Ehe für Alle

    Gerade in den Nachrichten gelesen: es soll noch diese Woche über die Ehe für alle abgestimmt werden.


    Aus meiner Sicht ein längst überfälliger Schritt, auch wenn das jetzt sehr wahlstrategisch wirkt....


    Eure Meinungen und Prognosen *:) Brauchen wir im Forum bald einen Regenbogen Smiley zur Feier für alle Schwulen und Lesben, die dann heiraten dürfen?

  • 2 Antworten

    Yes! Längst überfällig. Endlich kommen auch Schwule und Lesben in den Genuss des Steuervorteils der für die gedacht war die in der Lage sind Kinder zu bekommen. Ich freue mich schon sehr auf den Babyboom.

    Gut, ich habe mich nicht ganz präzise ausgedrückt.


    Ehe für alle Päärchen, die nicht verwandt sind .. (und beide noch lebende Homo sapiens sind.... bevor noch jemand ankommt mit "aber was ist wenn ich meinen Hund/meine tote Tante Erna heiraten will?") ":/

    Quelle


    Das bedeutet auch: Es wird niemals wieder Steuervorteile für junge Paare geben die tatsächlich Kinder bekommen können.

    Zitat

    Yes! Längst überfällig. Endlich kommen auch Schwule und Lesben in den Genuss des Steuervorteils der für die gedacht war die in der Lage sind Kinder zu bekommen. Ich freue mich schon sehr auf den Babyboom.

    Ich kenne einige Paare, die zwar verheiratet sind aber keine Kinder bekommen können oder schlicht nicht wollen. Und die sahnen auch den dollen Steuervorteil ab.


    Mal ganz davon abgesehen: Was Ehepartner an unentgeltlicher Pflege, zB im Krankheitsfall oder Alter, leisten würde ich nicht unterschätzen ..

    Naja. Die tote Tante Erna ist ja nicht mehr geschäftsfähig. Und der Hund ebenfalls nicht.


    Aber wenn sich drei Menschen im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte gegenseitig das "Ja-Wort" geben möchten, mit allen rechtlichen Konsequenzen, warum wird ihnen das vom Gesetz immer noch verwehrt?


    Mit welcher Begründung?


    ???

    Zitat

    Ich kenne einige Paare, die zwar verheiratet sind aber keine Kinder bekommen können oder schlicht nicht wollen. Und die sahnen auch den dollen Steuervorteil ab.

    Das hat ja mit der Steuergesetzgebung nichts zu tun. Wenn die nicht wollen dann wollen die eben nicht. Nicht können ist aber etwas anderes und die (hetero) Paare die es nicht können dürften Anteilig im Vergleich zu (homo) Paaren eher gering sein.

    Zitat

    Mal ganz davon abgesehen: Was Ehepartner an unentgeltlicher Pflege, zB im Krankheitsfall oder Alter, leisten würde ich nicht unterschätzen ..

    Achso, stimmt. Ich hatte ganz vergessen das Pflege im Krankheitsfall ausschliesslich funktioniert wenn die Menschen verheiratet sind.

    Zitat

    Eure Meinungen und Prognosen *:) Brauchen wir im Forum bald einen Regenbogen Smiley zur Feier für alle Schwulen und Lesben, die dann heiraten dürfen?

    Was heißt schon Ehe für alle?


    Wie ist es mit Bisexuellen? Wird es in Zukunft eine Ehe für drei Personen geben?


    Wie ist es mit Schuhfetischisten? Werden sie in Zukunft Schuhe heiraten dürfen?


    Was ist mit Polygamisten? Wird es eine Beschränkung für die Anzahl der Personen in einer Ehe geben?


    Was ist mit Kindern? Werden Kinder in Zukunft heiraten dürfen?


    Zu dem letzten Thema wurde gerade ein Gesetz erlassen, das in die gegenteilige Richtung weist.

    Finde ich gut. Jeder sollte den Menschen, mit dem er sein Leben verbringen möchte, heiraten dürfen. Der romantischen Geste wegen und dem Gefühl wegen.

    Zitat

    Ich kenne einige Paare, die zwar verheiratet sind aber keine Kinder bekommen können oder schlicht nicht wollen. Und die sahnen auch den dollen Steuervorteil ab.


    Mal ganz davon abgesehen: Was Ehepartner an unentgeltlicher Pflege, zB im Krankheitsfall oder Alter, leisten würde ich nicht unterschätzen ..

    Absolut. Das finanzielle Risiko, dass ein Mensch krank wird oder arbeitslos, also finanzielle Hilfe benötigt, wird mit der Eheschließung vom Staat auf den Ehepartner übertragen. Da finde ich es richtig, dass man daher einen Steuervorteil hat (Ehegattensplitting), auch wenn man keine Kinder hat.


    Wird ein verheirateter Mensch länger krank/arbeitsunfähig oder arbeitslos, so zahlt der Ehepartner das, was ansonsten der Staat in form von Hartz IV oder Sozialhilfe zahlen würde.


    Das man junge Familien finanziell fördern sollte (was bereits auch schon in großem Maße passiert!), steht auf einem anderen Blatt und sollte hiermit nichts zu tun haben. Mal abgesehen davon das es auch genug Homo-Pärchen mit Kindern gibt. Und Hetero-Pärchen ohne Kinder. Kann man das Thema "Finanzen" nicht von dem Begriff Ehe und dem Thema Kinder trennen? Ehe für alle!

    Wie ist das eigentlich wenn wir das jetzt konsequent zuende denken -> Adoptionsrecht z.b.. Bedeutet dass jetzt das Adoptionskinder auch keinen Anspruch mehr auf Vater & Mutter haben und im Zweifelsfall sogar über deren Kopf hinweg (ich will aber keine 2 Papas) entschieden wird um Homopaare nicht zu benachteiligen? Achso... ich depp. Ich hatte ganz vergessen das Kinder keine Rechte haben...

    Zitat

    Absolut. Das finanzielle Risiko, dass ein Mensch krank wird oder arbeitslos, also finanzielle Hilfe benötigt, wird mit der Eheschließung vom Staat auf den Ehepartner übertragen. Da finde ich es richtig, dass man daher einen Steuervorteil hat (Ehegattensplitting), auch wenn man keine Kinder hat.

    Das hätte man auch über ein verändertes Pflegegeldgesetz bewerkstelligen können und hätte da sogar das richtige Gesetz erwischt aber anscheinend ist es ja jetzt Mode die ursprünglichen Gesetze so zu biegen bis man das gewünschte Ergebnis hat auch wenn die mal für was ganz anderes gedacht waren z.b. wie bei den Autorowdies die auf Mord verknackt wurden. *kopfschüttel*

    mond+sterne, ich hatte ja dann nochmal definiert, von was ich rede. Außerdem mal ganz ehrlich, jeder weiß doch gerade um welchen Sachverhalt es in der aktuellen politischen Diskussion geht. Dieses spitzfindige Rumhacken auf dem "für alle" Begriff nervt mich etwas. Käsekuchen ist schließlich auch ein Kuchen ohne Käse. ;-)


    Also zurück zum Thema :-D .

    Zitat

    Aber wenn sich drei Menschen im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte gegenseitig das "Ja-Wort" geben möchten, mit allen rechtlichen Konsequenzen, warum wird ihnen das vom Gesetz immer noch verwehrt?

    Weiß ich nicht und finde ich auch schade. Die Erklärung ist vermutlich, dass es mehr Lesben und Schwule als Polyamorphe gibt und daher sozusagen eine größere "Lobby" da ist.


    Außer meiner Sicht spricht nichts dagegen.

    Halte ich für total falsch und ein ganz durchsichtiges Wahlkampfmanöver von den linken Sozies und ihrem 100% Häuptling vorne dran [...], der weiter von der Kanzlerschaft träumt. Die Spezialdemokraten unter Schröder u. Eichel hat die Arbeiterschaft verraten und die werden den Arsch deswegen nicht mehr hochbekommen.


    "Ehe" unter Schwulen u. Lesben, mir wird ganz schlecht bei der Vorstellung :(v "Lebenspartnerschaften", ok, wer's braucht, meinetwegen, aber die klassisch definierte Ehe von Mann u. Frau dann 1:1 gleichzustellen halte ich für daneben. %-| Aber in diesem Land wundert einen schon länger nichts mehr.

    Zitat

    "Ehe" unter Schwulen u. Lesben, mir wird ganz schlecht bei der Vorstellung :(v "Lebenspartnerschaften", ok, wer's braucht, meinetwegen, aber die klassisch definierte Ehe von Mann u. Frau dann 1:1 gleichzustellen halte ich für daneben. %-| Aber in diesem Land wundert einen schon länger nichts mehr.

    Grund? Außer dass dir schlecht wird?

    Zitat

    [...]

    Hat mit der Sache was zu tun?