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    Hat Trump Klasse?

    Er beleidigt und beschimpft Leute auf übelste und peinlichste Weise. Ich erinnere an seinen Kommentar zu der Journalistin, die ihn mit unangenehmen Fragen konfrontiert hatte, sie würde aus den Augen bluten und auch sonstwo noch raus. Hinterher hat er behauptet, er hätte damit ihre Nase gemeint. Nee, ist klar. War natürlich keine sexistische Anspielung, sie hätte wohl ihre Tage gehabt. Einfach nur widerlich. Kann man sich vorstellen, dass so jemand Präsident wird?!

    @ danae87

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    Nun, sie reisen nicht legal ein weil sie das nicht dürfen, keine Visa bekommen und schon gar keine GreenCard. Deshalb kommen sie illegal, denn zu Hause lautet die Wahl: Hunger oder Bandenkriminalität. Und die kommen auch trotz der ganzen Toten auf der Strecke, die kommen garantiert auch noch wenn sie schwimmen müssen. Alles was eine weitere Grenzsicherung bringt ist Geld für Schlepper und mehr Tote. Die kommen ja nicht weil sie sich mal umschauen wollen.

    Natürlich kommen sie, weil sie ein besseres Leben für sich und ihre Kinder haben wollen und ich finde, dass das ein durchaus guter Grund ist. Aber die Realität ist doch eine andere, weil ein besseres Leben nicht unbedingt hinter der Grenze auf sie wartet. Diese Menschen haben keine Rechtssicherheit, weil sie jederzeit ausgewiesen können und schon jetzt werden etwa jedes Jahr 400'000 Menschen zurückgeschickt. Schlimmer aber ist, dass sie keinen Schutz geniessen und damit genauso Bandenkriminalität ausgesetzt sind, wie in ihren Heimatländern. Was macht die illegale Einwanderin, wenn sie zur Prostitution gezwungen wird? Bestimmt nicht zur Polizei gehen, weil sie damit ihre eigene Abschiebung bewirkt.

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    Fraglich ist, wie die USA ihre Wirtschaft ohne all diese illegalen Migranten betreiben wollen, die stellen ja nicht umsonst die Basis. Wäre ja nicht so das man von diesen Löhnen auch nur ansatzweise vernünftig leben könnte. Das ist wie mit der Spargelernte und Altenpflege in Deutschland. Wäre nicht so, dass da keine Stellen frei wären, sie will nur hier im Land keiner haben, auf verdammt guten Gründen.

    Nein, dass sehe ich nicht so. Die illegalen Migranten konkurrieren direkt mit den armen und schlecht ausgebildeten Menschen; historisch bedingt wird diese Position hauptsächlich von der afroamerikanischen Bevölkerung besetzt. Illegale haben oft keine Wahl und müssen zu schlechteren Konditionen arbeiten und drücken somit das gesamten Lohngefüge. Die Folge ist, dass die Armen noch ärmer werden und in Fall der USA bedeutet dies gleichzeitig verstärkte Rassenunruhen, weil es eben selektiv eine bestimmte Gruppe trifft.

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    Mir ist auch nicht klar wie die Amerikaner aus der Misere aussteigen sollen. Ihr System sorgt dafür das nur reiche Leute regieren und so wird immer nur Politik für Reiche gemacht. Die stellen halt eine Minderheit und damit spaltet das System das Land von ganz alleine. Die bräuchten schon grundlegende Reformen und sollten dabei gleich auch noch aus unseren Fehlern lernen, mehr Parteien alleine und andere Finanzierung des Wahlkampfes lösen das Problem nämlich offensichtlich auch nicht vollständig.

    Sanders wäre die wohl beste Antwort auf die vielen sozialen und innenpolitischen Fragen gewesen und er ist ja auch weit gekommen. Ich sehe deshalb durchaus Chancen, dass es in der Zukunft einen Präsidenten gibt, der mehr soziale Werte vertritt und vorallem von der Idee wegkommt, dass es dem Land besser geht, wenn es den Reichen gut geht, weil die ihr Geld ausgeben und es bis zu den Armen durchsickert; das funktioniert wahrlich nicht.

    Ich hätte Sanders auch deutlich den Vorzug gegeben.


    Ich sehe das mit dem Lohngefüge schon auch so, aber ich bin mir nicht sicher ob sich durch eine Mauer wirklich etwas verändert oder ob der Schwund nur größer wird, beim Übertritt und die Neigung dazu sich nicht abschieben zu lassen und dafür lieber kriminell zu werden nicht noch höher wird. Die leute in den extrem armen Anrainerstaaten haben einfach einen zu hohen Anreitz und zu wenig zu verlieren.


    Wenn Leute drei Jobs machen müssen um über die Runden zu kommen, in VZ versteht sich, wenn Leute Drogen vorallem nehmen um durcharbeiten zu können, wenn die Angestellten bei Macces sich reihenweise das Leben nehmen, dann ist die Luft in den unteren Gefilden bereits derart dünn geworden das es auch keine Rolle mehr spielt ob die illegalen Einwanderer noch da sind oder nicht. Wenn die weg sind, dann sind es halt die Ex Knackis die sonst nichts finden die sich da tot machen und dann paralell noch bisschen Drogen verticken um durch zu kommen. Hire and Fire macht es möglich einen solchen Druck auszuüben, da ist der Rest doch Kosmetik. Spätestens wenn die Fracking Industrie sich verabschiedet, und da sind, zahlreichen Wirtschaftsexperten nach, schon so einige Zombiefirmen bei, ist der Bogen endgültig überspannt.

    @ Blade:

    Wie unglaublich großzügig :)=

    @ Graf Eff von Icks:

    Warum will man jetzt auf einmal die illegalen Einwanderer aussperren ? Die ganzen Jahre und Jahrzehnte vorher hat sich auch kein Schwein dafür interessiert. Selbst wenn Mexikaner illegal arbeiten, solange sie dem Staat nicht auf der Tasche liegen ist das doch egal.


    Und wie sollte das deiner Meinung nach aussehen was die Mexikanische Regierung tun soll um den Wohlstand zu erhöhen ? Wobei ich schon eine Vermutung habe was als Antwort kommt...


    Trump ein Non-Interventionist ? Der Bernie Sanders der Republikaner etwa ? Ansichtssache.

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    Ich sehe das mit dem Lohngefüge schon auch so, aber ich bin mir nicht sicher ob sich durch eine Mauer wirklich etwas verändert oder ob der Schwund nur größer wird, beim Übertritt und die Neigung dazu sich nicht abschieben zu lassen und dafür lieber kriminell zu werden nicht noch höher wird. Die leute in den extrem armen Anrainerstaaten haben einfach einen zu hohen Anreitz und zu wenig zu verlieren.

    Ich denke schon, weil es einfach ein größeres Hindernis ist. Die Grenzsicherung würde leichter werden und man kann illegale Grenzübertritte frühzeitig aufspüren und unterbinden.

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    Wenn Leute drei Jobs machen müssen um über die Runden zu kommen, in VZ versteht sich, wenn Leute Drogen vorallem nehmen um durcharbeiten zu können, wenn die Angestellten bei Macces sich reihenweise das Leben nehmen, dann ist die Luft in den unteren Gefilden bereits derart dünn geworden das es auch keine Rolle mehr spielt ob die illegalen Einwanderer noch da sind oder nicht.

    Naja, ich glaube da macht es die Masse. Wir sprechen hier von knapp 11 Millionen illegaler Migranten die hauptsächlich den Niedriglohnsektor bedienen. Ich bin mir nicht sicher, wie groß der Fußabdruck tatsächlich ist, welcher dabei entsteht; aber die Folgen auf den Sektor sind eher deutlich negativ als positiv zu bewerten. Und da stellt sich tatsächlich die Frage, inwieweit eine Verknappung der Arbeitskräfte im Niedriglohnsektor zu einer Steigerung der Löhne führen würde, weil letztendlich müssen die Stellen irgendwie besetzt werden. Zwar erzeugen die illegalen Migranten auch Wirtschaftsleistung und damit Arbeitsplätze, weil sie einen großen Teil von ihrem Lohn wieder ausgeben, aber ich denke nicht, dass sich das die Waage hält. Um die Kurve zu Trump und seinen Anhänger zu kriegen: Ich kann durchaus verstehen, wenn man eine Art Protektionismus betreibt und finde das prinzipiell nicht rassistisch oder unmoralisch. Das große Thema Trumps ist eben Protektionismus, was ihm aber häufig als Rassismus ausgelegt wird.

    @ Anonymus

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    Selbst wenn Mexikaner illegal arbeiten, solange sie dem Staat nicht auf der Tasche liegen ist das doch egal.

    Den Amerikanern aus den unteren sozialen Schichten, denen sie die Arbeitsplätze wegnehmen oder zumindestens die Löhne drücken ist das bestimmt nicht egal. Und die wählen mit Sicherheit Donald Trump.

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    Und wie sollte das deiner Meinung nach aussehen was die Mexikanische Regierung tun soll um den Wohlstand zu erhöhen ? Wobei ich schon eine Vermutung habe was als Antwort kommt...

    - Korruption und Kriminalität bekämpfen.


    - Eine Wirtschaftspolitik betreiben, die das Bruttosozialprodukt erheblich erhöht und alle daran teilhaben lassen.


    - Einen gut ausgebauten Sozialstaat einrichten.


    - Direkte Demokratie auf allen Ebenen des Staates wie in der Schweiz.

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    Trump ein Non-Interventionist ?

    Ja, in der Tat! So hat er sich mehrfach geäußert. Und das ist für den Weltfrieden ein eindeutiger Pluspunkt!

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    Der Bernie Sanders der Republikaner etwa ? Ansichtssache.

    Da ist etwas dran: Denn bei allen ideologischen Unterschieden gibt es auch zwei wichtige Gemeinsamkeiten zwischen Sanders und Trump:


    1.) Beide gehören nicht zum politischen Establishment.


    2.) Beide sind nicht auf Großspender angewiesen, denen sie sich dann mit ihrer Politik andienen müßten:


    - Sanders nicht, weil er sich durch Millionen von Kleinspenden finanziert.


    - Und Trump nicht, weil er als Milliardär selbst über genügend Geld verfügt.

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    Irrsinnig finde ich, die Parallelen nicht zu sehen.

    Ich weiß, dass du sowieso kein Interesse an einer ernsthaften Diskussion hast, weswegen du auch nur sehr einsilbig antwortest, obwohl man dich auch schon darum gebeten hat mehr als nur "widerlich" zu sagen, aber ich versuche es trotzdem mal!


    Israel schützt sich vor Terror und die innerdeutsche Mauer war dazu da, dass DDR-Bürger nicht ausreisen konnten. Terror spielt in den USA seit dem 11. September immer eine Rolle, aber das ist nicht der Grund warum man eine Mauer bauen möchte. Und ich glaube kaum, dass die Mauer gebaut wird, damit US-Bürger kein Spring-Break mehr in Tijuana machen. Zumal ja schon erwähnt wurde, dass die Mauer illegale Grenzübergänge verhindern soll, etwas das jetzt schon unter erheblichen Aufwand an der Grenze zu Mexiko bekämpft wird; auch mit Zäunen und Mauern.


    Man sollte sich angewöhnen nicht irgendwelche feststehenden historischen Begriffe und Begebenheiten 1:1 auf aktuelle Ereignisse umzumünzen, weil man damit der Sache nicht gerecht wird, weder den historischen Begebenheiten noch den aktuellen Ereignissen. Aber da du eine andere Meinung zu haben scheinst; ich bin gespannt ob du uns daran teilhaben lässt, warum man diese Parallelen unbedingt ziehen muss...

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    Den Amerikanern aus den unteren sozialen Schichten, denen sie die Arbeitsplätze wegnehmen oder zumindestens die Löhne drücken ist das bestimmt nicht egal. Und die wählen mit Sicherheit Donald Trump.

    Also von irgendwem hört man das in Deutschland auch das die Immigranten die Arbeitsplätze wegnehmen. Nur wer ist das bloß ???

    Zu 1: Mag sein.


    Zu 2: Jeder aus der Politik ist auf umfangreiche Wahlkampfspenden angewiesen, auch aus der Wirtschaft. Wie heißt es so treffend: Geld regiert die Welt!

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    Er will an der Grenze zu Mexiko eine Mauer errichten, um so die Einwanderung von dort besser kontrollieren und begrenzen zu können. Die Kosten dafür soll Mexiko übernehmen; und wenn die sich weigern (was absehbar ist), dann will er alle Überweisungen von in den USA arbeitenden Mexikanern zu ihren Familien nach Mexiko solange sperren lassen, bis Mexiko die Finanzierung der Mauer übernimmt.

    Das schreibst du unter "Gründe für die Unterstützung von Donald Trump." Er will also die Mexikaner hinausekeln und Mexiko soll das bezahlen. Das geht doch sicher einfacher ohne Mauer, und dann muss er nur noch stolze Amerikaner finden, die Drecksarbeiten für einen Dollar pro Stunde machen.


    Das Kernproblem geht Trump überhaupt nicht an: Die Nation lebt über ihre Verhältnisse. Sie müsste den Gürtel enger schnallen. Wer traut sich, ihr das klar zu machen? Und außerdem: Seit wann kümmert sich Trump um sein Geschwätz von gestern?

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    Er will in der Außenpolitik viel weniger Eingriffe in andere Länder; und wenn man sieht, welche verheerenden Auswirkungen das amerikanische Eingreifen im Irak und in Afghanistan gehabt hat, könnte das ein wichtiger Beitrag zum Weltfrieden sein.

    Warum will er dann militärisch aufrüsten? Um mehr Orden verleihen zu können? Er will den IS vernichten. Dem schließe ich mich an: Schaffen wir das Böse aus der Welt! Viel Glück, Donald Trump!

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    Es ist für mich auf jeden Fall klar, daß Donald Trump bei weitem nicht so schlecht ist, wie er hier bei uns in den Medien dargestellt wird.

    Das sieht sogar seine eigene Partei anders. Zum ersten Mal in der Geschichte bekommen die Demokraten indirekte Unterstützung von den Republikanern.

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    Dies zeigt auch, daß er – entgegen anderslautenden Gerüchten – sehr wohl ein Programm hat.

    Ja, hat er, ein sehr durchgreifendes: Rede das, was die Leute hören wollen!

    blade19

    Lass es mich so sagen: Wer so arrogant rüberkommt, hat m. E. in Wirklichkeit auch kein Interesse an einer Diskussion. Er signalisiert vielmehr ein Pseudointeresse, um seine feststehende Meinung noch nachdrücklicher zu verbreiten.


    Widerlich finde ich, einem Trump hier Beifall für seine "Politik" zu spenden, seinen haarsträubenden Stil och zu unterstützen mit "So schlecht ist er gar nicht" usw. - Seine Mauerbaupläne zu Mexiko brauche ich nicht weiter zu kommentieren; sie unterstützten einfach nur seine simple Denkstruktur, um es milde auszudrücken.


    Was und wie Trump im übrigen ist, hat z. B. Belafonte in seinem letzten Beitrag perfekt ausgedrückt, das muss ich nicht wiederholen.