Xarelto weiter nehmen?

    Ich hatte schon 3 Thrombosen in der linken Wade und bin nun seit über 3 Jahren auf Xarelto eingestellt (1 x täglich 10 mg). Nun ist das ja ein sehr neues Arzneimittel und ich habe schon mehrfach gelesen, daß es kein richtiges Gegenmittel gibt um eine Blutung zu stoppen. Anders soll das bei Macumar sein, aber da muß man ja ständig den Quick Wert kontrollieren.


    Wir sind eure Erfahrungen? Habt ihr euch für ein anderes Arzneimittel entschieden oder belibt ihr bei Xarelto?

  • 3 Antworten

    Hi mischa,


    "neues" Arzneimittel ist relativ, das Medikament hat sich etabliert.


    Wie du schon richtigerweise geschrieben hast gibt es kein Antidot gegen Xarelto. Ich hab mal vor einem halben Jahr gelesen dass an einem gearbeitet wird, es ist aber noch nicht Marktreif.


    Gegen Macumar gibt es ein Antidot, beachte aber dass du auch erstmal in einem Notfall auf einen Arzt treffen musst der dir das Zeug verabreicht.


    Bei einer größeren Blutung durch eine große Verletzung oder durch eine ungünstige interne Blutung ist es meiner Meinung nach völlig egal ob du nun Xarelto oder Macumar einnimmst. Dann sind deine Chancen so oder so bescheiden.


    Mir wurde nach einer Operation Xarelto für einen Zeitraum von mehreren Monaten verordnet, ich hab das Medikament gut vertragen und kann mich nicht beklagen.


    Das einzig Negative war dass ich nach dem Zähne Putzen häufig Blutungen hatte die einige Minuten angehalten haben.


    Da mir das Mittel von einem Herzzentrum verschrieben wurde stellte sich für mich nie die Frage ob Marcumar besser gewesen wäre.


    An deiner Stelle würde ich das ganze nicht davon abhängig machen wofür es ein Antidot gibt. Wenn du Xarelto gut verträgst dann würd ich dabei bleiben.


    lg

    Aus der Klasse der NOAK (Neue orale Antikoagulantien) gibt es bis dato nur für Pradaxa einen zugelassenen Antagonisten.


    Ein befreundeter Unfallchirurg meinte, dass er jüngeren, aktiven/sportlichen Menschen eher zu Pradaxa raten würde - das aber in den Händen der Internisten liegt mit dem Patienten das Nebenwirkungsprofil mit dem Lebensstil des Patienten in Einklang zu bringen.