Borreliose oder nur Ausschlag?

    Hallo zusammen,

    Vorweg, ich weiß wie ein typisches EM aussieht und dass eine Borreliose auch ohne den Kreis vorhanden sein kann.


    Nur zu meiner Situation, ich hatte vergangenen Donnerstag früh eine kleine schwarze(?) Zecke an meiner linken Hüfte außen beim duschen bemerkt und entfernt. Seitdem beobachte ich die Stelle, die wie ein roter Punkt/Pickel bzw Mini-Mückenstich aussieht. Kein roter Kreis bisher.


    Seit heut morgen habe ich an der Leiste beidseitig einen roten, juckenden Ausschlag, welcher u.U. aber auch von der Sonne kommen könnte, oder vom Bikini Höschen...


    Jetzt gerade merke ich, dass der Lymphknoten in der Leiste links geschwollen und etwas schmerzhaft auf Druck reagiert. Kann das ne normale Reaktion auf die Zecke sein oder doch eher auf Borreliose? Kann es unabhängig von der Zecke mit dem Ausschlag zusammenhängen oder kann der Ausschlag mit der Zecke zusammenhängen?


    Mein Hausarzt hat noch 2 Wochen Urlaub, ab wann wäre ein Blut Test auf Borreliose sinnvoll? Wenn kein typisches EM kommt?":/

  • 13 Antworten
    malika82 schrieb:

    Mein Hausarzt hat noch 2 Wochen Urlaub, ab wann wäre ein Blut Test auf Borreliose sinnvoll? Wenn kein typisches EM kommt?":/

    Ich bin schon hunderte Male von einer Zecke gebissen worden, ohne jemals eine Wanderröte gehabt zu haben. Trotzdem reagiert der Körper, wäre nach einem Mückenstich doch nicht anders.Und ein Lymphknoten ist genau dazu da. Da steckt die "Körperpolizei", die sich eben um Stiche jeder Art kümmert, dort sitzt die Immunabwehr. Schön, dass sie funktioniert.


    Wenn sich nun eine starke Röte um die Bissstelle entwickelt hätte, ok, dann kann man sich mal Gedanken machen, aber so?


    Allein, wenn man nur links gebissen wurde, aber nun rechts was juckt, ist doch von der Logik schon mal klar, da besteht null Zusammenhang.


    Und ich würde nicht dauern in der Leiste rumdrücken, um zu sehen, ob ich da mit meinem Gefummel nicht auch mal einen Lymphknoten reizen könnte.

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    Zitat

    Allein, wenn man nur links gebissen wurde, aber nun rechts was juckt, ist doch von der Logik schon mal klar, da besteht null Zusammenhang

    na gut, es juckt rechts UND links, von daher, aber sorry wenn ich dir zu unlogisch bin.


    Zitat

    Und ich würde nicht dauern in der Leiste rumdrücken, um zu sehen, ob ich da mit meinem Gefummel nicht auch mal einen Lymphknoten reizen könnte.

    mache ich nicht, hab ich auch nirgends erwähnt, dass ich da dauernd dran rum drücke, ich habe es gestern zufällig bemerkt und 1x gezielt hingefasst, da er sich links anders anfühlte als rechts.


    Zitat

    Ich bin schon hunderte Male von einer Zecke gebissen worden, ohne jemals eine Wanderröte gehabt zu haben.

    Das freut mich für dich, mein Mann hatte 1 Zecke bisher, mit typischer Wanderröte, musste 3 Monate Antibiotika nehmen. Ich hatte bisher 2 Zecken (das war jetzt Nummer 3) und keine Wanderröte, vorher auch keine geschwollenen Lymphknoten. Deshalb nun meine Frage.


    Hauptsächlich war sie auf die Zeit bezogen, ab wann eine Blut Untersuchung auf Borreliose Sinn machen könnte...


    Trotzdem danke für deine Antwort.

    In drei Tagen kann eine Borreliose-Infektion niemals Symptome in mehr als 10 cm Entfernung von der Einstichstelle entwickeln.Deine Symptome sind daher mit Sicherheit nicht durch den Zeckenstich verursacht.

    Das Ausbleiben einer Wanderröte gibt aber keine Sicherheit vor Borreliose.

    Ein Bluttest hat frühestens 4 Wochen nach dem Befall Sinn. Es wird nämlich dabei geprüft, ob im Blut Antikörper gegen Borrelien vorhanden sind. Deren Entwicklung dauert mindestens 4 Wochen. Bei Personen mit starkem Immunsystem auch länger. Deshalb sollte ein zunächst negativ ausgegangener Borreliosetest nach weiteren 4 Wochen wiederholt werden.

    Falls von der Zecke Borrelien direkt in eine Blutbahn gebracht wurden, dann tritt natürlich keine Wanderröte auf. Die Krankheit beginnt gewissermaßen mit dem Stadium 2. Dann können nach 2 Wochen Grippe ähnliche oder Schlaganfall ähnliche Symptome auftreten.

    So war es vor 17 Jahren bei mir. Ich erblindete 2 Wochen nach dem Zeckenstich für eine halbe Stunde auf einem Auge. Ich kam in die Schlaganfall-Notaufnahme. Dort wurden aber keine Anzeichen eines Schlaganfalls gefunden. Mein geäußerter Verdacht auf Borreliose wurde weg gewischt mit der (falschen) Begründung: Ohne Wanderröte keine Borreliose.

    Leider wurde damals kein Borreliosetest gemacht und ich bekam auch nicht vorsorglich ein Antibiotikum. Ein Jahr später wurde dann aufgrund von Muskel- und Gelenksschmerzen sowie unerklärlichen Schweißausbrüchen ein Borreliosetest gemacht und dabei Borreliose im Stadium 3 festgestellt. Mehrere Heilungsversuche hatten bisher jeweils nur eine temporäre Wirkung von 2 bis 9 Jahren. Ich habe mich nach meinem inzwischen dritten Rückfall daran gewöhnt, mit meiner Borreliose zu leben.

    Emax schrieb:

    In drei Tagen kann eine Borreliose-Infektion niemals Symptome in mehr als 10 cm Entfernung von der Einstichstelle entwickeln.Deine Symptome sind daher mit Sicherheit nicht durch den Zeckenstich verursacht.

    So ist es.

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    Zitat

    Das Ausbleiben einer Wanderröte gibt aber keine Sicherheit vor Borreliose.

    Ein Bluttest hat frühestens 4 Wochen nach dem Befall Sinn. Es wird nämlich dabei geprüft, ob im Blut Antikörper gegen Borrelien vorhanden sind. Deren Entwicklung dauert mindestens 4 Wochen. Bei Personen mit starkem Immunsystem auch länger. Deshalb sollte ein zunächst negativ ausgegangener Borreliosetest nach weiteren 4 Wochen wiederholt werden.

    das mit dem Ausbleiben wusste ich eben, daher die Frage.

    Danke Emax für deine ausführliche Antwort, das mit dem Zeitraum ist sehr hilfreich. Werde bis dahin mal beobachten, ob evtl andere Symptome hinzukommen, und dann mal meinen Hausarzt konsultieren.

    die juckende stelle in der leiste kann durchaus ein hautpilz sein

    mit der zecke würd ich das nich in verbindung bringen

    gegen pilze gibt es gute salben freiverkäuflich in der apotheke, würd ich mal versuchen und wenns nich besser wird, einem arzt vorstellen

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    BenitaB. schrieb:

    Könntest ja auch mal, wenn der Gedanke an Borreliose quält, eine Kur mit Karde machen.

    Und dann? Was hätte sie davon?

    soll auch gegen Borreliose helfen, halt ohne die Nebenwirkungen von Antibiotika. Aber einfach so auf Verdacht...":/ weiß auch ned.

    Bisher hat sich an der "Biss-Stelle" noch keine Veränderung gezeigt. Also gehe ich jetzt mal nicht von einer Infektion aus.

    malika82 schrieb:

    soll auch gegen Borreliose helfen, halt ohne die Nebenwirkungen von Antibiotika.

    Tuts aber leider nicht. Das ist ein frei erfundenes Märchen, welches nicht mehr totzukriegen ist.


    Und wie schon gesagt wurde, von einem Zeckenbiss an der Hüfte kriegst du kein Jucken in der Leiste.

    Davon abgesehen, dass "Jucken" auch nicht gerade typisch wäre für eine Wanderröte.

    Wird am ehesten wohl ein Pilz sein.

    Vielleicht in einem vielbesuchten Badesee ohne Chlorung gebadet?

    Aber auch in gechlortem Freibad kann es passieren.

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    es hat inzwischen auch wieder aufgehört zu jucken, war wohl ein blöder Zufall. und ich bin da gedanklich wieder weg davon.


    Und die Karde hätte ich eh ned ausprobiert auf gut Glück. Bin ja kein Versuchskaninchen ;-)