Datensicherung in Cloud?

    Liebe Leute,


    seit Jahren nutze ich die Gratis-Dr*pbox mit mehr oder weniger gutem Gefühl. Darum lade ich zum Beispiel keine persönlichen Fotos hoch, aber ich würde gerne meine Fotos und auch sonstige Dokumente in Zukunft besser sichern. Denn ich muss zugeben: Ich habe zwar eine externe Festplatte, aber eine reicht ja eigentlich nicht. Und ich nutze sie nur 2-3x im Jahr, um mal etwas zu sichern. Und als mein letzter Laptop gestorben ist, habe ich die Sachen von der externen Festplatte auch nicht wieder auf den neuen Laptop geladen sondern fand es eigentlich nett, dass er so sauber ist...


    Zudem habe ich eine irrationale Angst vor Überschwemmungen und Feuersbrünsten, die meine Datensicherung zuhause zunichte machen. Für mehrere Datenträger, auch noch an unterschiedlichen Orten, bin dann aber doch zu faul.


    Deshalb finde ich so eine Cloud an sich schon sehr praktisch. Und ich würde auch ein paar Euro im Monat dafür bezahlen, wenn ich weiß, dass meine Daten dort sicher sind - einerseits vor dem Verlust aber andererseits auch vor den Betreibern oder Hackern.


    Ich kenne mich nicht so gut mit dem Thema aus und kann daher nicht wirklich beurteilen, ob eine Cloud überhaupt eine gute Lösung ist und wenn ja, welche da sicher genug wäre. Ich habe schon ein paar Testberichte gelesen, aber trotzdem würde ich mir gern weitere Meinungen einholen.


    Nutzt ihr Clouds? Mit welcher seid ihr zufrieden und warum?


    Hattet ihr vielleicht auch schon mal schlechte Erfahrungen mit einem Anbieter?


    Bin gespannt auf eure Berichte.

  • 40 Antworten

    Ich bin da pragmatisch und meine: Alles, was nicht bei mir ist, liegt nicht in meiner Hand ;-)


    Ich vermute mal, Du hast einen Windows-Rechner, bei einem Mac könnte das Backup tagesaktuell automatisch laufen (TimeMachine). Bei sehr wichtigen Daten, wo viel Arbeit oder persönlicher Bezug drinsteckt, empfehle ich erstens eine externe Festplatte mit RAID 0 (das sind zwei gespiegelte Festplatten in einem Gehäuse, da kann eine kaputtgehen, die Daten sind trotzdem noch da) und eine zweite zur Sicherheit, die man monatlich aktualisiert und dann bei Eltern / Freunden lagert. Im Windows-Falle muss ja meist nur die Ordner "Dokumente" und "Bilder" gesichert werden, es sei denn, Du hast ein anderes Ordnungssystem eingerichtet. Generell ist es ungünstig, Dein Zeug aus zehn oder mehr Orten auf Deiner Festplatte zusammensuchen zu müssen.


    Die Cloud würde ich nur empfehlen, wenn man oft von verschiedenen Orten auf seine Daten zugreifen muss und das dann womöglich noch von verschiedenen Computern aus. Da sollte man aber über Verschlüsselung nachdenken (allerdings ist auch das nur "gefühlte" Sicherheit).


    *:)

    Ich nutze keine Cloud für private sensible Daten. Da bin ich gerne selbst Herr drüber.


    Glücklicherweise habe ich aber auch einen echten Webserver, der in Köln in einem Rechenzentrum steht und regelmäßig gesichert wird. Das ist mein wichtigster zweiter Katastrophenabschnitt.


    Cloud ist dann komfortabel, wenn man von verschiedenen Geräten aus relativ regelmäßig auf zentrale Daten auch zugreifen möchte. Als Backup-Medium ist es eigentlich nicht, gedacht, wenngleich man es auch dafür verwenden kann. Und vor den Synchronisationsmöglichkeiten, die z.B. in Smartphones, Office365 usw. enthalten sind, habe ich relativ große Sicherheitsbedenken, da nicht nur die Geräte und die Zugangskennungen trotz der breiten Streuung geschützt bleiben müssen - auch die Zugänge selbst und die Cloud müssen sicher sein. Da gerade die prominenten Cloudanbieter mit ihren Softwarelösungen stets im Visier der Hacker sind, ist die Wahrscheinlichkeit, dass regelmäßig eine Sicherheitslücke auftaucht, doch relativ hoch.


    Also Bankdaten und kompromittierende Fotos besser nicht in die Cloud legen. So etwas wird immer wieder passieren. Daran müssen wir uns im Zuge der weiteren Digitalisierung gewöhnen.

    In Stiftung Warentest wurden im März 2016 Cloud-Dienste getestet. Test


    Allerdings haben sich die Bedingungen der einzelnen Dienste z.T. seit dem Test erheblich geändert.


    Mein Sohn benutzt Dropbox, allerdings liegen die Daten außerhalb Deutschlands und unterligen deshalb nicht unserem Datenschutzniveau.


    Als zahlender Telekom-Kunde kann man die MagentaCloud nutzen; 25 GB sind frei. Die Daten liegen in Deutschland.

    Wenn du zuviel Angst hast, nimm eine eigene Cloud. Ich habe einen eigenen Mietserver und darauf meine Nextcloud installiert. Das Ding steht sonstwo in Deutschland. Funktioniert genau wie Dropbox. Ich synchronisiere damit sogar meine Termine, Kontakt, etc und mein Handy lädt automatisch alles was ich Fotografiere auf meine eigene Cloud. Da kommt dann auch kein anderer dran. Je nach Speicherbedarf kostet das sehr wenig, wenn du nur 10GB willst, kannst du schon für 4€ im Monat deinen eigenen Server hosten.

    Ich habe meine Bilder und Dokumente auf der PC-Festplatte mit automatischer Synchronisation auf der Telekom Cloud. Zusätzlich sichere ich in regelmäßigen Abständen auf einem NAS am Router.


    Eine ausländische Cloud würde ich nicht benutzen, bin aber davon überzeugt, dass die Cloud besser abgesichert sind als manch ein Computer. Jedenfalls ist für mich NAS und Festplatte der größere Unsicherheitsfaktor.

    Danke schon einmal für eure Antworten.


    Stimmt, ich bin Windows-Nutzer und ich habe mein eigenes Ordnungs- bzw. Unordnungssystem :-p Ich greife auch gerne von anderen Geräten auf meine Daten zu. Das betrifft eine Minderheit der Daten, aber man weiß nie und ich finde es schön, alles an einem Fleck zu haben.


    Vielleicht sollte ich dennoch noch einmal über eine gute externe Festplatte nachdenken... oder was gäbe es noch für Alternativen? Wie funktioniert es mit einem eigenen Webserver?


    Kompromittierende Fotos und Bankdaten möchte ich nicht speichern. Es geht eher um Urlaubsbilder (Erinnerungen) und digitale Lohnabrechnung, Bewerbungssschreiben, Haushaltsplan, Briefe. An sich nichts Wildes und doch in der Kombination sehr viele Informationen über mich.


    Ist es denn viel Aufwand, eine eigene Cloud zu betreiben? Und ist es wirklich sicherer, auch wenn ich dafür einen Server miete? Ist das überhaupt zu empfehlen für Laien?


    Telekom-Kunde bin ich nicht.

    Naja, einfach finde ich es schon. Wie einfach es für dich ist, keine ahnung :). Wenn man fit im PC ist kriegt man das schon hin.


    Sicherer ist es in zweierlei wegen: 1. du bist ein uninteressantes opfer. auf einem anderen cloud server erwischen sie die daten von 1000enden, bei dir nur von einem. das wird keiner einfach mal so angreiffen. und wenn du fleissig updates einspielst ist so ein server relativ sicher... 100% wird es nie geben.

    Vor einigen Tagen ging eine Horrormeldung durch Presse. Es gibt eine Sicherheitslücke aufgrund konstruktiver Mängel bei den Prozessoren. Besonders einfach sollen Rechner von Usern zu knacken sein, die die Cloud verwenden.

    Also Cloud ist dann ok, wenn man seine Daten vorher selber verschlüsselt und nur diese verschlüsselten Dateien hochlädt. Ob dann die Cloud nochmals selber veschlüsselt oder nicht, ist dann egal. Man muß halt sein eigenes Verschlüsselungsverfahren für sicher halten.


    Wenn man das ganze irgend wie automatisiert hinbekommt, ist das eine einigermaßen komfortable Sache und man die Daten auch außer Haus gesichert, so dass selbst beim Totalverlust im eigenen Haus die Daten überleben.


    Anders würde ich eine Cloud nicht benutzen, egal was der Betreiber sagt und verspricht.

    Kulturschaffender

    Zitat

    empfehle ich erstens eine externe Festplatte mit RAID 0 (das sind zwei gespiegelte Festplatten in einem Gehäuse, da kann eine kaputtgehen, die Daten sind trotzdem noch da) und eine zweite zur Sicherheit

    Achtung Verwechslung :


    Das was du meinst, das heißt RAID 1 (Mirroring, gespiegelt also) --> RAID 0 (Striping) ist in dem Fall fatal und FALSCH, weil die Daten ABAB... u.s.w. auf zwei hdd immer abwechseln geschrieben werden ! Vorteil ist Geschwindigkeit, in dem Fall aber völlig irrelevant. Ist bei RAID 0 nur eine Platte futsch, sind dann ALLE Daten weg. Mal unter RAID googeln, wer sich dafür interessiert. RAID 0 heißt nicht umsonst "Harakiri-RAID"

    Zitat

    Vor einigen Tagen ging eine Horrormeldung durch Presse. Es gibt eine Sicherheitslücke aufgrund konstruktiver Mängel bei den Prozessoren. Besonders einfach sollen Rechner von Usern zu knacken sein, die die Cloud verwenden.

    Belafonte, bitte schließe dich nicht dem aktuellen Bullshitgeredet an. Es ist keine "Horrormeldung" und es ist nicht die schlimmste Lücke bisher. Es ist eher schlimm wie die hersteller damit umgehen.


    Knacken kann man damit erstmal garnichts. Zuerst braucht man zugang zum Zielsystem. Dannach kann man im Speicher wühlen und muss dort auch erstmal was finden. Man kann es attackieren, aber dadurch ist nicht alles was wir kennen plötzlich unsicher. Es gibt barrieren, die die hacker VORHER überwinden müssen und dann müssen sie noch mit viel viel Stochastik den Speicher nach Mustern durchsuchen und können dann EVENTUELL passwörter rekonstruieren. Ich drehe als Entwickler gerade durch, weil unsere Sensationsgeile Presse nur Bullshit verzapft...

    Zitat

    Belafonte, bitte schließe dich nicht dem aktuellen Bullshitgeredet an. Es ist keine "Horrormeldung" und es ist nicht die schlimmste Lücke bisher. Es ist eher schlimm wie die hersteller damit umgehen.

    Macht das die Sache jetzt besser? Im Übrigen war der Bullshit eine Tagesschaumeldung und einen halbseitigen Bericht in der NRZ wert.

    Ich hab mir Nextcloud mal angesehen und denke, dass ich nicht die Zielgruppe dafür bin.


    Und wenn sie ownCloud ähnelt - mit der war ich im beruflichen Kontext leider schon reichlich unzufrieden.


    Welche Cloud ist denn mit "die Cloud" gemeint, Belafonte?

    Zitat

    Macht das die Sache jetzt besser? Im Übrigen war der Bullshit eine Tagesschaumeldung und einen halbseitigen Bericht in der NRZ wert.

    Und? Fußball kommt auch in der Tagesschau und steht in der Zeitung... Das ist kein Merkmal, dass es Qualität hat. Fakt ist das Leute, die nicht vom Fach sind, über ein Thema berichten, das sie nicht verstehen.

    Zitat

    Und wenn sie ownCloud ähnelt - mit der war ich im beruflichen Kontext leider schon reichlich unzufrieden.

    Nextcloud ist ein Fork von ownCloud, die haben aber genau das richtig gemacht, was owncloud falsch gemacht hat.

    Zitat

    Fakt ist das Leute, die nicht vom Fach sind, über ein Thema berichten, das sie nicht verstehen.

    Ich verkaufe hier nichts. Halte meinetwegen Journalisten für Idioten, und Frieden ist.

    Zitat

    Welche Cloud ist denn mit "die Cloud" gemeint, Belafonte?

    Stechmücke: In der Meldung hieß es allgemein, dass besonders die Rechner einfach zu hacken sind, die Daten in einer Cloud abgelegt haben.