Ärzte und Zeckenbiss

    Hallo! Letzten Donnerstag Abend auf dem Sofa bemerkte ich am Handgelenk eine kleine, blutige Stelle. Okay, Plaster drauf und fertig. Der letzte Waldspaziergang war 5 Tage her. Am Samstag war das dann ein schwarzer Fleck geworden. Okay, Samstag, kein Arzt zu erreichen. Heute am Montag war es ein ziemlich typischer, dunkelbraun-blauer Ring in der Größe eines 5 Cent Stückes geworden. Ich sofort zur "Hausärztin"! Die sah sich den Ring mit Lupe genau an, machte sogar ein Foto und sagte:"Das sieht aber komisch aus, wie ein Stich, kommen Sie in 2 Wochen zur Kontrolle". Okay, ich habe dann gleich für Morgen einen Termin bei meinem spitzenmäßigen Rheumatologen gemacht - das Ergebnis werde ich hier schreiben.


    Gegen FSME bin ich noch geimpft, sollte es eine Borelliose sein, sollte diese wohl möglichst schnell mit AB behandelt werden.


    Nun wird hier im Forum häufig über Ärzte geschrieben, dass man meinen könnte, die haben ihren Doktortitel auf dem Jahrmarkt "geschossen". Das ist nicht sehr nett, denn Ärzte retten Leben. Manche mehr und andere weniger! Und die zahlreichen Gesundheitsreformen zwingen sie immer zu neuen Sparmaßnahmen. In manchen Fällen weiß die Arzthelferin wirklich mehr als der Arzt, und jeder Patient sollte das bedenken, dass es auch da - wie in jedem Beruf - bessere und schlechtere gibt und den Mut haben, bei Verdacht eine Zweitmeinung einzuholen. :)z

  • 38 Antworten

    Das: Laut meinem Rheumatologen handelt es sich bei dem Kreis in 5 Cent Größe an meinem Handgelenk um eine hämorrhagische Reaktion auf einen Stich irgendeines Insekts. Er sollte von allein abheilen. An einen Zeckenbiss wäre erst zu denken, wenn der Kreis sich vergrößert.


    Seltsam, dass ich dem Rheumatologen mehr glaube, als meiner "Hausärztin", die sinngemäß dasselbe nur nicht so verständlich gesagt hatte. Man kann eben nicht erwarten, dass der Arzt beim ersten Besuch gleich sein ganzes Repertoire auffährt und alle passenden Untersuchungen auf einmal durchführt, meine ich.

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    Ich würde einfach auf Sympotome die nächste Zeit achten: Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Konzentrationsunfähigkeit, etc. Die können bei Borreliose sehr unspezifisch sein.


    Bei meiner Infektion vor zwei Jahren hatte ich zunächst für ein halbes Jahr auch nur einen kleinen roten Fleck. Im Winter begann die Wanderröte. Also Borrelien können sich durchaus Zeit lassen.


    Es kann selbstverständlich auch nur ein entzündeter Mückenstich sein oder ein anderer Insektenstich. Als gebranntes Kind wäre ich da sehr vorsichtig und würde genau beobachten.


    Toi, Toi, Toi :)^ , dass es harmlos bleibt!

    Heute 12 Tage nach dem Stich / Biss kam mein Facharzt zu dem Ergebnis, es könne sich dabei doch um eine Infektion handeln, denn mein Befinden hat sich deutlich grippeähnlich verschlechtert. Darum hat er mir ein Antibiotika verschrieben.


    Es kann doch nicht sein, dass ein Facharzt mit Professortitel eher zu erreichen ist, und dann auch noch etwas macht, oder zumindest versucht, als die junge Hausärztin, bei der ich erst in genau 1 Woche Termin hätte...


    Ich schreibe das, weil ich hier einfach meine Geschichte mitteilen möchte und andere ermutigen will, eine Zweitmeinung im Zweifel einzuholen. Danke fürs Lesen.

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    Du hast nicht wirklich was mitgeteilt. Wer soll mit deiner Geschichte was anfangen können?


    Plötzlich erwähnst du grippeähnliche Symptome, die auch von einem Infekt stammen könnten, den du dir jetzt eingefangen hast. oder hat sich der Stich noch böse verändert? Von dem schreibst du nix mehr.


    Ich würde so einfach kein Antibiotika einwerfen.


    Ich reagiere auf Stiche immer so wie du es beschreibst. Aktuell habe ich wieder einen, der richtig schön dunkel ist. Mit grosser roter fläche noch drum herum. Geschwollen und heiss. Kommt ein salbenverand drauf. Wenn ich jetzt in 2 Wochen grippeähnliche Symptome bekomme, dann denk ich bestimmt nicht an den Stich und werfe ohne blutbild Antibiotika ein.

    Hallo! Mein Ring am rechten Handgelenk sieht jetzt aus wie ein @ Zeichen, unten offen und dann spiralförmig zum Zentrum. Es haben sich noch 3 kleine Brüder ganz in der Nähe gebildet, die alle zusammen eine exakte Raute bilden. Im betroffenen Arm habe ich Empfindungsstörungen vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen, Kribbeln und Spannungen von Haut und Muskeln.


    Psychisch? Okay, aber das Handgelenk ist halt ständig im Blickfeld und erinnert mich daran. Ich trau mich z.B. nicht mehr, irgendwo was einzukaufen, weil man beim Bezahlen das Handgelenk der Kassiererin direkt unter die Nase hält. Mich lieben die Schnaken und ich hatte schon seeehr viele Stiche: immer eine Schwellung, aber keine Rötung - noch nie.


    Ich weiß schon, nicht mit Kanonen nach Spatzen schießen. Aber das Standardantibiotika ist höchstens ein Luftgewehr und Borrelien sind keine Spatzen, zu spät behandelt, werden die echt schwierig. Für mich erscheint dies als die weniger riskante Lösung: lieber voreilig behandelt, als erst einmal abwarten und ignorieren. Das Restrisiko schätze ich bei beiden Methoden gleich ein. Entschieden hat dies dann der Arzt. Aber für die Psyche ist es schon erträglicher, wenn etwas geschieht...

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    Hattest du direkt nach dem Stich lokal mit salbenverbänden behandelt?


    Oder die Rötung nur beobachtet bis du für die Psyche ein Luftgewehr holen kannst?


    Es kann hier sicher niemand die Notwendigkeit beurteilen aber irgendwie klingt für mich alles komisch.

    Was ich nicht ganz verstehe: warum kommst du drauf das es ein Zeckenbiss gewesen sein soll? Dafür gibts ja erstmal keinen wirklichen Anhaltspunkt.. könnte genau so gut einfach eine Bremse, Mücke oder sonstiges gewesen sein.

    Zitat

    Er ist sich nun aber sicher, dass der Stich / Biss infektiös war.

    Aha und nun?


    wie kommt er drauf?


    Und wie kommst du dann auch immer wieder auf Borreliose? Ergibt für mich irgendwie keinen Sinn sorry.

    Hallo! Gut, hier im Forum scheint keiner zu verstehen, was ich damit sagen wollte. Es gibt hier zig Fäden über grundlose Angst vor Borreliose (oder anderen Ansteckungskrankheiten) und da dachte ich, ein Faden über den Verlauf eines aktuellen Stiches oder Bisses und die Reaktion der Ärzte darauf sei ganz interressant. Der Stich / Biss juckte nicht und war nicht druckempfindlich- so ist es ja bei Borreliose üblich - auf dem Rücken hätte ich ihn nie bemerkt.


    Bei Depressionen ist es doch so, dass 1/3 finanzielle Nöte als Grund hat, wo niemand helfen kann. Und ein weiteres Drittel beruht nach meiner Einschätzung darauf, dass Ärzte gar nicht erst versuchen irgendwelche sichtbare oder messbare Symptome zu behandeln, sondern alles gleich als psychosomatisch abtun. Nur das letzte Drittel ist dann wirklich psychisch bedingt.

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    Hallo onodisep,


    zwecks Ausschluss einer Borrelieninfektion empfiehlt sich eine Blutuntersuchung (IgG und IgM).


    Die Blutwerte sind zwar nicht immer eindeutig, aber einen Versuch ist es Wert.


    Gute Genesung @:)

    Also wenn das die verlaufsdoku deines stiches sein soll, dann ist das recht mager an infos.


    Du hast mehr über die Ärzte und die Erlösung durch Antibiotika geschrieben.


    Hast du nun vorab mit salbe behandelt? Desinfiziert?


    Die Antwort bist du mir auch schuldig geblieben.


    Was der Beitrag mit Depressionen hier jetzt soll versteh ich auch nicht. Und warum reitest du auf der psychischen Schiene rum. Hat dir da jemand was vorgeworfen?


    Fragen über Fragen

    Hallo! Ich habe mehrfach ein bekanntes Handdesinfektionsmittel am Stich / Biss angewendet. Keine Salbe.


    Mein Arzt will Ende Juli die Bluttests machen. Er sagt, dass sie erst dann sicher sind.


    Meine Aussage zur Psychologie war eher so gemeint, dass es schon aufwühlend ist, wenn man so einen blau-braunen Ring ständig vor Augen hat und die Ärztin meint nur: kommen Sie in 2 Wochen wieder. Um ein Foto zu machen, weil sie den Ring "seltsam" findet, brauche ich da nicht hin. Diesmal nicht, aber die Diagnose "psychosomatisch" habe ich schon öfter gehört. Schönes Wochenende!

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