• Neu

    Yersinien Antikörper und stark erhöhte Kreatinkinasewerte

    Hallo,


    ich war ende Januar beim Rheumatologen wegen meiner Fibromyalgie.

    Beim Bluttest kam raus, dass ich Yersinien Antikörper im Blut habe (wer weiß wann die Infektion stattfand.. habe noch nie so intensiv über mein Leben nachgedacht) und meine Kreatinkinase Werte sind ++ erhöht. Dazu sind meine Kalium- und Leberwerte zu hoch und ich habe 0,0% Eosinophile im Körper.


    Hat mir total Angst gemacht, da ich die Werte einfach so per Mail zugeschickt bekommen habe ohne jeglichen Kommentar oder Erklärung.


    Meine Laienhafte Vermutung nach viel googeln ist jetzt, dass die Yersinien eine Herzmuskelentzündung ausgelöst haben. Hat jemand sowas schonmal erlebt?

    Mein armes Herz, wie lange es sich damit schon rumschlagen muss :°(


    Bin für jeden Ratschlag dankbar.


    Sarah

  • 13 Antworten
    • Neu

    Die Leberwerte waren nie so ganz i.O. Sind auch nicht das Problem, da ich viele Medikamente nehme und das bekannt ist.


    Cortison habe ich zuletzt am 22.12. 20 mg Prednisolon genommen. Davor ewig nicht und sonst nur Cortisonsalbe. Hat das Einfluss darauf?

    • Neu

    Es kommt drauf an wie viel Cortison die Salbe enthalten hat und wie lange du die gebraucht hast.


    Der hohe Wert der Kreatininkinase kann von viel Muskel Anstrengung hinweisen.

    Machst du viel.und ausgedehnten Sport?


    Mein Mann hatte dies am Montag aich, die Ärzte im Krankenhaus meinten, das er zuviel gewandert sei.

    • Neu

    Das ist Mometasonsalbe 1mg/g, ich verwende sie immer mal wieder gegen Neurodermitis und andere Hautprobleme. Nie länger als zwei Wochen am Stück.


    Zu der Zeit habe ich kaum Sport gemacht. Ich gehe höchstens 2x die Woche ins Fitnessstudio, ich glaube am Tag vorher war ich auch nicht dort (kann ich vor meinem Arzttermin am Montag aber noch recherchieren).

    Dort dann nur wenig Cardio und normaler Frauenkraftsport, nichts mit Hanteln oder dergleichen.

    • Neu

    Hallo Sugalady,


    die CK-Werte können auch noch länger als zwei Tage nach dem Sport auftreten. Ich würde Dir anraten, eine Woche vor dem nächsten Bluttest keinen Sport, keine körperliche Belastungen zu machen und das dann nochmal checken lassen. Die CK-Werte müssen nicht unbedingt vom Herz kommen, da gibt es ja unterschiedliche Varianten. Die Variante für den Herzmuskel heißt CK-MB. Bei einer Herzmuskelentzündung müsstest Du aber eigentlich noch andere Symptome haben, davon ist hier zumindest nichts erwähnt. Die niedrigen Eonsinophile kommen auch bei Infektionen vor. Die Yersinien sollten jetzt erstmal bekämpft werden. Das ist auf jeden Fall sinnvoll und danach solltest Du schauen, was an Symptomen noch überig ist.


    LG

    • Neu

    Nun, wenn nur diese CK-Variante allein erhöht ist, dann kann es nicht vom Sport kommen. Da wären nämlich auch noch andere Varianten erhöht. Eine Yersinieninfektion kann sich auch am Herzmuskel manifestieren, das könnte schon sein. Wenn sich das bestätigt, solltest Du natürlich erstmal das Cortison und andere Immunsuppressiva weglassen. Du wirst dann Antibiotika nehmen müssen. Das sollte dann aber auch wieder werden. Ist natürlich schwer zu sagen, welche Symptome den Yersinien zuzuordnen sind, und welche Deinen anderen Erkrankungen, z. B. der Fibromyalgie?

    • Neu

    Ich bin so unglaublich verunsichert, weil ich nicht weiß, wie lange die Infektion schon zurückliegt. Evtl. schon 10 Jahre (omg!) und alles (auch die Fibro) kommt daher. Die ganzen Schübe, alles schlimme, meine ganzen Erkrankungen sind alle innerhalb der letzten 10 Jahre aufgetreten.

    Ich weiß, dass Yersinien v.a. durch (rohes) Schweinefleisch übertragen werden, das esse ich nie, bis auf seltenste Ausnahmen in Form von Schweinemett.

    Ein weiterer Übertragungsweg sind Nagetiere - ich hatte von 2009 bis 2018 Meerschweinchen. In der Zeit kann auch eine Infektion entstanden sein.


    Im Sommer 2018 habe ich über 8 Wochen verteilt 6 verschiedene Antibiotika genommen, theoretisch müssten alle Yersinien tot sein. Ich hoffe es zumindest.

    • Neu

    Das mit dem Nachweis einer Yersinien-Infektion und Antikörpern ist ja nicht immer ganz einfach. IGM-Antikörper kommen bei einer aktiven Infektion vor, treten ca. nach 1 Woche der Infektion auf, verschwinden dann wieder nach ca. 8 Wochen. Danach erscheinen IGG- und IGA-Antikörper. IGG-Antikörper sagen nur aus, dass Du mal eine Infektion hattest, nicht aber, ob sie noch aktiv ist. Die Infektion kann auch schon lange zurückliegen. Hohe IGA-Antikörper sprechen eher für eine noch aktive Infektion, beweisen sie aber auch nicht.