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    hell = englisch für "Hölle"

    Das Wort heißt hellsehen und wenn Du schon übersetzt, dann bitte den vollständigen Begriff. Denn wenn man nur eine Hälfte eines Wortes übersetzt, kommt noch nicht einmal eine halbe Wahrheit heraus. :-p


    Aber das wusstest Du als Wissenschaftler natürlich, stimmts? Es macht halt zu und zu viel Spaß, gezielt hie und da ein paar Versuchsballönchen einzustreuen und sich dann gemütlich zurückzulehnen und zuzuschauen, wenn andere User darüber in Streit geraten.


    Aber um mal bei deiner Vorlage zu bleiben, wollen wir doch mal schauen, ob das auch mit dem Begriff 'steppo' funktioniert: 'Step' kann man sowohl mit 'Treppe/Stufe', aber auch mit 'treten' übersetzen. Demnach bist du ein Treter, genau genommen sogar ein Potreter ]:D


    ;-D ;-D ;-D ;-D

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    Was interessiert es, ob sich da jemand vor der Kamera auf Jesus Christus beruft oder etwa die Apollo-8-Crew aus der Bibel vorliest? Hat das wirklich etwas mit dem Glauben zu tun, oder ist es nicht eher eine Show?

    Die drei Astronauten sahen die Erde, die nicht größer war als ein Daumennagel, durch die Luke ihrer Apollo-Kapsel. Stelle dir das bitte einmal vor: Dein ganzes bisherige Leben und die gesamte Menschheit auf die Größe eines Fingernagels reduziert! Und dann verschwand die Erde. Von der Mondrückseite war sie nicht mehr zu sehen. Es war gar nichts mehr zu sehen. Der Mond war zu einer großen tiefschwarzen Wand geworden. Die dreie waren nun allein und im Kosmos in ihrer winzigen Kapsel, kein Funkkontakt, gar nichts, nur Stille. Und dann ging die Erde auf! Erdaufgang.


    Es war der Heilige Abend 1968. Weihnachten auf der Erde! Da schauspielert man nichts, Monsti.

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    Der Supergau für die Nahtod-Gläubigen wäre, köstliche Vorstellung, wenn jemand von ausschweifenden Sex-Erlebnissen, großen Orgien mit lasziven, unersättlichen Frauen berichten würde...


    steppo25

    Und wieder einmal. Nur weil steppo25 noch keine solche Berichte zu lesen bekommen hat, heißt das noch lange nicht, dass es keine Menschen gibt, die diese und ähnliche Erlebnisse längst gemacht haben, ohne dass ihr Weltbild deshalb zusammengebrochen wäre. Der Grund, warum es "so" etwas eher selten zu lesen gibt, liegt wohl darin, dass man dem "Nahtod" anderweitig auf die Sprünge geholfen hat. :=o


    Unser Gehirn ist sehr viel kreativer als unser Bewusstsein, man muss nur DA-HINTER kommen, womit auch immer ]:D

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    Wäre in Deutschland unvorstellbar, dass die Fussballer Weltmeister werden und die Spieler sowas im Moment ihres Sieges vor den Kameras sagen

    Positiv: Sie ersparen uns Unehrlichkeit


    Negativ: Sie (nicht alle, es werden aber mehr) gehören einer anderen Glaubens-Richtung an, und sie werden sich hüten, im Abendland ihren Gott zu preisen.

    Weder ist das kompliziert noch verkorkst. Der neue Superstar soll etwas persönliches sagen, und dann erwähnt er Jesus. Welchen Grund gibt es, vom dem zu schweigen, was einen bewegt? Wirbt er für den IS?

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    Die Göttlichkeit von Jesus(DEM!)Christus wird abgestritten - aber GANZ VEHEMENT.


    Jesus wurde stattdessen von dem Profeten (Mohammed, Friede sei auf ihm) zu einem bloßen Profeten (Friede sei auf ihm) vor dem Profeten, (Mohammed, Friede auf ihm) degradiert.

    Womit sich Mohamed selbst in die Kette der Propheten einreiht - als endgültig letzter.


    Gerade habe ich eine Euro-Münze in der Hand. Auf der Vorderseite ist die Eins und der Umriss Europas zu sehen, auf der Rückseite die Darstellung Leonardo da Vincis der harmonischen Proportionen des Menschen.


    Jesus und Christus stehen zueinander wie die beiden Seiten einer Münze, ungetrennt, aber unvermischt! Wirf da bitte nichts durcheinander!


    Jesus hatte sich selber als "Menschensohn" gesehen, einer Figur des AT: "Er kam mit den Wolken des Himmels, ..alle Nationen und Sprachen müssen ihm dienen ..sein Reich geht niemals unter" (Dan7,14). Das Reich Gottes ist nicht im Himmel, sondern eines, in dem man essen und trinken kann, in Friedferitgkeit. Dafür setzte Jesus sein Leben ein.

    Ach ja, die Hölle. Ein realer Ort, z.B. die Hölle von Verdun. Hunderttausende wurden in dem "Planspiel" sinnlos "verheizt" in einer bis dahin nie gekannten durchschlagsfähigen Kriegsmaschine. Aber man muss es positiv sehen. Diese Hölle brachte den Stahlhelm hervor, erfunden 1916. Bis dahin zerfetzten Geschosse Gehirne wie Melonen samt den Pickelhauben aus Pappmaché.

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    Aber man muss es positiv sehen. Diese Hölle brachte den Stahlhelm hervor, erfunden 1916.

    Positiv? Ich sehe jede Art von Rüstung kritisch, weil sie Kriege für gewöhnlich "führbahrer" erscheinen läßt.


    Außerdem, der Stahlhelm schützt nur gegen kleine Splitter. Gewehrgeschossen gehen, abhängig von Auftreffwinkel und Entfernung/Energie, meist durch...

    Den eigenen Glauben in die Welt hinauszuposaunen, gilt als ober-uncool. Lässt man sich davon nicht beeindrucken und "steht dazu" ist das okay; man muss allerdings gewillt und in der Lage sein, Anfeindungen hinzunehmen. An sich stimme ich zu: Glaube mag Privatsache sein, integer ist es, ihn auch nach außen hin offen zu vertreten.

    Naja, wir hatten auf einer Exkursion im Studium mal einen, der vor jedem Essen ein Tischgebet sprach, davor und danach andächtige Kreuzzeichen. Wir wären ja nicht sonderlich irritiert gewesen hätte er das Gebet nicht laut gesprochen, wir anderen warteten mit dem Essen, bis er fertig war. Am Tisch saßen mehrere Katholiken, inkl. unseres Prof. und meiner Wenigkeit, aber wir alle fanden dies befremdlich, besonders natürlich jene, die mit Religion überhaupt nichts am Hut hatten, zumal gerade dieser Student ansonsten weder freundlich noch kooperativ war.


    Ich finde halt im öffentlichen Zur-Schau-Tragen einer Religion nichts, was den Glauben ausmacht. M.E. kann man diesen viel ehrlicher im eigenen Denken und Handeln zeigen. Natürlich mache ich aus meinem Glauben kein Geheimnis, aber davon erfährt eigentlich nur jemand, der mich konkret fragt.


    Im vergangenen Jahr verbrachte ich viele Wochen im Krankenhaus und fiel u.a. dadurch auf, dass ich viele Patientinnen auf zum Teil ungewöhnliche Weise unterstützte. Einer Dame wusch und föhnte ich z.B. alle zwei Tage die Haare. Einer anderen zupfte ich Barthaare aus, weil sie es selbst nicht konnte und die Schwestern es nicht durften. Mehreren alten Damen schnitt ich täglich ihre Speisen mundgerecht zu. Auch ihre Zahnprothesen säuberte ich. Alle bekamen nach meinen sommerlichen Gartenrunden frisch gepfückte Blumen (hübsch arrangiertes Unkraut aus der Umgebung) mitgebracht. Für mich war das immer ein selbstverständlicher Akt der Nächstenliebe, und ich tat das auch wirklich gerne, und freute mich über die Freude jener Patientinnen. Eine Ärztin und ein Pfleger sprachen mich direkt darauf an, worauf ich eine ehrliche Antwort gab.


    Ähnlich handhabte es eine alte Frau aus der Türkei, die kein Wort Deutsch sprach, aber täglich alle im Zimmer mit frischem Obst und türkischen Süßigkeiten verwöhnte. Die alte Frau war streng gläubige Muslimin, natürlich Kopftuchträgerin (durfte man ihr auch beim Transport zum OP nicht abnehmen, es musste beim Aufwachen aus der Narkose auch wieder an Ort und Stelle sein) und eine Seele von Mensch. Wenn sie lachte, ging die Sonne auf.


    Interessant fand ich bezüglich der alten Frau folgendes: Wenige Tage zuvor hatte mich eine Freundin besucht, die mir Wasser aus Lourdes mitgebracht hatte. Ich verteilte das Wasser im Zimmer. Alle krebskrank und alle wollten etwas davon haben. Dann kam ich zu jener Türkin, die gerade Besuch von einer Enkelin hatte. Ich erklärte der Enkelin, was das für ein Wasser ist, ich würde der Oma gerne etwas davon geben, ob ich das dürfe. Die Enkelin übersetzte (hoffentlich korrekt), worauf Oma zu strahlen begann und nickte. Ich strich ihr etwas von dem Wasser auf die Stirn und die Handoberflächen und sagte "Inschallah". Oma sagte "Harikasın" (= wunderbar?) und war überglücklich.

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    Ich finde halt im öffentlichen Zur-Schau-Tragen einer Religion nichts,

    Christen, die die Bibelworte halbwegs ernst nehmen wollten, sollten vielleicht nochmal nachlesen- denn genau der Abschnitt vor dem "Vaterunser" sagt (Elberfelder 1905, Matthäus 6: 5-8):


    Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler; denn sie lieben es, in den Synagogen und an den Ecken der Straßen stehend zu beten, damit sie von den Menschen gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. 6 Du aber, wenn du betest, so geh in deine Kammer und, nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist, und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten. 7 Wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern wie die von den Nationen; denn sie meinen, daß sie um ihres vielen Redens willen werden erhört werden. (Jesaja 1.15) 8 Seid ihnen nun nicht gleich; denn euer Vater weiß, was ihr bedürfet, ehe ihr ihn bittet.

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    Naja, wir hatten auf einer Exkursion im Studium mal einen, der vor jedem Essen ein Tischgebet sprach, davor und danach andächtige Kreuzzeichen. Wir wären ja nicht sonderlich irritiert gewesen hätte er das Gebet nicht laut gesprochen, wir anderen warteten mit dem Essen, bis er fertig war. Am Tisch saßen mehrere Katholiken, inkl. unseres Prof. und meiner Wenigkeit, aber wir alle fanden dies befremdlich, besonders natürlich jene, die mit Religion überhaupt nichts am Hut hatten, zumal gerade dieser Student ansonsten weder freundlich noch kooperativ war.


    Ich finde halt im öffentlichen Zur-Schau-Tragen einer Religion nichts, was den Glauben ausmacht. M.E. kann man diesen viel ehrlicher im eigenen Denken und Handeln zeigen. Natürlich mache ich aus meinem Glauben kein Geheimnis, aber davon erfährt eigentlich nur jemand, der mich konkret fragt.

    Wenn der Student zuhause halt auch immer vor dem Essen sein Tischgebet spricht und sich bekreuzigt, warum sollte er sich dann auf der Exkursion verstellen und verleugnen, nur weil er mit anderen in einem Speisesaal sitzt? Aus Angst, jemand könnte mitbekommen, dass er an Christ ist? Warum sollte ein Christ sich verstecken und so tun, als wäre er kein Christ?


    Das hat doch nichts mit "Zur-Schau-Tragen" zu tun.

    Nun, für mich kommt ein solches Verhalten nun mal so an, zumal alles andere überhaupt nicht zu seinem angeblich so intensiven Christsein (vor allem: Nächstenliebe!) passte. Lass' es doch bitte einfach als subjektive Empfindung so stehen. Wo ist das Problem?