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    trump hat ihn nominiert, weil die nominierung nun mal vom präsidenten kommt.

    Ja klar. Und weil sein ganzes Wesen von tiefem Respekt für die Gewaltenteilung geprägt ist, liefert er auch gleich die Direktive nach, wie der Gorsuch durch den Senat gehievt werden kann. Ein Ermächtigungsgesetz hat er zwar nicht, aber es gibt ja zum Glück noch andere Hebel, um den lästigen Firlefanz, der seinen Duchmarsch behindern könnte, aus dem Weg zu räumen.

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    glaub mir, die republikaner im senat wollen gorsuch mindestens genauso sehr wie trump.

    Du musst keine Eulen nach Athen tragen. Dass die Reps den Gorsuch wollen ist ja nun völlig unstrittig. Das Geplänkel hier dreht sich darum, ob sie ihn bekommen und wie. Für dich ist der Käse schon gegessen, für mich aus den genannten Gründen nicht.

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    Und weil sein ganzes Wesen von tiefem Respekt für die Gewaltenteilung geprägt ist, liefert er auch gleich die Direktive nach, wie der Gorsuch durch den Senat gehievt werden kann.

    wovon sprichst du? die nuclear option gab es schon lange vor trump. auch hat trump den senat gar nicht angewiesen, die nuclear option zu ziehen, um gorsuch durchzubekommen. und selbst falls er das getan hätte, wäre das eine unzulässige und nichtige anordnung. die entscheidung ob man diese option zieht oder nicht, liegt einzig und alleine bei den mitgliedern der senatsmehrheit.


    und ja, in zeiten hochgradiger polarisierung, in der es fast nie mehr vorkommt, dass eine partei im senat über 60 stimmen hat, führt das festhalten an dem filibuster und der 60-stimmen-hürde automatisch zu blockade und politischem stillstand. eine 60 stimmen supermehrheit zu verlangen, um gesetze durch den senat bringen zu können, ist in meinen augen einfach nicht mehr zeitgemäß.

    http://www.businessinsider.de/…an-polls-2017-2?r=US&IR=T


    http://i.imgur.com/JGjiZIM.png


    manche der zahlen verwundern mich etwas, zb die recht hohe zustimmung zu den keystone xl und dakota access pipelines, aber sind schon interessante zahlen. auch finde ich es interessant, dass die meisten dekrete trumps eine höhere zustimmung haben als er persönlich. ich wage mal die prognose: solange die politik die er betreibt bei einer mehrheit der amis anklang findet, spielen seine individuellen beliebtheitswerte eine untergeordnete rolle. er ist ja ohnehin explizit mit dem anspruch angetreten, nicht everybody's darling zu werden sondern aufzuräumen.

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    manche der zahlen verwundern mich etwas, zb die recht hohe zustimmung zu den keystone xl und dakota access pipelines, aber sind schon interessante zahlen.

    Mich nicht und mich wundert ja eigentlich schon fast, dass Du dich darüber wunderst, kennst Du doch gut die Rolle der Medien dort drüben, wenn es um "Big-Oil-Big-Money" Themen geht. Es wird einfach wenig berichtet, oft auch noch falsch, weil sie schlicht keine Journalisten vor Ort hatten und nur mal kurz hatten, als der Clash zwischen 4000 Veteranen und der polizei drohte. In der Zwischenzeit wird ab und zu der Pressesprecher der Polizei dort angerufen und gefragt wie die Lage ist. Nun ja kann man machen, denk Dir selbst deinen Teil ]:D


    DAPL Wishes This Whistleblower Would Just Shut Up Already


    Spricht jemand unangenehme interna aus, wird er von corporate media ignoriert, dabei ist es höchst interessant was er zu sagen hat.


    Wie? Es gibt tatsächlich Polizisten, die Ihren Job hingeschmissen haben, weil sie die Police brutality nicht länger mitmachen wollten? Unerhöhrt, sowas kann man nicht senden...


    Undercover Mitarbeiter der Pipeline-Firma infitriert das Camp, wird entdeckt und hat zufälligerweise eine Aussault Rifle im Auto. Mehrere Indianer und Umweltschützer redeten minutenlang auf ihn ein, das Gewehr abzulegen, sie konnten die Aktion erfolgreich deeskalieren (Video dabei). Diese Person läuft frei herum und die Person die die Lage hauptsächlich deeskaliert hat, steht nun vor Gericht.


    Militaristische Polizei in Aktion gegen unbewaffnete...


    Undercover Interview normaler Leute in der nächstgelegenenen Stadt Bismarck, wo die Pipeline ursprünglich entlang laufen sollte, aber sich die Stadt erflogreich gegen gewehrt hat


    Natürlich war diese Tatsache den befragten unbekannt...


    Und dann mal zum Vergleich eine Analyse eines CNN Berichtes über die Pipeline


    Noch irgendwelche Fragen zu den Umfrageergebnissen Black Gun ? ;-D

    alles von @footy Geschriebe mag da eine Rolle spielen, aber ich denke, es spielt eine ebenso wichtige Rolle die Tatsache, dass nach den anfänglichen Protestierenden mit guten Absichten zunehmend auch Festival- und Krawalltouristen den Protesten angeschlossen haben, die einfach auf Randale mit der Polizei aus waren.


    Das ist doch sehr ähnlich wie hier in D: wenn vermummte Antifa sich Randale mit der Polizei auf Demonstrationen zB. gegen Rechts liefern wollen, dann schwindet die Zustimmung in der Bevölkerung für diese an sich sehr guten und wichtigen Demonstrationen!


    Viele Protestierende haben sich dort benommen wie auf einem Musikfestival, haben Zelte, Müll, Essensreste auf dem heiligen Land der Indianer zurückgelassen.


    Dazu ein paar Links:


    http://www.washingtontimes.com/news/2016/nov/28/complaints-whites-co-opting-dakota-access-protest/


    http://www.washingtontimes.com/news/2016/dec/1/dakota-access-protesters-accused-of-destroying-env/


    http://www.washingtontimes.com/news/2017/jan/5/tensions-rises-over-crime-garbage-between-standing/

    Einige Hardcore-Chaoten haben, nachdem das Camp geräumt war, benachbarten privaten Grund, der mit der Pipeline nichts zu tun hat, besetzt und sogar von dort aus die Müllwagen angegriffen, mit denen der ganze Schrott des Camps abtransportiert wurde!


    Und dann gab es eben auch einige Fake-News aus dem Lager der Demonstranten:


    http://www.washingtontimes.com/news/2017/feb/5/dakota-access-pipeline-protest-plagued-by-fake-new/


    All dies zusammen dürfte der Glaubwürdigkeit des Protestes und damit auch der Zustimmung zu dem Protest nicht gutgetan haben! Es gibt bestimmte Typen von Demonstranten, die sehr viel kaputt machen können...

    Es ist in der Tat richtig, dass es da im Camp Chaoten gibt, ich meine überall wo mehrere hunderte oder tausende Menschen zusammenkommen, gibt es immer grundsätzlich Deppen dabei. Klar.


    Mich stört allerdings nur, dass die washingtontimes und viele anderen sich hauptsächlich dann nur mit dem Thema DAPL beschäftigen, wenn man die Bewegung damit unterschwellig diskreditieren kann oder in ein schlechtes Licht rücken kann. Das ist das was ich kritisiere und wodurch solche Zustimmungsraten, bzw. das Gegenteil, erklärbar werden.


    Ich meine das grundlegende Ziel, den Fluss und das Wasser zu schützen betrifft ja letzen Endes Flußabwärts 14 Mio- Menschen. Das wird ja auch nicht dadurch außer Kraft gesetzt, dass manche Protestler Ihren Müll nicht weggeräumt haben, oder sich an der logistischen Aufrechterhaltung des Camps nicht beteiligt haben. Das sind Nebenkriegsschauplätze. Aber sie werden thematisiert.


    Worüber dann z.B. nicht berichtet wird ist, dass die Polizei selber auf dem Highway vor Monaten eine Straßenblockade errichtet hat, wo es kein durchkommen mehr gibt. Dies hatte zum einen zur Folge, dass das Hotel mit Kasino, welches dort von dem Stamm betrieben wird nur noch Hoteleinnahmen generieren konnte, aber die viel größeren Kasinoeinnahmen ausblieben. Also quasi eine finanzielle Ausblutung. Aber man Schlug auch gleich 2 Fliegen mit einer Klappe, denn die Blockade sorgte auch dafür, dass z.B. Krankenwägen etc. teilweise einen Umweg von bis zu 1 Stunde fahren müssen, was natürlich die normalen Bürger dort tierisch aufregt und sie die Schuld dafür den Indianern in die Schuhe schieben. Sowas darf man auch gerne mal schreiben.


    Die Videos die ich gepostet hatte, stammen alle aus der youtube Playlist von TYTPolitics, wo es zum Thema mitlerweile über 200 Videos gibt, u.a. auch welche die genau das kritisieren, dass sich manche wie Schweine verhalten, da der Journalist Jordan Chariton vor Ort sowohl mit Umweltaktivisten spricht, als auch mit Anführen der Stämme und offiziellen, ich kann hier nur schlecht 200 Videos posten :-) Wer sich allerdings für die Thematik eingehend interessiert und mit englisch keine Probleme hat, findet dort eine sehr umfassende Informationsvielfalt zum Thema DAPL.


    Aber zurück zu Trump, hat eigentlich jemand die neueste Folge der Anstalt im ZDF gesehen mit dem Titel "Trumpstalt", fand ich herrlich und passt irgendwo auch zum Faden hier ]:D


    Die Trumpstalt 07.02.17 ;-D

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    Diesmal ist es "pro Trump", oder besser, es wird gezeigt, dass Trumps Anhänger voll hinter ihm stehen. Andere Blätter berichten über Trumps Gegner. Wo ist da die Einseitigkeit?

    Na bei ... äh ... du weißt schon ... öhm ... der Lügenpresse und den fake news und so. Wird schon stimmen, notfalls eben als alternative fact. Muss ja, wie könnte Drumpf sonst rechtfertigen wieder und wieder und wieder die Bedeutung der Medien zu untergraben und dicke Elefantentränen zu vergießen weil er sich unfair behandelt fühlt. Als angebliches Opfer wirkt man auch viel stärker wenn man den dicken Macker raushängen lässt, so im Sinne von "er lässt sich nicht unterkriegen" und all sowas.


    Wobei ... Kellyanne Conway hat ja zuletzt noch in einem Interview beteuert dass die CNN anders als Trump nicht für fake news halte.


    Andererseits war das ein CNN-Interview und wir wissen alle das CNN fake news sind.

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    gelegentliche artikel, die neutral oder gar pro-trump sind, ändern nichts daran, dass die mainstreammedien über trump im verhältnis von vielleicht 4-8 zu 1 negativ berichten.

    Das ist das Problem mit der Lügenpresse - sie schreibt manchmal eben einfach nur Nachrichten und wenn diese nicht die richtigen Inhalte transportieren, ist es eben "Lügenpresse"!


    Es ist den Anhängern dieser Vokabel (oder des Gedankens dahinter) offenbar entgangen, dass, auch wenn es total ihrem Weltbild widerspricht, es eine Nachricht ist (und kein politisch angefärbter Kommentar) wenn berichtet wird, dass dieses oder jenes von einem signifikanten Teil der Experten kritisch aufgenommen, diese benannt und ihre Begründung geliefert wird.


    Genauso wie es kein "pro-Trump"-Artikel ist sondern einfach eine Nachricht, wenn berichtet wird, dass seine Anhänger zufrieden mit ihm sind.

    das problem ist doch vielmehr, dass man über jede administration positives und negatives berichten kann, dass man häufig ein und denselben sachverhalt in einen artikel mit positivem oder mit negativem grundton packen kann. in den berichten der mainstreampresse (hüben wie drüben) wird allzu häufig nur allzu deutlich, dass man bemüht ist, jeden sachverhalt der mit trump zu tun hat in ein möglichst schlechtes licht zu tauchen. es wird allzu deutlich, dass der autor des jeweiligen artikels trump gegenüber schon lange nicht mehr wohlgesonnen war bevor er überhaupt mit dem schreiben des aktuellen artikels anfing. in diesem sinne sind berichte der nytimes, der washington post oder von cnn wenn es um trump geht häufig kaum seriöser als breitbart news, höchstens handwerklich ein bischen sauberer.


    übrigens kann ich diese negative grundhaltung durchaus verstehen. das besondere an trumps kandidatur und agenda ist doch, dass mit trump vs clinton erstmals das neue cleavage "globalisten vs nationalisten" in den vordergrund des politischen geschehens gerückt ist. trump hat als erster erfolgreich und mit viel spotlight mit dem bis dahin dominierenden mantra gebrochen, dass globalisierter handel und globalisierte menschenströme grundsätzlich gut und zu befürworten seien. fast alle mainstreammedien sind sehr stark "globalistisch" ausgerichtet und daher von natur aus inhaltlich gegen trump. dass die artikel darin seine politik sehr negativ sehen, ist daher inhaltlich erklärbar ohne dass man die absicht zur gezielten meinungsmanipulation unterstellen muss. die autoren sind sich imho einfach häufig ihres eigenen bias nicht bewusst.


    ich würde daher auch nicht von "lügenpresse" sprechen sondern wenn überhaupt dann von "lückenpresse" oder von "tendenzpresse". ja, die nytimes beispielsweise ist eine zeitung, die handwerklich sauberer und seriöser arbeitet als zb breitbart news. wenn es jedoch um themen geht, die ins fahrwasser von "globalist vs nationalist" fallen, ist die times kaum weniger voreingenommen als breitbart.

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    Nur absolute Auskenner wissen, dass CNN unabhängig, neutral und ausgeglichen berichtet :)^

    Der Sarkasmus ist nicht nur ermüdend, sondern auch unnötig, da ich nie behauptet habe CNN wären unabhängig. Es gibt keine wirklich unabhängigen, neutralen Medien. Das macht das von CNN berichtete allerdings nicht weniger korrekt, auch wenn das von den Leuten die dem Personenkult um Trump erlegen sind angezweifelt wird.


    Die Einzigen die Lügen und Falschinformation zum neuen Status Quo und Must-Have der Politik erheben sind Trump und seine Speichellecker und niemand scheint ein Problem damit zu haben.

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    ich würde daher auch nicht von "lügenpresse" sprechen sondern wenn überhaupt dann von "lückenpresse" oder von "tendenzpresse". ja, die nytimes beispielsweise ist eine zeitung, die handwerklich sauberer und seriöser arbeitet als zb breitbart news.

    4-Jährige die von ihrem Tag im Kindergarten erzählen machen das seriöser und handwerklich sauberer als Breitbart "News". %-| Die NYT und Breitbart überhaupt in einem Atemzug zu nennen ist eine automatische Entwertung der NYT.