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    Ich hoffe ja immer das er irgendwann eine Provokation des Irren kleinen Un verpasst weil er damit beschäftigt ist Sportler, Schauspieler oder wen-auch-immer zu beleidigen. Das ist meiner Meinung nach die beste Chance die sie haben den Kreisel zu verlassen.

    Du meinst, weil er nicht darauf reagiert ? Das wird nicht passieren. Jedesmal, wenn irgendwo auf der Welt Trumps Name erwähnt wird, bekommt er einen erderschütternden Orgasmus. Will sagen, sein Narzissmus lässt es überhaupt gar nicht zu, dass er sowas nicht mitkriegt.

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    Mich würde mal -etwas off-topic- interessieren, wie es Euch da geht. Ganz unabhängig davon, für welche Partei oder politische Idee ein "Star" sich äussert, nehmt Ihr das ernst, beeinflusst Euch das irgendwie?

    Mich lassen Stars allgemein relativ kalt, Klatschspalten, Boulevardpresse und Co interessieren mich so gut wie gar nicht (so gut wie gar nicht, weil natürlich auch ich durchaus Lieblingsschauspieler, -musiker, -autoren, etc habe, bei denen ich zumindest das, was in Verbindung mit ihrer Arbeit steht, verfolge - allerdings interessiert mich auch bei denen deren Privatleben kaum), also nö, nicht wirklich. Beeinflussen tut es mich schon gar nicht und was jemand dazu sagt, interessiert mich nur dann, wenn ich die Person als ausreichend intelligent einschätze, da schließe ich mich danae an.

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    ich finde es allgemein oberpeinlich, wenn "Stars und Sternchen" sich öffentlich zu politischen Themen äussern, mich stösst sowas immer ab, ist quasi Anti-Werbung.

    Am besten finde ich immer noch, wenn die Hollywood-Stars sich über die geplante Mauer an der Grenze zu Mexiko aufregen, sich selbst aber in ihren fetten Villen mit hohen Mauern und Bodyguards verschanzen. ;-D

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    ich finde es allgemein oberpeinlich, wenn "Stars und Sternchen" sich öffentlich zu politischen Themen äussern, mich stösst sowas immer ab, ist quasi Anti-Werbung.

    Warum? Ich finde es allgemein gut, wenn sich Leute Gedanken zu Politik machen und eine Meinung haben. Und ich finde es auch gut die zu äußern.


    Und zwar gilt das erstmal für jeden Menschen der sich vernünftig ausdrückt und das Grundgesetzt achtet.


    Da Stars und Sternchen tendenziell eine höhere Reichweite haben als die Kaffeerunde von Erna Meier, finde ich das nicht schlecht. Regt vll den ein oder anderen dazu an, sich mit aktueller Politik zu beschäftigen.


    Die Forderung nach mehr Mitgefühl ist nun auch nichts wofür man VWL studiert haben und jahrelange Politikkarriere hinter sich gebracht haben muss. Eigentlich ist es noch nichtmal eine besonders politische Forderung.

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    aber er ist grottenschlecht darin, mitgefühl und trauer zu zeigen.

    Trump ist einfach wie er eben ist. Er ist eben niemand, der auf Knopfdruck die Tränendrüse anwirft.


    Ich hatte bei Obama immer das Gefühl, dass er ein sehr guter Schauspieler ist. Ich erinnere an seine Rede und das "Amazing Grace" in der Schwarzen-Kirche in Charleston. Oder seine "Tränen" während einer Pressekonferenz zum Thema "Waffen". Obama war da echt ein Meister darin emotionale Auftritte zu inszenieren.

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    Trump ist einfach wie er eben ist. Er ist eben niemand, der auf Knopfdruck die Tränendrüse anwirft.

    "Auf Knopfdruck heulen" und "Unfähigkeit, Empathie und Mitgefühl zu zeigen und sich dementsprechend angemessen zu verhalten" sind aber nochmal zwei komplett unterschiedliche Dinge.

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    Ich hatte bei Obama immer das Gefühl, dass er ein sehr guter Schauspieler ist. Ich erinnere an seine Rede und das "Amazing Grace" in der Schwarzen-Kirche in Charleston.

    Ja, es ist wirklich extrem unwahrscheinlich, dass ausgerechnet ein Schwarzer bei einer Trauerfeier für die/ein Opfer eines rassistisch motivierten Terrorakts, bei dem unter anderem ein bekannter Bürgerrechtler starb (der mal so ganz nebenbei ebenfalls Politiker und Mit-Demokrat war), ehrliche und aufrichtige Trauer zeigt und sich so ganz nebenbei noch seinem Amt entsprechend präsidial verhält und an seine Nation appelliert %-| %-| %-| Andererseits klar, für Fans des Trumpltiers sicher schwer vorstellbar ...

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    Oder seine "Tränen" während einer Pressekonferenz zum Thema "Waffen". Obama war da echt ein Meister darin emotionale Auftritte zu inszenieren.

    Als ob das inszeniert gewesen wäre. Man musste nun wirklich kein Psychologe sein um zu erkennen, dass Obama mit jedem neuen Statement, dass er in Folge von irgendwelchen Mass Shootings oder ähnlichen Vorfällen abgeben musste, mehr und mehr resigniert hat. Da war nix gespielt, dass waren besonders zuletzt die Bilder eines Mannes der einsieht, dass die Umstände ihn eingeholt und in einem Erdrutsch besiegt haben, die deutlich spürbare Machtlosigkeit des mächtigsten Mannes der Erde.

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    das mit der empathie hat sich schon bei seinem besuch in texas nach hurrikan harvey gezeigt: trump ist gut darin, leute aufzuputschen, kampfgeister zu wecken, die typisch amerikanischen "wir lassen uns von nichts unterkriegen"-geister zu beschwören.

    Das die Leute zusammengehalten haben, wildfremde Menschen sich in Lebensgefahr begeben haben, um andere zu retten, private Spendentransporte organisiert worden sind, die Menschen gespendet haben (Sach- und Geldspenden), hatte sehr wenig mit Trump zu tun und seinem angeblichen Talent, Kampfgeist zu wecken. %-|


    Wie jetzt auch in PR sind schon in TX (Harvey) und FL (Irma) war es vor allem den lokalen Politikern, die wirklich engagiert waren. Trump hat ein wenig getwittert, viel Glück gewünscht und ist irgendwann kurz mal in sicherer Entfernung kurz angetanzt. Und anscheinend hat er nichts aus den Fehlern gelernt, die Bush nach Katrina begangen hat, gelernt. %-|


    Aber immerhin hat das Internet ein verdammt langes Gedächtnis, wenn es um Pfützen und Golf geht. ;-D

    Es ist halt auch einfach schwer Gefühle zu zeigen die man nicht hat. Oder um es mit der Freundin zu sagen die mitten im Hurricanegebiet wohnt und alles verloren hat:"Haben wir hier nicht genug Ärger? Muss der auch noch auftauchen und Leute von den Rettungen abziehen? Und wenn er schon da ist, kann er nicht in irgendein Loch fallen?"


    Texas war vorher schon Cruz Land, nach seinen Auftritten da hat er kaum Fans gewonnen.


    Enigmatic


    Nein, ich hoffe darauf das er zu abgelenkt ist von irgendeiner anderen Beleidigung mit seinem Namen drinne, als das er die Provokation bemerken würde. Seine Aufmerksamkeitsspanne ist ja zum Glück begrenzt, vielleicht verrät ihm einfach irgendwann sein Umfeld nicht, wenn irgendwas passiert ist und es läuft sich tot. (Nein, das ist keine ernsthafte Hoffnung, aber die einzige Chance die ich da sehe)

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    Nein, ich hoffe darauf das er zu abgelenkt ist von irgendeiner anderen Beleidigung mit seinem Namen drinne, als das er die Provokation bemerken würde. Seine Aufmerksamkeitsspanne ist ja zum Glück begrenzt, vielleicht verrät ihm einfach irgendwann sein Umfeld nicht, wenn irgendwas passiert ist und es läuft sich tot. (Nein, das ist keine ernsthafte Hoffnung, aber die einzige Chance die ich da sehe)

    Ich weiß, so hab ich dich verstanden. Aber wie gesagt, die Chancen dafür schätze ich als relatig gering ein. Er muss auf Provokationen einfach eingehen und kann sie nicht so stehen lassen und selbst wenn er selber mal übersieht, gibt es garantiert Leute, die ihn auf alles hinweisen. Und wenn es um ihn selbst geht, ist seine Aufmerksamkeitsspanne ja top ... es gibt da ja Gerüchte über seine täglichen Intelligence Briefings, die wären geradezu unterhaltsam, wenn sie nicht so traurig wären.

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    Das die Leute zusammengehalten haben, wildfremde Menschen sich in Lebensgefahr begeben haben, um andere zu retten, private Spendentransporte organisiert worden sind, die Menschen gespendet haben (Sach- und Geldspenden), hatte sehr wenig mit Trump zu tun und seinem angeblichen Talent, Kampfgeist zu wecken. %-|

    das habe ich auch nicht behauptet. aber bei seiner rede damals in texas war durchaus eine ansehliche zahl an leuten, die wegen ihm kam und ihm zugejubelt hat. zumindest diesen leuten schien sein auftritt etwas bedeutet zu haben.

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    Oder um es mit der Freundin zu sagen die mitten im Hurricanegebiet wohnt und alles verloren hat:"Haben wir hier nicht genug Ärger? Muss der auch noch auftauchen und Leute von den Rettungen abziehen? Und wenn er schon da ist, kann er nicht in irgendein Loch fallen?"

    genau deshalb ist trump doch erst nach einigen tagen gekommen und nicht nach houston sondern ins weniger stark betroffene corpus christi. in der tat hat das weiße haus das von anfang an so kommuniziert: wir wollen keine lokalen kräfte (polizei, feuerwehr) von aufräum- und rettungsmaßnahmen abhalten. ist er dann letztlich so spät gekommen, dass ihm schon manche wenig wohlgesonnene medien vorwarfen, er würde sich erst viel zu spät blicken lassen. wie man's macht macht man's falsch. ;-D

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    Es ist halt auch einfach schwer Gefühle zu zeigen die man nicht hat.

    ich glaube ehrlich nicht, dass trump ein soziopath ist, der gar nicht in der lage ist, mitgefühl mit anderen zu empfinden. aber zeigen kann er's scheinbar nicht. er ist imho einfach ein alter, starrsinniger mann, der seit 50 jahren im fokus der öffentlichkeit steht und seit 50 jahren an seiner eigenen legende als tougher gewinnertyp strickt. in gewisser weise ist er eins geworden mit der medialen kunstfigur, die er all die jahre über dargestellt hat. öffentlich trauer, niedergeschlagenheit und ähnliches zu zeigen, passt da einfach nicht, und mittlerweile hat er es wohl auch einfach verlernt, solche gefühle zu zeigen.

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    Nun, man macht es vermutlich am einfachsten richtig wenn man vorher nicht dieselbe Praktik bei anderen Präsidenten kritisiert. ;-)

    Und nicht nur er. Auch all die kleinen Trumplinge auf Twitter waren schnell bei der Sache als es darum ging, ihren Donald und sein dezent desinteressiert wirkendes Verhalten im Bezug auf Hurricane-Opfer zu verteidigen und haben dafür u.a. Obamas Desinteresse an den Opfern von Hurricane Katrina angeführt und sich dabei ziemlich sicher waren, dass Obama damals lieber golfen ging ... joa. So weit, so gut ... dumm halt nur, dass Hurricane Katrina 2005 über die USA gefegt ist. Als Bush noch Präsident und Obama nur Senator war. Und dieser Senator Obama durchaus ins Hurricane-Gebiet gereist ist, sich mit Evakuierten getroffen hat, den Anstrengungen zum Wiederaufbau Unterstützung verschafft hat und sich auch sonst ziemlich damit auseinandergesetzt hat.

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    ich glaube ehrlich nicht, dass trump ein soziopath ist, der gar nicht in der lage ist, mitgefühl mit anderen zu empfinden. aber zeigen kann er's scheinbar nicht. er ist imho einfach ein alter, starrsinniger mann, der seit 50 jahren im fokus der öffentlichkeit steht und seit 50 jahren an seiner eigenen legende als tougher gewinnertyp strickt. in gewisser weise ist er eins geworden mit der medialen kunstfigur, die er all die jahre über dargestellt hat. öffentlich trauer, niedergeschlagenheit und ähnliches zu zeigen, passt da einfach nicht, und mittlerweile hat er es wohl auch einfach verlernt, solche gefühle zu zeigen.

    Ah, wäre Puerto Rico eine Insel voller Supermodels, Golfplätze und Trump-Türmen wäre er sicher höchstpersonlich angereist und hätte Wasser abgepumpt und Strassen freigeräumt. Aber wen interessieren schon kleine Leute, die in außerdem nicht wiederwählen können ?