Gibt da ein altes Sprichwort...


    ..."Die Mutter der Dummheit ist immer schwanger", in Kontinentaleuropa ist das "Jeden Morgen steht ein Dummer auf" wohl Bekannter. Das Problem dabei ist daß in Amerika - ganz im allgemeinen - Intellektualität, Bildung uswusf nicht so flächendeckend besteht wie eben in Europa, ich meine wir sprechen von einem Land in dem es sogar Staatenweise religiösen Fundamentalismus gibt (zwar christlichen, aber egal), wo Darwins Evolutionslehre als eine reine Hetzschrift, Provokation gegen den Herrn gilt, von Heiden mit ketzerischen Lügen vollgestopft.


    Kurz gesagt - die Mehrheit der Amerikaner sind einfache Leute mit einfachen Geist, denen Außenpolitik egal ist. Trump bietet doesen einfachen Leuten einfache Lösungen für die alltäglich neu aufkommenden Probleme des Alltags. Illegale Einwanderer nehmen euch die Jobs weg? Dann bauen wir eben eine unüberwindbare Mauer an der amerikanischen Grenze, die das ganze Pack draußen hält.


    Amerika hatte schon Schauspieler als Staatsoberhaupt, wäre es möglich hätte Schwarzenegger wohl auch gute Chancen. Warten wir es einfach mal ab.

    ich halte es für gut möglich, dass sich trump tatsächlich durchsetzt. er mag viel abstoßendes sagen, aber er spricht auch viele richtige und wichtige sachen an, die die anderen politiker meiden. dass das gut ankommt kann ich schon verstehen.


    gerade auf dem feld der aussenpolitik halte ich übrigens trump fast für die bessere wahl: hillary steht für aggressiven interventionismus, trump eher für isolationismus. hillary's bilanz als ausseministerin ist auch nicht gerade brillant. klar, sie hat aus den bush-jahren vor allem im nahen osten ein chaotisches schlamassel geerbt - sie hat aber während ihrer vier jahr auch keine verbesserung der lage erzielen können, eher im gegenteil.


    entscheidend wird in meinen augen die frage sein, wie gut hillary ihre wähler mobilisieren kann. trump wird bei der weissen mittel- und unterschicht eine rekordmobilisierung hinbekommen, dafür aber bei minderheiten und mit abstrichen auch bei den frauen schwächeln. womöglich entscheidet am ende wirklich die frage, ob sich die sanders-anhänger eher dem anti-establishment-kandidaten trump anschließen, allen habitus-unterschieden zum trotz, oder ob sie doch corporate-hillary als das geringere übel sehen.


    dass trump wirklich gegen die interessen der großkonzerne politik für die ökonomisch abgehängten und die ausblutende mittelschicht machen wird, halte ich aber für höchst fragwürdig. nicht nur weil trump selbst ein milliardär ist, sondern auch weil er sich mit mike pence den schosshund der koch-brüder als vize ins boots geholt hat. wirkt auf mich so, als ob die ihm nun doch finanzielle unterstützung geben, dafür aber "ihren" mann pence an seine seite stellen. falls ein president trump tatsächlich aussenpolitisch groben unfug anstellen sollte oder falls er innenpolitisch zuviel "change" durchführen will, gibts das kennedy-treatment und pence übernimmt. ]:D


    ist aber auch alles egal. in meinen augen stand noch nie eine us-wahl derart unter dem motto "wahl zwischen pest und cholera" wie diese. :(v

    Gestern beim Autofahren habe ich im Radio einen Politikpsychologen dazu Stellung nehmen hören.


    War plausibel, was er gesagt hat. Betrifft übrigens nicht nur Trump sondern auch Russland ect.


    In Zeiten der Krisen und Unsicherheit ist ein Großteil der Bevölkerung gewillt, jemanden zu wählen, der mit Macht und Ellenbogenprinzip und wenn es sein muss auch mit Gewalt seine Rechte durchsetzen will, denn man glaubt, dass es mit Diplomatie alleine auch nicht getan ist.


    Jemand wie Angela Merkel ect. vertritt das Gegenteil davon.


    In diesen Zeiten ist aber weder das eine noch das andere auf Dauer zielführend, sondern man braucht andere Herangehensweisen. Die Außen- und die Innenpolitik ist viel zu stark an die Konzerne und die Wirtschaft gebunden, so dass sie kaum eigene Entscheidungen treffen kann.

    Zitat

    Trump ist mir deutlich sympatischer. Er ist sehr viel mehr ein "Mann aus dem Volk". Während die Clinton aus genau der unnahbaren Oberschicht stammt die die eigentliche, verschworene Machtelite darstellt.


    Ich hoffe auf einen Wahlsieg von Trump, bin mir aber ziemlich sicher das die wahre Elite ihre Kandidatin durchdrücken wird.

    Und ich wollte immer schon mal jemanden hören, der den Verrückten gut findet, hab mich bisher gefragt, wie das möglich ist. Wenn Trump Präsident der USA wird, brauchst Du Dir, wie wir alle, nur noch wenig Sorgen um Deine Zukunft zu machen: Es wird kaum noch eine geben. Dieser Typ hat den Finger am Atom-Knopf

    Zitat

    In Zeiten der Krisen und Unsicherheit ist ein Großteil der Bevölkerung gewillt, jemanden zu wählen, der mit Macht und Ellenbogenprinzip und wenn es sein muss auch mit Gewalt seine Rechte durchsetzen will, denn man glaubt, dass es mit Diplomatie alleine auch nicht getan ist.

    Und für solch eine durchschlagende Erkenntnis brauchen wir heutzutage einen Politikpsychologen. Arme Welt.


    "Werter Herr, sie sehen so intelligent aus, wo lassen sie denken?"

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    In Zeiten der Krisen und Unsicherheit ist ein Großteil der Bevölkerung gewillt, jemanden zu wählen, der mit Macht und Ellenbogenprinzip und wenn es sein muss auch mit Gewalt seine Rechte durchsetzen will, denn man glaubt, dass es mit Diplomatie alleine auch nicht getan ist.

    Es wird sich zeigen, ob das in sich tief gespaltene Amerika derart am Boden liegt, um auf diesen Demagogen hereinzufallen. Es gibt nur noch eine verzweifelte Sehnsucht und bei den Konservativen keinen politischen Entwurf mehr. Das Panoptikum in Cleveland markiert das Ende der Republikaner für die nächsten vier Jahre. Trump gibt vor, "die reine Wahrheit" aufzuzeigen, begeht aber einen permanenten Landesverrat, indem er ein Endzeit-Szenario der Nation aufzeigt wie in einem drittklassigen Spielfilm.


    Ich verstehe nicht, dass einige hier eine offene Sympathie für ihn bekunden.


    Er will Arbeitsplätze nach Amerika zurückholen, ist aber selbst reich geworden durch Aufträge in Billiglohn-Ländern. Über die Kriminalität des Landes reißt er Zahlen aus dem Kontext. Das gleiche gilt für Staatsschulden und die zerfallende Infrastruktur. Die Nato-Partner sollen mehr zahlen, aber Trump will den "automatischen Bündnisfall" abschaffen. Politisch anders denkende werden als korrupt und unfähig hingestellt. Er will die Geheimdienste ausbauen, das Militär stärken, das Land zumauern, den IS vernichten, die Einkommen erhöhen, und und und ...

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    Ich verstehe nicht, dass einige hier eine offene Sympathie für ihn bekunden.

    In einer Wahl gegen Hillary Clinton, kann man meiner Meinung nach garnicht anders als zu Trump zu halten. Zumal hier auch viel Schwarzseherei am Werk ist. Trump wäre zwar als US-Präsident der mächtigste Mann der Welt, aber es bedeutet nicht, dass er alles alleine bestimmen kann. Außerdem denke ich nicht, dass sein Bild richtig wiedergegeben wird, weil man nie bedenkt, dass dieser Mann selber etwas zu verlieren hat und bei weitem nicht zu unberechenbar und dämlich sein kann, wie man selber glauben mag.

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    Außerdem denke ich nicht, dass sein Bild richtig wiedergegeben wird, weil man nie bedenkt, dass dieser Mann selber etwas zu verlieren hat und bei weitem nicht zu unberechenbar und dämlich sein kann, wie man selber glauben mag.

    Freundin von mir lebt in den Staaten und meint er wäre in der Tat so wie dargestellt, nur hier und da noch etwas dämlicher. Sie zieht ihn Cruz vor, der sei noch dazu ein Fanatiker, Trump wohl nur ein Opportunist, aber das ist wohl nur ein schwacher Trost. Hilary erfreut sie auch nicht gerade, sie ist dankbar das sie als Europäerin gar nicht wählen darf, aber sie würde das bekannte Elend dann doch vorziehen.

    Und selbst wenn Trump nicht so doof ist, so ist es doch unfassbar erschreckend wieviele Leute es sind und ihm folgen und von seinen Ideen total begeistert sind. Allzuweit kann er gar nicht abrücken, wenn diese Leute, die ihn als ihre letzte Chance vor dem Absturz sehen, nicht enttäuscht werden sollen. Und enttäuschte Idioten sind gefährliche Menschen.