Beschwerden schon 5 Monate, jetzt Bluttest IgM <EIA> POSITIV

    Ich wäre froh, wenn jemand vom Fach sich das mal kurz ansieht, ich versuche mich kurz zu fassen ;-)


    Bin nach Beschwerden (Stechen, Ziehen Bauchraum, Oberschenkel) und allg. Erschöpfung zunächst auf BSV HWS mit Cortisonspritzen behandelt(!) worden. Symptome wurden stärker, also MRT. MRT: natürlich kein HWS.


    Also ab zum Neurologe. Neurologe: "Psyche!" - Neuroplant essen und auf Rheuma/Borreliose testen!


    Hausarzt nimmt Blut ab, Blutwerte (12.12.2017):

    Zitat

    Borrelien IgG <EIA>: <4


    Borrelien IgM <EIA>: POSITIV


    Die Befundkonstellation ist mit einer akuten/subakuten Infektion durch Borrellia burgdorferi oder einem Z.n. antibiotischer Therapie vereinbar. Eine unspezifische/Kreuzreaktioin der IgM Antikörper ist ebenfalls möglich. Zur Abklärung der Spezifität Immunoblot empfolen. Bei klinischem Verdacht auf eine Frühmanifestation Verlaufskontrolle in ca. 4 Wochen empfohlen.

    Arzt verschreibt 14 Doxycyclin, habe 13 genommen - keine Besserung, eher noch schlimmer.


    Ich kann mich nicht an einen Zeckenbiss erinnern, bin aber im Mai von einer Gnitze gestochen worden, was erstaunlich schmerzhaft war.


    Lange Rede kurzer Sinn; ein Bekannter hat Borrelliose und meint, den ganzen Antibiotika-Quatsch könne ich gleich überspringen...


    Habt ihr einen Rat? Ich werde immer schlapper.. ":/

  • 6 Antworten

    Ergänzung: die Beschwerden (vorwiegend stechende/brennende Schmerzen, Taubheit) sind fast überall am Körper, in wechselnder Intensität und an wechselnden Stellen.

    Hallo pummelfee1820,


    deine Testwerte sprechen für eine kürzlich erfolgte Borreliose-Infektion. Diese muss nicht durch eine Zecke ausgelöst worden sein. Schließlich können alle Blutsauger Borrelien übertragen, wobei allerdings die Zecken die Hauptübeltäter sind.

    Zitat

    Eine unspezifische/Kreuzreaktioin der IgM Antikörper ist ebenfalls möglich.

    Um dies zu klären, wäre ein Bluttest mit Westernblodt sinnvoll. Dieser sollte bei der empfohlenen Wierholungsuntersuchung in 4 Wochen gemacht werden.


    Ich halte es für richtig, dass du vorsorglich ein Antibiotikum bekommen hast.


    Alles Gute


    Emax

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    Danke für deine Antwort. Aber was meinst du mit "kürzlich"? Ich wurde vor ca. 8 Monaten von einer Bartmücke sehr schmerzhaft gestochen, das ist eigentlich das einzige was ich mit der Erkrankung in Verbindung bringe. Natürlich kann ich nicht ausschließen dass danach noch was war.


    Und die Beschwerden habe ich ja auch schon seit August; der Bluttest war am 12.12.!!! Das wäre ja schon über Stadium I hinaus.


    ":/

    IgG fast Null und IgM positiv bedeutet, dass die Infektion weniger als 8 Wochen zurückliegt. Das meinte ich mit "kürzlich". Mit dem Westernblodt wird geprüft, ob die gefundenen Antikörper tatsächlich gegen die Borrelien oder etwa gegen andere Bakterien gerichtet sind.

    Weniger als 8 Wochen... Aber das kann doch gar nicht sein, wenn ich schon seit 16 Wochen Beschwerden habe... Oder wo ist jetzt mein Denkfehler?!

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    Ich habe nur die Messergebnisse interpretiert.


    Leider gibt es bei den Borreliose-Tests relativ viele falsche Ergebnisse. Deshalb wird immer wieder empfohlen, nach einem negativen Ergebnis (d. h. keine Borreliose) zur Sicherheit noch eine weiteren Test machen zu lassen.


    Falls es in deiner Stadt mehrere Laborärzte gibt, dann lass den Wiederholungstest am besten in einem anderen Labor machen. Auch wäre bei dieser widersprüchlichen Lage ein Westernblodt sehr ratsam.


    Aufgrund des Zeitversatzes müsste bei der Wiederholungs-Untersuchung der IgG-Wert endlich positiv sein. Wenn das nicht der Fall ist, dann besteht ein dringender Verdacht auf Messfehler.