Borreliose - Meningitis? Herzmuskelentzündung?... oder Auswirkungen von Bronchitis?

    Nachdem in meinem ersten Thread https://www.med1.de/forum/borr…g-ratlos-974145/?pageNo=1 noch nicht ganz klar war, ob es sich um eine Borreliose handelt, habe ich nun die Blutergebnisse, Borreliose AK positiv. Der Arzt meinte aber, das Ergebnis wäre nicht so eindeutig, da die anderen Tests negativ ausgefallen seien und nur der AK Test positiv, was aber dafür spreche, dass der Körper die Borreliose schon großteils selbst bekämpft hat. Ich soll jetzt für 3 Wochen Antibiose mit Doxycyclin bekommen. Ich habe heute Abend meine erste Tablette genommen und hoffe, dass sich die Nebenwirkungen in Grenzen halten.

    Ich wurde ca. im März von einer Zecke gebissen. Diese war fast 2 Tage auf meinem Kopf, da ich sie vom Gefühl erst für einen Pickel hielt. Erst, als es stark juckte, kratzte ich das Ding ab und sah die "Bescherung". Da ich niemand bin, der immer gleich Panik schiebt, dachte ich mir damals nichts groß, auch nicht, als ich Symptome hatte, wie verändertes Hautbild, komische Quaddeln an einem Tag, am nächsten wieder weg, plötzlich ganz viele Pickel ums Ohr, geschwollene Lymphknoten vor und hinter dem Ohr und extreme Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schwäche, Erschöpfung von quasi "nichts". Ich schob es auf die Erkältung, die ich kurz darauf im April hatte. Die hat aber bis heute noch angehalten.

    Auf die Idee, auf Borreliose testen zu lassen, kam ich erst, als ich vor rund einem Monat 3 Wochen lang Kopfschmerzen in Folge hatte und danach extreme Schmerzen in meinem linken Augenmuskel bekam, welche nicht auf Migräne zurückzuführen waren. Teilweise konnte ich meine Augen nicht mehr bewegen und wenn ich mich nur kurz in der Sonne befand, hatte ich das Gefühl, mein Kopf würde brennen (mit Migräneschmerzen, die ich auch kenne, absolut nicht vergleichbar). Diese Symptome mit den Augen und dem "Gehirnbrennen" sind inzwischen wieder weg, allerdings ist nun etwas Neues dazugekommen.

    Meine Oberschenkel tun weh, das ist aber ein ganz merkwürdiger Schmerz, es fühlt sich an, wie ein Reißen und Zerren über die gesamten Oberschenkel vllt. muskelkaterähnlich, es brennt und kurz danach fühlt sich alles ganz taub an. Teilweise ist das bereits morgens nach dem Aufwachen, ich muss dann kurz warten, bis sich alles wieder normal anfühlt, bis ich aus dem Bett steigen kann. Weiß jemand, was das ist?

    Was mir auch noch Sorge bereitet, mein Herz fühlt sich komisch an, es wechselt von einer Sekunde auf die andere von Herzrasen, was teilweise richtig sticht und weh tut in der Brust, zu niedrigem Blutdruck, wo mir schwindelig wird (einfach nur vom Aufstehen zum Beispiel) und mir schwarz vor Augen wird. Ich bin extrem kurzatmig und keuche schon von ein paar Treppen und es flimmert vor meinen Augen. Hier muss ich dazu sagen, dass ich regelmäßig Sport treibe, Ausdauer und Yoga und das nicht an einem schlechten Kreislauf mangels Sport liegen kann. Aber auch beim und nach dem Sport fühle ich mich einfach nur noch wie tot und nicht mehr so energiegeladen wie früher. Das geht jetzt schon seit Monaten so und davor war ich topfit.

    Hier muss ich dazu sagen, dass ich mir im Dezember letzten Jahres eine Bronchitis eingefangen hatte und den Fehler gemacht hatte, tagelang weiter meine Sport zu treiben, das waren teilweise 40min Crosstrainer an 4 Tagen die Woche... Ich ließ es erst sein, als ich mitten in einer Traniningseinheit irgend soeinen stechenden krampfähnlichen Schmerz in der Brust bekam und fast vom Trainer gefallen bin vor Schmerz. Ich habe dann erfahren, dass man mit Sport während einer Bronchitis eine Herzmuskelentzündung riskieren kann und mich auch geschont. Leider habe ich aber seitdem diese "Probleme" mit dem Herzen, durch das Schonen war es damals zwar besser geworden und ich habe mir nicht groß weiter Gedanken gemacht. Seit meiner Erkältung im April sind diese Probleme aber wieder voll da und aktuell wird es immer schlimmer, trotz Sport, wo man ja meinen könnte, der Kreislauf müsste dann besser werden... zu niedriger Blutdruck, dann Herzrasen mit stechenden Schmerzen, extreme Erschöpfung bei kleinsten Bewegungen, Atemnot, obwohl ich atme wie verrückt, das Gefühl, als wäre einfach kein Sauerstoff in der eingeatmeten Luft. Kann hier ein Zusammenhang mit der Borreliose bestehen oder kommt gar doch nicht ausgeheilte Herzmuskelentzündung hinzu? Und - ganz wichtig, sollte ich den Sport erstmal komplett sein lassen? Oder soll ich generell erstmal abwarten, wie ich mich fühle, wenn ich das AB gegen die Borreliose eine Weile nehme?

    Ich werde das natürlich alles testen lassen müssen, das ist mir schon klar, vor dem Ärztemarathon graut mir allerdings jetzt schon, in der Regel gehe ich nur zum Arzt, wenn es absolut notwendig ist.

    Auch den Gedanken an eine Hirnhautentzündung hatte ich, ich weiß zwar, dass mir gesagt worden ist, dass ich dann hier nicht schreiben könne, aber eine virale Hirnhautentzündung soll milder verlaufen und da könnten die Symptome auch stimmen.

    Tut mir leid, dass das so viel geworden ist, aber ich wollte das möglichst ausführlich beschreiben, weil ich wissen möchte, was das ist und das nicht auf die leichte Schulter nehmen, wie ich es bisher tat. Ich möchte endlich wieder gesund sein. Das schlägt mir nämlich langsam echt auf die Psyche... :-|

  • 3 Antworten

    Ah, ganz vergessen, zu dem Blutbild meinte meinte Ärztin außerdem, dass ich sehr schlechte Leberwerte habe. Woran das liegt, weiß ich aber auch nicht, da ich keinen Alkohol trinke... Das soll in 6 Wochen nochmal neu geprüft werden. ":/

    Leider gab es hier noch keine Antworten, aber ich wollte trotzdem mal einen bisherigen Statusbericht schreiben.
    Sport lasse ich aktuell großteils aus. Also, ich fahre Fahrrad zum See und sowas, aber mache aktuell keinen Ausdauersport...

    Das AB vertrage ich ganz gut... Von der häufigen Übelkeit, Erbrechen usw. die man haben soll, bin ich bisher verschont geblieben.
    Kopfschmerzen habe ich fast jeden Tag, aber wirklich eher dezent im Hintergrund. Dazu fühlt sich mein Kopf auch irgendwie heiß, was zwar latent unangenehm ist, aber erträglich.
    Dafür reagiere ich aber wirklich sehr empfindlich auf Sonne. Man soll sie zwar vermeiden, aber ganz geht das, gerade in dieser Jahreszeit nun nicht. 5 Minuten reichen dann schon, dass sich meine Haut heiß anfühlt, wie sonst nach Stunden. Sie ist gerötet und fühlt sich noch stundenlang nach der Sonne taub an, so, als hätte ich eine Weile in Eiswasser gelegen. Dazu ein ganz mit komisches Kribbeln, trotz dem darunterliegendem Hitzegefühl. Am stärksten betroffen ist der Kopf.

    Die Müdigkeit und Erschöpfung ist vorgestern verschwunden, an Tag 4 der Einnahme, aber auch der Tag, wo die Nebenwirkungen bezüglich der Sonne losgingen...

  • Hyperion

    Hat das Thema geschlossen