gar nicht bemerkt werden? Aber damit gehts mir bereits ganz komisch ängstlich nervös herzklopfig. Wie gehts euch da so? Kennen das noch andere Leute?

    Wenn ich das so lese, beschleicht mich der Gedanke, dass hier viel, viel Kopfkino im Spiel ist. Und nicht bedacht wird, das auch nur bei kurzer Bewegung zwangsläufig der Blutdruck ansteigen muß, wenn man z. Bsp. ne Treppe erklommen hat.


    Und ansonsten vermittelt mir das hier alles den Eindruck, der Blutdruck wird mindestens 30 Mal am Tag und nach jedem Furz kontrolliert. Eben genau, was man nicht machen sollte....


    Weil man zu zig Werten kommt , dazu das geniale Horrorkopfkino und dann bastelt man sich eine Angstattacke....


    Ich merke meinen hohen Blutdruck an den Augen. Das eine Auge hat ne Krankheit und ich sehe dann die Arterie pulsieren. Darauf ist Verlass. Blutdruck messe ich 2 - 3 die Woche, so lautet die Anweisung meines Arztes. Ich nehmen Irbesartan 300 1 x täglich.

    Doch, natürlich nützt das was, zumal ja in der Schulmedizin auch oft behauptet wird "es macht gar keine Symptome". Das Wissen dass durchaus auch andere Leute da genau das gleiche empfinden wie ich, und ich da dann also wohl auf keiner völlig falschen Fährte bin, hilft durchaus.


    Dein Hinweis hilft mir insofern nicht als dass es was ganz anderes ist als das was ich empfinde.


    Ich messe die meiste Zeit gar nicht, hab es in den letzten Tagen ein paarmal gemacht in Phasen wo es mir wie beschrieben eher doof ging, und dabei halt immer eine leichte Erhöhung festgestellt. "Normalerweise" höchstens 1x am Tag, eher gar nicht.


    Man kann ja z.B. im Rahmen einer Angststörung jederzeit sagen "alles rein psychisch, Du bist nur angespannt, Streß, Angst, etc", aber das kann dann halt auch falsch sein, weil es nur ein Teil der Wahrheit ist. Dass da zusätzlich eine rein körperliche Komponente wie offenbar in meinem Fall starkes Unwohlsein bei leicht erhöhtem BD hinzukommt, ist für die Wahl der richtigen Behandlung ziemlich relevant, finde ich. Kann ja sogar sein dass der BD im Zentrum steht und "Angststörung" nur die Folge davon ist.

    Cinderella, wurde das auch kardiologisch abgeklärt? Klang jetzt so, als hättest du einmal beim Gyn zu hohen Blutdruck gehabt und dann kamen sofort die Blutdrucksenker. Mein Blutdruck ist gut eingestellt, trotzdem habe ich beim Check beim Hausarzt immer mindestens 200/100. Messe ich dann zu Hause, ist er wieder ok bei 125/65. Das macht allein die Aufregung beim Doc, dann saß man vlt noch ewig im Wartezimmer und ärgert sich darüber und schwupps, erreicht der Blutdruck astronomische Höhen.


    Bevor ich meine Medikamente bekam, gabs erstmal eine Langzeitblutdruckmessung. Nervig, aber macht man ja zum Glück nicht täglich. ;-D

    @ Johanna84

    Ja, das wurde sehr umfassend (mehr als mir lieb war %-| ) kardiologisch abgeklärt. Die Tendenz zu hohem BD war bei mir schon 20 Jahre zuvor erkennbar gewesen, und mein Internist hatte mir ca 5 Jahre vor diesem Ereignis schon mal Sartane verschrieben, aber die hab ich nicht genommen. Das muss ich gerechterweise sagen.

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    Mein Blutdruck ist gut eingestellt, trotzdem habe ich beim Check beim Hausarzt immer mindestens 200/100. Messe ich dann zu Hause, ist er wieder ok bei 125/65. Das macht allein die Aufregung beim Doc, dann saß man vlt noch ewig im Wartezimmer und ärgert sich darüber und schwupps, erreicht der Blutdruck astronomische Höhen.

    kenn ich, kenn ich :)z

    @ auflaufform

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    Man kann ja z.B. im Rahmen einer Angststörung jederzeit sagen "alles rein psychisch, Du bist nur angespannt, Streß, Angst, etc", aber das kann dann halt auch falsch sein, weil es nur ein Teil der Wahrheit ist. Dass da zusätzlich eine rein körperliche Komponente wie offenbar in meinem Fall starkes Unwohlsein bei leicht erhöhtem BD hinzukommt, ist für die Wahl der richtigen Behandlung ziemlich relevant, finde ich.

    Deinem Herz und deinen Gefäßen ist das aber ziemlich egal, ob dein Bluthochdruck "nur" rein psychisch verursacht ist oder durch andere Ursachen entstanden. Hoher BD ist nicht das gesündeste, daran gibt's nichts zu rütteln.


    Oder hatte ich dich jetzt völlig falsch verstanden ":/

    Die "Behandlung" bezieht sich nicht auf den Blutdruck sondern auf das Wohlbefinden. Der Blutdruck selber muss m.M. nicht behandelt werden, weil der Ruhe-BD ok ist (130:80 ca), und ein Anstieg bei Streß und körperlicher Anstrengung ist ja nicht behandlungsbedürftig sondern ganz normal. Eine medikamentöse BD-Senkung hätte nur den Sinn, das subjektive Befinden zu verbessern. Und ob das sinnvoll ist?

    Zitat

    Eine medikamentöse BD-Senkung hätte nur den Sinn, das subjektive Befinden zu verbessern. Und ob das sinnvoll ist?

    Wenn es wirklich nur darum geht - nö. Wenn der hohe Blutdruck aus gesundheitlichen Gründen behandlungsbedürftig ist, schon. (Letzteres wird Dir wohl ein Arzt sagen können.)


    Wie lange halten diese Zustände bei Dir (nach Essen, Kaffee, Duschen, Stress) denn so an?


    Ich kenne solche Gefühlszustände auch (hauptsächlich nach langem, heißen Duschen), dann schwitze ich ein wenig vor mich hin, bin genervt, weil direkt nach dem Duschen der Achselschweiß schon wieder läuft, habe ein rotes Gesicht, reiße alle Fenster auf, beruhige mich nach zehn Minuten wieder und alles ist gut.


    Dass mein Blutdruck dann hoch ist, kann ich allerdings nur vermuten, ich messe nie (besitze nicht einmal ein Messgerät). Aber Deine Empfindungsbeschreibung passt auch auf mich.


    Was ich damit meine, ist: Wenn die Zustände nur kurz sind, würde ich sie einfach aussitzen.

    Ja, ist auch so ähnlich. 15 bis 30 min kann das mal dauern.


    Arzt sagte, man könnte da medikamentös gegensteuern, ich fragte "aber ist das schädlich oder kann man es auch einfach ertragen" und er "nein, ist nicht schädlich, kann man auch einfach ertragen" und ich dann "ja, dann wäre mir das lieber".