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    Entschuldige wenn ich so blöd frage... aber wie soll das genau bei z.b. Schwulen funktionieren? Wenn du von Leihmutterschaft redest dann ist dir aber klar dass das in Deutschland verboten ist?

    Homosexuelle Männer haben es da hierzulande in der Tat etwas schwerer als homosexuelle Frauen, die sich einfach einen Samenspender suchen können. Aber auch für sie gibt es Möglichkeiten wie Co-Parenting. Gute Freunde von mir haben ihren Kinderwunsch z.B. mit einem lesbischen Paar verwirklicht.

    Tja... da liegt es ja nahe das man das Verbot der Leihmutterschaft nochmal überdenkt damit Männer gegenüber Frauen nicht benachteiligt werden, hm?


    Es ist ja so unwahrscheinlich dass bestehende elementare Verbote in der Diskussion "Ehe für Alle" überdacht und oder gekippt werden. Geradezu absurd...

    Ich finde Ehe für Alle eine richtig gute und längst überfällige Sache. :)^ :)= Und ich wundere mich echt über die Beiträge hier, dachte gerade in Bezug auf Homosexualität wären die meisten Med1ler sehr offen und tolerant. ":/ Anscheinend nicht so. ]:D

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    Ich finde Ehe für Alle eine richtig gute und längst überfällige Sache. :)^ :)= Und ich wundere mich echt über die Beiträge hier, dachte gerade in Bezug auf Homosexualität wären die meisten Med1ler sehr offen und tolerant. ":/ Anscheinend nicht so. ]:D

    Ich hoffe die toleranten User melden sich noch zu Wort - wenn die anderen ihr Pulver verschossen haben :)D

    hat der Status Ehe nicht deswegen alle möglichen Vorteile, weil die daraus resultierenden Kinder nicht nur den Staat erhalten, sondern auch potentiell teuer sind?


    Und deswegen kommt ihnen der Staat entgegen und unterstützt sie auf verschiedene Art?


    Und was ist dann die Berechtigung der monetären Vergünstigungen für gleichgeschlechtliche Paare?

    .... und spannend finde ich, dass es eigentlifch ständig heißt, dass die Ehe als Institution überholt ist...


    und dass es mittlerweile eingetragene Lebenspartnerschaft (deren Sinn sich mir nicht mal ansatzweise erschließt, das ist iwie so wie: ein bisschen schwanger sein wollen....)


    gibt, Ehe light, für die Leute, die immer noch Bammel vor dem schrecklchen "ja" haben, aber trotzdem Vorteile haben möchten...


    und nun auf einmal ist die Ehe wieder gesellschaftsfähig? Ich glaube, das mit der Realsatire trifft es gut....

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    Und was ist dann die Berechtigung der monetären Vergünstigungen für gleichgeschlechtliche Paare?

    Gleichgeschlechtliche Partner verpflichten sich genau so füreinander aufzukommen wie verschiedengeschlechtliche Partner. Und was ist denn die Berechtigung der monetären Vergünstigungen für kinderlose verschiedengeschlechtliche Paare?


    Das Ehegatten-Splitting benachteiligt Familien


    Es wäre höchste Zeit, ein Familiensplitting einzuführen, denn Familie definiert sich schon längst nicht mehr über die Ehe. Warum aber kinderlose heterosexuelle Ehepaare gefördert werden sollen und kinderlose homosexuelle Paare wiederum nicht, das muss mir bitte mal jemand erklären. Noch absurder wird es, wenn man kinderlose heterosexuelle Paare den homosexuellen Lebenspartnerschaften gegenüber stellt, aus denen Kinder hervorgegangen sind. Aktuell genießen erstere Steuervorteile und letztere nicht. Das verstehe wer will %:|

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    Ich finde Ehe für Alle eine richtig gute und längst überfällige Sache. :)^ :)= Und ich wundere mich echt über die Beiträge hier, dachte gerade in Bezug auf Homosexualität wären die meisten Med1ler sehr offen und tolerant. ":/ Anscheinend nicht so. ]:D

    Ja, schade, aber so sehr wundert es mich nicht. Guter Kollege (Ü50) hat seinen Partner vor einer Weile "geheiratet", also eingetragene Partnerschaft aber mit Zeremonie und Feier. Die zwei sind seit gut 20 Jahren zusammen, allgemein akzeptiert und beliebt, aber man glaubt gar nicht wie sich die Leute plötzlich das Maul zerreißen, nur wenn es auf einmal um's heiraten geht. Noch nicht mal um die Ehe mit Steuervorteilen, sondern nur um eine Hochzeitsfeier. Ich war richtig sauer und schockiert.


    Verstehen kann ich es nicht. Als ob Hetero-Leuten etwas weggenommen würde, wenn Lesben und Schwule gleiche Rechte bekommen. Dabei ändert es rein gar nichts für alle Gegener, es werden nur ein paar mehr Leute fair behandelt und dadurch hoffentlich glücklicher. :)^

    Ich finde es super, da ich davon profitieren würde ;-)


    Meine Partnerin und ich führen genauso eine ernsthafte, langfristige Beziehung wie Hetero Paare mit Heiratswunsch auch.


    Wir haben eine stinknormale Partnerschaft, warum sollten wir nicht die gleichen Rechte und Pflichten haben wie andere Paare auch?


    Wir werden definitiv Kinder haben und nun möchte ich von den Gegnern der Ehe für Alle bitte stichhaltige Argumente, warum meine Partnerin und ich (und unzählige andere Paare auch) benachteiligt werden sollten?

    Das Schöne ist: es gibt keine ;-D (Außer das kleinkindhafte Beharren auf Uraltdefinitionen und konservative Traditionen).


    Genau deswegen waren die ersten Reaktionen hier im Thread auch inhaltlich mehr als fraglich und in meinen Augen einfach nur lächerlich. %-| :(v

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    Wir werden definitiv Kinder haben und nun möchte ich von den Gegnern der Ehe für Alle bitte stichhaltige Argumente, warum meine Partnerin und ich (und unzählige andere Paare auch) benachteiligt werden sollten?

    Selbst wenn ihr keine Kinder bekommt sollte es kein einziges Argument für Benachteiligung geben ;-)

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    Die zwei sind seit gut 20 Jahren zusammen, allgemein akzeptiert und beliebt, aber man glaubt gar nicht wie sich die Leute plötzlich das Maul zerreißen, nur wenn es auf einmal um's heiraten geht.

    Finde ich auch unglaublich.


    Stand einmal daneben, als ein mir nahestehender Mann mit Mitte 30 unter Tränen der Familie sagt, dass er etwas gestehen muss, womit er schon lange kämpft, worüber er aber nicht mehr länger schweigen kann.


    Betretenes Schweigen - er rückt eeeendlich mit der Sprache raus: Er sei hoch verschuldet, müsste Privatinsolvenz anmelden.


    Der Vater klopft ihm als Reaktion auf die Schulter und meint, dass es doch gar nicht so schlimm sei - er wäre jetzt vom Schlimmsten ausgegangen, nämlich dass sein einziger Sohn schwul sei. Und dann wären die Fetzen geflogen. Aber doch nicht wegen 60.000 EUR Schulden %:| %:| %:|

    Ich sehe es nicht so, dass bei einer Gesetzesänderung eine Ausnahme hinzugefügt wird, sonder dass eine gestrichen wird. Es wird ja allgemeiner: "aus Mensch (Frau) und Mensch (Mann) können heiraten, daraus folgt XYZ" wird "Mensch heiratet Mensch"

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    und dass es mittlerweile eingetragene Lebenspartnerschaft (deren Sinn sich mir nicht mal ansatzweise erschließt, das ist iwie so wie: ein bisschen schwanger sein wollen....)


    gibt, Ehe light, für die Leute, die immer noch Bammel vor dem schrecklchen "ja" haben, aber trotzdem Vorteile haben möchten...

    dir ist vermutlich nicht bewusst, dass in D nur verschiedengeschlechtliche Paare heiraten und nur gleichgeschlechtliche Paare sich verpartnern können. Da ist nicht mit Wahl oder "Bammel" oder so, es geht nicht anders.


    Große steuerliche Vorteile soll es da geben, wo füreinander gesorgt wird, das heißt Familiensplitting (oä), Ehegattensplitting A) für alle verheirateten und B) für zusammenlebende Paare bei denen dem einen Transferleistungen abgezogen werde, weil der andere Geld verdient.

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    eingetragene Lebenspartnerschaft (deren Sinn sich mir nicht mal ansatzweise erschließt, das ist iwie so wie: ein bisschen schwanger sein wollen....)

    Nun, die homosexuellen Menschen, die eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen, wollen ja eigentlich schon richtig und nicht nur ein bisschen schwanger sein, sprich HEIRATEN. Es wird ihnen bislang nur vom Staat verwehrt und das ist tatsächlich absurd, denn man muss sich mal vor Augen halten, wozu gleichgeschlechtliche Paare bereit waren, indem sie JA zur eingetragenen Lebenspartnerschaft sagten, die ihnen anfangs viele Pflichten, aber kaum Rechte brachte. Sie verpflichteten sich bis 2013 alle Pflichten wie heterosexuelle Ehepartner füreinander zu übernehmen (wie Unterhalt im Fall von Trennung u.a.) OHNE dieselben steuerlichen Vorteile wie heterosexuelle Eheleute dafür zu erhalten - wohlgemerkt völlig unabhängig vom Vorhandensein von Kindern.

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    gibt es dafür ein deutsches Wort?

    Co-Elternschaft. Eine Form der Familiengründung von der übrigens nicht nur homosexuelle Menschen Gebrauch machen.

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    Noch nicht mal um die Ehe mit Steuervorteilen, sondern nur um eine Hochzeitsfeier.

    Was viele nicht wissen: Wenn sie eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingegangen sind, dann haben sie seit 2013 auch Anspruch auf die steuerliche Zusammenveranlagung mit dem Splittingtarif. Die Ungleichbehandlung von Lebenspartnerschaften und "normalen" Ehen beim Ehegattensplitting ist laut BVerfG-Urteil vom 7.5.2013, 2 BvR 909/06 nämlich verfassungswidrig.

    criecharlie


    Unterm Strich sagst Du also, dass nur die heiraten dürfen (egal in welcher Geschlechterkonstellation) die nicht nur Kinder haben wollen, sondern definitiv haben (werden)? Verstehe ich das richtig?

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    und nun auf einmal ist die Ehe wieder gesellschaftsfähig?

    Es geht schlicht darum, dass Menschen heiraten dürfen, die heiraten wollen.


    Was sie mit diesem "Vertrag" anfangen, das war bisher ihnen selbst überlassen und wird/sollte es weiterhin sein.


    Ich verstehe nicht, worin der Unterschied zwischen einem verschiedengeschlechtlichem Paar welches keine Kinder will und somit auch keine bekommt und einem gleichgeschlechtlichen Paar welches ebenfalls keine will und somit keine bekommt, liegt?

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    Der Vater klopft ihm als Reaktion auf die Schulter und meint, dass es doch gar nicht so schlimm sei - er wäre jetzt vom Schlimmsten ausgegangen, nämlich dass sein einziger Sohn schwul sei. Und dann wären die Fetzen geflogen.

    Ja, Wahnsinn. :-/


    Meine kleine Schwester, seit Jahren allgemein geoutet und in einer langjährigen Beziehung mit einer ganz ganz lieben, tollen Frau kriegt auf Familienfeiern von diversen alten Tanten immer noch Sachen zu hören wie "Ach schade, wir haben gehofft, dass du diesmal einen Mann mitbringst." Sie nimmt es locker, sagt die sind halt eine andere Generation, aber wenn dann auch von gleichaltrigen Cousins Aussagen wie "Dich werden wir auch noch ans richtige Ufer kriegen" oder "Warte ab, ich stelle dir einen Kumpel von mir vor und dann werden wir sehen wie lesbisch du wirklich bist." kommen, kriegt man schon die Krise. Wir haben 2017, Leute. Das alles muss doch wirklich nicht mehr diskutiert werden...

    Hm,...


    Wenn man sich die Lebewesen dieser Erde insgesamt so ansieht, sind überwiegend Vogelfrau und Vogelmann, Ente und Erpel, Kuh und Ochse, Eber und Sau, ..... usw zusammen . Auch beim Menschen war das wohl die ursprüngliche Absicht, sonst hätte Gott halt zwei Adams schaffen können, und es gäbe heute noch das Paradies..


    Ich habe in x -Tierdokus, die ich mir schon reingezogen habe, kein einziges schwules oder lesbische Tierpaar gesehen. So gesehen ist es naturgegeben, dass Mann und Frau die kleinste gesellschaftlichen Einheit bilden, nicht zuletzt wegen der Möglichkeit der Fortpflanzung. Falls das bei Lesben und Schwulen mittlerweile auch auf natürlichem Wege funktioniert, ist mir etwas entgangen.

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    Wir werden definitiv Kinder haben und nun möchte ich von den Gegnern der Ehe für Alle bitte stichhaltige Argumente, warum meine Partnerin und ich (und unzählige andere Paare auch) benachteiligt werden sollten?

    Na hoffentlich dann auch ohne männlichen Samen. Wenn schon, denn schon.


    Wenn ein Argument die Fortpflanzung ist ? Für das Bevölkerungswachstum kannst Du nicht viel beitragen, zumindest nicht auf normalen Weg.

    Loadcell


    Mir ist es völlig egal ob es "überwiegend" so oder so abläuft (und schon wieder dieser hanebüchene Vergleich mit dem Tierreich - unglaublich):


    Wenn sich zwei Menschen partnerschaftlich lieben, und für Menschen gelten diese Gesetze und Rechte die sich um eine Ehe drehen - dann sollen sie das auch so leben können wie alle Anderen auch. Egal ob schwarz, weiß, kariert, gepunktet, männlich, weiblich und was auch immer. Schlicht gleichberechtigt.