Kriebelmückenstich, jetzt Wanderröte?

    Hallo,


    am Samstag den 8.7. wurde wie ich mir mittlerweile sicher bin von einer Kriebelmücke am Knöchel gestochen, die Reaktion mit Schwellung ließ noch bis Montag auf sich warten, aber dafür umso heftiger. War dann beim abends beim Notdienst und bekam eine HydroCortison Salbe. Die Apothekerin bestätigte mir ohne das ich auch nur ein Wort gesagt hatte, dass war bestimmt eine Kriebelmücke.


    Die Schwellung klang dann langsam ab, bis sie letzten Samstag den 15.7. schließlich fast vollständig verschwunden war. Daraufhin machte ich am Montag dieser Woche dem 17.7. wieder Kraftsport und merkte höchstens ein leichtes Ziehen, dass ich der Entlastung zuschrieb.


    In der Nacht zu Dienstag 18.7. wachte ich dann von einem stark brennend Juckreiz auf, der halbe Fuß war scharf abgegrenzt gerötet, wie auf folgenden Bildern zu erkennen ist:


    Am Dienstag 18.7.


    http://imgur.com/a/rKJf7


    Am Mittwoch 19.7.


    https://imgur.com/a/RJQGe


    Damit war ich dann abermals beim Arzt gerade nachdem sich um die Einstichstelle ein hellerer Ring abzeichnete, der meinte nur auch als ich ihn explizit auf Wanderröte angesprochen habe, dass das anders aussieht und Kriebelmücken das in der Regel nicht übertragen. Möglich ist es aber, wie ich im Netz nachgelesen habe. Auch möglich ist wohl dass eine Wanderröte selten juckt und brennt, die Information, dass sie manchmal Blasen wirf (wie bei mir zu sehen) fand ich nur auf einer Seite wieder und könnte ich nicht durch andere Quellen quer bestätigen. Jetzt frage ich euch, ist das eine Wanderröte oder würdet ihr diese ausschließen? Sollte ich vielleicht nochmal zu einem anderen Arzt?


    Nochmal Bilder von heute 20.7.


    http://imgur.com/a/NxfyJ


    Vielen Dank für eure Hilfe


    Manuel

  • 17 Antworten

    Ein kurzes Update:


    War beim Hautarzt und der meinte, eine Wanderröte könnte er nicht mit genug Sicherheit ausschließen oder anders gesagt, er kann zwar nicht mit 100% Sicherheit ein Erythema migrans diagnostizieren hat aber einen so dringenden Verdacht, der eine Antibiotikagabe absolut rechtfertigt.


    Nehme jetzt also seit Freitag 200mg Doxycylin 100mg morgens und 100mg abends.


    Komme bisher gut damit klar, also keine Übelkeit oder sonstiges.

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    Danke für die Besserungswünsche, die Rötung ist auf jeden Fall schon deutlich schwächer geworden.


    Also die Antibiotika scheinen wohl anzuschlagen.


    Jetzt wo ich die Bilder eines Erysipels sehe, ähneln sich gerade die Blasen doch sehr stark.


    Vielleicht ist ja auch eine Koinfektion denkbar, Antibiotika gibt man ja in beiden Fällen.


    Danke für eure Einschätzung.

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    Du kannst zusätzlich noch Rivanol - Umschläge machen.


    Damit heilt es schneller.


    https://medikamio.com/de-de/medikamente/rivanol-10-g/pil

    Der Tip mit dem Rivanol ist gut, dass haben wir sogar noch im Haus, also so ein Pulver (ich nehme an man mischt das mit Wasser?! )


    @onodisep Diese Viecher sind auch echt gemein, wie soll das denn erst werden, wenn die Population ähnliche Ausmaße wie bei der normalen Mücke annimmt? Dann darf man ja bald nicht mehr vor die Tür gehen.

    Ja, jedes Jahr im Frühjahr kommt in schöner Regelmäßigkeit in den Medien eine Erinnerung an die Zeckenimpfung, aber gegen die Viecher selbst tut keiner was. Man könnte versuchen rechts und links der Hauptwanderwege mal 5 Meter einzusprühen, vielleicht würde dies die Population schon ausreichend reduzieren. Aber dann wäre ein Aufschrei in der Bevölkerung gegen Gift in den Wäldern sicher. Ich spüre noch heute eine Hautspannung an der ehemaligen Stichstelle!

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    Es gibt auch Nützlinge. ;-) Wenn man etwas einsprüht, dann zieht man auch das das restliche Ökosystem in Mitleidenschaft. Zudem ist es nur eine Frage der Zeit bis zur nächsten Resistenz. Besser wäre wohl, das man den Nährboden entzieht oder das man einen natürlichen Feind einsetzt, der sich ins Ökosystem eingliedert.

    Ja, für unsere Naturschützer würde es vielleicht auch schon genügen, wenn man 2 Meter vom Wegesrand an den Hauptwanderwegen abmäht. Hier wachsen aber die Brennnesseln bis in den Weg. Ich darf an die Sika-Mückenplage vor den olympischen Spielen in Brasilien erinnern - irgendwann sind die auch bei uns.

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    Ich habe seit gestern einen ca. 5xx6 cm großen roten Fleck am Oberschenkel, der juckt und erhaben ist. Es sieht so aus, als sei in der Mitte ein Biss oder Stich zu sehen.Damit war ich heute beim Arzt und mir wurde eine antibiotische Salbe verschrieben. Ausserdem wurde Tetanus aufgefrischt.


    Bin neu hier und weiß nicht, wie man ein Foto einfügt, sonst würde ich es euch gerne zeigen.


    Ich bin Viel im Wald spazieren mit meinen Hunden. Hatte zwar in der letzten Woche zwei Zecken, aber nicht an der Stelle.


    Bei meiner Schwester wurden vier verschiedene Borrelien durch Bluttest festgestellt. Ich habe ein bisschen Angst, dass es mich auch treffen könnte

    Hallo zusammen,


    Dein Krankheitsverlauf ähnet meinem; nur dass jetzt bei mir (20.102017) mittels Western Blot sowohl IgG als auch IgM hoch positiv sind!


    Auch ich wurde Anfang Juli d.J. von einer Kriebelmücke gestochen; hatte eine großflächige rot/blaue Entzündung, die mittels kortisonhaltiger Salbe vom Arzt behandelt wurde. Ab Mitte August hatte ich grippeähnliche Symptome, die bis jetzt anhielten; Schmerzen in den großen Gelenken, Sehstörungen usw.


    Die Wanderröte zeigte sich also ca. 3,5 Monate nach Kriebelmückenstich!


    Obwohl mein Arzt meinte, eine Kriebelmücke übertrüge keine Borreliose, bin ich da mittlerweile anderer Meinung!


    Viele Grüße


    Sylvia

    @ Sylvia

    Wirst du denn entsprechend behandelt? Ist merkwürdig, welche Auffassung dein Arzt vertritt.


    Gute Besserung @:)

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