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    Laut Wikipedia liegen der Anteil der sich selbst als "homosexuell" definierenden Personen in repräsentativen Umfragen verschiedener Umfrageinstitute in verschiedenen westlichen Ländern bei 0,x - 1,x Prozent.

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    Laut Wikipedia liegen der Anteil der sich selbst als "homosexuell" definierenden Personen in repräsentativen Umfragen verschiedener Umfrageinstitute in verschiedenen westlichen Ländern bei 0,x - 1,x Prozent.

    Ich glaub, da vermischt Du die angegebenen meist 1,x Prozent an Homosexualität und die zumeist 0,x Prozent an Bisexualität, kann das sein? Aber ja, die Zahlen schwanken gewaltig, und es gibt aus diversen Gründen große Unterschiede.

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    Laut Wikipedia liegen der Anteil der sich selbst als "homosexuell" definierenden Personen in repräsentativen Umfragen verschiedener Umfrageinstitute in verschiedenen westlichen Ländern bei 0,x - 1,x Prozent.

    Das finde ich bemerkenswert.


    Üblicherweise wird von einem Anteil von 5% bis 10% gesprochen.


    Mir erscheint ein Anteil von 1% auch eher realistisch. Wobei gleichgeschlechtliche Partnerschaften ja nicht nur für Homosexuelle in Betracht kommen.


    Denn zum einen können auch Bisexuelle, die sich in eine Person des gleichen Geschlechts verliebt haben, aus emotionalen Gründen eine Homo-Ehe eingehen.


    Außerdem kann jeder aus den unterschiedlichsten individuellen Vernunftgründen heraus eine Homo-Ehe eingehen.

    Ich könnte mir folgendes vorstellen:


    Der Anteil homosexueller Ehen, wird leicht, aber nicht signifikant ansteigen. Warum? Die sexuelle Präferenz eines Menschen ist nicht an- oder ab-erziehbar, sie dürfte - seriöse Statistik und verlässliche Zahlenwerte vorausgesetzt - in etwa gleich bleiben. Es werden also lediglich mehr homosexuelle Paare heiraten, für die dies einen Vorteil bedeutet. Schon zu DDR-Zeiten lebten solche Paare trotzdem zusammen, meine Mutter war (unglücklich) mit einem schwulen Musiklehrer liiert, der damit quasi seinen heterosexuellen Status untermauern wollte, um beruflich keine Nachteile zu erleiden... Dies muss nun alles nicht mehr sein!


    *:)

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    Mir erscheint ein Anteil von 1% auch eher realistisch. Wobei gleichgeschlechtliche Partnerschaften ja nicht nur für Homosexuelle in Betracht kommen.

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    Das ergibt für 2015 in BW einen Anteil von 1,4% Homo-Ehen an den Ehen für alle insgesamt.


    Das finde ich vergleichsweise wenig.

    Verstehe ich nicht. Wieso kommen dir 1,4% Homo-Ehen wenig vor, wenn du von 1% Homosexuellen ausgehst? Von wie vielen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften gehst du aus, die von Heterosexuellen geschlossen werden?

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    Wieso kommen dir 1,4% Homo-Ehen wenig vor, wenn du von 1% Homosexuellen ausgehst?

    Üblicherweise wird in den Medien von fünf bis zehn Prozent Homosexuellen gesprochen.


    Mir erschien das eine propagandistische Übertreibung zu sein, weil ich aus meinem persönlichen Horizont heraus den Eindruck hatte, es sind wohl eher so ungefähr ein Prozent.


    Vor dem Hintergrund hatte ich geschrieben "mir erscheint ein Anteil von 1% auch eher realistisch".


    Mit dem hier verlinkten Wikipedia-Artikel habe ich jetzt das erste Mal eine Bestätigung für meine Einschätzung bekommen.

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    Von wie vielen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften gehst du aus, die von Heterosexuellen geschlossen werden?

    Den Anteil würde ich heute noch als bedeutungslos einschätzen, weil bisher noch weitgehend davon ausgegangen wird, die gleichgeschlechtliche Ehe sei an Homosexualität gekoppelt.

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    Den Anteil würde ich heute noch als bedeutungslos einschätzen, weil bisher noch weitgehend davon ausgegangen wird, die gleichgeschlechtliche Ehe sei an Homosexualität gekoppelt.

    Oh, mir ist mal wieder ein Universum auf den Kopf gefallen! Äh, ja, Homo- oder Bisexualität ... ich gehe in der Tat davon aus, dass die meisten gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und Ehen zwischen Menschen bestehen, die homo- oder bisexuell sind. Weshalb gehst Du davon aus, dass dem anders sei?

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    Äh, ja, Homo- oder Bisexualität ... ich gehe in der Tat davon aus, dass die meisten gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und Ehen zwischen Menschen bestehen, die homo- oder bisexuell sind. Weshalb gehst Du davon aus, dass dem anders sei?

    Vielleicht gibt es da einen Steuervorteil, den wir noch nicht ins Auge gefasst haben. ;-D

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    ich gehe in der Tat davon aus, dass die meisten gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und Ehen zwischen Menschen bestehen, die homo- oder bisexuell sind. Weshalb gehst Du davon aus, dass dem anders sei?

    Ich nehme an, dass praktisch alle Homo-Ehen zwischen Homosexuellen geschlossen wurden. Dafür spricht die vergleichsweise kleine Anzahl von Homo-Ehen. Außerdem wurde für die Gleichstellung Propaganda gemacht mit der Behauptung, sie sei für Homosexuelle.


    Ich könnte mir vorstellen, diese Propaganda zeigt ihre Wirkung.


    Außerdem könnte ich mir vorstellen, Bisexuelle bevorzugen doch eher eine klassische Ehe mit einem Partner des anderen Geschlechts.


    Das könnte Gründe höherer gesellschaftlicher Akzeptanz haben. Es könnte auch persönliche Gründe haben.

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    Ich könnte mir vorstellen, diese Propaganda zeigt ihre Wirkung.


    mond+sterne

    Ich habe gerade so den Eindruck, dass, welche Propaganda auch immer, ganz andere Wirkungen zeigt...


    Wenn jetzt zwei Männer (oder zwei Frauen) wegen der höheren gesellschaftlichen Akzeptanz eine klassische Ehe schließen wollen, geht das dann wegen der Gleichstellung auch? ":/

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    Ich nehme an, dass praktisch alle Homo-Ehen zwischen Homosexuellen geschlossen wurden.

    Kann sein, muss aber nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass durch die Ehe für alle auch alleinstehende Heterosexuelle eine Ehe eingehen werden, wenn sie sich gut verstehen, nicht mehr auf einen gegengeschlechtlichen Partner hoffen und im Alter nicht alleine sein wollen. Und sich die Vorteile einer Ehe sichern wollen. Versorgungsehen hat es schon immer gegeben. Warum sollten zwei gute Freundinnen nicht heiraten, wenn es Vorteile bringt? Dazu müssen sie nicht homosexuell sein. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass bei Männern da die Hemmschwelle größer ist als bei Frauen.

    Lian-Jill, Versorgungsehen, das finde ich einen interessanten und wichtigen Aspekt. Gerade in dieser Zeit, wo aufgrund der neoliberalen Doktrin großen Teilen der Bevölkerung eine Alterarmut droht und somit der Druck immer mehr wächst.

    Mit der Versorgungsehe sind wir der ursprünglichen Intention der Ehe doch schon wieder ein gewaltiges Stück näher gekommen. Das mit dem Gefühlskram kam ja erst zuletzt dazu und hat so einiges vernebelt. ;-D

    Zum Thema: Anteil gegengeschlechtlicher Ehen im Vergleich zu gleichgeschlechtliche Ehe + Verpartnerungen.


    Meiner Meinung nach dürfte man für einen realistischen Vergleich nicht alle bestehenden gegengeschlechtlichen Ehen heranziehen, sondern nur alle Ehen, die ab 2001 geschlossen wurden. Denn ab da war erst eine Verparnerung möglich. Hereinrechnen könnte man allenfalls einen geringen Anteil der vor 2001 bestehender Ehen; vielleicht anteilsähnlich dem Anteil der Verpartnerungen aus längstjährigen Beziehungen der ersten sechs Monate der Verpartnerungsmöglichkeit- wenn man davon ausgeht, dass diese eine Verpartnerung mit entsprechendem Gesetzt schon vorher eingangen wären.


    *Ich hoffe das ist verständlich...*