Für alle, die Symptome haben, die kein Arzt diagnostizieren kann

    Bei mir wurde nach 8 langen Monaten eine Borreliose diagnostiziert.


    Die Borreliose ist die zweithäufigste Infektionskrankheit Deutschlands und wird von vielen Ärzte (Neurologen inklusive) übersehen!


    Hier finde ich viele Posts, die mich an meine Symptome erinnern, deshalb möchte ich allen, deren zahlreiche Symptome bisher noch nicht diagnostiziert wurden, ans Herz legen, einen Borreliose-Test machen zu lassen (unbedingt einen Westerblot-/Immunoblot-Test - der übliche ELISA-Test ist nicht ausagekräftig!).


    Hier eine Symptomliste, die euch vielleicht weiterhelfen kann:


    http://www.dr-hopf-seidel.de/borreliose-symptome.html

  • 79 Antworten

    Das viel größere Problem ist, dass die Existenz der "chronischne Borreliose" nach wie vor unbewiesen ist und Symptomlisten wie die oben verlinkte jeder seriösen Grundlage entbehren.

    the-caver,


    da ich selbst chronische Borreliose habe, finde ich deine Aussage empörend und vor allem absolut irreführend!!!! Mir ging es sehr schlecht, bevor ich von einem borrelioseerfahrenen Arzt diagnostiziert und richtig behandelt wurde. Jetzt geht es mir um EINIGES besser. Ich bin kein Einzelfall. Auf den Borreliose-Foren Deutschlands (und in allen anderen Ländern), tummeln sich Tausende chronisch an Borreliose Erkankte!


    Wer nichts über die Krankheit weiß, sollte hier keine Kommentare geben!


    Wer etwas über die Krankheit und ihr (gefährliches!) chronisches Stadium wissen will, sollte sich hier informieren:


    1) Buch: Die verschwiegene Epidemie (Birgit Jürschik-Busbach)


    2) Buch: Krank nach Zeckenstich (Petra Hopf-Seidel)


    3) Buch: Borreliose - Zeckeninfektion mit Tarnkappe (Ute Fischer)


    4) Forum des Deutschen Borreliose-Bundes (wo, alle chronisch Kranken über the-cavers Aussage aus den Galoschen kippen würden!): http://forum.bfbd.de


    5) Website der International Lyme Disease Association: www.ilads.org


    6) Website der Deutschen Borreliose-Gesellschaft: http://www.borreliose-gesellschaft.de/Texte/Leitlinien.pdf


    7) Preisgekrönter Borreliose-Dokumentarfilm: Under Our Skin - www.underourskin.com#


    8) Website des Deutschen Borreliose-Bundes: www.bfbd.de


    Es gibt noch 1000 mehr Quellen.


    Zur Borreliose herrschen in Deutschland zwei Lehrmeinungen, 1) chronische Borreliose existiert (sagen alle Borreliose-Spezialisten und VOR ALLEM chronisch Kranke!) 2) chronische Borreliose existiert nicht (sagen ein paar Ärzte, die leider ihre Lehrmeinung als "geltend" durchsetzen konnten und die bei der Erstellung ihrer Leitlinien weder borrelioseerfahrene Ärzte noch Patienten-Geschichten mit einfließen ließen). Wie diese fatale Lehrmeinung zu Stande kam und warum die derzeit geltende Lehrmeinung (chronische Borreliose gibt es angeblich nicht), so fatal ist, erfährt man in allen obigen Quellen. (Besonders im Buch "Die verschwiegene Epidemie")


    Des Weiteren möchte ich noch einmal betonen, dass mich 15 Ärzte fehldiagnostiziert haben und mein Hausartzt mich aufgegeben hatte. Seit ich auf Borreliose behandelt werde (und meine ist eine Spätmanifestation, die oft als chronisches Stadium bezeichnet wird - der Übergang zwischen "spät" und "chronisch" ist nicht genau definiert), geht es mir WESENTLICH besser. Von 20 massiven Symptomen, die ich über einen Zeitraum von fast einem Jahr hatte (normalerweise spricht man ab 6 Monaten Beschwerden vom chronischen Stadium), sind nur noch 5 übrig geblieben. Ich erhalte derzeit eine (wie man sieht erfolgreiche!) antibiotische Langzeit-Therapie.


    Der Borreliose-Erreger ist mit dem der Syphillis verwandt. D. h. er ist schwer zu bekämpfen. Leute, die meinen, Borreliose sei einfach zu behandeln, beziehen sich auf das Frühstadium der Krankheit (das leider HÄUFIG übersehen wird!)


    Chronische Borreliose hat epidemische Ausmaße angenommen. Man kann mir hier glauben oder nicht. Aber sinnvoll wäre es, erst alle oben genannten Quellen zu lesen.


    Eine unbehandelte chronische Borreliose kann Organe schädigen, zur Erblindung, zum Rollstuhl, zur Myokarditis, zu ALS und zum TOD führen.

    Im Gegenteil, the caver, es ist die Lehrmeinung "Es gibt keine chronische Borreliose", die jeglicher seriösen Grundlage entbehrt. Wenn man erst einmal weiß, WER diese Lehrmeinung erstellt hat und auf welchen NICHT SERIÖSEN Grundlagen sie basiert, wird man anders als du darüber denken.


    Als Patient kann man seinem Arzt sagen, dass man nach der Lehrmeinung der Deutschen Borreliose Gesellschaft behandelt werden möchte! Man muss sich nicht der "Es gibt keine chronische Borrliose"-Lehrmeinung beugen.


    Und wer mitdenkt und an der Krankheit nicht zugrunde gehen will, tut gut daran, sich nicht an die "Es gibt keine chronische Borreliose"-Lehrmeinung zu halten.


    Lesen, lesen, lesen! Nicht einfach GLAUBEN, was wir hier schreiben (egal, ob the-caver oder ich). Selbst informieren!!!

    @ galwaygirl2

    ab wann spricht man von chronischer Borreliose? Bin da ziemlich neu auf dem Gebiet und kenne mich nicht aus.

    Hallo Happycola (schöner Name ;-) ),


    normalerweise wird das Stadium 3 (Monate bis Jahre nach dem Zeckenstich) als Spätstadium oder auch chronisches Stadium bezeichnet.


    Man muss aber beachten, dass "chronisch" nicht automatisch "chronisch-persistierend" bedeutet. Chronische Beschwerden können immer wiederkehren (mit langen Phasen der Symptomfreiheit); "chronisch-persistierende Borreliose" hingegen bedeutet, dass die Symptome dauerhaft vorhanden sind. Auch im Stadium 3 kann man (mithilfe eines guten Arztes und abhängig davon, welche Symptome man hat) Symptomfreiheit erzielen.


    Ich kenne Leute, die nach monate- oder jahrelanger Dauerantibiose wieder ganz normal und ohne jegliche Beschwerden leben. Andere sind nicht so glücklich dran.

    Ich habe von Borreliose keine Ahnung, finde aber für mich selbst in der anfangs verlinkten Symptomliste viele "Treffer" und wäre glücklich, einige davon loswerden zu können.


    Wenn ich da mal ganz naiv und unbeleckt rangehe, stellt sich mir jedoch folgende Frage:


    Die Liste ist sehr lang, viele der gelisteten Symptome hingegen sind ziemlich unspezifisch bzw. mehrdeutig; die Abdeckungsbreite also gewaltig. Dennoch soll bereits ein Zusammentreffen von "mehr als drei" davon einen Borreliose-Verdacht begründen. :-o Da kann sich ja fast jede(r) betroffen fühlen! Ich finde bei mir jedenfalls mühelos wesentlich mehr als 3 der Symptome.


    Nach solchen Kriterien wäre Borreliose ein Begriff, der aufgrund seiner geringen Trennschärfe ziemlich wertlos wäre. Lt. Wikipedia ist es zudem ein Sammelbegriff für verschiedene Krankheiten.


    Deshalb meine Frage: wenn so ein diagnostischer Begriff Sinn machen soll, muss es ja trotz der sehr unterschiedlichen Erscheinungsformen auch was Gemeinsames, Verbindendes geben. Kann mich jemand kurz und knackig aufklären, ohne dass ich mich durch einen Glaubensstreit lesen muss?


    Von einer Langzeit-Behandlung mit AB habe ich bisher auch noch nie gehört (außer in Bereichen der Nutztierhaltung, wo es umstittenerweise standardmäßig dem Futter beigemischt wird). Würde das nicht die Gefahr von Resistenzen geradezu heraufbeschwören? (Die bekanntlich schon heute erhebliche Probleme machen.)

    Hallo Individualist,


    es wäre gut, wenn du eines der drei von mir empfohlenen Bücher lesen würdest. Borreliose ist viel zu komplex, um sie hier in ein paar Beiträgen zu erklären.

    Da die Borreliose eine Multiorganerkrankung ist, ist die Symptomliste natürlich lang. Wenn man seine Beschwerden auf der Symptomliste wiedererkennt, alle anderen Krankheiten ausgeschlossen hat, jeder Arzt auf dem Schlauch steht oder rät, zum Psychiater zu gehen, dann sollte man sich auf die Suche nach einem borrelioseerfahrenen Arzt machen.

    Zitat

    Von einer Langzeit-Behandlung mit AB habe ich bisher auch noch nie gehört (außer in Bereichen der Nutztierhaltung, wo es umstittenerweise standardmäßig dem Futter beigemischt wird). Würde das nicht die Gefahr von Resistenzen geradezu heraufbeschwören? (Die bekanntlich schon heute erhebliche Probleme machen.)

    Es gibt jede Menge Krankheiten, die mit antibiotischer Langzeit-Therapie behandelt werden - so z. B. auch die Syphillis, deren Erreger mit dem der Borreliose verwandt ist. Die "Resistenzen", vor denen alle so viel Angst haben, sind nicht halb so gefährlich wie eine unbehandelte Borreliose.


    Da ich nicht möchte, dass "meine" Borrelien meine Herzklappe schädigen und ich irgendwann tot umkippe (ich hatte massives Herzrasen, Herzstechen und hohen Ruhepuls), nehme ich meine AB und freue mich, dass ich wieder auf dem Weg der Besserung bin.

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    Da kann sich ja fast jede(r) betroffen fühlen!

    Es sollte sich auch jeder betroffen fühlen. Borreliose nimmt in Deutschland (und auch in anderen Ländern) epidemische Ausmaße an.

    Zitat

    Des Weiteren möchte ich noch einmal betonen, dass mich 15 Ärzte fehldiagnostiziert haben und mein Hausartzt mich aufgegeben hatte. Seit ich auf Borreliose behandelt werde (und meine ist eine Spätmanifestation, die oft als chronisches Stadium bezeichnet wird – der Übergang zwischen "spät" und "chronisch" ist nicht genau definiert), geht es mir WESENTLICH besser.

    Es ist schön, das es dir besser geht aber nur weil es bei dir der Fall war – sprich Borreliose – muss es ja nun nicht bei jedem diese Krankheit sein. Lese nun schon einige Zeit deine Beiträge überwiegend bei den von Krankheiten Angstgeplagten wie den ALSlern im Psychologieunterforum. Aber statt sich ihren Ängsten zu stellen und endlich mal fundierte Hilfe in Form von einer Therapie anzunehmen, stürzen sie sich jetzt von ALS auf Borreliose – weißt du was ich meine? Sollte man nach dem gefühlten 2000. Arztbesuch nicht endlich mal akzeptieren psychisch krank zu sein statt sich von einer Krankheit auf die nächste zu stürzen?

    Zitat

    Es gibt noch 1000 mehr Quellen. the-caver, offensichtlich kannst du solche nicht fundierten Aussagen nur machen, weil du von der Krankheit KEINE AHNUNG hast. Arbeite dich erst einmal durch alle oben genannten Quellen, komm dann wieder und erzähl mir dann immer noch, es gäbe keine chronische Borreliose.

    Also ich streite nicht ab das es chronische Borreliose gibt – aber so wie du es darstellst müsste fast jeder zweite mit diesen Symptomen Borreliose haben. Wie gesagt – nimmt man nur die hälfte der Borreliosesymptome dann können die auch auf sämtliche andere Krankheiten hindeuten.

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    oder rät, zum Psychiater zu gehen, dann sollte man sich auf die Suche nach einem borrelioseerfahrenen Arzt machen.

    Das halte ich für etwas sehr vermessen. Wenn ich damals dem Rat meines Arztes nicht gefolgt wäre und nicht zum Psychiater gegangen wäre – dann wäre ich jetzt nicht wieder gesund. Beim Facharzt für Borreliose wäre ich definitiv falsch gewesen;)


    Natürlich weiß ich auch, das es viele Ärzte gibt, die leicht aufgeben und vieles versuchen auf die psychische Schiene zu schieben aber auch da sollte man nicht alle über einen Kamm scheren.


    Gibt auch gründlich untersuchende Ärzte ;-)

    @ Brombeerküchlein:

    Also kann man, allein durch die Psyche, solche Symptome produzieren? Aus deiner Erfahrung her meine ich jetzt. Hattest du wohl auch diverse Probleme die du dir nicht erklären konntest?