• Verdacht auf Borreliose, aber keiner macht eine richtige Untersuchung, wie weiter?

    Hallo,

    nun ich habe eine Odyssee an Arzt- und Krankenhaus besuche hinter mir die letzten 10 Jahre und dabei sind viele Diagnosen rausgekommen. Wenn ich alle Befundberichte ausdrucken würde, ergebe das ein Stapel Papier von ca. 1,5 kg. Nun, ich hatte im Jahr 2009 einen Zeckenstich und die restlichen Teile der Zecke wurden in der Notaufnahme im Krankenhaus…
  • 45 Antworten

    Ich schicke dir morgen früh mal etwas per PN.

    Vielleicht findest du dich da wieder.

    Keine Sorge, ich schiebe nichts auf die Psyche.

    LG.

    Das könnte von mir sein .. ich hatte zig Beschwerden... vor allem Taubheitsgefühle, Kribbeln, Schmerzen in Muskeln und Gelenken, Sehstörungen usw .. wurde auch auf Borreliose getestet... immer negativ. Dann bekam ich nach Jahren aus dem nichts Ende Jänner eine riesige Wanderröte auf der Hüfte... dort hatte ich nie eine Zecke... und schon gar nicht um die Jahreszeit oder die Monate davor .. habe dann Antibiotika von der HA bekommen.. die Röte verschwand... die Beschwerden blieben. Wichtig zu wissen ist auch, dass nahezu die Hälfte der Borreliose Patienten keine Wanderröte entwickelt.. oder wie in meinem Fall viel, viel später.


    Mit Glück stieß ich auf die Homepage von Fr Dr Hopf Seidel... dort findest du auch Borreliose Spezialisten in deiner Nähe.

    Geholfen hat mir auch das Forum Onlyme (einfach googeln)...


    Ich hatte dann eine mehrwöchige Antibiotika Therapie... die Symptome sind weniger geworden... aber nie ganz weg.


    Alles Gute!


    Ps. Fibro wurde bei mir übrigens auch vermutet.

    nanchen schrieb:

    Ich frage mich was es bringen sollte, jetzt die Diagnose Borreliose zu bekommen. Was würde sich ändern?

    Man versucht es dann nochmal mit Antibiotika. Die Aussichten sind zwar nicht so gut, wie bei einer frischen Borreliose, aber den Versuch unternimmt man dann vermutlich lieber, als es gar nicht zu probieren.
    Ansonsten sehe ich aber die Gefahr, dass man ab Diagnosestellung jeden (sorry:) quersitzenden Pups auf die Borreliose schiebt. Zumindest habe ich mal eine Weile in einem größeren Borreliose-Forum mitgelesen und mein Eindruck war, dass die Mehrheit der dort aktiven User eine ziemlich ungesunde Selbstbeobachtung hatten und wirklich gar nichts mehr als "hat man mal" abhaken konnten - alles war natüüürlich die Borreliose:-/

    Heißt ich geb dir grundsätzlich recht, dass man bei erfolgloser Antibiotikatherapie sich auch nix davon kaufen kann, nun einen Namen für das Beschwerdebild zu haben.

    Die Neuro-Borreliose ist, neben Candida oder auch Östrogendominanz, Vitamin-D-Mangel, usw. zu "Modekrankheiten" der Alternativmedizin geworden. Ich wäre da extrem vorsichtig. Vor vielen Jahren habe ich mich leider auch in diesen Sog reinziehen lassen und irgendwann endlich einen Arzt gefunden, der mir Doxycyclin verschreibt. Das Zeug, was wirklich alles platt macht.


    Nach 14 Tagen ging es mir unsagbar dreckig, weil ich natürlich nichts hatte. Die ganze Angst vor der Krankheit löste super viele Symptome aus. Es tat überall weh. Das war mit Einnahme der Antibiotika dann weg, aber irgendwann kamen echte Symptome von den Nebenwirkungen. Magenschmerzen, Kopfschmerzen ... Man tut sich damit einfach nichts gutes und steigert sich unfassbar tief in irgendwas hinein. Nie wieder!

    Hallo.


    erstmal Euch allen Frohe Pfingsten.


    Nun jetzt habe ich noch etwas recherchiert in der Sache Borreliose. Dann kann ich mir das jetzt auch vorstellen, das die Standard-Test, wie ELISA, IIFT oder Immunoblot, unzuverlässig sind. Weil in diesen Test nur einen einzigen Borrelien-Stamm testen, das heißt wenn nur nach A gesucht wird kann B und C nicht gefunden werden. Es gibt noch mehrere Borrelien-Stämme, aber diese werden nicht erkannt. Diese Standard-Test werden von der GKV bezahlt, weitere nicht, wie ein 16+ Test wo das gesamte Spektrum der Stämme getestet wird.

    Dass die Standardtests so ungenau sind, liegt einerseits an der Beschaffenheit der Tests, andererseits an den Borreliose-Erregern selbst, von denen es viele unterschiedliche Formen gibt. Eine einzige Zecke kann mehrere Borrelien-Arten übertragen. Zudem sind Borrelien Meister der Tarnung und können ihre Oberflächenstruktur im Körper verändern.

    Hinzu kommt die Problematik der Tests an sich. Jeder Test enthält einige definierte Antigene. Das heißt, diese Antigene können sich nur mit entsprechenden Antikörpern verbinden. Es gibt aber mehrere Arten krankmachender Borrelien und daher auch meherere unterschiedliche Arten von Antikörpern und Antigenen.


    Und so ein 16+ Test kostet mal so zwischen 30 € und schlappe 700 €. Aber wenn das die GKV bezahlen würde bräuchten die Betroffenen nicht so eine Odyssee an Arztbesuchen haben. Es gibt auch einige Labore die verschiedene Test-Kits, wo Test positiv ausfallen und bei anderen Labore wieder negativ ausfallen.


    Das ist ja das schlimme an der ganzen Sache, das die GKV diese speziellen Test nicht bezahlt. Und du als Betroffener wirst dann auf die Psycho-Schiene abgestellt, weil der Standarttest negativ ausgefallen ist und somit die Sache Berreliose abgehakt ist, obwohl du Borreliose hast.

    Paula53 schrieb:

    Das ist ja das schlimme an der ganzen Sache, das die GKV diese speziellen Test nicht bezahlt.

    Hat ja auch seinen Grund warum solche Test nicht von der KK bezahlt werden, da ihnen der wissenschaftliche Nachweis fehlt.

    Und mal ebend 700 Euro für einen Test der wissenschaftlich nichtmals bewiesen ist, dass sollte man sich sehr gut überlegen


    https://www.aerzteblatt.de/arc…felhafte-Borreliose-Tests


    Zitat


    Und so fallen immer neue Angebote diagnostischer Tests, die die Probleme lösen sollen, auf fruchtbaren Boden. Häufig aber sind diese Tests wissenschaftlich nicht ausreichend validiert. Sie können falsche Therapieentscheidungen auslösen, die den Patienten mehr schaden als nutzen, kritisieren deutsche und internationale Fachgesellschaften (1, 2, 3).

    Zitat


    Ihr Fazit: Der Test, der für circa 66 Euro als Selbstzahlerleistung angeboten wird, sei derzeit weder für die Diagnostik noch für das Therapiemonitoring zu empfehlen.

    mnef schrieb:

    Warst du mal beim Orthopäden? Da gehen bei mir alle Alarmglocken (obwohl es nichts Dramatisches wäre) für Probleme im Halswirbelbereich. Auch die Missempfindungen passen sehr gut dazu.

    ?

    Also ist das Labor was im Harz diesen 16+ Test anbietet und durchführt nur auf Profit aus und die Ergebnisse führen zu nichts? Also nur auf Dummfang und will damit Geld verdienen, auf Kosten der Betroffenen. So würde ich das jetzt sehen.


    Gibt es nun Borrelin-Stämme wie überall beschrieben wird?


    Nun würde der Test für mich nichts bringen, wäre eine alternative zur geplanten Lumbalpunktion um das Nervenwasser zu untersuchen bei mir. Den mein Bauchgefühl sagt mir, das bei mir was nicht stimmt und ich mein Immunsystem hatte schon Kontakt mit den Co-Infektionen auch war ein ELISA-Suchtest ein Wert positiv und der andere Negativ. Sprich Borrelien IgG negativ; Borrelien IgM positiv(2012) Zeckenstich 07/2009


    Da hatte ich schon diese Symptome,die begannen ca. 12/2009 mit Erkältungsähnlichen Symptomen, da hatte man gedacht, das ich mir einen grippalen Infekt eingefangen habe. Dazu kamen wie Kribbeln, Gelenkschmerzen usw.

    Das zog sich dann bis 2012 hin und man überwies mich in eine Rheumatische Klinik hier wurden wieder Labortest durchgeführt um Rheuma und Co wurde ausgeschlossen. Daraufhin stelle man dann die Diagnose Fibromyalgie, womit ich mich bis heute noch nicht angefreundet hat. Weil zu diesen sogenannten Fibro-Symptomatik noch andere dazu kamen, die nicht für Fibro sprechen.


    Nun werde ich mich einer Lumbalpunktion unterziehen, um mal etwas Klarheit zu bekommen. Das mit dem 16+ Test wäre natürlich eine alternativ Option, gegenüber einer Lumbalpunktion. Darum die Frage, wieviel Borrelien-Stämme gibt es? Und warum wir bei den Standard-Test nur ein Borrelien-Stamm getestet, wenn es mehrere geben sollte.

    Natürlich war ich schon beim Ortho. Aber in Sachen HWS das ist auch ein Thema für sich. Speziell Kopfgelenkinstabilität usw. Da will auch keiner ran, weil es " angeblich " sowas nicht gibt. Da könnte ich auch ein Buch mit sieben Sigeln Schreiben, was ich da schon alles erlebt habe.

    Da müsste man ein spezielles MRT durchführen lassen, weil man das im normalen MRT nicht sieht, oder nicht sehen möchte. Ich sage nur, Geld regiert die Welt. Ein normales MRT wird von der KK nur mit 125 € abgerechnet bzw. bezahlt. Wenn man das selbst zahlt ca. 650 - 700 € dann bekommst du einen ausführlichen Bericht, was man da dann alles sieht und befundet. Dann kann man das auch richtig therapieren. Für 125 € wird ein Radiologe nur das befunden was da im rahmen drin ist, mehr wird er nicht machen. Hatte in der Richtung schon ein CT-HWS und ein MRT-HWS durch, sogar ein MRT-Schädel. Es ist alles soweit OK, ob wohl ich Schmerzen und Beschwerden habe. Und ein Laie sieht schon das das Atlas und Axis-Gelenk nicht gerade sind, sprich eine Fehlstellung. Aber das stimmt nicht, laut den Ärzten. Wo soll ich dann noch hingehen???????

    Das wird dann auch alles auf Psyche geschoben.


    Das zum Thema Orthopädie.

    Paula53 schrieb:

    Also ist das Labor was im Harz diesen 16+ Test anbietet und durchführt nur auf Profit aus und die Ergebnisse führen zu nichts?

    Wie gesagt, der Test hat keinen wissenschaftlichen Nachweis und darum musst du den auch selber bezahlen.


    Das ist mit anderen Leistungen auch so, den sog. IGEL Leistungen.

    Das sind alles schöne Testungen die der Arzt anbietet, zum selbstzahlerpreis, aber sie haben keinen wissenschaftlichen Nachweis.